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DDR-Bahnhofsbrief - "Maternbrief" ??

  • HPK
  • 7. Dezember 2015 um 01:34
  • HPK
    aktives Mitglied
    Beiträge
    288
    • 7. Dezember 2015 um 01:34
    • #1

    Ein nächtliches Hallo in die Runde der Belegesammler...

    Bin gerade beim sichten alter Kartons und habe in einem Posten von
    DDR-Briefen/VGO-Einschreibebriefen zwei großformatige Umschläge gefunden,
    welche 1986 mal als Bahnhofsbriefe (portogerecht - 2te Stufe) befördert wurden.

    Meine Frage an die Spezialisten:
    Auf dem rot umrandeten Label steht hinter der Bezeichnung
    Bahnhofsbrief in Klammern "Maternbrief"....
    Hat jemand eine Ahnung, was damit gemeint sein könnte...

    Mir fällt da spontan nur Hermann Matern ein...aber das wird´s
    sicher nicht sein... :D

    Schöne Grüße aus Leipzig
    HPK :)

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  • kartenhai
    Stamm Mitglied
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    Geschlecht
    Männlich
    • 7. Dezember 2015 um 08:52
    • #2

    Den Begriff "Matern" habe ich noch nie gehört, das Wort ist auch uralt, schon lange nicht mehr in Verwendung, und hat verschiedene Bedeutungen: zur Mutter gehörend, mütterlich, Mater ist auch eine Form zur Herstellung von Druckplatten.

    Es gibt auch Maternbriefe des Bundestages, vielleicht sind das gleichlautende vorgedruckte Briefe, die so an viele verschiedene Empfänger gehen sollen?

    Bahnhofsbriefe gibt es bei Ebay auch einige, aber ohne den Zusatz Maternbrief:


    Auch im Internet-Zeitalter findet man so manchen Begriff per PC nicht so einfach erklärt. In einem alten Wörterbuch oder Lexikon um 1900 könnte man da schon eher fündig werden bei solchen Wörtern. :)

    Gruß kartenhai

  • HPK
    aktives Mitglied
    Beiträge
    288
    • 7. Dezember 2015 um 09:24
    • #3

    ... kartenhai,

    vielen Dank für die Antwort...
    Man könnte in Verbindung mit den Angaben zum Absender/Empfänger
    und dem Zusatzaufkleber ("Vorsicht! Nicht brechen!") wohl somit
    deuten, das im Umschlag Druckplatten für den Zeitungsdruck befördert wurden....
    Das der Absender der ehemalige Haupsitz des Verlages war (Dresden) und
    der Empfänger die Bezirksdirektion in Leipzig war, könnte auch erklären, das mit der Angabe "Maternbrief", ein Hinweis zum Inhalt für den Empfänger
    quasi gegeben wurde... Könnte natürlich genauso falsch sein, wie google´s "Elternbrief"...

    Naja, mal schauen, vielleicht weiß noch jemand anderes mehr dazu.
    Auf jeden Fall irgendwie spannend das Ganze...

    Lieben Dank und nette Grüße
    HPK :)

  • kartenhai
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    29.090
    Geschlecht
    Männlich
    • 7. Dezember 2015 um 10:27
    • #4

    Im nachfolgenden Link sind auf der Seite 19 Bahnhofsbriefe in Österreich beschrieben:


    Im inneren Verkehr Österreichs sind auch Bahnhofsbriefe zulässig, d. i. (Bedeutung: das heißt) Briefe, die am Bahnhof unmittelbar nach Ankunft an den Empfänger ausgehändigt werden. Die bezüglichen Einrichtungen, sowie die Vorschriften über die Beschaffenheit der Bahnhofsbriefe entsprechen im wesentlichen denen für Bahnhofsbriefe in Deutschland.

    Auch Wikipedia kennt den Begriff:


    Sind wohl dringende Eilbriefe, die Matern-Druckplatten für die tägliche Zeitung enthielten, die mit dem Zug befördert wurden und am Empfangs-Bahnhof direkt vom Empfänger selbst abgeholt wurden. Dann ist der Begriff Maternbrief nur als Zusatz-Information über den Inhalt des Bahnhofsbriefes anzusehen.

    Gruß kartenhai

    3 Mal editiert, zuletzt von kartenhai (7. Dezember 2015 um 10:34)

  • mx5schmidt
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    Geburtstag
    25. September 1958 (67)
    • 7. Dezember 2015 um 15:14
    • #5

    Als Mater bezeichnet man im Zeitungswesen eine Gießform, die lange für die Zeitungsproduktion verwendet wurde.

    Um eine Mater herzustellen, setzte man eine Zeitungsseite, das heißt, einzelne Metallbuchstaben wurden zu einem Negativ der späteren Zeitungsseite zusammengefügt.

    Danach wurde die in Blei gesetzte Zeitungsseite mit einer feuchten Papiermasse überzogen, die in die Vertiefungen der Schrift eingepresst wurde.

    Nach dem Trocknen hatte man einen stabilen Abdruck aus Karton, zwei bis drei Millimeter dick.

    Aus dieser Mater konnte man die fünf bis sechs Zentimeter dicke, halbrunde Druckplatte herstellen.

    Dafür wurde die Mater um einen runden Gießzylinder gespannt und mit Blei ausgegossen.

    Die leichtgewichtigen Matern hatten den Vorteil, dass man sie problemlos mit der Post oder mit Boten verschicken konnte.

    Liebe Grüße
    mx5schmidt

  • wolleauslauf
    Gast
    • 7. Dezember 2015 um 15:48
    • #6

    Hallo mein Sammlerfreund,

    nachdem Du dies jetzt geschrieben hast, erinnere ich mich an meine Lehrlingszeit vor fast 50 Jahren, wo wir in der Hausdruckerei Matern verwendet hatten, die von den Filialen zugeschickt wurden,
    irgendwie hatte ich es also doch schon mal gehört, wenn es auch lange her ist :D :P Danke für die Gedächtnisauffrischung ! :bier:

    Grüße von Wolle

  • HPK
    aktives Mitglied
    Beiträge
    288
    • 8. Dezember 2015 um 12:34
    • #7

    ...@ alle,

    vielen Dank für die hilfreichen Antworten....
    Besonders auch an mx5schmidt...

    Allen noch eine schöne Woche und nette Grüße aus Leipzig
    HPK :)

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