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Postscheine im Königreich Dänemark und den Elbherzogtümern vor 1851

  • DKKW
  • 29. April 2022 um 12:37
  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 29. April 2022 um 12:37
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich hatte vor Jahren einmal ein ähnliches Thema gestartet. Damals litt es aber unter, nennen wir es mal so, eigenartigen Kommentaren. Deshalb ein Neustart.

    Zur Zeit kommen immer wieder Belege des verstorbenen dänischen Postgeschichtlers Ebbe Meyer auf den Markt. Darunter auch durchaus seltenere Postscheine. War ich früher bei diesem Thema allein auf weiter Flur so muss ich zu meinem Leidwesen feststellen, das da inzwischen mindestens ein weiterer Sammler unterwegs ist der offensichtlich bereit ist seine Brieftasche sehr weit zu öffnen.

    Immerhin, diesen frühen Postschein aus Randers konnte ich neulich erwerben. Ein Wertbrief war vom Kaufmann Falkenberg nach Hobro (?) aufgegeben worden. (Dem Kaufmann und Konsul Falkenberg verdanken wir eine Vielzahl an Briefen aus dieser Zeit). Randers Postcontoir d. 31. Marts 1840. Die Unterschrift kann ich nicht entziffen (Halled ?) Es war zumindest nicht der Postamtsleiter, denn dies war von 1827 bis 1843 Christian Müller.

    Postscheine vor 1851 aus dem eigentlichen Königreich Dänemark findet man im Gegensatz zu den Elbherzogtümern nicht so häufig. Die Stadt Randers auf Jütland war mit seinen damals ca. 10.000 Einwohnern kein unbedeutender Ort.

    Bei den handschriftlichen Bestandteilen des Textes habe ich noch meine Probleme, da muss ich noch ein paar Mal drüber schlafen.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende

    DKKW

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    • Postbevis Randers 1840 Ebbe Meyer.jpg
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  • Jean Philippe
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    • 29. April 2022 um 13:33
    • #2

    Ich würde da als Unterschrift Muller lesen, oder hat der Christian Müller ganz anders unterschrieben ?

    Gruss,

    Jean Philippe

    Nutzt die Funktionen des Forums, wie insbesondere die Hilfe, die Suche, das Inhaltsverzeichnis und die Linkliste.

    Einmal editiert, zuletzt von Jean Philippe (29. April 2022 um 22:48)

  • DKKW
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    • 30. April 2022 um 12:59
    • #3

    Moin Jean Philippe,

    jetzt wo Du es schreibst erkenne ich den "Müller" auch :) Manchmal ist man eben etwas vernagelt. Typischerweise wurden die Postscheine auch vom Postamtsleiter selbst quittiert, schließlich war es eine wichtige Einnahmequelle. Die Besoldung war seinerzeit eher bescheiden.

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    9.163
    • 7. Juni 2022 um 15:58
    • #4

    Hallo zusammen,

    dänische Rückscheine (Modtagelsesbeviser) sind meine Leidenschaft (OK, eine meiner Leidenschaften). Hier nun zwei Postscheine des Overpostmesterembedets Brevpostafdeling i Kjøbenhavn aus den frühen 1850er Jahren.

    Während ich mit den Postscheinen der Pakkepostafdeling ein Zimmer tapezieren könnte sind die Postscheine der Brevpostafdeling deutlich seltener. Ich habe nur diese beiden und achte bei den dänischen Händlern und Auktionen immer auf die angebotenen Postscheine.

    Diese beiden Scheine wurden beide für Briefe des Advokat Liebe ausgestellt. Die Besonderheit: Hier wurde die Möglichkeit einen Rückschein ausstellen zu lassen in den Text aufgenommen.

    ".... er idag indleveret et anbefalet Brev med Begjæring om Modtagelsesbeviis til ...."

    Bei dem einen Postschein ist leider die Jahreszahl nicht ergänzt. Es heisst nur 15. Juli 185... Hier ist der Passus "om Begjæring om Modtagelsesbeviis" nicht gestrichen. Der Brief muss sehr schwer gewesen sein, es werden 42 Skilling angegeben. Ich vermute mal 4. Gewichtsklasse (4 lod) unfrankiert also 4 x 6 Skilling, 8 Skilling Einschreibegebühr und 6 Skilling für den Rückschein (ebenfalls nicht frankiert) sowie 2 x 2 Skilling für die Formulare.

    Bei dem zweiten Schein aus dem Jahr 1853 ist der Passus für den Rückschein gestrichen. Mit den angeführten 8 Skilling habe ich ein Problem. Ich gehe davon aus, dass der Brief frankiert war. Dann wären aber eigentlich 8 Skilling Einschreibegebühr und 2 Skilling für den Postschein fällig gewesen (Die Einschreibegebühr konnte erst ab 14.1868 frankiert werden). Vermutlich wurde hier nur die Einschreibegebühr angeführt.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • DK, Postbevis fra Brevpostafdeling i Kjøbenhavn, 185x, med Begjæring om Modtagelsesbevis.jpg
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    • DK, Postbevis fra Brevpostafdeling i Kjøbenhavn, 1853, uden Begjæring om Modtagelsesbevis.jpg
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  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 5. Juli 2022 um 10:55
    • #5

    Hallo zusammen,

    dänische Postscheine vor 1919 sind bis auf ganz wenige Ausnahmen ohne Briefmarken, also etwas für bekennende Altpapiersammler ;)

    Vor dem Postgesetz von 1851 in dem unter anderem die Einführung von Briefmarken geregelt war, sind Postscheine aus dem eigentlichen Königreich Dänemark (also ohne die Elbherzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg) ziemlich rar.

    Nach 1851 sieht es deutlich besser aus. Hier gibt es sehr häufige Postscheine (z. B. vom Pakkepostkontor in Kopenhagen), häufige Postscheine, weniger häufige und seltene. Und dann gibt es noch die Postscheine der Landbriefträger. Sie tauchen nur ganz selten einmal auf.

    Neulich konnte ich einen erwerben. Er wurde am 26. Mai 1870 vom Landpostbud C. Nieslen für einen Wertbrief nach Slagelse (auf der Insel Seeland) ausgestellt.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • DK, postbevis utstedt af landpostbud Nielsen, 1870.jpg
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  • DKKW
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    • 6. Juli 2022 um 12:55
    • #6

    Hallo zusammen,

    jetzt habe ich so oft die sehr häufigen Postscheine des Kopenhagener Paketpostkontors erwähnt, da sollte ich dann doch mal Beispiele zeigen.

    Hier seht Ihr meinen ältesten und jüngsten (erst schlappe 152 Jahre alt) Postschein aus den Jahren 1851 und 1870. Natürlich haben sich im Lauf der Zeit Details geändert aber im Großen und Ganzen blieb der Aufbau immer gleich.

    Augenfällig ist das veränderte Muster der Eckornamente und die Umrandung um die senkrecht gedruckten Bedingungen zur Gültigkeit, diese Änderung wurde bereits 1852 vorgenommen. Es gibt Scheine mit komplett gedruckter Jahreszahl wie beim ersten Schein. Häufiger wurde nur das Jahrzehnt gedruckt die Jahreszahl hingegen handschriftlich eingefügt.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • DK, Postbeviser København Pakkepostkontor, 1851-1870.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (6. Juli 2022 um 16:49)

  • Jean Philippe
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    • 6. Juli 2022 um 14:54
    • #7

    "erst schlappe 122 Jahre alt" : nicht so bescheiden, das sind doch immerhin 152 Jahre für das gute Stück.

    Gruss,

    Jean Philippe

    Nutzt die Funktionen des Forums, wie insbesondere die Hilfe, die Suche, das Inhaltsverzeichnis und die Linkliste.

  • DKKW
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    • 6. Juli 2022 um 16:50
    • #8

    Ooops, fat finger. Vielen Dank für den Hinweis. Ist korrigiert.

    DKKW

  • DKKW
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    • 2. Juni 2023 um 10:47
    • #9

    Hallo zusammen,

    auch einen Postschein konnte ich in Essen erwerben. Normalerweise kaufe ich diese Scheine im Internet denn ich habe längst den Überblick verloren was ich habe bzw. was mir fehlt und meine Bibliothek kann ich ja nicht mitschleppen. Hatte eh schon jede Menge Fehllisten dabei.

    Der Schein war aber so ungewöhnlich dass ich mir sehr sicher war dass er mir fehlt. In der Regel wurden die Scheine im Oktav- oder im Folioformat bei örtlichen Druckern produziert. Der Schein entsprach in der Länge der Blattbreite. Hier war man sparsam und kam mit der halben Breite aus, also doppelt so viele Scheine pro Blatt (das ARGE-Handbuch schreibt: 1/8 Folioformat).

    Dieser Schein war offenbar vom unteren Rand des Blattes denn der Schein ist unten unregelmässig geformt. Papier schöpfen war damals noch Handarbeit.

    Vom Postamt Tondern kennt man eine Vielzahl unterschiedlicher Postschein, der früheste bekannte Postschein stammt aus dem Jahr 1762. Dieser hier trägt die Handbuch-Nummer 21, diese Scheine sind vom 13.1.1819 bis 21.1.1821 registriert.

    Mein Schein wurde am 29.10.1820 für eine Geldsendung an das Justitiariat in Bredstedt ausgestellt wenn ich das Geschnörkel richtig interpretiere.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • SH Postschein, Tondern, ARGE Nr. 21, 29.10.1820.jpg
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  • DKKW
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    • 18. Februar 2024 um 18:23
    • #10

    Hallo zusammen,

    bei meiner Sammlung Postscheine Dänemark geht fast nichts weiter. Das Angebot am Markt ist mehr als bescheiden. Wenn doch mal etwas auftaucht dann habe ich die Postschein-Type schon und mache nur ein scan wegen des Datums der Ausstellung für meine Kartei.

    Jetzt wurde aber in Dänemark die Heimatsammlung Aarhus von Keld Valbæk aufgelöst und mit dabei waren auch einige Postscheine (dän. Postbevis). Darunter dieser hier den ich noch nicht hatte. Es ist mein bislang ältester Postschein aus Aarhus und auch der älteste Postschein aus dem eigentlichen Königreich Dänemark (ohne die Elbherzogtümer) außerhalb Kopenhagens (bislang gehörte der Titel einem Postschein aus Ringsted aus dem Jahr 1826).

    Til Bortsendelse med næste afgaaende Agende-Post, haver
    (S.T.) Hr. Borgmester Hviid
    levered et Brev til .... Fasting i Randers med 136
    et hundert og .... og ....... Rdl og 6 Sk .....at 
    Ditto ..... Silbern i Odense med Rdl
    ........

    Som herfra skal vorde forsendt. Tilstaaer

    Aarhuus Agende Post-Contoir, den 25. Julei 1804       Niels Holm

    Niels Holm war von 1767 bis 1806 Postmeister von Aarhus. Leider lässt sich seine Sauklaue nur teilweise lesen. Da es sich um eine Geldsendung handelte wurde der Geldbrief nicht mit der Briefpost sondern mit der Fahrpost (dän. Aagende Post) befördert.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DK, Postbevis, Aarhus, 1804.jpg
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    • 26. Juni 2024 um 11:38
    • #11

    Hallo zusammen,

    kaum vergeht ein Vierteljahr schon kann ich wieder einen Neuzugang für meine Postscheinsammlung präsentieren. Der Schein wurde zwar zwei Wochen nach der Einführung des Postgesetzes vom 1.4.1851 ausgestellt, stammt in seiner Aufmachung aber klar aus vorphilatelistischer Zeit. Sparsame Postmeister verbrauchen erst noch vorhandene Restbestände ;)

    Postschein vom 14. April 1851 für eine Wertsendung über 60 Reichsthaler (Rdl) und 25 Skilling (Sk) an die Königliche Amtsstube in Skanderborg. Geldbriefe wurden grundsätzlich mit der Fahrpost und nicht mit der Briefpost verschickt.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 2. Juli 2024 um 12:05
    • #12

    Hallo zusammen,

    so etwas ist mir schon häufiger passiert, jahrzehntelang findet man keine Postscheine aus der Zeit vor 1851 aus einem bestimmten Ort und plötzlich tut sich ein "Nest" auf.

    Hier ein zweiter Postschein aus Horsens. Er ähnelt in der Ausführung sehr dem im letzten Beitrag gezeigten. Nur das Wort Pakkepost wird hier anders getrennt, außerdem ist dieser Schein auf weißem statt auf bläulichen Papier gedruckt worden.

    Am 28. Mai 1847 für einen Geldbrief nach Skanderborg ausgestellt.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 23. August 2024 um 11:56
    • #13

    Hallo zusammen,

    das "Nest" mit alten Postscheinen aus Horsens ist offenbar immer noch nicht ausgeräumt. Hier ein weiterer Postschein aus dem Jahr 1847. Er unterscheidet sich nur geringfügig vom zuletzt gezeigten Schein.

    Das T von Til ist schattiert, nicht ausgefüllt. Pakkepost wird, wie beim Schein in Beitrag #11 Pakke- post getrennt und nicht Pak- kepost.

    So, jetzt wünsche ich allen ein schönes Wochenende, vermutlich bis Morgen, denn dieses Wochenende findet die BNAPEX in Kingston/Ontario statt und das Treffen der Newfoundland Studygroup (wie auch die Treffen anderer Studygroups) wird auch per Zoom übertragen.

    Viele Grüße
    DKKW

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