Hallo zusammen,
heute mal wieder zwei Belege mit Dauerserien:
Der obere ist ein Ortsbrief innerhalb Berlins gelaufen im Januar 1982. Das Porto von 50 Pfennig wurde mit 5 Exemplaren der Mi-Nr. 495 (Industrie & Technik- Dauerserie, 10 Pf.) beglichen. Ein am gleichen Tag innerhalb einer anderen deutschen Stadt versendeter Brief hätte übrigens 80 Pfennig gekostet. Die Sonderregelung "Ortsbrief" gab es zu diesem Zeitpunkt nur noch in Berlin. Und sie galt tatsächlich auch zwischen West- und Ost-Berlin.
Der zweite Beleg ist eine Ansichtskarte der Benediktinerabtei Ottobeuren in Bayern, gelaufen im Juli 1974 von Nesselwang nach Berlin. Der Absender hat einen sehr geistreichen Text verfasst an Verwandte, Freunde oder Nachbarn in Berlin... Und er hatte offensichtlich gut vorgesorgt und sich Briefmarken von zu hause mitgebracht. So lässt sich die Berlin-Frankatur erklären: Verwendet wurden zwei Exemplare der Mi-Nr. 404a (vermutlich Rollenmarken). Damit wurde das Porto für eine Postkarte im Fernverkehr abgedeckt, das wenige Tage vor Versand der Karte von 30 auf 40 Pfennig erhöht worden war.
Viele Grüße
Christoph