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Wüstewaltersdorf (Walim), Lkr. Waldenburg, Bez. Breslau

  • DKKW
  • 16. Januar 2017 um 21:11
  • DKKW
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    • 1. Oktober 2017 um 19:49
    • #21

    Hallo zusammen,

    der meines Wissens letzte in Wüstewaltersdorf verwendete Poststempel (übrigens in den einschlägigen Stempeldatenbanken nicht registriert) ist der K1-Werbestempel "Wüstewaltersdorf (Bz. Breslau) Erholungsort für Sommer und Winter am Fuße der Hohen Eule"

    Da der Ortsname in Großbuchstaben geschrieben wurde, zählt der Stempel nicht zu den Kleinschriftstempeln auch wenn der Werbetext Kleinbuchstaben verwendet!

    Ich habe drei Belege mit diesem Stempel. Ich zeige meine früheste Verwendung, eine Postkarte aus Wüstewaltersdorf nach Görlitz vom 30.8.41 sowie meine späteste Verwendung, eine Paketkarte aus Wüstewaltersdorf nach Idar-Oberstein vom 10.5.44.

    Die Lücke zum vorhergehenden Kreisbrückenstempel beträgt augenblicklich noch gut vier Jahre. Diese Lücke gilt es noch zu verkleinern bzw. zu schließen.

    Nach frühen polnischen Stempeln aus Walim habe ich bislang nicht gesucht und bin aus diesem Grund auch noch nicht fündig geworden. Wär aber auch ein interessantes Thema.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • webpirate
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    • 2. Oktober 2017 um 07:00
    • #22

    Hallo DKKW,

    den Kleinschriftstempel zu Wüstewaltersdorf kann ich inzwischen für den 19.7.1927 nachweisen und da er hier gut ins Thema passt, ist es hoffentlich ok, wenn ich den Beleg hier mit reinhänge.

    Gruß
    webpirate

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  • DKKW
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    • 2. Oktober 2017 um 19:19
    • #23

    Hallo webpirate,

    vielen Dank für Deinen Beitrag der selbstverständlich hochwillkommen ist.

    Schließlich erweitert Dein Beleg die Verwendungszeit des Kleinschriftstempels um gut zwei Jahre und die Lücke zum nachfolgenden KBS in Großschrift schrumpft auf knapp sieben Monate.

    Nochmals vielen Dank und viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
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    • 3. Oktober 2017 um 11:17
    • #24

    Hallo zusammen,

    in der Bucht wird gerade ein Briefstück mit dem K1-Werbestempel "Wüstewaltersdorf (Bz. Breslau) Erholungsort für Sommer und Winter am Fuße der Hohen Eule" angeboten. Der Stempel datiert vom 27.9.39. Damit verschiebt sich das FD um fast zwei Jahre nach vorn und die Lücke zum vorhergehenden KBS halbiert sich (20.8.37 bis 27.9.39).


    Viele Grüße
    DKKW

  • Christoph 1
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    • 14. Oktober 2017 um 00:16
    • #25

    Hallo DKKW,

    ich habe diesen Stempel hier mit Datum vom 5.2.1940. Leider nur auf einem Postkartenabschnitt (Feldpostkarte), aber recht breit ausgeschnitten (mehr Rand als hier im Scan zu sehen).

    Willst Du das gute Stück haben? Schreib mir Deine Adresse per PN, dann schicke ich's Dir gerne zu.

    Viele Grüße
    Christoph

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  • DKKW
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    • 16. Oktober 2017 um 21:50
    • #26

    Hallo Christoph1,

    vielen Dank für Dein Angebot aber ich bevorzuge dann doch komplette Belege für meine Heimatsammlung. OK, bei einem Stempel aus dem Frühjahr 1945 wäre ich wohl doch schwach geworden.

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
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    • 23. Oktober 2017 um 21:02
    • #27

    Hallo zusammen,

    rund um Wüstewaltersdorf gab es im Eulengebirge viele Bauden, Gasthöfe und Schänken. Einige davon möchte ich Euch heute auf Ansichtskarten vorstellen.

    Die Bauden waren ursprünglich einfache Schutzhütten für die Viehhirten im Gebirge. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sie sich zu Herbergen für Reisende, Sommerfrischler und Wanderer.

    Ich möchte Euch heute vier dieser Bauden und Schänken präsentieren:
    1) Schirgenschänke in Oberdorfbach unterhalb des Wolfsberges. Laut rückseitigem Kartentext lag die Schirgenschänke auf 800m Seehöhe und war ein beliebter Ausflugsort. Besitzer war seinerzeit (1937) Wilhelm Hunathey.
    2) Bremergrundbaude an der Neuroder Straße in Wüstewaltersdorf. Besitzer war die Familie Goksch. Sie benannte das ursprünglich Landhaus Goksch genannte Anwesen werbewirksam in Bremergrundbaude um, denn hier begann der beliebte Wanderweg zum Bremergrund.
    3) Birkenfeldbaude in Zedlitzheide. Sie lag an der Passstraße von Wüstewaltersdorf nach Reichenbach. Der letzte Betreiber war Alfred Wurl.
    4) Zimmermannsbaude bei Hausdorf am Hausdorfer Kreuz (Passweg zwischen Hausdorf und Peterswaldau). Laut Baudenstempel 800m über dem Meeresspiegel). Mehrfach umgebaut und erweitert. Am Ende ein ziemlicher Klotz in der Landschaft aber Bausünden gab es auch schon in der "guten alten Zeit" Im Jahr 1932 war Berthold Herzog Betreiber der Zimmermannsbaude.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 25. Oktober 2017 um 19:57
    • #28

    Hallo zusammen,

    den Ra2-Stempel Wüste-Waltersdorf habe ich bereits in mehreren Beiträgen vorgestellt. Damals konnte ich allerdings aus der Zeit des Deutschen Reiches nur einen Dreierstreifen der 1Gr. Brustschild mit diesem Stempel präsentieren.

    Kürzlich konnte ich zwei Belege aus der zeit des Deutschen Reiches mit diesem Stempel erwerben:

    Ein mit einer 1 Gr. Brustschild (kleiner Schild) frankierter Faltbrief der Textilfabrik Trautvetter & Wiesen (vermutlich eine der Vorläufer der 1884 durch Zusammenschluß mehrerer Betriebe entstandenen Firma Websky, Hartmann & Wiesen) aus Wüstewaltersdorf nach Halberstadt.
    Die Marke ist mit dem Ra2-Stempel "Wüste-Waltersdorf / 10.5. * 2 - 3" entwertet worden. Der Brief datiert vom 9. Mai 1874,

    Dann eine durch mehrere Falzreste entstellte 5 Pfennige-Ganzsachenpostkarte (ich zeige deshalb nur einen Ausschnitt) der Firma Trautmann & Wiesen nach Stralsund vom 21. Juli 1877. Der Wertstempel wurden am gleichen Tag mit dem Ra2-Stempel "Wüste-Waltersdorf / 21.7. * 6 -7" entwertet.

    Somit kann ich diesen Stempel nun vom 5.10.1860 bis zum 21.7.1877 nachweisen. Laut Feuser sollte er bis ca. 1880 vorgekommen sein .

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 30. Oktober 2017 um 13:44
    • #29

    Hallo zusammen,

    auch beim Ra3-Stempel kann ich einen Neuzugang vermelden. Es handelt sich um einen 10 Pfg-Ganzsachenumschlag der am 14.10.82 von Wüstewaltersdorf nach Kreuzburg in Oberschlesien lief.

    Der Wertstempel wurde mit dem Ra3-Stempel "Wüste-Waltersdorf / Reg. Bez. Breslau / 14.10.82 * 12-1 N" entwertet. Rückseitig ist der K1-Stempel "Kreuzburg 1 (Oberschlesien) 15.10.82 * 9-10 a" abgeschlagen.

    Damit aber nicht genug, in der Bucht wird derzeit ein weiterer 10 Pfg. Ganzsachenumschlag angeboten der von Wreschen nach Wüstewaltersdorf lief. Hier ist der Ra2-Stempel rückseitig als Ankunftstempel abgeschlagen und zeigt den 21.10.80. Die Jahreszahl ist leider etwas unklar, aber der vorderseitig abgeschlagene K1-Stempel Wreschen zeigt ganz klar den 20.10.80. (Affiliate-Link)

    Zu meinem LD mit dem Ra2-Stempel schrumpft die Lücke somit auf drei Jahre (1877-1880), nachdem das Feuser-Handbuch den Ra2-Stempel als bis zur Pfg-Ausgabe vorkommend katalogisiert, sollte die Lücke auf Monate geschrumpft sein.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Wüstewaltersdorf, Ra3-Stempel auf Brief nach Creuzburg, 14.10.82.jpg
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  • DKKW
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    • 31. Oktober 2017 um 11:55
    • #30

    Hallo zusammen,

    an dieser Stelle möchte ich eine Stempelübersicht einschieben die meinen aktuellen Wissensstand zum Verwendungszeitraum der vom Postamt Wüstewaltersdorf benutzten Poststempel aufzeigen soll:

    Ra2-Stempel: 5.10.1860 - 21.7.1877 (lt. Feuser bis 1880 vorkommend)
    Ra3-Stempel: 20.10.1880 - 2.9.1897
    Kreisstempel: 22.7.1899 - 3.2.1909
    KOS-Stempel: 21.6.1910 - 7.2.1933 (gemäß Dieter Sejaks KOS-Registratur)
    KBS (Kleinschrift): 1.5.1915 - 19.7.1927
    KBS (Großschrift): 23.4.1928 - 20.8.1937
    K1-Werbestempel: 27.9.1939 - 10.5.1944

    Bedanken möchte ich mich bei allen, die mir mit ihren Beiträgen bei der Registratur weitergeholfen haben, insbesondere bei webpirate.

    Ich werde diesen thread weiterführen wenn ich neues Material finde, für fremde Beiträge die zum Thema passen würde ich mich sehr freuen.

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
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    • 26. März 2018 um 19:42
    • #31

    Hallo zusammen,

    kürzlich wurde in der Bucht eine Marke mit dem Kleinschriftstempel "Wüstewaltersdorf *(Bz. Breslau)* 7.8.13 - 6N" angeboten.

    Damit erweitert sich der registrierte Verwendungszeitraum des Kleinschriftstempels:

    Ra2-Stempel: 5.10.1860 - 21.7.1877 (lt. Feuser bis 1880 vorkommend)

    Ra3-Stempel: 20.10.1880 - 2.9.1897

    Kreisstempel: 22.7.1899 - 3.2.1909

    KOS-Stempel: 21.6.1910 - 7.2.1933 (gemäß Dieter Sejaks KOS-Registratur)

    KBS (Kleinschrift): 7.8.1913 - 19.7.1927

    KBS (Großschrift): 23.4.1928 - 20.8.1937

    K1-Werbestempel: 27.9.1939 - 10.5.1944

    Ich bin zunehmend unsicher ob der in Dieter Sejaks Registratur genannte 7.2.1933 bei den KOS wirklich korrekt ist. Ich weiss, das Dieter sehr pingelig in Bezug auf Stempeldaten ist aber ich werde ihn wohl nochmals konsultieren müssen. Üblich waren Überschneidungen der Verwendung nicht, schon gar nicht über einen so langen Zeitraum.

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
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    • 18. Oktober 2021 um 22:47
    • #32

    Hallo zusammen,

    heute möchte ich Euch eine Neuerwerbung und Neuentdeckung vorstellen.

    Es handelt sich um einen eingeschriebenen Inlandsbrief (12 Pfg. Porto und 30 Pfg. Einschreibegebühr) aus Wüstewaltersdorf an den Sammlerdienst des r. d. PH. in Berlin Lichterfelde vom 13.3.1944. Rückseitig ist als Ankunftstempel der KBS "Berlin-Lichterfelde 1a, 14.3.44, 12-13" abgeschlagen.

    Die Marken sind mit einem Zweikreisstegstempel "Wüstewaltersdorf (BZ Breslau) b 13.3.44 - 9" entwertet. Diesen Stempel habe ich so vorher noch nicht gesehen.

    Damit ist meine Anmerkung aus Beitrag #21 vom 1.10.2017 hinfällig, dasss es sich bei dem K1-Werbstempel um den letzten mir bekannten Poststempel von Wüstewaltersdorf handelt.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Wüstewaltersdorf, inegeschriebener Inlandsbrief nach Berlin, 1944.jpg
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  • jmh67
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    • 19. Oktober 2021 um 07:37
    • #33

    Eine sehr interessante Serie über einen kleinen Ort mit bewegter Geschichte, danke für's Zeigen! :thumbup:

    Auf die Gefahr, mich zu wiederholen: Um sie der Nachwelt zu erhalten, sollten Scans der Stempelabschläge auch in einem der gängigen Stempelarchive eingestellt werden, wenn es nicht schon geschehen ist.

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 17. August 2023 um 11:19
    • #34

    Hallo zusammen,

    ach ja, auch hier mault das Programm wieder. Aber es hat lange gedauert wieder mal eine "echte" Ansichtskarte noch dazu mit einem bislang nicht vorhanden Kartenmotiv zu finden. Die Bucht ist, was Wüstewaltersdorf angeht, mit Reproduktionen überschwemmt.

    Die Adressseite habe ich gestern bei den Kleinschriftstempeln eingestellt da es weder ein neues Früh- noch Letztdatum darstellte.

    Über die Details der Karte habe ich länger gebrütet. Ich war nur ein einziges Mal im heutigen Walim zu Besuch (Ende der 1970er Jahre) und obwohl ich eine Kopie eines detaillierten Ortsplans mit Hausverzeichnis habe ist es gar nicht so einfach sich zu orientieren.

    Die Aufnahme ist wohl vom Kirchturm der evangelischen Kirche aus talauswärts, also nach Nordwesten hin, aufgenommen worden

    Man blickt auf den Dorfmittelpunkt, ich habe die Karte ein zweites Mal eingescannt und einige Gebäude mit roten Ziffern gekennzeichnet.

    1) Das Dach in der Bildmitte im Vordergrund gehört zur Brauereigaststädte Klesse, Hier endet die von Nordwesten kommende Waldenburger Straße und beginnt die Neuroder Straße. Nach rechts weg zweigt die Reichenbacher Straße ab (durch die Häuser verdeckt)

    2) Unter den Bäumen versteckt sich der Hacketeich der 1928, als die Karte geschrieben wurde noch nicht zugeschüttet worden war (siehe auch Karte im Beitrag #17)

    3) Das große Haus müsste die Fleischerei Schubert sein, die letzte Hausnummer der Waldenburger Straße.

    4) Haus Seiler am Grundweg (siehe ebenfalls Beitrag #17)

    5) Bäckerei John an der Waldenburger Straße

    6) Die katholische Kirche (siehe auch Beitrag #15)

    7) Café Gellrich an der Reichenbacher Straße (siehe Beitrag#17

    8 ) Pension "Erholung", ebenfalls Reichenbacher Straße.)

    Zwischen 5) Bäckerei John und 6) katholische Kirche sieht man übrigens die mächtige krone der angeblich 600jährigen Linde.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • AK Wüstewaltersdorf, Ortsansicht vom Kirchturm aus nach Nordwesten, 1925.jpg
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  • DKKW
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    • 15. November 2023 um 11:49
    • #35

    Hallo zusammen,

    auch von Wüstewaltersdorf kann ich nach längerer Zeit wieder mal einen Neuzugang vermelden. Die Karte zeigt den östlich von Nieder-Wüstewaltersdorf auf einer Anhöhe gelegenen Ortsteil Colonie Wilhelmsthal. Dieser Orsteil wurde 1752 gegründet und wurde nach Wilhelm von Zedlitz benannt.

    Nicht gelaufen, Druckvermerk: No. 13, Photogr. u. Verlag Hermann Spitzer, Wüstewaltersdorf 36. In einem späteren allerdings undatierten Adressverzeichnis von Wüstewaltersdorf kommt der Familienname Spitzer öfters vor, allerdings keiner mit der Berufsbezeichnung Photograph.

    So klein der Ortsteil auch war, es gab eine Warenhandlung und ein Gasthaus.

    Viele Grüße und bis zum Wochenende, die beiden kommenden Tage ist bei uns Tiefgaragenreinigung angesagt und ich weiche deshalb schon heute abend in mein Zweitquartier aus.

    DKKW

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  • DKKW
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    • 4. April 2024 um 11:18
    • #36

    Hallo zusammen,

    immer wieder liest man von den Freistempeln als den Stiefkindern der Philatelie. Stimmt, auch ich reisse mich nicht unbedingt um Belege mit Freistempeln. Hier habe ich aber sofort und hocherfreut zugegriffen.

    Es handelt sich um eine Werbedrucksache mit anhängender Bestellkarte der Textilfabrik W. Thiel & Sohn aus Wüstewaltersdorf nach Poghausen, Post Remels in Oldenburg. Poghausen liegt irgendwo im nirgendwo nordwestlich der Stadt Oldenburg, heute Niedersachsen. Würde mich nicht wundern wenn sich der Ortsname von Poggen (plattdeutsch für Kröten oder Frösche) herleitet.

    Die Drucksachenkarte wurde mit einem 3 Pfg. Firmenfreistempel freigemacht.

    Der Slogan Bleibende Werte ohne Kursverlust zeigt wie stark sich die Inflation, der Lieblingsgrusel deutscher Bürger bereits eingebrannt hatte.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Wüstewaltersdorf, Drucksachenkarte mit Firmenfreistempel, 1931.jpg
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  • DKKW
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    • 22. Mai 2024 um 09:03
    • #37

    Hallo zusammen,

    eine etwas überraschende Neuerwerbung. Eine 6 Pfg. Ganzsachenpostkarte vom 14.3.45 aus Wüstewaltersdorf nach Hannover. Das sogenannte Tausendjährige Reich stand nach zwölf Jahren vor dem Ende. Die russischen Truppen standen an der Oder, die Westalliierten hatten bei Remagen den Rhein überquert. Breslau war eingeschlossen, der Breslauer Nazi-Oberbonze ließ kurz vor der Kapitulation seine Leute im Stich und türmte per Flugzeug.

    Das schlesische Bergland hatten die Russen links liegen gelassen, sie stürmten gen Berlin. Die Karte hat vermutlich noch Hannover erreicht. Die schlesische Gebirgsbahn über Waldenburg und Görlitz war nicht unterbrochen und zumindest nachts konnten wohl noch Züge fahren.

    Überraschend für mich, der Wertstempel wurde weder mit dem Zweikreisstegstempel noch mit dem Werbestempel entwertet sondern mit dem Stegstempel (oder KBS) Wüstewaltersdorf (Bz. Breslau) in Großschrift.

    Bislang konnte ich eine Verwendung vom 23.4.28 bis 20.8.37 belegen. Ob diese späte Verwendung den chaotischen letzten Kriegstagen geschuldet ist oder ob der Stempel all die Jahre hinweg neben den beiden anderen Stempeln verwendet wurde kann ich aktuell nicht beantworten.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 27. Juni 2024 um 07:46
    • #38

    Hallo zusammen,

    gerade mal ein Monat ist seit meinem letzten Neuzugang vergangen und schon kann ich wieder etwas Neues präsentieren. Sogar in doppelter Hinsicht.

    Die Ansichtskarte mit dem Motiv "Gaststätte Kasino Wüstewaltersdorf" hatte ich bislang nicht. Zudem wurde die 6 Pfg. Gröfaz-Marke mit dem Werbestempel "Wüstewaltersdorf Erholungsort für Sommer und Winter am Fuße der Hohen Eule" vom 18.10.44 entwertet, also ein neues LD.

    Die Gaststätte Kasino lag in der Reichenbacher Straße 4. Auf der Ansichtskarte im Beitrag #34 ist sie nicht mehr drauf, das Gebäude liegt genau jenseits des rechten Bildrandes.

    Im Krieg waren hier ab 1942/43 polnische Zwangsarbeiterinnen untergebracht.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 26. Februar 2025 um 12:59
    • #39

    Hallo zusammen,

    nach vielen Monaten hat meine Heimatsammlung Wüstwaltersdorf mal wieder Zuwachs bekommen. Vom verwendeten Stempel nichts neues, die Verwendung im Jahr 1934 liegt inmitten des von mir erfassten Zeitraums.

    Aber so eine Nachnahmesendung ist farbenfroh und deshalb habe ich sie gerne erworben. Das Porto 32 Pfg müsste stimmen. 12 Pfg. Inlandsbriefporto und 20 Pfg. Nachnahmegebühr.

    Offenbar wurde ein Aufkleber abgerissen, ich werde aber aus den Schriftresten nicht schlau. Hat jemand eine Erklärung für den Dreieckstempel "- 1 / Berlin N.W.7"?

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 25. April 2025 um 09:29
    • #40

    Hallo zusammen,

    kaum bemüht man sich übere mehrere Jahrzehnte hinweg eine Heimatsammlung (insbes. Stempelsammlung) der Gemeinde Wüstewaltersdorf (heute Walim) im Eulengebirge in Niederschlesien aufzubauen schon findet man diesen alten L3-Stempel auf preussischem Ganzsachenumschlag.

    Die Stempeltype habe ich im "Feuser/Münzberg: Deutsche Vorphilatelie" gefunden, hier unter #4004-1 katalogisert. Als Einführungsdatum wird das Jahr 1826 (gleichzeitig das Eröffnungsdatum der Postanstalt) genannt.

    Der Ganzsachenumschlag ist ohne Inhalt. Oben rechts der L3-Stempel "Wüste / Waltersdorf / 22 5" Der Werteindruck des Wertstempels links vorschriftsmässig mit Federzug entwertet. Das mit Bleistift notierte Datum 21.5.56 kann man glauben oder auch nicht. Auf der Rückseite zwei 2Kr-Stempel (aus Breslau) "AUSG, II 22.5." und "AUSG. I 23.5" also vermutlich am 22.5 spät abends angekommem und am 23.5 morgens zugestellt.

    Bei dem preuss. Ganzsachenumschlag sollte es sich um U11A handeln, im Jahr 1855 ausgegeben.

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

    • Wüstewaltersdorf, L3-Stempel Wüstewaltersdorf 22.5. auf preuss. GSU 11A, Vorderseite.jpg
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