Hallo zusammen,
bevor ich auf die einzelnen Wertstufen dieser 2. Flugpost-Ausgabe des Deutschen Reiches eingehe (die Ausgabe 1912 war keine offizielle Markenausgabe, deshalb im Michel mit röm. Ziffern bezeichnet), seien mir auch zu dieser Ausgabe einige Vorbemerkungen gestattet.
Das Markenmotiv, die sogenannte Holztaube, stammt von Prof. Aufseeesser aus München. Die Pfennigwerte wurden im Kleinformat im einfarbigen Buchdruck in 100er Bögen produziert. Die Markwerte im Großformat (analog beispielsweise zur Ausgabe Deutsche Gewerbeschau) wurden im zweifarbigen Buchdruck in 100er Bögen mit zwei Markenfeldern (10 x 5) und dazwischen liegendem Mittelsteg gedruckt.
Die Marken sollten der Frankatur für Luftpostsendungen dienen, die Verwendung auf "normalen" Postsendungen war zulässig (und häufig anzutreffen). Eigentlich sollten vor dem Verkauf zunächst die Marken der 1. Flugpostausgabe aus dem Jahr 1919 verbraucht werden, mit der Portoerhöhung zum 1.7.22 hatte die Inflation dafür gesorgt, dass eine sinnvolle Verwendung kaum noch möglich war es sei denn als Massenfrankatur.
Während Michel-Spezial 2016 und die PHILA-DB von einer Verwendung ab Juli 1922 schreiben, unterscheidet das Kohl-Handbuch zwischen den Pfennigwerten (ab Mitte Juli 22) und den Markwerten (ab Ende Juli). Die Auflagenhöhe ist nicht bekannt.
Hier der komplette Satz postfrisch.
Viele Grüße
DKKW