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Streifband aus Schleswig, 1815?

  • DKKW
  • 10. Januar 2016 um 13:17
  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.067
    • 10. Januar 2016 um 13:17
    • #1

    Hallo zusammen,

    mit ging für kleines Geld ein interessanter Beleg ins Netz und zwar eine Streifband aus Schleswig nach Tönning.

    Ob Streifband und Inhalt, also das Königlich-privilegierte Intelligenzblatt vom 4. Januar 1815 wirklich zusammengehören, weiss ich nicht, ich habe gewisse Zweifel.

    Das Siegel auf der Rückseite ist recht gut erhalten, es lautet: Königl. Schlesw. Holst. Intell. Comtoir.

    Wenn die Zahlengruppe oben links die Gewichtsangabe ist 3 3/4 Loth, dann stimmen Streifband und Inhalt definitv nicht überein, das Gewicht beträgt 10g, also ca. 2/3 Loth.
    Auch habe ich auf der Zeitung keine Rötelspur gefunden, wäre fast ein Wunder, wenn der damalige Postler exakt auf der Kante des Streifbands den Stift abgesetzt hätte.

    Trotz alledem ein reizvolles Duo, allein schon wegen der alten Zeitung.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • SH, Streifband mit Intelligenzblatt, Schleswig, nach Tönning, 1815, Rückseite.jpg
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    kartenhai
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    • 10. Januar 2016 um 15:57
    • #2

    Wäre interessant zu wissen, ab wann es Streifband-Versand überhaupt gibt. Im Internet habe ich dazu nichts gefunden außer dem Hinweis:

    Jürgen Olschimke: Die Streifbandzeitung - Rück- und Ausblicke In: Philatelie und Postgeschichte 332, philatelie 411 vom September 2011, Seite 33ff

    Hat jemand dieses Heft von 2011 und kann da mal nachsehen?

    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (10. Januar 2016 um 15:57)

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 10. Januar 2016 um 17:21
    • #3

    Hallo kartenhai,

    ich denke, man muss hier unterscheiden zwischen Zeitungsversand per Post, typischerweise mit einem Streifband um Adresse und Porto zu vermerken und einer eigenen Versendungsform Streifband als Drucksache (zu einem vergünstigten Portosatz).

    Leider habe ich nicht sämtliche dänische Postvorschriften zurück bis 1624 im Original (oder selbst als Fotokopie) in meinem Bücherregal :(, aber unter anderem ein wichtiges Werk dänischer Sekundärliteratur, nämlich die beiden ersten Bände von Fr. Olsens Mammutwerk Postvæsenet i Danmark. Er gilt als der Urvater der dänischen Posthistoriker.

    In Band II (1711 - 1808) wird beschrieben, dass bereits im frühen 18. Jahrhundert die Zustellung von Zeitungen zu den Aufgaben (und Einnahmequellen) der dänischen Post gehörte. Aber es gab kein eigenes Zeitungsporto, die Zeitungen wurden zum Briefporto verschickt. (S.74f.). Später, also gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Zeitungen offenbar portofrei verschickt, die Herausgeber zahlten für den Versand per Post offenbar eine Pauschale an die Postverwaltung (S. 180ff). Dies galt anscheinend nur für die Berlingske Tidende und die Schleswig Holsteinische Anzeigen.
    Ab 1781 wurde der Versand zum Drucksachenporto zugelassen, diese Regelung wurde offenbar im Lauf der Zeit auf immer mehr Zeitungen ausgedehnt. (S. 309ff)

    Viele Grüße
    DKKW

    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (10. Januar 2016 um 17:22)

  • asmodeus
    Moderator
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    • 10. Januar 2016 um 20:40
    • #4

    Tönning- Ort meiner Kindheit und Jugend.

    Was mich besonders interessieren würde, was für ein Inhalt die Zeitung hat. Wahrscheinlich eher für den Raum Schleswig- Flensburg. Suche Zeitungen/Ausschnitte aus dieser Zeit mit Anmerkungen/Artikeln von Theodor Storm.

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    9.067
    • 10. Januar 2016 um 21:34
    • #5

    Hallo asmodeus,

    die Zeitung, die am Mittewoch, den 4ten Januar, 1815 herauskam, ist am ehesten mit den heutigen Anzeigenblättern vergleichbar.

    Eine Versteigerung eines Nachlasses (Konkursmasse) in Broacker (heute Broager, Sønderjylland). Ein weiterer Konkurs in Kiebitzreihe (heute Kreis Steinburg), Mietangebote aus Schleswig und Umgebung (erstaunlich viele), Stellenanzeigen und Warenangebote. Aktuelle Marktpreise für Getreide (inkl. Buchweizen!) aus Schleswig. Zu guter Letzt ein Zeugenaufruf wegen eines Diebstahls.

    Theodor Storm war 1815 noch nicht einmal ein Traum in den Augen seiner Mutter ;). Er wurde 1817 geboren.

    Viele Grüße
    DKKW

  • asmodeus
    Moderator
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    • 11. Januar 2016 um 07:18
    • #6

    Asche über mein Haupt. Ich war zu schnell und sollte genau lesen- 1815. Schande! Ich bin ja in der Stormgesellschaft.

  • DKKW
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    9.067
    • 11. Januar 2016 um 19:53
    • #7

    Hallo asmodeus,

    als Entschädigung zwei Postscheine aus Segeberg, die die vielfältigen Beziehungen der Familie Storm zu dieser holsteinischen Stadt belegen könnten.

    Sie sind aber nicht an Theodor Storm gerichtet, der war 1860/61 Kreisrichter im thüringischen Heiligenstadt.

    Zu den Beziehungen der Familie Storm zu Segeberg: Theodor Storm heiratete 1846 Constanze Esmarch in Segeberg. Seine Schwester Helene Storm heiratete den Segeberger Baumeister E. Lorentzen.

    Meine beiden Postscheine stammen aus den Jahren 1860 bzw. 1861. Der 1860er Schein ist für ein Wertpaket eines Herrn Kropff nach Husum an Herrn Storm (gezeichnet HSt) ausgestellt. Empfänger war eventuell der Bruder von Theodor Storm, der Holzhändler Johannes "Hans" Storm aus Husum.

    Der 1861er Schein ist ebenfalls für ein Wertpaket eines Herrn Andresen an Herrn Storm in Husum ausgestellt.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • SH, Postschein Segeberg für Sendung nach Husum, 1860.jpg
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  • asmodeus
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    • 12. Januar 2016 um 08:52
    • #8

    Vielen Dank für das Zeigen der Belege!

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