Hallo zusammen,
mit den Portoerhöhungen vom 15.12.22 (PP11), 15.1.23 (PP12) und 1.3.23 (PP13) kam die Inflation in Deutschland richtig ins laufen. Noch galoppierte sie aber nicht. Die strak steigenden Porti machten neue Briefmarken mit höheren Nominalen notwendig. Man griff dabei auf die Darstellungen der Arbeiterausgabe zurück, teils spiegelbildlich da die ursprünglichen Darstellungen die Arbeiter als Linkshänder darstellten (unerhört so etwas
). Den Anfang machten im Dezember 1922 die Werte zu 10 Mk. und 12 Mk. die im Kohl-Handbuch auch separat katalogisiert werden. erron nennt für den 12 Mk. Wert in der PHILA-DB sogar ein konkretes Frühdatum: den 6.12.22. https://philadb.com/?site=list&catid=&catuid=484&id=584
Die weiteren Werte dieser Ausgabe erschienen zwischen Januar und Juni 1923, sie wurden im Buchdruckverfahren in Bögen (10 x 10 Marken) bzw. Rollen produziert, der 50 Mk. Wert ausschließlich in Rollen, deshalb gibt es hier weder Oberränder noch HAN.
Die Höhe der Gesamtauflagen ist nicht bekannt.
Ob diese Ausgabe nur besser erforscht wurde oder ob die Produktionsqualität unter Zeitdruck litt weiß ich nicht, jedenfalls sind von dieser Ausgabe etliche Abarten und Druckabweichungen bekannt, auf die ich bei den einzelnen Werten eingehen werde.
Damit es auch etwas zu sehen gibt zeige ich die Ausgabe postfrisch.
Viele Grüße
DKKW