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Dänemark Ganzsachenpostkarten

  • DKKW
  • 6. November 2025 um 10:57
  • DKKW
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    • 6. November 2025 um 10:57
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich bin nicht so angetan davon wenn Belegabbildungen, häufig nicht mal der eigenen Sammlung, ohne weitere Erklärungen einfach mal so ins Forum gestellt werden. Deshalb möchte ich meine wenigen Ganzsachen hier in einem neuen thread einstellen und natürlich auch die passenden Erklärungen dazu liefern.

    Ich werde mit den Ganzsachenpostkarten beginnen. Es gibt in Dänemark:

    - Einzelkarten
    - Doppelkarten mit anhängendem Antwortteil
    - Dienstpostkarten

    Außerdem gibt es noch Postkarten auf Bestellung von Behörden bzw. öffentlichen Institutionen

    Richtig loslegen werde ich erst nach meinem Urlaub, ich bin ein paar Tage zu Hause in Schleswig-Holstein. Die von mir verwendete Literatur stelle ich gleich im Literaturthread vor.

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
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    • 17. November 2025 um 13:48
    • #2

    Hallo zusammen,

    vor meinem Urlaub hatte ich versprochen Ganzsachen aus meinem nicht so umfangreichen Bestand nicht nur zu zeigen sondern auch etwas Hintergrundwissen zur jeweiligen Ganzsache zu vermitteln. Nun, phoenix hat mit seinem Beitrag zu Postal Stationary der Cook-Inseln vorgelegt und die Messlatte in Sachen Qualität sehr hoch gehängt. Ich hoffe, ich kann da annähernd mithalten.

    In Dänemark wurden die sogenannten "Brevkort" zum 1.4.1871 also exakt 20 Jahre nach Einführung der 4 RBS Briefmarke zugelassen. Sie hatten zunächst den Charakter von "offenen Briefen" denn das Porto entsprach dem Briefporto, dafür bekam man "das Papier" inklusive.

    Am 1.4.1871 kamen zwei Ganzsachenpostkarten an die Postschalter, eine 2 Sk. und eine 4 Sk. Brevkort. Das Ortsporto entsprach 2 Skilling, das Inlandsporto 4 Skilling. Aus dem Ausland eingehende Postkarten wurden bereits früher akzeptiert, so zum Beispiel aus Deutschland ab dem 14.1.1871. Der Versand dänischer Brevkort war ab dem 1.4.1871 in bestimmte Länder zulässig, hier war dann eine Zusatzfrankatur notwendig, da 2 Sk. bzw. 4 Sk. nicht ausgereicht hätten. Brevkort in Skilling-Währung ins Ausland sind selten und gesucht.

    Ich beginne heute mit der 2 Sk. Ganzsachenpostkarte für den Ortsverkehr (hauptsächlich Kopenhagen). Laut Oluf Pedersen (siehe Literatur) wurden die ersten 2 Sk. Ganzsachenpostkarten am 28.3.1871 an die Post ausgeliefert, also wenige Tage vor dem Einführungsdatum. Die Gesamtauflage betrug 220.500 Brevkort. Gültig blieben die Skilling-Ganzsachenpostkarten bis zum 15.1.1891 (Währungsumstellung auf Kronenwährung war Anfang 1875. Der Wertstempel entsprach dem Muster der zweifarbigen Ziffernausgabe.

    Der Michel Ganzsachenkatalog Europa West 2000/2001 erwähnt auch eine Druckabweichung P1I (Fehler in der Rahmenverzierung). Oluf Pedersen unterscheidet drei Farbvarianten:
    EB1: ultramarin
    EB1a: hellultramarin
    EB1b: blau

    Auch beim verwendeten Kartonpapier gibt es Unterschiede, der Michel Ganzsachenkatalog 2000/2001 nennt bläulichweiß, gelblichweiß und rahmfarben. Das Kartenformat war 140 x 75 mm also vergleichsweise schmal.

    Ich zeige eine in Kopenhagen verwendete 2 Sk. Ganzsachenpostkarte, Der Rahmen des Wertstempels ist übrigens kopfstehend. Ich würde sagen die Farbe ist ultramarin, das verwendete Kartonpapier dürfte rahmfarben sein. Der Wertstempel wurde mit dem Dreiring-Nummernstempel "1" von Kopenhagen entwertet, zudem wurde der Kopenhagener Fodpoststempel 27.5.73 abgeschlagen. Der Empfänger wohnte in Nyhavn, heute ein gerade bei Touristen sehr beliebtes Viertel am Hafen.

    In den genannte Katalogen werden kopfstehende Rahmen nicht erwähnt. Ich habe in der Bibliothek die beiden Bände von Lars Engelbrecht bestellt. Wenn ich sie in Händen halte bin ich gespannt, was er dazu schreibt.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 19. November 2025 um 13:52
    • #3

    Hallo zusammen,

    laut Michel-Ganzsachenkatalog Europa von 2000/2001 kam am gleichen Tag wie die 2 Sk. Ganzsachenpostkarte auch die 4 Sk. Ganzsachenpostkarte heraus. Hier gibt es eine abweichende Information bei Oluf Pedersen, er schreibt dass die erste Ablieferung an die Post erst am 3.4.1871 erfolgte. Bin gespannt was Lars Engelbrecht in seinem Buch schreibt, noch habe ich keine Rückmeldung von der Philatelistischen Bibliothek.

    Der Michel katalogisiert wie schon bei der 2 Sk. Ganzsachenpostkarte einen Rahmenfehler der übrigens auch bei Ringström katalogisiert wird. Laut Oluf Pedersen betrug die Auflage 182.900 Karten. Gültig waren diese Brevkort Sie waren bis 15.1.1891 frankaturgültig. Auch hier gilt wieder, Karten die (mit Zusatzfrankatur) ins Ausland gelaufen sind, sind selten und gesucht.

    Meine Karte gewinnt aufgrund der Flecken keinen Schönheitspreis. Der Wertstempel weist einen aufrechten Rahmen auf.

    Sie lief von Skive (Jütland, am Limfjord) via Aarhus nach Kopenhagen. Der Wertstempel wurde mit dem Dreiring-Nummerstempel 64 entwertet, darunter der K1-Lapidarstempel "Skive 6/5 12-6" sowie ein unleserlicher Lapidarstempel "Kjøbenhavn -??" vom 10.5. Ich habe in Jan Bendix Handbuch "Lapidastemplerne" nichts passendes gefunden. Rückseitig ein sehr schöner Abschlag des Antiquastempels "Aarhus 8.5." als Transitstempel.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 20. November 2025 um 12:22
    • #4

    Hallo zusammen,

    am 1.1.1875 stellte Dänemark seine Währung von Rigsdaler/Skilling auf Krone/Öre um. Ich hatte ja schon bei den beiden Skilling-Brevkrot geschrieben, dass diese bis 1891 frankaturgültig blieben..

    Die 4 Öre Ganzsachenpostkarte die die 2 Skilling Ganzsachenpostkarte ablöste war pünktlich zur Währungsumstellung am 1.1.1875 an den Postschaltern denn laut Oluf Pedersen erfolgte die erste Ablieferung an die Postverwaltung bereits am 21.12.1874. Laut Oluf Pedersen wurde 613.800 Karten produziert.

    Der Michel Ganzsachenkatalog unterscheidet bei den Karten mit BREV-KORT = 40 mm drei Varianten: Entfernung des Wortes "Til" zum Rahmen:
    P3I) 22,5 - 23,5 mm
    P3II) 24,5 - 26,5 mm
    P3III) 28 - 29,5 mm

    Die Karten mit BREV-KORT = 42 mm werden nur nach Farben unterschieden:
    P6a) ultramarin, grünblau
    P6b) blau

    Der Katalog Danske Helsager von Oluf Pedersen unterscheidet fünf Varianten: Farbe und Länge des Wortes "BREV-KORT"
    EB3: ultramarin, BREV-KORT = 40 mm
    EB3a: blau, BREV-KORT = 40 mm
    EB3b: ultramarin: BREV-KORT = 42 mm
    EB3c: blau, BREV-KORT = 42 mm
    EB3d: grünlich blau. BREV-KORT 42 mm

    Ich habe diese Karte sowohl ungebraucht als auch gebraucht. Ungebraucht wohl ultramarin, BREV-KORT = 40 mm, gebraucht blau. BREV-KORT = 42 mm. Bei beiden Karten hat der Wertstempel aufrechte Rahmen.

    Die gebrauchte Karte ist im Ortsverkehr in Kopenhagen benutzt worden. Der Wertstempel ist mit dem Duplex-Stempel "34" in Kiøbenhavn Banegard entwertet worden.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 22. November 2025 um 08:08
    • #5

    Hallo zusammen,

    die 8 Øre Ganzsachenpostkarte die die 4 Sk. Ganzsachenpostkarte ablöste kam erst einige Tage nach der Währungsumstellung an die Postschalter. Laut Oluf Pedersen erfolgte die 1. Ablieferung an die Postverwaltung am 11.1.1875.

    Der Michel-Ganzsachen Europa vergibt je nach Länge des Wortes "BREV-KORT" zwei Katalognummern.

    P4I: BREV-KORT 40 mm, "Til" 22,5 - 23,5 mm vom Bogenrand
    P4II: BREV-KORT 40 mm, "Til" 24,5 - 26,5 mm vom Bogenrand, hier gibt es auch wieder die Druckabweichung mit dem Rahmenfehler
    P4III: BREV-KORT 40 mm, "Til" 28 - 29,5 mm vom Bogenrand

    P7: BREV-KORT 42 mm

    Oluf Pedersen unterscheidet im "Danske Helsager" Håndbog nur nach der Länge des Wortes BREV-KORT:

    EB 4: BREV-KORT 40 mm
    EB4a: BREV-KORT 42 mm

    Ich habe nur eine gestempelte 8 Öre Ganzsachenpostkarte bei der das Wort BREV-KORT 40 mm lang ist. Der Wertstempel (mit kopfstehendem Rahmen) wurde mit dem Dreiring-Nummernstempel 43 entwertet. Daneben der Lapidar-Stempel "Nakskov 23.1. 3. Post" Die Karte wurde am 23.1.76 geschrieben und war nach Kopenhagen adressiert.

    Den linken Kartenrand hat mein Scanner abgeschnitten.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 5. Dezember 2025 um 11:39
    • #6

    Hallo zusammen,

    meine nächste Ganzsachenpostkarte ist leider ziemlich mitgenommen. Sie weist wieder einen kopfstehenden Rahmen auf. Außerdem ist das Wort "BREV-KORT." 42 mm lang. Die 10 Øre Ganzsachenpostkarte war die erste explizit für den Auslandspostverkehr ausgegebene Ganzsachenpostkarte. Oluf Pedersen unterscheidet zwei Varianten: Länge des Wortes BREV-KORT 40 mm (EB6) bzw. 42 mm (EB6a). Die Auflagen betrug insgesamt 143.000 Karten, die erste Ablieferung an die Post erfolgte am 28.81875. Postkarten nach Schweden sind selten.

    Lars Engelbrecht beschreibt grundsätzlich die Unterschiede zwischen aufrechtem und kopfstehendem Rahmen. Bei den einzelnen Ganzsachenpostkarten geht er aber nicht näher darauf ein obwohl er ansonsten jede noch so geringfügige Druckabweichung zeigt und beschreibt.

    Während bei der 2 SK. Ganzsachenpostkarte alle in seinem Buch gezeigten Exemplare einen kopfstehenden Rahmen aufweisen finden wir bei der 10 Öre Ganzsachenkarte sowohl Exemplare mit aufrechtem als auch mit kopfstehendem Rahmen.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 9. Dezember 2025 um 10:31
    • #7

    Hallo zusammen,

    am 1.7.1875 kam es in Dänemark zu der kuriosen Situation dass Postkarten nach Norwegen mit 6 Öre Porto (ab 1.7.1877 auch Schweden) günstiger waren als Inlandspostkarten (8 öre bis 30.9.1888). Entsprechende 6 Öre Ganzsachenpostkarten wurden allerdings erst später ausgegeben. Laut Oluf Pedersen erfolgte die erste Ablieferung an die Post am 17.1.1879. Oluf Pedersen unterscheidet zwei Varianten. Insgesamt wurden 418.250 Karten produziert.

    EB9: BREVKORT FRA DANMARK. = 71 mm
    EB9a: BREVKORT FRA DANMARK: = 73 mm

    Ich kann hier eine EB9a zeigen die (lt. Datierung im Text) am 17.9.84 geschrieben wurden und am 18.9. in Kopenhagen dem Briefkasten entnommen wurden (KB = Kassebrev im Stempel) Die Postkarte war nach Göteborg adressiert und kam dort tags drauf an.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 6. März 2026 um 05:46
    • #8

    Hallo zusammen,

    ab dem Jahr 1878 erschienen nach und nach Postkarten im Muster der zweifarbigen Ziffernausgabe in einem größeren Format (140 x 90 mm) und mit dem Text "BREV-KORT." Die Wertstempel sind bei den Ganzsachen einfarbig. Im Jahr 1879 auch eine 8 Öre Ganzsachenpostkarte (rot). Es werden zwei Varianten unterschieden, das Wort "BREV-KORT." 40 mm bzw. 39 mm lang. Insgesamt betrug die produzierte Auflage 4.164.000 Postkarten.

    Ich hadere etwas mit dem von mir genutzten Handbuch von Oluf Pedersen: Danske Helsager I. Hier wird der 8 Öre Wertstempel mit einem weißen Fleck über dem Posthorn dargestellt. Mein Exemplar weist diesen Fleck nicht auf und es wird auch keine weitere 8 Öre Brev-Kort in diesem größeren Format katalogisiert.

    EB8: BREV-KORT. = 40 mm
    EB8a: BREV-KORT. = 39 mm

    Ich habe nur ein Exemplar der EB8. Entwertet mit dem Lapidarstempel "Roeskilde 9.12. 8.Post" und nach Kopenhagen gelaufen. Aus dem Kartentext geht hervor, dass die Karte am 8.12.1885 geschrieben wurde. Der Wertstempel hat einen kopfstehenden Rahmen

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 19. März 2026 um 13:12
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    • #9

    Hallo zusammen,

    nochmals einen Schritt zurück im dänischen Danske Helsager Handbuch von Oluf Pedersen.

    Ab 1879 erschienen neue 4 Øre Ganzsachenpostkarten im größeren Format, 140 x 90 mm. Oluf Pedersen unterscheidet drei Varianten, EB 7: Die Wertziffer 4 = 3mm hoch. EB 7a: Die Wertziffer 4 = 4mm hoch und BREV-KORT. 40 mm lang. EB 7b: Die Wertziffer 4 = 4mm hoch und BREV-KORT. 39 mm lang.
    Die 1. Ablieferung von der Druckerei fand am 24.1.1879 statt. Gesamtauflage: 4.164.000 Karten

    Bei meiner Karte handelt es sich um die EB 7a, die häufigste Variante. Hier als Ortspostkarte verwendet. Exakt datieren lässt sie sich nicht, seinerzeit wiesen die dänischen Stempel keine Jahreszahl auf und auch der Kartentext ist nicht datiert.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 26. März 2026 um 11:38
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    • #10

    Hallo zusammen,

    nochmals eine 4 øre Ganzsachenpostkarte, EB 7a nach dem Handbuch von Oluf Pedersen. Diesmal aber als Drucksache verwendet. Rückseitig eine Bestellliste der Firma WB. & Co. (W. Bähncke & Co) aus Kopenhagen. Die Stempel auf Vorder- und Rückseite wieder ohne Jahreszahl aber diesmal mit Datum im Kartentext: 20.8.1883.

    Inlandsdrucksachenporto 4 Øre seit der Währungsumstellung von Rigsdaler/Skilling auf Krone/Øre.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 2. April 2026 um 11:51
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    • #11

    Hallo zusammen,

    diesmal mache ich einen Sprung im Handbuch von Oluf Pedersen nach vorn und zeige die 3 Øre Ganzsachenpostkarte EB 16. Aus dem einfachen Grund dass es sich hier um die letzte Ganzsachenpostkarte mit dem Wertstempelmotiv der zweifarbigen Ziffernausgabe handelt, auch wenn die Ganzsachenwertstempel immer einfarbig waren

    Am 1.10.1888 wurde das Porto für Ortspostkarten von 4 Øre auf 3 Øre gesenkt also war eine neue Ganzsachenpostkarte notwendig. Die 3 Øre Ganzsachenpostkarte wurde rechtzeitig geliefert. Die erste Ablieferung der Druckerei an das Formulardepot der Post erfolgte am 3.9.1888. Es werden zwei Varianten unterschieden:

    EB 16: BREV-KORT. = 39 mm
    EB 16a: BREV-KORT. = 37 mm

    Insgesamt wurden 26.539.100 Karten produziert. Meine Karte (EB16) wurde am 31.5.94 in Frederiksværk abgestempelt und war nach Ebbedal adressiert. Ebbedal liegt südöstlich von Frederiksværk, heute ist es ein Ortsteil von Frederksværk. Diese Steggitterstempel (dän. BRO-1) wurden zu Beginn der 1890er Jahre eingeführt

    Viele Grüße und schöne Osterfeiertage
    DKKW

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    • 8. April 2026 um 11:33
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    • #12

    Hallo zusammen,

    aufgrund der Umsetzung des UPU-Farbkonzepts durch die Dänische Post kamen im Jahr 1882 Ganzsachenpostkarten mit dem neune Wappentype-Motiv heraus. Zunächst, analog zu den Briefmarken, Marken mit kleinen Eckziffern (EB11). Der 10 Öre Wert kam nur auf Ganzsachenpostkarten zur Anwendung.

    Im Jahr 1884 wechselte man die Klischees mit kleinen Eckziffern gegen Klischees mit großen Eckziffern aus, sie kommen in rot (EB12) bzw. anilinrot (EB12a) vor, wieder analog zu den Briefmarken. Beim Austausch beschädigter Wertstempel passierte das gleiche wie bei den Briefmarken. Versehentlich wurde ein Reserveklischee mit kleinen Eckziffern in die Druckplatte eingesetzt (EB12ax).

    Diese Ganzsachenpostkarten haben einen vierzeiligen Text. Es handelt sich bei der EB12ax, anilinrot mit kleiner Eckziffern, also nicht um die sehr seltene, kürzlich von maxxdetom gezeigte 10 Öre Ganzsachenpostkarte mit kleinen Eckziffern. Diese EB15x weist einen fünfzeiligen Text auf.

    EB11: 391.000 Karten, 1.Ablieferung durch die Druckerei am 4.9.1882
    EB12: 901.700 Karten (beide Farben), 1. Ablieferung durch die Druckerei am 7.5.1884

    Ich kann aus meiner Sammlung die EB11 und die EB12 und zeigen.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DK, EB11, 10 Øre Våbentype Brevkort, rød, små hjørnetal.jpg
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    • 16. April 2026 um 12:05
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    • #13

    Hallo zusammen,

    im Jahr 1885 wurde das Postkartenporto nach Schweden auf 5 Øre gesenkt, im Jahr 1886 folgte das Postkartenporto nach Norwegen. Somit war bis 1888 das Postkartenporto in die beiden Norden-Länder niedriger als das Inlandspostkartenporto.

    Auch hier wurde das Wappentype-Muster vor den Wertstempel verwendet. Normalerweise wiesen die Wertstempel das Design mit großen Eckziffern auf. Im Gegensatz zur Briefmarkenausgabe gibt es bei den Ganzsachenpostkarten aber auch irrtümlich verwendete Klischees mit kleinen Eckziffern. Die sind relativ selten. Der Kartentext wurde in vier Zeilen gedruckt. Die erste Ablieferung durch die Druckerei erfolgte am 13.3.1885, die Gesamtauflage umfasste 300.600 Karten (EB13 nach Handbuch von Oluf Pedersen)

    Ich kann hier eine Ganzsachenpostkarte zeigen, die im Jahr 1887 von Marstal (Insel Aerø) nach Brevig in Norwegen lief. Marstal verwendete damals noch den alten Antiqua-Kreisstempel, entsprechend abgenutzt sieht das Stempelbild aus.

    Viele Grüße
    DKKW

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