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Diskussion: Auktionen mit Seltenheiten

  • Denis
  • 27. April 2007 um 19:06
  • Denis
    Super-Moderator Phila-DB-Admin
    Beiträge
    1.133
    Geburtstag
    2. November 1984 (41)
    • 27. April 2007 um 19:06
    • #1

    Hi @ll!

    Von mir gab es jetzt schon eine ganze Weile keine Wochenenddiskussionen mehr. Doch aus gegebenem Anlaß starte ich mal wieder eine.

    Spezialisten jedes Gebietes (hauptsächlich die klassischen Gebiete, da dort das Material seltener angeboten wird, als die "modernen" Seltenheiten) sollten die folgende Situation kennen:
    Es findet (mal wieder) eine schöne Auktion statt. In dem zugehörigen Auktionskatalog wird vom eigenen Sammelgebiet eine Seltenheit angeboten.

    Jedoch ist der Preis gnadenlos hoch angesetzt - in keiner Relation zu anderen, etwas weniger seltenen Sachen. Dadrauf kommen dann noch schöne 18% Provision an den Versteigerer und 7% Mehrwertsteuer, Porto, Versicherung, und so noch obendrauf. Und unter Umständen ist das gekaufte Stück ungeprüft und man ist sich nicht mal sicher, ob es 100%ig echt ist. Will man es dann zum Prüfer schicken, um Gewissheit zu bekommen und es eventuell zurückzugeben oder aber muss man Angst vor horrenden Prüfungskosten und Echtheit haben?

    Beispiel: Ein Beleg, der im Katalog mit 450 € verzeichnet ist, wird mit 300€ Ausruf angeboten, während ein Beleg, der im Katalog für 200€ steht, für 80€ Ausruf zu bekommen ist.

    Leider aber weiß man auch, dass das angebotene Stück so selten ist, dass man es in den nächsten xx Jahren nicht mehr zu Gesicht bekommen wird.
    Und natürlich braucht man es zur Vervollständigung des Sammelgebietes.

    Man ist nun hin- und hergerissen, ob man sich dem teuren Hammer beugt und richtig zahlt oder ob man auf ein erneutes (billigeres) Angebot in Jahren wartet und auf das Angebot erstmal verzichtet.

    Wie habt ihr euch entschieden, und wieso?

    Viel Spass beim Diskutieren!

    Gruss
    Denis


    Bitte bietet mir alles von Altdeutschland Baden an, ich brauche noch viele Stempel zur Komplettierung meiner Stempelsammlung.

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  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 27. April 2007 um 19:29
    • #2

    Hallo Denis,

    wenn man nicht "nur so" sammelt, sondern ein Ziel verfolgt, dann beisst man in den sauren Apfel. Zum einen ist man nicht alleine auf der Welt und gerade die seltenen Sachen sind in guter Qualität nur in wenigen Stücken erhältlich.

    Vor einem guten Jahr wurden die besten Stücke der "Arthur White"-Sammlung bei Siegel in New York versteigert. Praktisch alle Seltenheiten der markenlosen Transatlantikbriefe waren vertreten. Die Schätzpreise bewegten sich inkl. Aufgeld in der Nähe der "normalen" Preisrange, die man auch bei einem Händler zahlen musste.

    Bei einem Brief habe ich den dreifachen Schätzpreis geboten, ich war nicht einmal in der Nähe des Zuschlages. Ich hatte Glück, dass ich einen anderen Brief überhaupt bekam - ebenfalls zum dreifachen Schätzpreis... Da es nur zwei bekannte Briefe gibt, habe ich das keine Sekunde bereut.

    Ich schaue darum nicht auf relative Schätzpreise, das ist m.E. Zeitverschwendung. Entweder der Brief ist das Geld wert - dann biete ich entsprechend mehr, oder halt nicht. Umgekehrt kann ein relativ hoher Schätzpreis Bieter abschrecken und man bekommt das Stück zum Untergebot (dank Kommissionär kein Problem). Bei niedrigen Ansätzen kann ein Bieterkampf eintreten, der das Stück dann unerschwinglich macht.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  • regiduer
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    537
    Geschlecht
    Männlich
    • 27. April 2007 um 20:02
    • #3

    hallo,

    ich denke diese Frage muß jeder für sich entscheiden oder die Geldbörse

    auf jeden Fall sind gerade im klassischen Berreich die Beschaffung von seltenem Material sehr schwer und man gibt schon eher mal ein paar Euros mehr aus um seine Sammlung zu komplettieren.
    Für mich gilt immer ein Limit zu setzen und ansonsten die Augen offen halten und durch das "Spezialwissen" hier und da ein Schnäppchen zu machen !

    mfg

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    650
    • 28. April 2007 um 10:56
    • #4

    Hallo,

    kann mich regiduer nur anschließen. Wenn man mal schaut, wieviele Millionäre es doch so gibt, ist das Bieten auf Seltenheiten bei renommierten Saalauktionen ein Kampf mit ungleichen Waffen. Klar kann und sollte man sein Glück versuchen, aber dann auch eine hohe Frustrationstoleranz mitbringen ("hoffnungsloser Optimist" sein), weil die Erfolgschancen bei (realistisch) limitierten Geboten sehr gering sind und daher die Enttäuschung schon vorprogrammiert ist.

    Wenn sich die Ernsthaftigkeit des Sammelns nach dem Budget richtet, bin ich ein "Nur-so-vor-sich-hin-Sammler", denn wie heißt es so schön in einem alten Schlager "Beiß nicht gleich in jeden Apfel, er könnte sauer sein!". Da hilft meiner Meinung nach auch nicht unbedingt Spezialwissen weiter, denn ganz doof sind die Einlieferer, Auktionatoren und Mitbieter einschließlich Prüfer, die bei gefragten Sachen natürlich involviert sind, wohl auch nicht.

    Von prominenten Sammlungen abgesehen, die sich wegen des guten Namens des Vorbesitzers geschlossen bzw. sinnvoll detailliert meist besser verkaufen, tauchen ausgewählte, besondere (Einzel-)Stücke von No-name-Einlieferern mitunter auch gar nicht auf Auktionen auf, sondern werden gleich "unter der Hand" (z. B. exklusiv an beste Stammkunden) weitergegeben. Das lohnt sich dann trotz Ausfall der (Verkaufs-)Provision allemal für den Auktionator, zumal eine "private" Vermittlung für die Beteiligten auch steuerlich interessanter ist.

    Alles in allem stellen sich die in der Diskussion aufgeworfenen Fragen wirklich nur, wenn man die Seltenheiten nicht aus der Portokasse bezahlen kann.

    Schönes Wochenende & viele Sammlergrüße

    philnum

  • Hangover
    aktives Mitglied
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    379
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    Männlich
    • 28. April 2007 um 15:52
    • #5

    Das wichtigste bei diesen Seltenheiten ist allerdings, dass man selbst weiss, was selten ist und was nicht - und im Zweifelsfall seine Lebenszeit in Relation zu den Zeitabständen betrachtet, in denen "besonderes" Material angeboten wird. Was ich damit sagen will: ein Stück, das man sich mit 30 Jahren nicht leisten kann, sieht man wahrscheinlich wieder, wenn man 40 oder 50 ist. Vielleicht das wichtigste bei der Kauferei: nicht verrückt machen lassen! Man bekommt keine Minuspunkte, wenn man ein paar Jahre länger braucht... ;)

    Mir stösst auf, dass in Auktionskatalogen die Formulierung "seit Jahren nicht am Markt gewesen" inflationär gebraucht wird - wer Altdeutschland sammelt, wird vielleicht den "nie dagewesenen frankierten Auslandsbrief nach Java" nicht bekommen und sich ein paar Jahre später am genauso "nie dagewesenen Auslandsbrief nach Indien" (mit gleicher oder ähnlicher Frankatur) erfreuen (und noch ein paar Jahre später für den "nie dagewesenen Auslandsbrief nach China" ein müdes Lächeln übrig haben).

  • Germaniafan
    Stamm Mitglied
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    2.559
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    22. März 1960 (66)
    • 28. April 2007 um 17:22
    • #6

    Ich persönlich hab noch nie seltene Marken bei Auktionen eingesteigert. Ich kann und möchte keine so hohe Summen für eine einzelne Marke ausgeben,wenn ich die mit etwas Glück auch in irgendeinem Lot oder einer Sammlung finden kann.Zugegeben ist diese Einstellung nicht bei allen seltenen Werten zu verwirklichen.So ist zum Beispiel die Chance gering zum Beispiel ein echtes Vineta-Provisorium, Zeppeline oder ähnlich auffällige Ware in Sammlungen oder Posten zu finden sehr gering. Ich bin da viel mehr der "Schatzsucher" unter den Sammlern, mit einem unendlich langem Atem.Wie schon Hangover richtig sagte reicht es mir wenn ich die Marke die mir fehlt erst in 10 oder 20 Jahren mal finde,ich muß sie nicht gleich haben.So habe ich nach einer mir fehlenden Germania-Marke über 10 Jahre in hunderten Stunden suchen müssen bis ich sie endlich hatte.Dann aber gleich fünf auf einen Streich.
    Ich hab zum Beispiel jetzt im neuen Felzmann-Katalog eine 71 PFä (Chemnitzer Postfälschung) gesehen,die würde mich schon elendiglich "bitzeln".Währe zu einfach die einfach einzusteigern,selbst wenn ich die 2500.-Euro Ausrufpreis plus Aufschlag übrig hätte.Da dann schon lieber nach dem Motto "Holzauge sei wachsam ".
    Und was zum Beispiel das Vineta-Provisorium angeht habe ich mich schon jetzt damit abgefunden das ich diese Marke wohl nie besitzen werde.Wie würden da unsere Concord-Freunde sagen?
    Einfach ganz locker durch die Hose atmen !

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  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 28. April 2007 um 17:22
    • #7
    Zitat

    Original von philnumVon prominenten Sammlungen abgesehen, die sich wegen des guten Namens des Vorbesitzers geschlossen bzw. sinnvoll detailliert meist besser verkaufen, tauchen ausgewählte, besondere (Einzel-)Stücke von No-name-Einlieferern mitunter auch gar nicht auf Auktionen auf, sondern werden gleich "unter der Hand" (z. B. exklusiv an beste Stammkunden) weitergegeben. Das lohnt sich dann trotz Ausfall der (Verkaufs-)Provision allemal für den Auktionator, zumal eine "private" Vermittlung für die Beteiligten auch steuerlich interessanter ist.

    Sagen wir mal so, von einem guten Auktionator erwarte ich das eigentlich nicht, würde mich viel eher sehr enttäuschen. Aber Punkt "Privatkauf" ist sehr wichtig und valide: Wer zu den entsprechenden Händlern und Sammlern Kontakt hält, der bekommt die Chance, als erster aus neu auf den Markt kommenden Stücken zu wählen. Das ist mehr wert als alles Geld der Welt.

    Und man sollte dann nicht am Preis rumnörgeln. Dann bekommt man nämlich nie wieder etwas Gutes angeboten.

    Beste Ausstellergrüsse!

    Lars

  • mtcyrus
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    29. Juli 1980 (45)
    • 29. April 2007 um 17:44
    • #8

    Hallo, dass ist doch mal eine interessante Frage, also ich persönlich war noch nie auf einer ``echten´´ Auktion

    Ich habe zum Beispiel bei ebay (ein mancher wird lachen) bei der großen Ex Sammlung Maycock mit geboten, denn soviel auch bessere Stücke von TuT, habe ich selten auf den Markt gesehen. Aber ich werde mir auf jeden Fall auch noch live Auktionen anschauen, aber ich muss mir noch eine aussuchen, und dann werde ich mir auch dieses Vergnügen mal geben.

    Für Tipps wie mann/ Frau sich da verhält bin ich auch dankbar.

    MFG

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
    Erstagsbriefe, Erstagsblätter, Mischfrankaturen, Einzelfrankaturen, Mehrfachfrankaturen, aber wenn möglich in sammelwürdiger Qualität.

  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 29. April 2007 um 18:19
    • #9
    Zitat

    Original von mtcyrus
    Aber ich werde mir auf jeden Fall auch noch live Auktionen anschauen, aber ich muss mir noch eine aussuchen, und dann werde ich mir auch dieses Vergnügen mal geben.

    Für Tipps wie mann/ Frau sich da verhält bin ich auch dankbar.

    MFG

    Hallo Mtcyrus,

    man kuckt da zu. Und lässt den Kommissionär bieten.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  • mtcyrus
    Stamm Mitglied
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    2.893
    Geburtstag
    29. Juli 1980 (45)
    • 29. April 2007 um 18:26
    • #10

    Wer ist der Komissionär?

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
    Erstagsbriefe, Erstagsblätter, Mischfrankaturen, Einzelfrankaturen, Mehrfachfrankaturen, aber wenn möglich in sammelwürdiger Qualität.

  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 29. April 2007 um 18:32
    • #11

    Derjenige, der für Dich bietet. Du kannst aber auch selber bieten, das hat aber u.U. gravierende Nachteile.

    Ein Kommissionär hat folgende Vorteile:

    Er kennt den Markt und die Auktionatoren, kann Dir also wertvolle Tipps geben, wie und wieviel Du bieten sollst.

    Er kann für Dich die Besichtigung vornehmen und Dir seine Meinung dazu sagen, wenn man das selbst zeitlich nicht schafft.

    Er gibt Deine Gebote so ab, wie besprochen. D.h. man läuft nicht in Gefahr, in ein Bietgefecht gezogen zu werden.

    Niemand kennt den Bieter, den er vertritt. Da gibt es dann keine persönlichen Fehden im Saal.

    Wichtigstes Argument: Der Auktionator kennt das Gebot nicht. Ist oft sehr nützlich, wenn man ansonsten schriftlich geboten hätte...

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

    Einmal editiert, zuletzt von BDPh-Fälschungsbekämpfung (29. April 2007 um 18:36)

  • mtcyrus
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.893
    Geburtstag
    29. Juli 1980 (45)
    • 29. April 2007 um 18:35
    • #12

    Welche Nachteile hätte das denn, ausser das mein Ehrgeiz mich packen könnte ich zu viel biete.
    Under jenige will doch bestimmt auch noch mal Geld von mir, oder?

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
    Erstagsbriefe, Erstagsblätter, Mischfrankaturen, Einzelfrankaturen, Mehrfachfrankaturen, aber wenn möglich in sammelwürdiger Qualität.

  • Afredolino
    Philatelie Experte
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    2.875
    • 29. April 2007 um 20:17
    • #13

    Ich komme mal wieder auf die Ausgangsfrage zurück:

    Man ist nun hin- und hergerissen, ob man sich dem teuren Hammer beugt und richtig zahlt oder ob man auf ein erneutes (billigeres) Angebot in Jahren wartet und auf das Angebot erstmal verzichtet.

    Ich habe schon öfters bei einer Fernauktion mitgemacht, aber direkt war ich auch noch nie bei so einer Versteigerung dabei.

    Und ich, auch wenn ich aus der Schweiz komme, bin kein Millionär. Ich setze mir auch ein Limit und darüber hinaus gehe ich nicht. Da kann die Marke oder der Beleg noch so selten sein. Schliesslich kann ich meine Familie nicht mit Philateliefutter ernähren.

    Ich weiss auch, das ich in meinem Leben meine Sammelgebiete nie komplett haben werde, das ist einfach unmöglich. Aber da verzichte ich lieber einmal auf so ein teures Stück und kaufe mir dafür viele andere günstigere Briefmarken oder Belege, um wenigstens ein paar Lücken schliessen zu können.

    Gruss
    Afredolino

    Beginn den Tag mit einem lächeln und du hast ihn schon gewonnen

  • kauli
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    14. November 1942 (83)
    • 29. April 2007 um 20:47
    • #14

    Hallo mtcyrus,
    Gönne dir schonmal das Erlebnis einer Liveauktion.
    Wichtig ist sich die Lose, die einen interessieren, vorher anzusehen.
    So richtig verlassen kann man sich auf die Beschreibungen auch nicht.

    Dann, sich ein Limit setzen und daran denken, das noch ein
    nicht unerheblicher Zuschlag dazukommt. Gebühren, Provision
    Mehrwertsteuer u.s.w. Da kommen schon locker 20-25 %
    an Aufpreisen zusammen.

    Wenn man die Augen offenhält, kann man schon was günstiges
    ersteigern
    Und die Kommissionäre machen es auch nicht umsonst

    Suche immer Berlinstempel auf Marken und Belegen, Bitte alles anbieten

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    650
    • 29. April 2007 um 21:03
    • #15
    Zitat

    Original von BDPh-Fälschungsbekämpfung
    ... Ein Kommissionär hat folgende Vorteile:

    ... Wichtigstes Argument: Der Auktionator kennt das Gebot nicht. Ist oft sehr nützlich, wenn man ansonsten schriftlich geboten hätte...


    Soviel zum Thema "interessewahrende" Ausführung schriftlicher Gebote durch den Auktionator?

  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 30. April 2007 um 05:26
    • #16
    Zitat

    Original von philnumSoviel zum Thema "interessewahrende" Ausführung schriftlicher Gebote durch den Auktionator?

    Hallo Philnum,

    die Frage kam bezüglich eines der grössten amerikanischen Auktionshäuser auf, dass nur Gebotsauktionen macht. Dort wurden die schriftlichen Gebote fast immer zum Limit ausgeführt. Wer da nicht weiss, dass dort Kommissionäre zugelassen sind, der zahlt sich da dumm und dusselig. Mit Kommissionär bekomme ich vieles zu 50-60% des Schätzpreises...

    Nächster Punkt: Auktionshäuser bieten auch eigene Ware an. Wenn da ein schriftliches Gebot vorliegt, dann weiss ich nicht, ob das Los dann immer mit Untergebot verkauft wird (sofern nur ein einziges Gebot vorliegt).

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  • regiduer
    erfahrenes Mitglied
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    Männlich
    • 30. April 2007 um 06:20
    • #17

    hallo,

    lt. Auktionskatalogen werden max. 10% Untergebot akzeptiert und mit Kommissinär bis 50% drunter !!!!!!!!!!!!!!!Wie geht das denn ???????
    Da kommen mir doch echt Zweifel ob Auktionen nicht generell nur ein abgezocke für "ottonormal" Sammler ist !!


    mfg

  • saschJohn
    Gast
    • 30. April 2007 um 13:03
    • #18

    Mtcyrus ich kann dich ja mal zu Köhler in Wiesbaden mitnehmen ;)...also bei mir liegts am Geldbeutel Einstiege von 50 - 100 Euro ist eindeutig zuviel für mich ABER ich hab bei Köhler auch schon mal günstigeres bekommen...ich erwarte all die seltenen und teuren Dingen so in 40 - 50 Jahren zu sehr preiswerten Preisen zurück :D

  • Carolina Pegleg
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    30. September 1967 (58)
    • 30. April 2007 um 14:42
    • #19

    Innteressante Antworten bislang. Mir gefallen Deine Wochenend-Diskussionen sehr, Denis.

    Wie bei den meisten hier, stellt sich fuer mich der Gewissenskonflikt, ob ich auf einer Live-Auktion fuer einen seltenen Brief bereit bin, ein paar hundert Dollar mehr auszugeben, als eigentlich gerechtfertigt, derzeit nicht. Das Problem wuerde ich, ehrlich gesagt, aber gerne haben.


    Wenn man das mal zwei-drei Stufen runterbringt, trifft die Situation aber schon zu. Jeder von uns hat schon auf ebay schon mal mehr geboten, als eigentlich gerechtfertigt. Oder hat auf einer Briefmarkenboerse schon mal $3 fuer einen Brief gezahlt, der eigentlich haette nur $1 kosten sollen / duerfen.

    Der Gewissenskonflikt als solches ist mir also nicht unbekannt. Ich denke, mir gelingt es ganz gut Mass zu halten, und darauf zu vertrauen, dass sich irgendwann die Gelegenheit wieder bietet. Natuerlich, wenn es um Marken geht, zumal postfrische, kann man schon zuversichtlicher sein, dass einem dasselbe oder ein recht vergleichbares Stueck, schon mal wieder ueber den Weg laeuft (Weltraritaeten abgesehen).

    Bei Briefen ist das natuerlich anders, da ist jedes Stueck ein Unikat und die Entscheidung zu passen faellt manchmal schwer. Wenn ich das Stueck dann wirklich JETZT haben wollte, und mehr als gerechtfertigt (relativ) ausgegeben habe, dann habe ich die Entscheidung zumeist nicht bereut. Der Aerger ueber den zu hohen Preis war zumeist schnell verflogen, die Freude das Stueck in der Sammlung zu sehen bleibt.

  • concordus
    Concorde Admirateur
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    • 30. April 2007 um 14:52
    • #20

    Hi Denis :philaforum1:

    Der Entscheid ob Du nun Dich dem Hammerpreis beugst oder auf späteres Glück hoffst, hängt natürlich vom frei verfügbaren Budget ab, dass Du für Philatelie Belege ausgeben willst.

    In meinem Sammelgebiet wie die Concorde Philatelie habe ich leider keine Referenzpreise die in Katalogen aufgeführt sind. Deshalb muss ich mir eigentlich fast bei jedem Kauf eines Concorde Beleg, die obige genannte Frage stellen.

    Bei nicht geflogenen oder geflogen Concorde Belegen gibt es zwar Erfahrungswerte wie hoch die Preise im Normalfall sind, je nachdem wie hoch die Auflage des Concorde Beleges ist.

    Ist der Concorde Beleg signierte vom Kommandanten des Concorde Fluges, ist der Preis leider meistens gegen oben offen. Es ist reine subjektive Ermessensfrage ob Dir der signierte Concorde Beleg die geforderten Euronen Wert ist oder nicht.

    Beispiel die Signatur des französische Flieger Ass Concorde Pilot Pierre Martiel Chanoine.
    Es ist eine bekannte Tatsache, dass Pierre Chanoine aus mir unbekannten Gründen, selten bis nie einen Concorde Belege signierte. Pierre Martiel Chanoine steuerte am 21. Jannuar 1976 die Concorde Foxtrott Alpha auf dem ersten Linienflug von Paris nach Rio für Air-France.

    Ein ungeflogener Concorde Beleg des historischen Ereignis von Paris nach Rio am
    21. Jannuar 1976 von der Fam. Sieger kostet zirka 15.00 Euro bis 20.00 Euro.

    Ein geflogener Air-France Concorde Beleg (Einer der ganz raren offiziellen Postbeförderung mit der Concorde) von Paris nach Rio am 21. Jannuar 1976 kostet 4.50 Euro bis max. 10 Euro. Der Preis ist so tief, weil eine sehr hohe Auflagezahl dieses Concorde Beleges existiert.

    Ein ungeflogener Concorde Beleg von der Fam. Sieger des historischen Ereignis von
    Paris nach Rio am 21. Jannuar 1976 von der Fam. Sieger, der vom französischen Flieger Ass Concorde Kommandant Pierre Martiel Chanoine signiert ist, kostet zirka 450 Euro bis 500 Euro beim Editions Philatéliques Européennes Palais de l’Europe BP 30253
    F-67007 Strasbourg (France) Philatelie Spezialisten

    Soll ich ihn jetzt kaufen oder nicht? Ist der Beleg das Geld wert oder nicht ?

    Ein Admirateur wie Concordus, der sich die Concorde zum Hobby gemacht hat und seit kindsjahren Piloten bewundert.....sagt ohne nachzudenken.... ja. Ich habe aber das Concorde Insiderwissen, dass Air-France sicher nur Ihrem damaligen besten Piloten die heikle und schwierig zu steuernde zweifache Überschallmaschine Concorde anvertraute.
    Da nie eine Concorde verkauft wurde, hatte die Maschine fast 500 Millionen Franc Abschreibungswert.
    Einen Absturz auf dem aller ersten Überschallflug einer Concorde von Paris nach Rio mit
    112 Passagieren an Bord, auf Grund einer Überforderung des Kommandanten, war tunlichst zu vermeiden, so mal noch die ganze Weltpresse und TV noch von Ort war.

    Das fliegerische Leistungsprofil und fliegerischem Können eines Pierre Martiel Chanoine muss nachweislich zu diesem Zeit brachial gewesen sein. Zumal alle Concordepiloten schon zu den „Besten der Besten“ gehörten. Also.....die Wahrscheinlichkeit das der Papst bei Dir an Türe klingelt und Dir das Du anbietet, ist grösser, als das Du im besitze eines signierten Concorde Beleg von Pierre Chanoine bist !!

    Interessiert einem die Piloten und der ganze Kult um die Besten der Besten nicht, hat dieser Concorde Beleg einen realen Wert von ca. maximalen 20 Euro.

    Denis.....Du hast das Insiderwissen um diesen raren „Baden“ Beleg preislich richtig in Relationen zu stellen. Mit Deinem Wissen über die „Baden Philatelie“, würde ich persönlich sofort zuschlagen und mir diesen selten Baden Beleg sichern.

    Wie Du selber sagtest....in den nächsten 30 Jahren ist die Chance klein......
    Den Euronenbetrag kannst Du Dir wieder erarbeiten, denn raren Baden Beleg aber nicht.


    Mit fliegerischen Grüssen Thomas :concorde:

    [Blockierte Grafik: http://concorde.philadb.com/concordebanner.jpg]

    Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zu kämpfen.

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