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FDC und/oder Ersttagsbrief

  • Kermet
  • 21. September 2015 um 16:07
  • Kermet
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    • 21. September 2015 um 16:07
    • #1

    Hallo liebe Sammlergemeinde,

    ein guter Freund hat sich auf einer Auktion einen Riesenposten an FDC's und/oder Erstragsbriefen ersteigert. Da mich das nun auch mal interessiert möchte ich folgende Fragen stellen:

    Was geht lt. Michel als "FDC" (mit Katalogbewertung) durch?
    Ist ein Ersttagsbrief, der nicht mit "FDC" beschriftet ist ein FDC im Sinne des Katalogs?
    Wie bewertet man - sollte vorherige Frage mit Nein beantwortet sein - einen Ersttagsbrief?

    Ich habe mal einen Bespielscan angehängt (Wohlfahrtsmarken 1963). Der obere Brief ist mit "Erstagsbrief • F.D.C." beschriftet, hat keine laufende Nummer aufgedruckt. Der untere Brief hat keinen F.D.C. Aufdruck aber dafür eine aufgedruckte Serienummer. Beide haben den entsprechenden Erstausgabestempel.

    Ich würde mich freuen, wenn ich diese Fragen, die sich mir eigentlich schon lange stellen, mit Euerer Hilfe klären lassen.

    Habt schon mal vielen Dank!

    Zackige Sammlergrüße aus Rednitzhembach
    Kermet

    Bilder

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  • kartenhai
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    • 21. September 2015 um 16:53
    • #2

    Als Ersttagsbrief gilt eigentlich ein jeder Brief, der den Ersttagsstempel der Markenausgabe trägt, egal, ob das auf dem Brief draufsteht, ob er numeriert ist oder nicht oder ob es eine private Ausgabe von einem gewerblichen Hersteller mit Schmuckzudruck ist wie bei den von Dir gezeigten oder nicht.

    Einen FDC kann sich jeder selbst herstellen am 1. Tag einer Neuausgabe.

    Ein Sonderstempel vom Ersttag ist zwar optisch viel schöner anzusehen, aber ein ganz normaler Poststempel mit dem gleichen Datum gilt auch als Ersttag.

    Offizielle FDC vom Bund oder Berlin gibt es meines Wissens nach nicht im Gegensatz von Postverwaltungen anderer Länder, die Schmuck-FDC stammen alle von einigen privaten Herstellern, einige davon produzieren heute nicht mehr, ob aktuelle FDC noch hergestellt werden und von welcher Firma, weiß ich auch nicht. Vom Bund gab es mal amtliche ETB (Ersttags-Blätter), die aber wieder eingestellt wurden.

    Bei den FDC-Preisen im Michel-Spezial steht nicht dabei, ob es sich um Ersttags-Sonder-Stempel handeln muß, ich nehme an, auch für ganz normale Stempel vom Ersttag gelten die selben Preise.

    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (21. September 2015 um 16:54)

  • mx5schmidt
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    25. September 1958 (67)
    • 21. September 2015 um 16:55
    • #3

    Als Ersttagsbrief oder FDC (Abk. von First Day Cover) wird eine postalische Sendung (Brief oder Postkarte) bezeichnet, die am ersten Gültigkeitstag der zur Frankatur verwendeten Briefmarken abgestempelt wurde.

    In den letzten Jahren hat das Interesse an derartigen Ersttagsbriefen bei vielen Sammlern deutlich nachgelassen und solche Exemplare wie die von Dir gezeigten sind für 0,25 - 0,50 € pro Stück im Handel jederzeit in jeder Menge problemlos zu erwerben.

    Mehr Zuspruch finden portogerecht frankierte, echt gelaufene Ersttagsbriefe und für solche Stücke werden oft Preise bezahlt, die überhaupt nichts mit der Katalognotierung zu tun haben.

    Ich zeige nachher gerne einmal solche Beispiele aus meinem Sammelgebiet SWK.

    Liebe Grüße
    mx5schmidt

  • saeckingen
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    30. Juni 1970 (55)
    • 21. September 2015 um 17:06
    • #4

    FDC (First Day Cover) ist die englische Bezeichnung für Ersttagsbrief. Daher sind beide Begriffe identisch.

    Ob es sich um einen Schmuckumschlag oder einen gewöhlichen Umschlag handelt wird im Katalog nicht unterschieden. Sammler haben natürlich Präferenzen - aber im Katalog wird das nicht unterschieden.

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

  • Kermet
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    • 21. September 2015 um 17:14
    • #5

    Ich danke Euch schon mal für die Infos.

    Ich schließe daraus, dass beide gezeigten Ersttagsbriefe / FDCs somit gleich zu bewerten sind, wenn es um den reinen Michel-Katalogwert geht.

    So gibt es für die Bewertung lediglich 2 Hauptmerkmale:
    - Die angegebenen Marken (laut Michel-Katalog) sind ALLE auf dem Brief.
    - Der Stempelabschlag ist mit dem Ausgabedatum identisch - egal ob Schmuck- oder Normalstempel.

    Erhöhung des Wertes eines Ersttagsbriefes dann, wenn nachweislich "echt gelaufen" (danke für die Info mx5schmidt).

    Die Thematik mit den ETB's (Ersttagsblättern / Ausgabe der Post) ist mir auch geläufig. Diese haben aber mit FDC's im Prinzip ja nix zu tun.

    Kermet

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  • Christoph 1
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    • 21. September 2015 um 18:00
    • #6
    Zitat

    Original von Kermet
    Erhöhung des Wertes eines Ersttagsbriefes dann, wenn nachweislich "echt gelaufen" (danke für die Info mx5schmidt).

    wichtig dabei, wie von mx5schmidt bereits geschrieben: Die echt gelaufenen FDC sind eigentlich nur dann besonders gefragt, wenn sie portorichtig gelaufen sind. Gerade bei Satzbriefen ist das meistens nicht der Fall (überfrankiert). Eine Zusatzfrankatur wird hier auch nicht so gern gesehen, so dass für einige Sätze eine portogerechte Versendung nur mit "abenteuerlichen" Versendungsformen ins Ausland möglich war. Diese Stücke sind in der Tat gesucht. Für "normale" Standardbriefe, als FDC verschickt, gilt das m.E. nicht.
    Gruß, hallerc4

  • mx5schmidt
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    • 21. September 2015 um 18:31
    • #7

    Hier folgen wie versprochen Bilder verschiedener Typen von Ersttagsbriefen.

    Ich habe als Beispiel die Marke Bund MiNr. 1379 gewählt.

    Für diese Marke notiert der aktuelle MICHEL für einen FDC einen Katalogwert von 2,00.

    Ein solches Exemplar stellt Massenware dar und ist netto mit maximal 10 % des Katalogwertes = € 0,20 zu bewerten:

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  • mx5schmidt
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    • 21. September 2015 um 18:37
    • #8

    Schon besser ist dieses Exemplar, das immerhin mit einem waagerechten Paar = 80 Pfennig entsprechend der Portostufe für einen Standardbrief frankiert wurde.

    Ein solches Paar bewertet MICHEL auf Brief mit 3,00, also höher als einen FDC!

    Da es sich bei diesem Exemplar jedoch um ein in einer Massenauflage hergestelltes Produkt handelt kann man einen solchen Beleg am Markt für € 0,50 - 1,00 erwerben:

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  • mx5schmidt
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    • 21. September 2015 um 18:46
    • #9

    Bei diesem Exemplar wurden zwei Rollenmarken als Frankatur für enen Standardbrief verwendet, wobei die rechts verklebte Marke rückseitig eine waagerechte Zählnummer aufweist.

    Diese als MiNr. 1379 u R I katalogisierte Marke bewertet MICHEL als Einzelmarke gestempelt mit € 2,00.

    Ein solcher FDC kostet am Markt € 1,00 - 2,00:

    Bilder

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  • mx5schmidt
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    • 21. September 2015 um 18:50
    • #10

    Statt eines einfachen Standardbriefes der Portostufe 80 Pfennig konnte man mit dieser Wertstufe auch einen solchen Brief per Einschreiben portogerecht als Mehrfachfrankatur erstellen.

    Hier ein Beispiel mit Rollenmarken, wobei die obere Marke links rückseitig die waagerechte Zählnummer aufweist.

    Ein solcher Beleg kostete "in der Herstellung" DM 2,80 und wird heute mit € 2,00 - 3,00 gehandelt, liegt also netto über dem Katalogpreis für einen "FDC":

    Bilder

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  • mx5schmidt
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    • 21. September 2015 um 18:55
    • #11

    Noch besser macht sich als FDC ein solches Einschreiben, sofern es statt mit Rollenmarken mit Bogenmarken frankiert wurde wie dieses Exemplar mit einem waagerechten Siebenerstreifen vom linken Bogenrand.

    Für ein solches relativ selten einmal am Markt zu findendes Ausnahmestück wird gerne ein Mehrfaches des Katalogpreises für FDC bezahlt, so € 5,00 -10,00 werden dafür heute am Markt gefordert und bezahlt:

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  • Kermet
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    19. Juni 1962 (63)
    • 24. September 2015 um 07:36
    • #12

    Vielen Dank für die Beispiele mx5schmidt!

    Meine Fragen sind prinzipiell alle beantwortet und es kann ans "katalogisieren" von insges. 18 DIN A 4 Ordnern FDCs gehen. Wünsche mir selbst viel Spaß dabei :)

    Kermet

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