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Eilboten-Einschreiben-Fernbrief Zehnfachfrankatur - 70 Marken

  • sebbo385
  • 19. September 2023 um 18:42
  • sebbo385
    neues Mitglied
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    12. Juli 1994 (31)
    • 19. September 2023 um 18:42
    • #1

    Hallo miteinander,

    ich habe von meinem Großvater einige Briefmarken geerbt und beschäftige mich seitdem etwas damit - d.h. ich bin (noch) nicht wirklich ein Kenner.

    Ich habe in der Kiste diesen Umschlag gefunden mit 70 Briefmarken. Da hatte bestimmt jemand Spaß den Wert der Marken vor dem Versenden zusammenzurechnen ^^

    Meine Frage wäre, ob das generell überhaupt etwas wert ist? Die 15pf Briefmarken sind laut Michel Katalog immerhin 15,- / Stück wert, oder?

    Viele Grüße

    Sebastian

  • sebbo385
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    12. Juli 1994 (31)
    • 19. September 2023 um 18:51
    • #2

    Bilder ganz vergessen, sorry ^^

  • Christoph 1
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    • 19. September 2023 um 21:15
    • #3

    Das ist ein sehr prächtiger Briefumschlag! Alleine durch die hohe Frankatur mit 70 Briefmarken zu insgesamt 22 Mark macht den Beleg besonders und alleine durch die großen Einheiten hat er einen gewissen Wert. Leider kann ich das Stempeldatum nicht lesen, könnte es sich evtl. Um eine 10fach-Frankatur handeln? Dann wäre es etwas richtig Wertvolles. Wie hoch der Handelswert ist, richtet sich hierbei nicht nach dem Michelwert der verklebten Briefmarken, sondern nach der Portorichtigkeit und Seltenheit der Portostufe. Dafür gibt es einen speziellen Briefe-Katalog von MIchel. Hier hast Du auf jeden Fall ein sehr besonderes Stück. Du solltest auf keinen Fall auf die abwegige Idee kommen, die Briefmarken irgendwie abzulösen.!

    Viele Grüße

    Christoph

  • Jean Philippe
    Stamm Mitglied
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    • 19. September 2023 um 21:18
    • #4

    Christoph 1

    Ich lese als Datum den 22.6.48.

    Gruss,

    Jean Philippe

    Nutzt die Funktionen des Forums, wie insbesondere die Hilfe, die Suche, das Inhaltsverzeichnis und die Linkliste.

  • Online
    rama
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    • 19. September 2023 um 21:22
    • #5

    Einschreiben - Eilboten brief mind. 2. Gewichtsstufe

    22.6.1948 Zehnfachfrankatur 22 RM = 2,20 DM

    viele Grüße

    rama

  • Christoph 1
    Stamm Mitglied
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    • 19. September 2023 um 21:26
    • #6
    Zitat von Jean Philippe

    Christoph 1

    Ich lese als Datum den 22.6.48.

    Wenn es wirklich der 22.6.48 ist, dann könnte es sich tatsächlich um eine portorichtige 10-fach-Frankatur handeln:

    Brief bis 500 Gramm: 80 Pfennig

    + Einschreiben 60 Pfennig

    + Eilboten 80 Pfennig

    = 220 Pfennig * 10 (wegen Währungsreform und Umstellung) = 22 DM

    8)

  • BUND
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    • 20. September 2023 um 04:03
    • #7

    Hallo sebbo385,

    bei deinem Beleg handelt es sich um einen Eilboten-Einschreiben-Fernbrief der dritten Gewichtsstufe vom 22.06.1948 von Böblingen nach Hamburg. Verklebt wurden insgesamt 70 Briefmarken des Alliierten Kontrollrats:

    • MiNr. 928 (5 ×)
    • MiNr. 932 (10 ×)
    • MiNr. 946 (9 ×)
    • MiNr. 946 W OR
    • MiNr. 948 (20 ×)
    • MiNr. 953 (5 ×)
    • MiNr. 954 (10 ×)
    • MiNr. 956 (9 ×)
    • MiNr. A 956

    Diese Marken waren in der Bizone lediglich bis zur Währungsreform am 20.06.1948 zum vollen Nennwert frankaturgültig. Vom 21.06.1948 bis 23.06.1948 (erste Briefkastenleerung) durften sie in der Bizone zu einem Zehntel des Nennwerts und in Berlin und der SBZ vom 25.06.1948 bis zum 31.07.1948 aufgebraucht werden. Belege aus dieser Zeit werden als Zehnfachfrankaturen bezeichnet. Aufgrund des kleineren Verwendungszeitraums sind Zehnfachfrankaturen aus der Bizone etwas seltener.

    Der Beleg ist mit 2200 Reichspfennig beziehungsweise 220 Deutsche Pfennig portogerecht frankiert, da aufgrund der Größe des Umschlags die Gewichtsstufe von 251 bis 500 g plausibel erscheint. Das Porto setzt sich wie folgt zusammen:

    • Fernbrief 251 bis 500 g: 800 Reichspfennig
    • Einschreibegebühr: 600 Reichspfennig
    • Eilbotengebühr: 800 Reichspfennig

    Die Kombination eines Fernbriefs der dritten Gewichtsstufe mit den Zusatzdiensten Eilboten und Einschreiben ist sehr selten, als Zehnfachfrankatur natürlich noch seltener. Im Buch "Die Markenausgaben unter dem Beschluss des Alliierten Kontrollrates 1946-48: Band 3: Verwendung der Marken" von Jan Hohmann wird bereits eine Verwendung vor der Währungsreform eines Eilboten-Einschreiben-Fernbriefs der dritten Gewichtsstufe mit LP für Liebhaberpreis bewertet. Eine Zehnfachverwendung nach der Währungsreform eines Eilboten-Einschreiben-Fernbriefs ist im Handbuch lediglich für die erste Gewichtsstufe vermerkt und ebenfalls mit LP bewertet. Dass die weiteren Gewichtsstufen keine Berücksichtigung im Handbuch fanden, spricht ebenfalls für die Seltenheit. Leider ist die Erhaltung vieler Marken des Belegs etwas bescheiden, was sich wertmindernd auswirkt.

    Falls du in der Kiste weitere Belege des Alliierten Kontrollrats finden solltest, würde ich mich sehr über eine Vorstellung hier im Forum freuen.

    Viele Grüße

    BUND

    Meine Fehlliste (Stand: 17.03.2021)
    Meine Literaturliste (Stand: 12.10.2024)

  • sebbo385
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    • 20. September 2023 um 21:39
    • #8

    Vielen Dank für die zahlreichen und sehr ausführlichen Antworten, das hat mir wirklich sehr geholfen!

    Die Stempel sind vom 22.06.1948, auf der Rückseite ist aber noch ein Stempel vom 24.06.1948.

    War mir gar nicht bewusst, dass die Stempel überhaupt eine Rolle bei Briefmarken spielen ^^ Meinen Vorfahren wohl auch nicht, sonst wäre der Brief nicht einfach so ohne Schutz in der Kiste rumgelegen...

    Zitat von BUND

    Falls du in der Kiste weitere Belege des Alliierten Kontrollrats finden solltest, würde ich mich sehr über eine Vorstellung hier im Forum freuen.

    Das war der einzige frankierte Umschlag in der Kiste. Der Rest sind alles Briefmarken in Sammelalben, bei denen ich die Stempel meistens nicht lesen kann. Ich hab aber im Vorstellungsforum noch ein paar andere Highlights aus der Sammlung hochgeladen, falls du Interesse hast.

    Viele Grüße

    Sebastian

  • Jean Philippe
    Stamm Mitglied
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    7.328
    • 20. September 2023 um 21:44
    • #9

    sebbo385

    Nur zur Info : der Hamburgstempel auf der Rückseite ist der Ankunftsstempel. Der zweite Hamburgstempel hat den schönen Begriff « Briefentkartung » (kannst du googlen).

    Gruss,

    Jean Philippe

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  • BUND
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    1. März 1997 (28)
    • 28. November 2023 um 12:43
    • #10

    Hallo zusammen,

    mittlerweile wurde der Beleg auf eBay über eine Auktion verkauft. Der Zuschlag lag bei 35,90 € + 1,60 € Versandkosten.



    Quelle: Eilboten-Einschreiben-Fernbrief Zehnfachfrankatur Böblingen Hamburg - 70 Marken. (18.11.2023). eBay. https://www.ebay.de/itm/204544895633 (Affiliate-Link) [abgerufen am 28.11.2023].

    Viele Grüße
    BUND

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  • Heliklaus
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    3.703
    • 28. November 2023 um 12:59
    • #11
    Zitat von sebbo385

    Meine Frage wäre, ob das generell überhaupt etwas wert ist? Die 15pf Briefmarken sind laut Michel Katalog immerhin 15,- / Stück wert, oder?

    Viele Grüße

    Sebastian

    Hi,

    Für einen Philatelisten wäre es viel wert gewesen (Sammlerwert).

    Jetzt wurde er für lausige 36€ verscherbelt. Der Käufer darf sich über ein sehr günstiges schönes Stück freuen.

    Gruß, Klaus

  • Jean Philippe
    Stamm Mitglied
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    • 28. November 2023 um 13:44
    • #12

    Offensichtlich war es keinem Philatelisten mehr wert. Der Käufer ist ja wohl auch Philatelist.

    Gruss,

    Jean Philippe

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  • Wolffi 29. November 2023 um 11:40

    Hat das Thema aus dem Forum Besatzungszonen 1945–1949 nach Gemeinschaftsausgaben verschoben.

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