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Heimatbeleg Berich (Waldecker Land)

  • Burkhardt
  • 5. Februar 2018 um 09:09
  • Burkhardt
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    • 5. Februar 2018 um 09:09
    • #1

    Hallo zusammen,

    folgenden Beleg von Arnsberg nach Berich (Waldecker Land, heute im Edersee verschwunden), datiert auf 1841 habe ich in einem Konvolut gefunden.

    Wie ist ein solcher Beleg aus der Vorphilatelie zu bewerten? Geht es da nur um die Seltenheit des Stempels? Gibt es ein Standardwerk, wo man nachschauen kann?

    Wieder Fragen über Fragen, vielleicht (sicherlich) könnt ihr mir mit Eurer Erfahrung weiterhelfen.

    Danke, Burkhardt

  • linos203
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    • 5. Februar 2018 um 09:41
    • #2

    Richtig, die Bewertung solcher Vorphila-Belege richtet sich nach Seltenheit der Stempel, das dafür geläufige Werk ist: "Peter Feuser, Werner Münzberg: Deutsche Vorphilatelie." (Liegt mir aber nicht vor, somit kann ich dir da weiter keine Auskunft geben)

    https://www.feuser-auktionen.de/verlag/

  • Christoph 1
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    • 5. Februar 2018 um 10:36
    • #3

    Hallo Burkhardt,

    gibt es (rückseitig) auch einen Ankunftsstempel?

    Ich denke, dass Dein Beleg v.a. wegen der Empfängeradresse interessant ist. Ging er doch in einen Ort, den es seit 1914 nicht mehr gibt.

    Viele Grüße,

    Christoph

  • Burkhardt
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    • 5. Februar 2018 um 10:53
    • #4

    Hallo Christoph,

    einen Ankunftsstempel gibt es leider nicht. Der Empfänger war der Sohn des Eisenhüttenpächters von Berich, später wurde der Sohn der Besitzer. Der Absender war sein Vater, also der damals aktuelle Pächter der Hütte, der Inhalt ist auch leserlich. Für einen Heimatverein bestimmt interessant. Ob es Heimatsammler in dieser Gegend gibt, ist mir unbekannt.

    Viele Grüße,

    Burkhardt

    Hallo linos,

    vielen Dank für deine Auskunft. Bei einem Neupreis von 225€ lohnt sich für mich die Anschaffung dann doch nicht ;) Okay, gebraucht bekommt man den Katalog günstiger.

    Viele Grüße,

    Burkhardt

  • linos203
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    • 5. Februar 2018 um 12:24
    • #5

    Hier wird bei der Bucht ein Beleg verkauft, der den selben Stempel trägt:

    http://www.ebay.de/itm/Arnsber…a4e20f:g:eO8AAOSwOS1Z21Iv (Affiliate-Link)

    Also richtig teuer, bzw. werthaltig ist er wohl nicht, ich glaube auch er ist dazu zu "neu". Die Verbreitung von Postbelegen ging ja einher mit der Alphabetisierung. Schulpflicht wurde meist Anfang des 19. Jahrhunderts umgesetzt. 1841 konnten also meist zumindest die jüngeren Menschen (nicht die Großeltern) schreiben.

    Für einen einzigen Beleg würde ich mir auch selbst keinen gebrauchten Feuser kaufen. Da sollte man schon einige Belege aus der deutschen Vorphilazeit haben.

  • DKKW
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    • 7. Februar 2018 um 20:40
    • #6

    Hallo Burkhardt,

    ich habe den Feuser/Münzberg aus dem Jahr 1988, ich meine es gab noch eine weitere erweiterte Auflage.

    Arnsberg hatte schon frühzeitig ein eigenes Postamt und der früheste Poststempel (118-1) ist lt. Feuser/Münzberg aus dem Jahr 1784. Im Handbuch werden 12 verschiedene Poststempel erwähnt, der von Dir gezeigte sollte die Type 118-11 sein, damals mit 20 Punkten bzw. DM bewertet. Im Vorwort schreibt Feuser dass die Preisangaben mit Vorsicht zu geniessen sind da sich der Wert eines Vorphilabriefes aus verschiedenen Elementen zusammensetzt (Stempel, Sendungsform, Destination, Erhaltung etc). Bei Deinem Brief ist sicherlich der "verschwundene" Empfängerort von Bedeutung.

    Viele Grüße

    DKKW

  • Burkhardt
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    • 8. Februar 2018 um 10:26
    • #7

    Hallo DKKW,

    vielen Dank fürs Nachschlagen im Feuser/Münzberg und die interessanten Informationen. Da Vorphilatelie für mich noch komplettes Neuland ist, sind solche Infos besonders wertvoll, weil mir halt noch vollkommen das Gefühl für die Materie fehlt.

    Viele Grüße,

    Burkhardt

  • Michael D
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    • 14. März 2018 um 18:45
    • #8

    Hallo Burkhardt,

    DKKW hat schon die wesentlichen Sachen angeführt.

    Hier noch ein paar weitere Infos zu deinem Brief:

    Es handelt sich um einen Portobrief der ersten Gewichtsstufe (bis 3/4 Loth Gewicht) und einer Entfernung bis 10 Meilen. Die 2 1/2 Sgr. Porto bezahlte der Empfänger bei Zustellung.

    Arnsberg wurde 1850 Oberpostdirektion, hatte also auch schon zu der Zeit deines Briefes viele Einwohner, daher ist der Stempel nicht selten.

    Berich war ein kleines Dorf mit ~150 Einwohnern und hatte keine eigene Post. Der Brief wurde an das Postamt in Sachsenhausen (heute zur Stadt Waldeck gehörend) geliefert und von dort von einem Fussboten zugestellt. Wenn dies auf der Rückseite ersichtlich wäre - Ankunftsstempel von Sachsenhausen, ein dort notiertes Bestellgeld für den Boten - würde das deinen Brief schon attraktiver machen.

    Gruß

    Michael

    Preußen und Transite

  • Burkhardt
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    • 19. März 2018 um 11:25
    • #9

    Vielen Dank Michael,

    leider ist kein Ankunftsstempel auf der Rückseite.

    Deine Ausführungen zur Beförderung finde ich sehr interessant. Wo kann man solche postgeschichtlichen Dinge nachschlagen?

    Gruß,

    Burkhardt

  • Michael D
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    • 19. März 2018 um 21:28
    • #10

    Hallo Burkhardt,

    da gibt es verschiedene Quellen.
    Für Preußen wären das zum einen die Amtsblätter der Preußischen Post, in denen z.B. Eröffnung/Schließung von Postämtern, Änderungen bei Postkursen oder Zustellbezirke u.ä. veröffentlicht wurden

    Dann z.B. von W. Münzberg die alten Werke "Preussen - Postgeschichte und Postanstalten" (3 Bände) oder "Preussen Postanstalten-Poststempel" (8 Bände). Sind zwar schon etwas älter, aber noch immer wichtig.

    Ein erstaunlich ergiebiges Werk ist oft auch "Ritters Geographisch-Statistisches Lexikon" gibt es in verschiedenen Auflagen aus dem 19. Jahrhundert. Manchmal werden auch pdf-Versionen auf DVD angeboten.

    Wenn du dich für eine bestimmte Region oder Stadt interessierst, gibt es oft auch Abhandlungen von Heimatsammlern, die lohnend sind.

    Gruß

    Michael

    Preußen und Transite

  • Burkhardt
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    • 20. März 2018 um 14:05
    • #11

    Oha, ich sehe schon, da werde ich mir noch eine Menge Literatur beschaffen müssen. Wobei mein Heimatbezirk Hofgeismar (Nordhessen) zu Thurn+Taxis gehörte, ein paar km weiter aber Ostwestfalen und Niedersachsen zu Preussen... Das macht die Sache nicht einfacher :/

    Viele Grüße,

    Burkhardt

  • Michael D
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    • 20. März 2018 um 20:02
    • #12

    Ja, Wissen ist Macht ... 8-)

    Bevor Du dir was kaufst, kannst Du vielleicht mal die Bestände der Philatelistischen Bibliotheken (Hamburg, München, Frankfurt) durchsehen, je nach deinem Wohnort oder auch per Fernleihe. Kann die eine oder Enttäuschung ersparen und führt manchmal zu überraschenden Funden.

    Gruß

    Michael

    Preußen und Transite

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