So heute kann ich Euch Vignetten aus den 30'igern zeigen. Man kann den Vignetten eine gewisse Nüchternheit nicht absprechen. Sie strahlen trotzdem eine gewisse Eleganz aus (eben Bauhaus). Auf manchen Vignetten kann man freie Stellen finden. Hier hatte der aktive "Vignettenbenutzer" die Möglichkeit seinen eigenen Zudruck, in der Regel war es Werbung oder der Messestandort oder die Firmenadresse, zu schaffen.
Gruss Totalo Flauti
Vignetten
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So jetzt noch die letzten aus den 30'iger und 40'iger Jahren. Diesmal kann ich Euch auch zwei Belege zeigen. Die Karte vom 26.02.1934 ist "reiner Bedarf". Wogegen der Einschreibebrief ein für damalige Zeiten typischer Sammlerbrief ist. Beeindruckend ist die Laufzeit des Briefes. In Leipzig am 18.03.1940 abgesandt und am 18.03.1940 abends in Frankfurt/Main ausgetragen.
Gruss Totalo-Flauti.
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So, Freunde des gezackten Papieres, hier kommen nun einige Vignetten aus der DDR zum Thema Leipzig und insbesondere Leipziger Messe. Die Vignette mit den beiden "Messonkels" ist ein privater Entwurf aus einem Wettbewerb den das Messamt für ein werbewirksames Plakat ausgeschrieben hatte. Das sind übrigens die einzigen, die ich bis jetzt aus DDR-Zeiten auftreiben konnte. Es gibt noch welche aus den 60-igern. Die sehen aber gar nicht ansprechend aus.
Gruss Totalo-Flauti -
Hier ergänzend zu dem Beitrag von Totalo-Flauti einige DDR-Vignetten, die das Anfang der siebziger Jahre verbreitete politische Sendungsbewusstsein und die Bemühungen zur Unterstützung des großen Bruders widerspiegeln.
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Diese Vignetten sind mir im Laufe der Zeit in Kiloware untergekommen. Sie sind wie eine Briefmarke abgestempelt und anscheinend als Postkartenporto "anerkannt" worden.
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Zum Thema Vignetten hab ich auch noch was hübsches in meiner Sammlung gefünden.
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Hallo Concordia CA und Germaniafan,
schön das Ihr Euer Material zeigt. Viele Forianer scheinen keine Vignetten zu haben.
@Cincordia CA
Ich meine, das die Marken auf den beiden ersten Bildern keine Vignetten sind. Hier handelt es sich um Spendenmarken der DDR-Organisation "Für Deutsch-Sowjetische-Freundschaft". In dieser Organisation war so ziemlich jeder DDR-Bürger seit Kindheitstagen (neben einigen anderen Organisationen auch) Mitglied. Da sollte einfach eine "Freundschaft" mit dem "Großen Bruder" näher gebracht werden. Nach Erzählungen von meinem Vater (Jahrgang '44) wurde noch bis Anfang 1960 in den Familien oft von der Besatzungsmacht gesprochen.
Mit Schülern wurden Veranstaltungen durchgeführt, auf denen DIA-Vorträge und Filme über die Sowjetunion gezeigt wurden und Tee aus dem Samowar getrunken wurde. Ich muss auch noch irgendwo ein Mitgliedsausweis haben. Wenn ich den finde zeige ich den mal.Gruss Totalo Flauti.
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Zitat
Original von Totalo-Flauti
Hallo Concordia CA und Germaniafan,schön das Ihr Euer Material zeigt. Viele Forianer scheinen keine Vignetten zu haben.
Ich kann halt nichts wegtun, was aus Papier ist und Zacken hat.
ZitatOriginal von Totalo-Flauti
@Cincordia CA
Ich meine, das die Marken auf den beiden ersten Bildern keine Vignetten sind. Hier handelt es sich um Spendenmarken der DDR-Organisation "Für Deutsch-Sowjetische-Freundschaft"....Ich kenne mich als Wessi mit den damaligen Gegebenheiten zugegebenermaßen in den Feinheiten der damaligen DDR nicht besonders gut aus und freue mich, auf diesem Wege wieder etwas hinzugelernt zu haben.

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Wäre ich nicht in die DSF eingetreten, hätte ich keine Lehrausbildung
bekommen ...
Erstaunlich, dass ich mich um die Armee herumdrücken konnte, nach der
Wende aber trotzdem Zivi wurde.
Eine FDJ Verweigerung wäre wohl der garaus gewesen und als
Pionier hatte man es auch nicht einfach.
Rotes und blaues Halstuch ... tolle Putzlappen ... -
Auch heutzutage werden von der Leipziger Messe AG Vignetten verausgabt. Die werden allerdings als Aufkleber hergestellt . Ich bin mal gespannt, wie die in 20 Jahren aussehen. Die Messe in Leipzig besteht heutzutage aus speziellen Messeberreiche und nicht mehr aus "einer" Universalmesse wie bis zum Frühjahr 1990. Für jede Teilmesse existiert ein eigenständiger Geschäftsbereich, der selbst über entsprechende Werbemittel wie Werbeeinsatz in Maschinenstempel im Briefzentrum 04 oder eben auch Vignetten, entscheidet.
Gruss Totalo-Flauti
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Vor kurzem bei ebay versteiget !
Vignette Tag der SA Gruppe Nordsee am 6-7 Juni 1936 in Bremen.
Ich weiß nicht wies Euch geht aber wenn ich so einen Brief seh stellen sich bei mir die Nackenhaare. Der Brief sagt mehr als tausend Worte über die damalige " unabhängigkeit " der Gerichte aus.
Was haltet Ihr davon ?
Ich möchte dazu nur sagen. " Hoffenlich nie wieder solch eine Zeit !" -
Hi!
Ist das auch eine Vignette von der Westropa 1955 in Düsseldorf? Hätte da jemand Interesse dran?
Gruß
jojo30
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Zitat
Ich möchte dazu nur sagen. " Hoffenlich nie wieder solch eine Zeit !"
Deine Sorge teile ich auch und ich bin riesig froh, dass ich " Nachkriegs -Geborene" bin, also in einer Zeit nach / und ohne Hitler aufwuchs.
Nichtsdestotrotz ergaben sich auf dem Wege des Erwachsenwerdens etliche Fragen an meine Familie, die nahezu unbeantwortet blieben.
Da aus meinen eigenen Vorfahren trotz wehementem Nachbohrens wenig zu erfahren war, habe ich mir über Literatur die erforderlichen Informationen über " schwarze Löcher" in der deutschen Geschichte zusammengesucht.
Es gruselt mich noch heute, besonders auch, wenn ich geschichtsinteressiert hier in Berlin immer wieder auf Stätten eines grossen Verbrechens stosse. Mitunter unverhofft, z.B. beim Walken im Grunewald.... !
Eine ( weitere ) Gedenkstätte - Gleis 17 - mit den Daten der deportierten Juden, mengen ( 50.000 ) - wie zielortmässig dokumentiert.Ich weiss nicht, wie ich selbst seinerzeit ( hätte ich zu dieser Zeit gelebt ) gehandelt hätte, denn dies ist ja abhängig von Erziehung und Bildung, aus Angst hätte ich mich systemkonform wie auch aus Mut dissident verhalten können.
Was mir zunehmend klar wird, ist, dass es eine sehr schwere Entscheidung ist, gegen den Strom zu schwimmen, zumal wenn man Familie hat , also Verantwortung für weitere Personen trägt. [Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/32/1166268087.gif]
Dieses gilt für "germanische" wie "jüdische" Mitbürger.
Ich bin sicher, dass etliche jüdische Bürger gehofft hatten , dass sich der antisemitische Sturm legt, wie auch etliche Deutsche gehofft haben mögen, dass die politisch geplante Arisierung zivilisiert und human verläuft.
Das Ergebnis kennen wir und ich schäme mich, obgleich persönlich unschuldig, für diesen finsteren Teil der deutschen Geschichte.
Meine Stellungnahme hat zwar auf den ersten Blick wenig mit Briefmarken zu tun, auf den zweiten Blick aber durchaus.
Wie aus meinen Sammelgebieten erkennbar wird, interessieren mich Deutsche Marken herzlich wenig. Auch die dazugehörigen Vignetten......
Was aber für mich deutlich wird, ist, dass viele Deutschlandsammler ihren Weg suchen, sich mit den Irren und Wirren Deutscher Geschichte auseinanderzusetzen... und, wie ich hoffe, kritisch. [Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/8/1144610844.gif]
Gruss Shqip

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Einen hab ich noch.
Es gibt noch Vignetten aus den Nachkriegsjahren (die habe ich gerade wiedergefunden). Es soll sich hierbei um Entwürfe von Erich Gruner (Entwerfer des Doppel M) handeln die nicht mehr zur Ausführung kamen. Sie passten wohl nicht mehr ins beginnende reale sozialistische Kunstverständnis. Die hier im unteren Bereich aufgeklebten Vignetten befinden sich auf einem seltenen gefalteten A3 Bogen. Zudem sind alle Sondermarken (ebenfalls von Erich Gruner) von 1947 bis 1950 mit Sonderstempel auf diesen Bogen vorhanden.shqip und germaniafan
Als ein an Geschichte, insbesondere an deutscher Geschichte, interessierter Mensch, bin ich der Meinung, dass man losgelöst von Emutionen an solche Dinge gehen sollte. Nur so kann man versuchen diese Zeiten besser zu verstehen. Ich möchte nicht verhehlen, dass die vor allem in der deutschen Geschichte des letzten Jahrhunderts vorhandenen Geschehnisse an Brutalität und Menschenverachtung selten in der Menschheitsgeschichte Vergleichbares finden.
Mein Grossvater wollte als "Knabe" unbedingt in die Waffen-SS eintreten. Mir liegen noch die gesammelten Unterlagen für den bereits halbgefüllten Ahnenpass vor. Nur durch den väterlichen Druck ist er nicht dorthin gekommen und ist dann als einfacher Soldat in der Wehrmacht bis vor Moskau und (zu meinem Glück, da er nach dem Krieg meine Oma kennengelernt hatte) wieder zurückgekommen. Im Nachhinein war mein Grossvater seinem Vater dankbar, dass er nicht zur Waffen-SS ging.
Trotzdem und vor allem deshalb legen auch solche Belege Zeugnis ihrer Zeit ab. Man kann an Ihnen den Zeitgeist ablesen, was ich sehr faszinierend finde. Ich hab mal eine Karte aus Tepliz-Schönau vom 09.10.1939 gescannt. Die Karte sprüht nur so von Begeisterung für die "Befreiung" der Volksdeutschen in der Tschechoslowakei.
Gruss Totalo-Flauti -
So, jetzt habe ich endlich auch mal gewühlt ... und habe eine gefunden die auch Totalo-Flauti gefallen könnte

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... ach manno ... die hast du ja oben schon gezeigt

Dann diese hier ... findet man ab und an bei Online-Auktionen (aber nur die einzelnen Marken ...
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@ shqip-Totalo Flauti
Danke für Eure Beiträge zu dem Thema Nationalsozialismus. Ich kann Euch beiden nur in Eurer Anschaung zustimmen.
Ich hab noch einen Beleg in meiner Sammlung gefunden der zeigt das der nationalsozialistische Spuk seine Wurzeln schon vor dem ersten WK. hatte.
Hier eine AK aus dem Jahre 1909 mit Vignette "Deutsches Volksrecht bricht tschechisches Staatsrecht".
Schöne Grüße
Guido -
Schönes Teil Germaniafan , gut das die (meisten) deutschen dazugelernt haben

Hier noch eine (speziell für concordus ... und alle "Flieger"-Fans)
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Hi!
Ist das auch eine Vignette? Rückseite hat zumindest Gummi.
Gruß
jojo30
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[Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/20/1164976661.gif]Hi lumpus2000
Edles
Stück die schöne Vignette........was sehr ansprechlich an der Vignette ist, dass sie aussieht wie eine Briefmarke.
Die Farben blau und weiss kommem stark rüber.
Auch sind alle Hight-Lights der Luftfahrt auf der Vignette aufgedruckt. Gratuliere zur der schönen Vignette.Von der Luposta 1977 habe ich leider nur zwei UNO-Belege.
Ich habe Dir mal meine Lieblings-Vignette in den Anhang gelegt.Die Vignette war am 2.Mai 1989 an Bord der Concorde F-BTSC transportiert worden , als der Papst von Lusaka nach La Reunion
mit 620,55 m/sek gerast ist.Das originale Concorde Flugzertifikat des Überschallfluges, dass ebenfalls an Bord der F-BTSC transportiert wurde liegt auch bei.
Mit fliegerischen Grüssen Thomas

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