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Bayern 3 Kreuzer blau, welcher Typ?

  • jojo30
  • 30. Juli 2007 um 11:10
  • wissbegierig
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    194
    • 8. November 2008 um 17:50
    • #1.061

    Hallo bayern klassisch,
    danke für die prompte Antwort.
    Nun sehe ich auch das Stückchen blaue Linie, die über den vertikalen Markenrand hinausgeht. Anfangs hatte ich dies für den Rand der oberen Marke gehalten.
    Da muß ich meine Sinne noch etwas schärfen, aber deswegen habe ich auch nachgefragt!
    Nicht das ich mich jetzt auch auf dieses Preisniveau begeben möchte; ich bin noch nicht so weit und bin immer noch auf der Suche nach einer "stink"normalen 2I aus meinem Lieblingsort (du weißt schon, welcher ;))

    Grüße von
    wissbegierig

    Einmal editiert, zuletzt von wissbegierig (8. November 2008 um 17:51)

  • mikrokern
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    • 9. November 2008 um 10:55
    • #1.062

    Hallo,

    habe beim Lesen des threads einen Beitrag von bayern klassisch gefunden, der schreibt, dass der Postler in Schweinfurt z.Z. der 1. Verteilung bereits entwertete Marken nochmals mit dem gMR 317 überstempelt und damit Postbetrug begangen hat.
    Habe mal ein solches Exemplar der 2. Platte (mit überstempeltem schwachen Abschlag des gMR "199" von Marktheidenfeld) angehängt.
    Man sieht, welche Mühe sich der Schweinfurter Postbeamte gegeben hat, um möglichst "schaufelgenau" zu stempeln, und das mit einem tiefschwarz frisch eingefärbten harten Abdruck.
    Hat er wohl "privat" erworbene Marken aufgeklebt und - nachdem er den Betrag vom Kunden kassiert hatte - diese später aufgeklebt und überstempelt?
    Gibt es das auch von anderen Marken?

    Bilder

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    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 9. November 2008 um 11:15
    • #1.063

    Hallo mikrokern,

    du hast da eine kleine Rosine an Land gezogen.

    Tatsächlich gab es nachweislich (nur auf Brief möglich) Postexpeditoren, die sich ihr Salär durch Postbetrügereien aufgebessert haben, indem sie bereits gebrauchte Marken einer illegalen Wiederverwendung zugeführt haben.

    Sie konnten dies tun, da viele von ihnen weitläufige geschäftliche und private Verbindungen besassen, und somit selbst problemlos an entsprechende Marken (3 und 6 Kr.) durch Ablösung kamen.

    Da die Postkunden ihre Briefe zum Schalter des Postbureaus trugen, und nach Einschätzung des Expeditors das Franko entrichteten, konnte dieser später problemlos eine gebrauchte Marke aufkleben und überdeutlich entwerten, um seinen Betrug zu vertuschen.

    Diesem entgegen zu wirken (in München war man ob dieser kriminellen Energie längste hellhörig geworden), waren alle Postbedienstete verpflichtet, dergleichen "Defraudationen" sofort dem lokalen Bezirksamt zur Einschreitung weiter zu geben.

    Bei Kirstein - Larisch wurde von etwa 10 Jahren ein Brief angeboten, auf dem man neben der Marke notiert hatte: "Scheint eine gebrauchte Marke zu sein". Getan hat sich aber nichts.

    Postbetrügereien kenne ich nur von 3 und 6 Kr. Marken, wie sie auch regelmäßig auf Briefen an die Expeditoren selbst verklebt worden waren.

    Daher konnte es praktisch kaum 9, 12 oder gar 18 Kr. Defraudationen geben, denn dergleichen Wertstufen innerhalb Bayerns waren unüblich.

    Der Schweinfurter hat sogar gesammelt und bis zu 3 entwertete Marken auf einen Brief aufgeklebt!

    2 verschiedene Stempel auf einer Marke müssen aber nicht unbedingt ein Beleg für einen Postbetrug sein. Wenn du willst, zeige ich mal Beispiele, die das bestätigen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Nacktnasenwombat
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    • 11. November 2008 um 12:30
    • #1.064

    Hallo zusammen!

    Vor ein paar Wochen wurde in diesem Thread (Seite 48/49) das Thema vorderseitiger / aufliegender Seidenfaden diskutiert.
    Ich habe das folgende Stück gefunden:
    Ich vermute dass der weiße Strich von einem aufliegenden Seidenfaden kommt der sich nach dem Austrennen der Marke aus dem Bogen gelöst hat und dabei die Druckfarbe aus diesem Bereich mitgenommen hat.
    Was meint ihr dazu?
    Ist dieser Strich durch einen abgefallenen bedruckten Seidenfaden verursacht oder ist er eher mit Gewalt herausgerissen worden (mir scheint das Papier nicht ernsthaft beschädigt zu sein alleridngs lässt sich das nicht so leicht sagen da die Marke noch auf einem kleinen Briefstück klebt und ich die Rückseite somit nicht sehen kann). Ist das ein ganz "normaler unspektakulärer Mangel" oder eine kleine Besonderheit?

    viel Grüße,

    Nacktnasenwombat

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 11. November 2008 um 12:45
    • #1.065

    Hallo Nacktnasenwombat,

    du hast eine 3. Platte mit ehemals aufliegendem Seidenfaden.

    War dieser nicht in die Papiermasse eingedrungen, so konnte er später schon bei einer leichten Berührung abfallen.

    Genau das ist hier geschehen (wäre er noch vorhanden, könnte man auch die Marke im Wasserbad ablösen, wodurch er auch von der Marke getrennt werden würde). Bitte aber nicht ablösen.

    Insofern ist das sicher etwas besonderes, auch wenn es vom Wert her zu vernachlässigen ist. Objektiv ist es ja ein Markenmangel, aber eine Halbierung auf Briefstück ist ja auch eine angeschnittene Marke, oder?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Nacktnasenwombat
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    • 11. November 2008 um 13:12
    • #1.066

    Vielen Dank für die Bestätigung!

  • mikrokern
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    • 11. November 2008 um 18:50
    • #1.067
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    ... weil es gerade angeboten wird zeige ich mal einen schönen Brief aus Bamberg mit einer frühes Platte 4 vom 29.9.1856 nach Schweinfurt an den bekannten Industriellen Sattler.

    Gerade für Heimat- und Stempelsammler bietet es sich an, die Daten der 4. Platte, so sie denn noch in die 1. Verteilung wie hier fallen, zu archivieren. Massenware wird das sicher nicht werden.

    Würde man z. B. dabei herausfinden, dass nur von Ende September bis 19.11.1856 in Bamberg die 4. Platte noch mit dem gM 20 möglich war, die 5. Platte aber dort erst um 1859 eingeführt wurde, so kann man sich leicht vorstellen, wie die tatsächlichen Mengenverhältnisse heute geartet sein müssen. Das Verhältnis 1 zu 50 wäre da sicher nicht übertrieben; es könnte auch leicht 1 zu 100 sein, wenn die Restbestände an 3. Platten noch enorm waren.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Hallo Bayern klassisch,

    könntest Du den Beleg (speziell die Marke) nochmals mit höherer Vergrösserung einstellen, da ich Mühe habe, die Merkmale der 4. Platte zu erkennen ;)
    Überhaupt finde ich "frühverwendete" 4. Platten interessant: we kann noch Beispiele von 1856/57 bringen?

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
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    • 11. November 2008 um 21:06
    • #1.068

    Hallo mikrokern,

    leider ist das nicht mein Brief - ich schrieb ja schon, dass er angeboten wird (natürlich nicht von mir).

    oisch hat ihn gekauft - sicher kann er dir einen besseren Scan zur Verfügung stellen, als es die eBay Auflösung war.

    Recht hast du mit den frühen 4. Platten - da schlummert noch so manches, was entdeckt werden will.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mikrokern
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    • 12. November 2008 um 18:59
    • #1.069

    Hallo,

    nachdem ich nun keinen Beleg der 2 IV mit Stempel aus der 1. Verteilung mein eigen nennen kann, stelle ich hier mal einen Brief mit der 2II mit Stempel vom 24.9.1857 aus "83" Dietfurt i.d. Oberpfalz nach Riedenburg ein.
    Also eine Spätverwendung der 2. Platte. Da fehlt doch jetzt nur noch ein Beleg mit oMR auf 2II...

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    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 12. November 2008 um 19:40
    • #1.070

    Hallo mikrokern,

    eine 2. Platte der 2. Verteilung ist etwas besonderes. Glückwunsch zu dem Stück - viele gibt es nicht, das kannst du mir glauben. Der Sem - Zuschlag für den Stempel auf Brief von 25 Euro ist daher stark nach oben zu relativieren, auch wenn Peter Sem nichts zur 2. Platte in der 2. Verteilung wertmässig schreibt. Wäre er mir, würde ich ihn auch für 100 Euro nicht aus der Hand geben ...

    Dein Wunsch nach einer 2. Platte und offenem Mühlrad auf Brief wird aber wohl noch eine Weile unerfüllt bleiben, denn das ist noch seltener. Die meisten Sammler haben so etwas noch nie gesehen, geschweige denn in ihrer Sammlung.

    Viel Glück auf der Suche danach wünscht dir bayern klassisch

  • oisch
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    • 12. November 2008 um 21:38
    • #1.071

    Hallo,

    lese gerade jetzt erst, dass hier von einem Brief die Rede ist, den ich vor kurzem bei ebay ersteigern konnte (nachdem bk in diesem thread nochmals ausdrücklich auf die reletive Seltenheit aufmerksam machte)

    Hier also die Abbildung einer 2-IV mit gMR "20" in der 1. Verteilung von Bamberg (übrigens wurde speziell dieser gMR mit weitem Abstand zwische "2" und "0" bislang nur für Arnstadt in der 2. Verteilung angenommen, war aber offensichtlich vorher noch kurz in Bamberg im Einsatz)

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  • bayern klassisch
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    • 12. November 2008 um 21:48
    • #1.072

    Hallo Oisch,

    in Anbetracht der Tatsache, dass die früheste auf Brief nachgewiesene 4. Platte aus Mitte August 1856 stammt, kann davon ausgegangen werden, dass viele Orte sie noch nicht während der 1. Verteilung bekommen haben, und ein Nachweis immer nur auf Brief möglich ist.

    Jede 4. Platte ist in der 1. Verteilung selten bis extrem selten. Wenn es dann noch eine Stempeltype gibt, die nur ein paar Tage auf einer 4. Platte und während der 1. Verteilung vorkam, dann kann man sich mal richtig freuen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch und danke fürs zeigen dieser Rosine :P

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (12. November 2008 um 21:48)

  • mikrokern
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    • 13. November 2008 um 06:31
    • #1.073

    Hallo,

    oisch: vielen Dank für den scan. Kann ich noch einen sehen, auf dem lediglich die Marke (stark vergrössert) zu sehen ist? Das wäre super... :)

    Frage: Wenn die 4. Platte wirklich schon 1856 zum Einsatz kam - zu einer Zeit, in der die Platte 3 zum Druck benutzt wurde (und noch weiterhin wird) - muss man dann wohl davon ausgehen, dass von 2 Platten parallel gedruckt wurde?
    Oder diente die eine jeweils als "Ersatz" für die andere (z.B. während Reinigung, techn. Service o.ä.)?
    Persönlich glaube ich eher an 2 "Parallelplatten", schon aufgrund des in den 50er Jahren stark gestiegenen Postaufkommens und Markenverschleisses.
    Meinungen?

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. November 2008 um 07:54
    • #1.074

    Hallo mikrokern,

    ich kann mir nicht vorstellen, dass man 2 Platten parallel nutzte. Das Druck - Equipment war einmalig, es gab auch nicht 2 Bänder, an denen man den Parallel - Lauf hätte durchführen können.

    An eine Druckzeit von 1858 der Platte 3 habe ich nie geglaubt - wenn es so wäre, dann müsste die 3. Platte mit Stempeln der 2. Verteilung die Masse sein. Nach über 30 Jahren Marktbeobachtung sehe ich das anders.

    Wäre die zeitliche Überschneidung tatsächlich so lange gewesen, müsste es zahlreiche "Mischfrankaturen" der 3. und 4. Platte geben. Es gibt aber nur ganz, ganz wenige davon.

    Ich denke, dass im Hochsommer 1856 die 3. Platte ausgedient hatte und danach die 4. Platte in Druck gegangen ist.

    Wenn wir, auch wenn es wissenschaftlich nicht erlaubt ist, hochrechnen, dass die 2. Platte 1854 die Regel war, aber schon Briefe mit Daten 1857 handverlesen sind, dann müsste dies bedeuten, dass, wenn eine 3. Platte bis 1858 gedruckt hätte, Briefe auch bis ca. 1860 / 1861 noch immer vorkommen müssten. Die möchte ich aber erst einmal sehen.

    Dem ist aber nicht so, da 1860 ff. nur noch späte 4. und die zeitlich übliche 5. Platte vorkommt.

    Man sollte, wenn man die entsprechende Ahnung, Erfahrung und das Material dazu hat, sich ruhig mal eine eigene Meinung bilden, auch wenn sich diese von seit über 100 Jahre Veröffentlichtem abhebt.

    So, wie der Ersttag der 1 Kr. rosa niemals der 1. Oktober 1850 sein konnte, stimmt vieles nicht, was man allgemein annahm und immer noch annimmt. Man muss nur dahinter kommen ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mikrokern
    erfahrenes Mitglied
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    13. Juli 1962 (63)
    • 13. November 2008 um 11:50
    • #1.075

    Vielen Dank, bk, für Deine Stellungnahme.

    Also könnte man die Verwendung der 5 Platten - ganz grob - nach Deiner Erfahrung so einteilen:
    2I: 1849/50
    2II: 1850/54
    2III: 1854/56
    2IV: 1856/60
    2V: 1860/62

    Wäre das in etwa korrekt? Oder wo wäre die grösste Abweichung in meiner Einteilung?

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. November 2008 um 12:32
    • #1.076

    Hallo mikrokern,

    ich versuche mal dein interessantes Beispiel als Punktbewertung aufzunehmen, wobei 0 Punkte Standard ist, und 10 Punkte in Richtung Unikat schielen:

    Platte 1

    1849 - 0
    1850 - 0
    1851 - 1
    1852 - 3
    1853 - 5
    1854 - 6
    1855 - 7
    1856 - 8
    1857 - 9
    ab 1858 - 10.

    Ab 1853 ist eine 2I ein einsames Stück. Alles in der 2. Verteilung oder gar offenem Mühlrad ist sehr selten und wird lose schon dreistellig gehandelt.

    Platte 2

    1850 - 3
    1851 - 0
    1852 - 0
    1853 - 0
    1854 - 0
    1855 - 0
    1856 - 2
    1857 - 5
    1858 - 7
    1859 - 8
    1860 - 9
    ab 1861 - 10.

    Briefe aus 1850 nimmt man immer mit, da es frühe Stücke sind, teils mit der nicht häufigen Erstauflage, die der 2 I ähnelt. Ab 1857 kommt der Bruch - da wird sie richtig selten; darüber hinaus bleiben es Zufallsstücke.
    Nach 1860 kenne ich keine mehr, aber es kann noch welche gegeben haben.

    Platte 3

    1854 - 3
    1855 - 0
    1856 - 0
    1857 - 0
    1858 - 1
    1859 - 4
    1860 - 6
    1861 - 8
    ab 1862 - 10.

    Briefe aus 1854 kann man unerkannt gerne nehmen, wenn sie denn sowieso hübsch sind, macht man nichts verkehrt damit. Viele werden es nicht sein, die man bekommt. Ab 1859 wird es knapp, ab 1860 handverlesen. Da sollte man nehmen, was kommt, wenn man intensiv sammelt.

    Platte 4

    1856 - 6 (erste Verteilung)
    1856 - 3 (zweite Verteilung)
    1857 - 0
    1858 - 0
    1859 - 0
    1860 - 1
    1861 - 2
    1862 - 4
    ab 1863 - 6 (aus 1864 kenne ich keine 4. Platte mehr auf Brief).

    Wie schon gesagt: Wer Briefe in der 1. Verteilung hat, schätzt sich glücklich (Oisch!). Auch aus 1856 sind 4. Platten nicht häufig.
    Ab 1862 werden sie knapp, da es Liegenbleiber waren.

    Platte 5

    1858 - 1
    1859 - 0
    1860 - 0
    1861 - 0
    1862 - 0
    1863 - 3
    1864 - 8

    Alle ab 1863 sind besser; man wird nicht viel Material bekommen, da die 3 Kr. rot tatsächlich am 1.10.1862 überall vorhanden war und "nachgeschoben" wurde. Die Masse der blauen wurde umgetauscht. Nur Kunden, die selten schrieben, oder an denen das postalische Leben völlig vorbei ging, verwendeten sie noch 1863 ff. Jeder Brief aus 1864 ist eine Granate - der volle Sem - Preis wäre da immer denkbar günstig. Eine Handvoll Briefe aus 1864 sind mir bekannt. Leider sehen die Marken dann auch entsprechend aus ...

    Mir sind 2 Briefe mit blauen bekannt, die außerhalb der Verwendungszeit, also nach dem 31.8.1864, benutzt wurden. Dies sind Liebhaberstücke, die jeder Bayern - Sammler gerne hätte (ich auch!).

    Diese Punktbewertungen der Seltenheit stelle ich mal zur Diskussion; gravierende Änderungen haben sie in den letzten 20 Jahren aber nicht erfahren.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • toxc
    aktives Mitglied
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    2. September 1966 (59)
    • 13. November 2008 um 12:47
    • #1.077

    Hallo bk,

    Vielen Dank für diese Liste, ich hab' sie mir gleich zweimal ausgedruckt damit ich sie sowohl Zuhause als auch im Büro immer parat habe :)

    Grüße
    Michael Stieber

  • mikrokern
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    • 13. November 2008 um 12:55
    • #1.078

    Hallo bk,

    sehr interessant! Tolle Liste!
    Nur die Aussage im vorherigen posting "dann müsste die 3. Platte mit Stempeln der 2. Verteilung die Masse sein. Nach über 30 Jahren Marktbeobachtung sehe ich das anders" wird dadurch doch etwas relativiert, da Deine Liste eine ungefähr zum "Verteilungswechsel" im Nov 1856 symmetrische Bewertung zw. 1. und 2. Verteilung auf 2III suggeriert, oder?

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. November 2008 um 12:55
    • #1.079

    Hallo toxc,

    schön, wenn du damit arbeitest. :)

    Man sieht ja, wie wichtig die Erkennung der richtigen Platten ist - und hierbei lasse ich die 1. Platte mal weg, weil sie ja in einer preislich anderen Liga spielt.

    Wenn man z. B. bei eBay die zahlreichen Briefe mit der blauen sieht, dann sind sicher 80% falsch plattiert. Da macht es bei hübschen Briefen schon Sinn nach zu sehen, ob etwas gutes dabei ist.

    Spezialisten suchen ihre Briefe aus allen verfügbaren Jahren zusammen; wenn möglich, von mehreren Orten. Das muss ja nicht jeder machen, aber nur so bekommt man ein Gefühl für die Marken in ihrem Wandel von 1849 - 1862.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. November 2008 um 13:05
    • #1.080

    Hallo mikrokern,

    nicht Druckdaten mit Verwendungsdaten verwechseln.

    Die sicherlich 1856 in Masse gedruckte 3. Platte kommt natürlich noch bis 1858 sehr häufig vor.

    Was ich mit den Stempeln der 2. Verteilung als Masse meine, wäre eine Schichtung 95 zu 5 zugunsten einer Verteilung. Das sehe ich nicht so, und wenn du meine Liste bei der 3. Platte zwischen 1855/56 und 1857/58 siehst, dann ist das gleich gewichtet.

    Wäre die 3. Platte tatsächlich bis 1858 gedruckt und somit bis 1859 an den Schaltern gewesen, wären auch Daten von 1860 nichts besonderes, da man ja immer 1 - 2 Jahre nach Verkaufsende zugeben darf.

    Wie ich schrieb, sind aber schon 1860er Daten rar, so dass die These des Drucks der 3. Platte bis 1858 m. E. nicht sein kann.

    Die Verteilung der 3. Platte ist daher, wie in der Liste dargestellt, symmetrisch zwischen 1. und 2. Verteilung zu sehen, sei es jetzt 40 : 60 oder 45 : 55 ist marginal.

    Ich hoffe, du kannst mit der Liste gut leben.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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