Habe heute schon gut getippt und bin daher gnädig gestimmt....
und tippe nochmal, 4II1 und 2II2
Nun ist's aber spät, Gute Nacht !
Bayern 3 Kreuzer blau, welcher Typ?
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Hallo Kontrollratjunkie,
die linke ist eine 4 II Platte 1 und die rechte eine 2 II Platte 2 mit einer Druckbesonderheit unter dem rechten unteren Wertkästchen.
Es ist immer gut, wenn man so etwas findet, solange man keinen Mondpreis dafür bezahlen muss.
Ich hatte mal, vor vielen Jahren, eine Spezialsammlung Plattenfehler auf geschnittenen Kreuzerausgaben, und fand fast jede Woche eine neue Abart.
Gerade die Nr. 2 ist in dieser Beziehung sehr dankbar.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
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Jetzt sind mir doch noch zwei Marken (Platte 3) in die Finger gekommen, die einen Umtauschstempel haben (20.11.1856-30.11.1856).
Leider kann man das Datum schlecht erkennen.
Bei einer könnte es der 21,24 oder 27.11. sein. Bei der anderen wohl der 22.11.Viele Grüße
dreiKreuzer -
Die erste müsste vom 24. stammen, bei der 2. tippe ich auf den 23.11.56.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
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Hallo dreiKreuzer,
wenn es der 23.11. war, war es ein Sonntag. Der Sem bewilligt dafür einen deutlichen Zuschlag. Ich schwanke auch zwischen 22. und 23.Gruß carolinus
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Hallo.
Das wäre natürlich klasse, wenn es der 23.11.1856 wäre. Der Sonntag ist wohl ein besonderer Tag.
Hier habe ich noch eine Vorderseite mit einer 2 II Platte 2. Leider habe ich absolut keinen Schimmer, um was für ein Dokument es sich hier gehandelt haben könnte. Aber vielleicht weiß ja jemand etwas.
Danke im Voraus.
dreiKreuzer
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Hallo,
es war ein normaler Brief an das königliche Landgericht Fiscalat in Wegscheid.
Die Form des Briefes ist etwas ungewöhnlich, da längs gefaltet.
Das kam praktisch nur bei amtlichen Briefen vor, da Private immer waagrecht falteten.
Es gibt Sammler, die so etwas höher bewerten. Ich gehöre auch zu denen.Für Aussteller: 2 senkrechte Briefe auf eine Seite, das hat schon was!
Liebe Grüsse von bayern klassisch
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rabege und bayern klassisch
Vielen Dank für die Einschätzungen, jetzt habe ich sogar schon die erste Besonderheit im Album, sehr schön.
Was bedeutet denn "Mondpreis" für eine solche Besonderheit ? Wieviel darf ich denn für so etwas auf den Tisch legen ?
Wenn ich mich recht erinnere, war die Marke auf einer Steckkarte für 10 cent das Stück enthalten, und sie gefiel mir einfach........Viele Grüsse
KJ -
@kj
Die Marken sind vor 150 Jahren mit vielen Platten in vielen Auflagen gedruckt worden, kleinere Druckzufälligkeiten finden sich da fast von allein, man muß nur hingucken....extra bezahlen sollte man die m.E. nicht.
Wirklich markantes, sofern es nicht katalogisiert ist, ist soviel wert, wie Du dafür geben möchtest - hier kann nur Dein Gefühl helfen, sonst niemand.
Der bei meinen Marken endeckte PF I doppelte Raute erhöht ihren Marktwert um vieleicht 5 Euro - gestern, beim Besuch eines Tauschtages, sah ich den Pf auf einer defekten Marke, ausgepreist für 10 Euro - das war ein "Mondpreis".
Im Übrigen ist das Preisniveau im Vergleich zu anderen Sammelgebieten und gemessen an Katalogpreisen auch bei kleinen Werten relativ hoch - leider!
Bei 10 Cents wird es natürlich schwer, etwas verkehrt zu machen...
Gruß rabege -
Für 10 Cents kannst du alle nehmen - da bist du von einem Mondpreis noch Lichtjahre entfernt.
Ich verstehe darunter den vollen Sem, bei mässiger Qualität.
Wenn einem aber ein Stück ganz besonders am Herzen liegt, dann darf er auch mal einen Monpreis akzeptieren - das habe ich auch schon gemacht, aber nur in Sonderfällen.
Viele Grüsse von bayern klassisch
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Guten Abend alle zusammen!
Nachdem so langsam alle ihre Schätze hervorholen, habe ich mir gedacht, ich könnte mir nun auch einmal eine bessere blaue Kreuzermarke zulegen und habe mich an die 2I getraut. Die Marke läßt keine Mängel erkennen; ich war mir erst wegen des Stempels nicht sicher, aber im "Bayernmarkenquiz" habe ich eine ähnliche Abstempelung gefunden, dies scheint soweit in Ordnung. Dann habe ich mir Sorgen um die letzte Ziffer der Jahreszahl gemacht, aber es ist andeutungsweise eine 1 zu erkennen, die mit dem "M" verschmilzt. Ist die Abstemplung so ok (waren die Stempel damals so unpräzise)? Ist es auch eine 2I?
Die nächste Marke (Stempel 311) eine farbgesättigte 2II ?
Die letzten beiden Marken handeln wieder einmal von meinen "Sorgenkindern"!
Stammt diejenige mit dem Stempel 212 (habe ich bei ebay entdeckt, war aber zu teuer) von einer dieser stark mißhandelten 4er Platten?
Und die mit dem Stempel 493 und dem wahrscheinlich zu schlechten Scan ist eine Platte 5??
Wie immer Dank für eure Mitarbeit!! -
Da hast du eine bunte blaue Auswahl!
Die erste Marke ist eine 2I - keine Frage. Sie wurde im Mai 1850 gestempelt, auch klar. Die Zweizeiler waren in der Datumsleiste steckbar, und hier hat man einiges durcheinander gebracht. Umso besser! Die meisten sind nämlich richtig gesteckt worden. Im Anhang füge ich mal die Scans von 2 Münchener Bahnhofsstempeln ein, die richtig gesteckt wurden.
Der Federzug war bis zum 31.7.1850 vorgeschrieben und ist in Ordnung.Die 311 ist eine wunderschöne Platte 2 - gut gemacht mit dem Kauf. Besser geht es nicht.
Die 202 ist eine vergewaltigte 4. Platte aus Hofheim - die Ecken waren urspünglich mal spitz! Jetzt nicht mehr.
Die 493 aus Speyer ist eine Platte 5 - du hast 100 Punkte! Klasse.
Jetzt pro memoriam die 2 Scans
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Hallo,
schön das ich einmal 100 Punkte habe, das baut auf!! Mit der Zeit merkt man die Auswirkungen des Trainings, aber sicherlich kommen auch wieder Dämpfer!!
Jetzt fällt es mir Blindem natürlich auch auf: die Null gehört hinter die fünf! Mit so einer Nachlässigkeit im Bayerischen Postwesen habe ich natürlich nicht gerechnet! Das hat wahrscheinlich die nächste Beförderung gekostet.
Waren diese Stempel um 1850 alles Bahnhofsstempel? Später gibt es die Zweizeiler auch ohne Bahnhof-Zusatz, habe so einen auf einem späteren Brief als Beistempel.
Und dann noch etwas allgemeines. Kann man bei den Mühlrädern eine 6 von einer kopfstehenden 9 unterscheiden (z.B. bei 86/98, 89/68)? Mir sehen beide sehr ähnlich aus.Grüße von
wissbegierig -
Hallo wissbegierig,
Stempel, die man auf diese Art verwechseln können haben hinter der Stempelnummer unten einen Punkt, oder eben nicht.6. und 9. (beide mit Punkt)
die 86 hat keinen Punkt, die 98. hat einen Punkt.89 und 68 sind beide ohne Punkt. Wie man die unterscheidet, weiß ich auch nicht. Vielleicht ist bei der 8 ein Ring größer??
Gruß carolinus
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Hallo Carolinus,
ojeh, habe auch eine leider unvollständige Zahl mit Punkt, hatte das glatt als Stempelfleck eingeordnet.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, habe ich bei einer kopfstehenden 98 tatsächlich eine 86 vor mir?!
Ich habe auch daran gedacht, daß die Schlaufen bei der 6/9 unterschiedlich gestaltet sind, kann ich aber auch nicht so richtig erkennen - 66/99.
wissbegierig -
66. und 99. haben beide Punkte. Da der Punkt immer unten rechts steht, kann man sie unterscheiden - wie bei 6. und 9.
Da 68 und 89 beide ohne Punkte sind, kann man sie so nicht unterscheiden. Bei meiner Marke weiß ich es auch nicht.
Aber bayern_klassisch ist bestimmt nicht weit.
Gruß carolinus
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Ohne Bayern_klassisch vorgreifen zu wollen:
Der Stempel wird wohl 89 heißen; bei dieser Schriftart war der untere Bauch einer 8 immer ein wenig dicker als der obere. Somit steht wohl der Stempel auf der Marke von carolinus auf dem Kopf; bei einer 6 und 9 gab es bei dieser Schriftart keine Unterschiede, nur die angesprochenen Punkte konnten helfen.Schönen Gruß
von Abarten-Hannes -
Doppelpost - PC, ich danke dir!
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Abarten-Hannes hat es schon richtig geschildert: Wenn es keinen Punkt gibt, dann den Stempel von beiden Seiten betrachten. Der untere Teil der 8 war regelmässig dicker als der obere. Stellt mal die Marken, die eine Ziffer 6 oder 9 im Mühlradstempel haben, auf den Kopf. So kann man an unverwechselbaren Stempelziffern etwas üben.
Leider muss ich aber sagen, dass es auch Stempel gibt, die kaum unterschieden werden können (das gilt auch für Befunde von Prüfern) - weil es praktisch auf einer losen Marke kaum möglich ist, die Problemfälle zu unterscheiden. Gerechnet wird dann immer die billigere Variante.
Nein, es gibt Zweizeiler von München Bahnhof, wie ich sie hier eingestellt habe, und die von der Hauptexpedition in der Stadt. Letztere sind häufiger.
Ich hatte gerade nur die beiden an der Hand.Sei nicht so streng mit den bayerischen Postlern - das mit dem stündlichen Umstellen der Zeit war gar nicht so einfacht. Ausserdem waren die Amtsstuben nicht Neon- oder Halogenbeleuchtet. Da brannte eine trübe Funzel an der Decke, und schwarz auf schwarz lässt sich nicht gut unterscheiden.
Immerhin hast du etwas nicht alltägliches, und darüber freuen sich nicht nur Abarten-Hannes und ich.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
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Hallo bayern klassisch,
wollte schon wieder losheulen, wieso stündlich, aber da sah ich auf Deinem Brief (und peinlich auch auf meinem) die römischen Ziffern.....Dann habe ich ja wirklich eine besondere Abstempelung, und wenn der Postler es gleich gemerkt und sein Stempel berichtigt hat, sozusagen eine Rarität!
Da kann ich mich an einen Brief bei ebay erinnern, bei dem statt der Jahreszahl eine 617 (oder so ähnlich) stand, da muß ja dann der Strom ausgefallen sein...oder brannte da eine Petroleumlampe.
Dank an alle, die mich bezüglich der Ziffern aufgeklärt haben. Wieder etwas abgehakt, aber etwas neues
wird sicher bald dazukommen.Schöne Grüße
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