Hi @ll!
Viele von euch kennen sie schon, unsere Neuzugänge, vielleicht noch nicht:
Die schöne Wochenend-Diskussion !
Das Thema ist die Seltenheit und die Beschaffungsschwierigkeit von Briefmarken sowie philatelistischer Literatur.
Die Frage ist, ob für euch der Reiz eines Sammelgebietes auch die schwere Beschaffbarkeit beinhaltet oder ob ihr, ganz im Gegensatz, glücklich seid, leicht an viel Material zu kommen?
Der erste Punkt wären Tauschtage.
Wie schon mal angesprochen, besuchen Spezialisten diese kaum noch auf der Suche nach Material für sie selber. Zu Freude kommt es vielleicht mal, wenn man 1-2 Lücken stopfen kann.
Im Gegensatz dazu können die Sammler eines weit vertretenen Sammelgebiets auf einem Tauschtag immer sehr viele Lücken stopfen und sich dementsprechend mehr freuen.
Der zweite Punkt wären Auktionen, reale wie ebay.
Die Sammler eines spezialisierten Sammelgebietes müssen sich bei ebay mit anderen Verkäufern im höheren Preissegment herumschlagen, die Ware gibt es nur einmal und sie können froh sein, keinen Irren zu erwischen, der einen unrealistischen Preis bezahlt.
Und hier können die Sammler eines verbreiteten Sammelgebietes unheimliche Schnäppchen machen, sie bekommen z.B. für 10€ ganze Jahrgänge. Aufgrund der Masse an angebotenem Material gibt es wenig bis kaum Konkurrenz.
Der dritte Punkt wären Händler.
Spezialsammler finden beim netten Herrn hinter dem Tresen kaum was, fragt man nach seinem Sammelgebiet, erntet man oft nur ein müdes Lächeln, sowas extravagantes habe er nicht auf Lager.
Die andere Sammlergruppe hingegen kann, wenn sie eine Lücke unbedingt füllen wollen, mal eben einen Abstecher zum Händler machen und die Marke (meist billig?) erwerben.
Der vierte Punkt wäre die Literatur.
Spezialsammler müssen sich nach 50 Jahre alter, sehr oft in Kleinstauflage gedruckten und vergriffener Literatur umsehen. Sehr oft sind sie dabei erfolglos.
Wo wieder im Gegensatz die anderen Sammler stehen, die zu ihrem Sammelgebiet 100 verschiedene Bücher zur freien Auswahl haben, Engpässe gibt es eigentlich so gut wie nie.
Der fünfte Punkt wären Arbeitsgemeinschaften.
Die von Spezialisten aufgesuchten Arbeitsgemeinschaften sind oft sehr eng umgrenzt (haben wenige Mitglieder), oder sie existieren gar nicht erst und sie müssten selber über die Gründung einer passenden Arge nachdenken.
Oft kriegen sie Material, Literatur und Informationen nur über dieselbe.
Andereseits haben die anderen Sammler keine sehr große Verwendung für Arbeitsgemeinschaften, da sie einfach an Material wie Literatur herankommen. Und selbst wenn sie einer Arbeitsgemeinschaft beitreten, so hat diese meist tausende von Mitgliedern.
Und nun zuletzt die abschließende, kurze Frage:
Seht ihr die schwere Beschaffbarkeit als Reiz, wenn nicht sogar als ausschlaggebendes Merkmal für euer Sammelgebiet oder ist ein Grundsatz euren Sammels die leichte Beschaffbarkeit, wo man immer etwas hat, um sich drüber zu freuen?
Viel Spaß bei der Diskussion ![]()
