ZitatOriginal von Jesus
Für interessierte. Ein wohl recht seltenes Stück steht zur Zeit bei Ebay zum Verkauf.
Nettes Teil, hat aber mit DOA nicht allzuviel zu tun ![]()
ZitatOriginal von Jesus
Für interessierte. Ein wohl recht seltenes Stück steht zur Zeit bei Ebay zum Verkauf.
Nettes Teil, hat aber mit DOA nicht allzuviel zu tun ![]()
Hallo Eiche,
Dein Beitrag gefällt mir sehr gut, obwohl ich nicht dieses Gebiet sammele. Alle Achtung für diese Mühe.
ein Briefmarkenvereinsarchiv übernommen und da stöbere ich nun drin rum. Das Schreibmaschineschreiben habe ich vor vielen Jahren in der Schule gelernt und seinerzeit in diesem Fach die "Mittlere Reife" :)abgelegt. Ferner sammle ich schon seit längerer Zeit DOA.
Übrigens Reichskommissar nach Dr. Carl Peters war Hermann von Wissmann (1853-1905) vom 8.2.1888-21.2.1891. Später war er Gouverneur vom 26.4.1895-3.12.1896. Das Deutsche Reich ehrte ihn mit einer Briefmarke, Mi. Nr. 543:
[Blockierte Grafik: http://www.werkstatt-der-kulturen.de/uploads/pics/Wissmann_Briefmarke_01.jpg]
Anbei mal ein Einschreiben der 8. Gewichtsstufe aus Tanga (DOA) nach Rixheim mit anschließender Weiterleitung nach Strassburg.
Dekorative Einheit von 10 Marken auf Leinenbeleg...
beträgt die Zahl der Postanstalten 45. Darunter finden sich die beiden Postämter Daressalam und Tanga.
Die Postanstalten sind in nachstehender Reihenfolge eingerichtet worden:
Lamu (Wituland): Agentur am 23.11.1888, aufgehoben 31.3.1891
Zanzibar: Ag. 27.8.1890, aufgehoben 31.7.1891
Bagamoyo: Ag. 4.10.1890, geändert in Bagamojo lt. A. 34 v. 24. Mai 1904
Dar-es-Salaam: Ag. 4.10.1890, wurde im März 1892 P.-A., geändert in Daressalam lt. A. 34, v. 24.5.1904
Lindi: Ag. 17.5.1891
Tanga: Ag. 5.5.1891, wurde P.-A. lt. A. 26 v. 20.4.1909
Kilwa: Ag. 14.4.1892
Pangani: Ag. 15.6.1892
Saadani: Ag. 25.5.1892, geändert in Sadani lt. A. 34 v. 24.5.1904
Mohorro: Ag. 1.2.1894, geändert in Mohoro lt. A. 34 v. 24.5.1904
Mikindani: Ag. 30.10.1894
Kilossa: Ag. 1.4.1895
Masinde: Ag. 15.4.1895, aufgehoben 1896
Moschi: Ag. 16.4.1895
Mpapua: Ag. 20.4.1895
Kisaki: Ag. 29.4.1895, aufgehoben 1896
Langenburg: Ag. 5.6.1895, geändert in Neu-Langenburg lt. A. 59 v. 12.10.1908
Marangu: Ag. 29.6.1895, aufgehoben lt. A. 48 v. 24.8.1901
Tabora: Ag. 15.7.1895
Bukoba: Ag. 14.9.1895
Muanza: Ag. 1.10.1895, geändert in Muansa lt. A. 34 v. 24.5.1904
Kilimantinde: Ag. 10.1.1896
Iringa: Ag. 24.5.1898
Ujiji: Ajg. 8.7.1898, geändert in Udjidji lt. A. 34 v. 24.5.1904
Wilhelmsthal: Ag. 30.4.1899, geändert in Wilhelmstal lt. A. 34 v. 24.5.1904
Songea: Ag. 13.5.1899, geändert in Ssongea lt. A. 34 v. 24.5.1904
Wiedhafen: Ag. 25.10.1899, aufgehoben 31.3.1912
Muhesa: Ag. 12.3.1900.
Mahenge: Ag. 19.8.1901
Bismarckburg: Ag. 26.9.1901
Korogwe: Ag. A 38 v. 26.7.1902
Usumbura: Ag. A. 69 v. 30.12.1902
Amani: Ag. A. 34 v. 4.7.1903
Morogoro: Ag. A. 16 v. 29.2.1904
Wugiri: Ag. A. 68 v. 29.10.1904, aufgehoben 1.10.1909
Mombo: Ag. A. 36 v. 11.7.1905
Schirati: Ag. A. 42 v. 17.8.1905
Kondoa-Irangi: Ag. A. 4 v. 17.1.1907
Aruscha: Ag. A. 9 v. 9.2.1907
Tschole: Ag. A 79 v. 20.12.1907
Mkumbara: Ag. A. 45 v. 21.7.1908
Muaja: Ag. A. 59 v. 12.10.1908
Ngerengere: Ag. A. 74 v. 30.12.1908
Ruanda: Ag. A. 6 v. 23.1.1909
Buiko: Ag. A 71 v. 30.10.1910
Mkalama: Ag. 1910
Dodoma: Ag. 6.2.1911
Leganga: Ag. am 1.2.1911
Salale: Ag. A. 58 v. 7.9.1911
Soga: Ag. am 31.8.1911
Handeni: Ag. am 5.12.1911
Kissenji: Ag. A. 8 vom 8.2.1912
(lt. Berliner Briefmarken-Zeitung vom 25.12.1912)
- Mohorro - gibt es eine seltene blaue Abstempelung.
Weiß jemand zufällig den Grund ![]()
S i e h e :
Nochmals das Bild:
aber auch etwas sehr speziell, der blaue Stempel von Mohorro. ![]()
Nachstehend die Jahrhundertkarte, verwendet in MOSCHI (am Kilimandscharo), abgestempelt dort am 8.5.06 mit 4 Heller grün. Gelaufen über TANGA und angekommen in LEIPZIG am 16.6.06.
"Verwendet"? Als Formular verwendet, ja, als Ganzsache/Postwertzeichen, nein. Die 4 Heller-Marke hat als Franko ausgereicht, der Wertstempel der Ganzsache ist nicht gestempelt worden.
Die Jahrhundertganzsache kommt zeitgerecht verwendet aus den Kolonien vor (DNG ist mir bekannt) - als philatelistische Spielerei.
Habe gerade mit einem Sammler des Gebietes telefoniert.
Er sagte" Es kommt vor hier und in Zansibar, der Grund ist nicht bekannt".
mfG
Nigel
Mühewaltung Doc Nigel.
Nach einigem Stöbern fand ich in "Die Post, Universal-Anzeiger Briefmarken-Sammler No. 7, Leipzig 31. Juli 1906, unter der Rubik für Stempelsammler", den folgenden Hinweis:
Mohorro, Stempel in blauer Farbe, 1904 und 1905. Aber auch in Schirati ist ein Stempel in blauer Farbe vom Februar 1906 bekannt. Begründung fehlt.
MfG Eiche
4. Oktober 1911 war die Usambara-Eisenbahn bis zu ihrem vorläufigen Endpunkt Moschi (am Kilimandscharo) fertiggestellt und der Betrieb auf die gesamte 352 km lange Strecke ausgedehnt worden.
Die Postbeförderung auf der Bahn wurde zuerst durch das Zugpersonal vermittelt. Mit dem Weiterbau der Bahn aber über Mombo hinaus und mit der fortschreitenden wirtschaftlichen Entwicklung von Usambara genügte diese Beförderung nicht mehr. Zudem bestanden Ende 1907 von den an der Strecke Tanga-Mombo gelegenen 13 Stationsorten außer in Tanga nur in Muhesa, Korogwe und Mombo Postanstalten, so daß in die Nähe der übrigen Bahnstationen in großer Anzahl wohnende Ansiedler ihre Post dort nicht unmittelbar aufliefern und in Empfang nehmen konnten. So wurde denn am 4. Januar 1909 eine Schaffnerbahnpost eingerichtet und der Aufsicht des Postamts in Tanga unterstellt. Diese verkehrte zwischen Tanga und Mombo werktäglich einmal, zwischen Mombo und Buiko wöchentlich dreimal und zwischen Buiko und Moschi wöchentlich zweimal. Von den 12 Stationen der Strecke Mombo-Moschi haben nur Buiko, Mkumbara und Moschi Postanstalten.
Die Einrichtung, die von befähigten, für den Postdienst gründlich ausgebildeten Farbigen bedient wird, hatte sich bewährt; es ist dadurch eine durchgreifende Besserung in den Postverhältnissen des Usambaragebiets erreicht worden. Der Schwerpunkt der Tätigkeit der Schaffnerbahnpost liegt neben der Übernahme, Beförderung und Abgabe der Postbeutel usw. im Verkauf von Postwertzeichen und in der Annahme von Postsendungen vom Publikum und zwar von gewöhnlichen und eingeschriebenen Briefen, gewöhnlichen Postpaketen bis zu 5 kg und Telegrammen. In den ersten fünf Monaten wurden bei der Bahnpost 440 Einschreibebriefe, 75 Pakete und 15 Telegramme aufgeliefert. Für verkaufte Postwertzeichen wurden 355 Rupien gelöst. Die Zahl der durch den Briefkasten der Bahnpost täglich aufgelieferten gewöhnlichen Briefsendungen betrug 100-150, an den Tagen vor Abgang einer Europapost 300-350. ( So in Anlehnung an die Ausführungen eines Berichts aus dem Jahre 1912 ).
Bezirksamt im nördlichen Deutsch-Ost-Afrika hat ca. 54.000 Einwohner, unter ihnen 164 Europäer. So der Stand von 1913. Die Stadt, die 1888 noch nichts als ein Hüttenhaufen war, wurde ein wichtiger Punkt und hat nun eine große Anzahl steinerne Gebäude. Besonders gehoben hat sich die Stadt nach Eröffnung der Usambara-Eisenbahn, deren Direktion auch hier ihren Sitz hat.
Gebäude der Post- und Telegraphen-Station Tanga:
Und weiter geht es mit Deutsch Ostafrika. Zunächst die Privatganzsachenkarte - DOA PP 1 F 1 nach Frech - des Deutschen Kolonialhauses Bruno Antelmann in Berlin "Gruß aus Bogamoyo" mit nicht lesbarem Aufgabestempel, bläulichem Durchgangsstempel Dar-Es-Salaam 2 v. 18 / 4 (18)98 und Ankunftsstempel v. 12 / 5 98...
Mit vielen Grüßen
Sebastian
Direkt hinterher aus der gleichen Serie die Privatganzsachenkarte "Gruss aus Dar-Es-Salam" - DOA PP 1 F 2 nach Frech - gelaufen von Langenburg, 15 6 (18)98 über Kilwa und Dar-Es-Salaam (bläulicher Durchgangsstempel) nach Berlin...
Liebe Grüße
Sebastian
Hallo Kontrallratjunkie, vielen Dank für Deine Unterstützung!
Anbei eine DOA P 13 gelaufen von Tanga, Aufgabestempel v. 4 4 (19)05, nach Daressalaam, Ankunftsstempel v. 7 / 4 (19)05. Die Karte ist an den in der Kolonialverwaltung tätig gewesenen Herrn Dahlgrün gerichtet, der Absender sendet Abschiedsgrüße und teilt mit, dass er die erbetenen Kleinigkeiten postfertig gemacht hat...
Liebe Grüße
Sebastian
Hallo,
Hat DOA 2 Rupien ** mit Platte Nr eine Zuschlag?
Grüße Alec.
steppenwolf: Stimmt schon, Ganzsachen mit Zusatzfrankatur sind besonders reizvoll... Der DP Türkei PU 1 ist aber auch ohne nicht zu verachten...
Ich werde mal eine Krone / Adler Ganzsache mit Zusatzfrankatur in der Rubrik "Bahnpost" einstellen. Für mich liegt ansonsten der Reiz von Ganzsachen darin, dass sie häufig schöne Bedarfsstücke sind und entsprechend Aufschluss über zeitliche, oft geschäftliche Umstände liefern...
Anbei die DOA P 22, gelaufen im Jahre 1910 von Tanga nach Muhesa...
Mit vielen lieben Grüßen
Sebastian
Hallo,
ich habe untenstehende drei Werte mit roten Stempeln. Rote Stempel habe ich ansonsten von DOA noch nicht gesehen und wollte fragen, ob es sich um falsche Stempel handelt?
Sollten es richige sein, würden mir ein paar Zusatzinfos auch weiterhelfen.
Viele Grüße
Der Stempel Ssongea ist 1912/13 und von Januar bis September 1914 in violett abgeschlagen. Er in dieser Form nicht viel seltener als der schwarze Stempel aus früheren Jahren und wertet auf Briefstück mit € 75.- im Vergleich mit den € 50 für den schwarzen Abschlag.
Es gibt durchaus einige andersfarbige Stempel in DOA, die alle im Stempelkatalog der ARGE Kolonien aufgeführt und bewertet sind. Der Stempelkatalog ist für jeden Sammler von Kolonialstücken ein absolutes Muss!