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Killer Stempel USA Mi.162 Scott 333

  • Winnir
  • 3. Januar 2015 um 16:35
  • Winnir
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    • 3. Januar 2015 um 16:35
    • #1

    Hallo ,

    Beim sortieren ist mir dieses Loch auf der Marke
    aufgefallen,könnte es ein Killer Stempel sein .

    Und wenn ja ,welcher siehe Zeichnung.

    Ich freue mich auf Eure Antworten.

    Vielen Dank

    winnir

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    Einmal editiert, zuletzt von Winnir (3. Januar 2015 um 18:41)

  • Winnir
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    • 3. Januar 2015 um 16:46
    • #2

    Ich hoffe diese Bilder sind besser.

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    Winnir

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    • 3. Januar 2015 um 16:47
    • #3

    Nochmal

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  • Winnir
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    • 3. Januar 2015 um 16:52
    • #4

    Hmmm ,das Bild klappt nicht ,wie ich möchte.

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  • kartenhai
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    • 3. Januar 2015 um 17:37
    • #5

    Hallo Winnir,

    der Begriff Killerstempel ist mir auch neu, ein Philatelie-Lexikon bringt die folgende Definition dafür:

    Killerstempel

    Stempel der die Briefmarke für den Sammler wörtlich "entwertet": In Deutschland sind dies die unbeliebten Wellenstempel oder Werbeflaggen – dann befinden sich auf der Marke keine Orts- und Datumsangaben. Außerdem gehören stark verschmutzte oder verschmierte Abstempelungen dazu.

    Quelle:

    Nach dieser Definition gehört die gezeigte USA-Marke wohl auch dazu.

    Gruß kartenhai

  • Winnir
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    • 3. Januar 2015 um 18:39
    • #6

    Hallo Kartenhai ,

    Danke für deine Antwort.

    Ich habe diesen Begriff "Killerstempel".aus meinem Michel
    USA Spezial 2008/09. Seite 35.

    Da steht : bei höherwertigen Stempeln.

    Auch die patentierten speziellen "Killer"Stempel ,die die M. Durch Löcher,Schnitte ,auskratzung oder Verbrennung entwerten (es gibt ca. 125 verschiedene ) ,Könnerin diesem Katalog nicht gesondert aufgeführt werden .

    Siehe Abbildung.

    Darunter sind 4stempel abgebildet .
    Drei habe ich aufgemalt ,der 4te besteht aus 4Ringen,wobei der innere die M. Zerkratzt .

    Zerkratzt ist die M. nicht ,aber das Loch könnte zu den drei (aufgemalten ) passen.

    Lieben Gruß

    Winnir

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  • kartenhai
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    • 3. Januar 2015 um 18:53
    • #7

    Bei Wikipedia ist noch ein englischer Artikel über diese Killer-Stempel zu finden mit einigen Links mit Abbildungen:


    Auch über Google findet man eine Menge Marken damit, allerdings weltweit, einige USA-Marken sind auch dabei:


    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (3. Januar 2015 um 18:57)

  • Winnir
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    • 3. Januar 2015 um 19:49
    • #8

    Hallo Kartenhai ,

    Das sind interessante Links, mir Kuli durchgestrichen
    ist auch ein Killer ??

    Nagut ,aber auf meiner Marke ,ist es nur eine Beschädigung
    oder ein stempel?


    Winnir

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  • Filli
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    • 3. Januar 2015 um 20:21
    • #9

    Winnir

    Die Entwertungsvorschriften der USA schreiben einen Stempelabschlag auf dem Poststück und nicht auf der Marke vor (bessere Lesbarkeit !). Da dadurch die Marke für eine weitere Verwendung nicht "entwertet" werden konnte, wurde dies durch die verschiedensten Methoden gemacht. Es gibt 2 Hauptgruppen:

    1. mechanische Zerstörung durch verschiedene Verfahren (z. B. lochen/messern/brennen)

    2. Entwertung durch div. Formen von Stempeln mit versch. Farben (schwarz/blau/rot...).

    Da die Postmeister die Stempelgeräte selbst bezahlen mußten, verzichteten sie oft auf teure Anfertigungen und schufen deshalb diese vielen Varianten an "Stempelgeräten" aus Kork oder anderen Naturmaterialien. Manchmal nur in ganz einfachen Formen, oft aber auch direkt künstlerisch (nach Naturmotiven) gestaltet.

    Da sie keine "Daten" enthalten, werden sie als "stumme Stempel" bezeichnet. Sie "killen" (hier mehr als entwerten gemeint/wörtlich "töten") also die Marke.

    Die Spanne der Formen geht vom Fingerabdruck über einfache Schwärzungen sowie diverse Kreise oder Linien (Bars) bis zu den oben genannten "künstlerischen" Formen. Diese - und nur diese - werden "fancy cancellation" gennant.

    In späterer Zeit wurde mit dem sog. "Duplexkiller" die Entwertung in einem Arbeitsgang erledigt (s. Gerätebild).

    Ob Deine Marke nach der mechanischen Variante entwertet wurde, kann ich auf dem zu kleinen Bild leider nicht erkennen.

    Bilder

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    • Duplex-Killer-Gerät.jpg
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    Suche alle Ausgaben der "USA-Freimarken mit Plattennummern" (nur 4er-Stücken und größer)  nach Absprache. Dito.  diverse "USA- Fiskalausgaben" - oder auch USA-MH jeglicher Art bis zu MI 140 - zum Kauf. Basis: MI-Katalog (bzw. Scott-Katalog)

  • Filli
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    • 3. Januar 2015 um 20:29
    • #10

    Eine "gemesserte " Marke (postalisch genutzt) habe ich nicht, aber unter meiner Fiskalmarkensammlung müßte eine sein. Muß ich aber bei Gelegenheit einmal suchen/scannen.

    Hier noch etwas "fürs Auge" ;):

    Bilder

    • Killer 4.jpg
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    Suche alle Ausgaben der "USA-Freimarken mit Plattennummern" (nur 4er-Stücken und größer)  nach Absprache. Dito.  diverse "USA- Fiskalausgaben" - oder auch USA-MH jeglicher Art bis zu MI 140 - zum Kauf. Basis: MI-Katalog (bzw. Scott-Katalog)

  • drkohler
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    • 4. Januar 2015 um 01:29
    • #11

    Die meisten der von Filli gezeigten Marken würden unter "Fancy Cancel" laufen. Das sind meist aus Kork geschnitzte Figuren, die Postmeister (mit sehr viel Freizeit) herstellten. Besonders die Waterbury-Stempel sind gesucht (der Postmeister hatte entweder extrem viel Freizeit oder war ein Holzschnitzer im Nebenberuf).

    Duplexstempel sind Geräte, welche sowohl den Datumsstempel wie auch die Markenabstempelung in einem Aufwasch auf den Brief brachten. Vorher musste der Postmeister nach Vorschrift erst den Datumsstempel neben die Marke setzten und dann noch irgend wie die Marke entwerten. Der Datumsstempel wurde von der Behörde andie Poststelle geliefert, den Markenstempel mussten die Postmeister "organisieren" oder für damals teures Geld kaufen.

    Ein Killstempel ist genau das: Er sollte die Marke "killen", d.h. für den Weitergebrauch unbrauchbar machen. Weil schon früh in der Markengeschichte die Amis sehr originelle Ideen hatten, wie man Marken wieder gebrauchen konnte, hat man zunehmend Stempelungen vorgenommen, die die Marken sozusagen "voll eingeschwärzt" haben. Am Einfachsten war da eben ein in Tinte getauchter Weinkorken (gesoffen haben sie damals wahrscheinlich Alle). Das lief nur einige Zeit gut, weil die Zustellbeamten sich zunehmend beklagten, dass man den Markenwert nicht mehr sehen konnte.
    Unter "Killerstempel" versteht man i.A also eine Abstempelung, die nur wenig bis Nichts mehr von der Marke sichtbar lässt. Der Uebergang zum Fancy-Cancel kann dabei aber fliessend geschehen. Grundsätzlich gilt ein Stempel-Geschmiere als Killerstempel, etwas Ansehnliches als Fancy Cancel.

    Die gezeigte 3c Washington-Marke zeigt einen schwachen Stempelabdruck oben links, und rechts einen Tintenklecks, der woher auch immer stammt.
    Interessant ist der helle Fleck an der Gurgel von George. Das könnte eine Druckvariante oder Zufälligkeit sein (in Etwa: "Fehlende Farbe an der Gurgel"). Solche Sachen werden in den Staaten aber nicht allgemein im Katalog aufgeführt (es gibt einfach zuviele Fälle).

  • Frankreichsammler
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    • 4. Januar 2015 um 01:49
    • #12

    Filli
    Wunderbare Stempel! Danke für's zeigen!
    Gruß,
    Frankreichsammler

  • Filli
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    • 4. Januar 2015 um 11:21
    • #13

    Nachtragsinfo zu dem Satzteil von drkohler:

    Weil schon früh in der Markengeschichte die Amis sehr originelle Ideen hatten, wie man Marken wieder gebrauchen konnte, hat man zunehmend Stempelungen vorgenommen, die die Marken sozusagen "voll eingeschwärzt" haben.

    Dies war auch der Grund für die verschiedenen "Waffel"-Einpressungen in die Marken. Sie sollten die Stempelfarbe in der Marke aufnehmen, damit findige Köpfe sie nicht mehr abwischen/abwaschen konnten. Weiterhin sollte durch die Wafffel (oder Grill) eine Schwächung des Papiers erreicht werden, damit die Marke bei dem Ablösen vom Untergrund zerstört wird.

    Aus dem kurzen Verwendungszeitraum ist bereits klar zu erkennen, das keine der Waffelvarianten ein sinnvolles Ergebnis brachte.

    Suche alle Ausgaben der "USA-Freimarken mit Plattennummern" (nur 4er-Stücken und größer)  nach Absprache. Dito.  diverse "USA- Fiskalausgaben" - oder auch USA-MH jeglicher Art bis zu MI 140 - zum Kauf. Basis: MI-Katalog (bzw. Scott-Katalog)

  • Claude D.
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    20. Februar 1963 (63)
    • 4. Januar 2015 um 14:09
    • #14

    Patent (and patent-like) cancellations

    Zitat

    Original von Winnir

    Auch die patentierten speziellen "Killer"Stempel ,die die M. Durch Löcher,Schnitte ,auskratzung oder Verbrennung entwerten (es gibt ca. 125 verschiedene ) ,Könnerin diesem Katalog nicht gesondert aufgeführt werden .

    Bald nach Einführung der Briefmarken zeigte sich der Erfindungsreichtum der Menschen beim Wiederverwenden gebrauchter Marken. Dies führte zu einer Reihe von Stempelerfindungen, welche allesamt das Ziel hatten, die Briefmarke nach einmaliger Verwendung definitiv unbrauchbar zu machen. Ein paar dieser Stempelgeräte wurden patentiert (der grösste Teil nicht), was mit der Zeit dazu führte, dass man die ganze Gruppe dieser Stempel „patent (and patent-like) cancels“ nannte [patentierte Stempel und ähnliche].

    Das erste dieser Patente wurde am 9. August 1859 an M.P. Norton vergeben (U.S. pat. No. 25036). Es handelt sich um kreuzförmig angeordnete Klingen, welche mit Stempelfarbe eingeschwärzt die Marke zerschneiden sollten (siehe Abb. unten). Verwendet wurde dieser Stempel vermutlich um 1860-1861.

    Die meisten Patentstempel wurden von 1861 bis 1867 verwendet. Nach Einführung der Marken mit Waffeleinpressung (grill) etwa Mitte 1867 (die, wie @Filii schon angemerkt hat, den gleichen Zweck verfolgten), hörte deren Gebrauch fast gänzlich auf. Ein Wiederaufleben dieser Entwertungsart erfolgte dann nochmals in den frühen 1870er Jahren, als das Experiment Waffeleinpressung wieder aufgegeben wurde.

    Am 4. Mai 1882 genehmigte der Kongress dem Post Office zum ersten Mal Gelder, um auch den kleineren Poststellen „offizielle“ Stempel zu geben. 1883 waren dies 44‘798 Poststellen 4. Klasse, welche bisher die „Killer“ aus eigenen Mitteln beschaffen mussten (von insgesamt 46‘893 Postämtern in den USA). Das führte dazu, dass im Lauf der nächsten etwa 10 Jahre alle Poststellen die normalen, standardisierten Stempel erhielten und der Gebrauch von so schönen und speziellen Stempeln in den USA fast gänzlich aufhörte.

    Als 1908 die ersten Washington-Franklin-Marken erschienen, zu denen die von Winnir gezeigte 3 Cents-Marke gehört) waren sicher keine Patentstempel mehr in Gebrauch (was für @drkohler's Ansicht vom Druckfehler spricht).

    Liebe Grüsse,
    Claude D.

    Bilder

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  • Winnir
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    • 4. Januar 2015 um 15:19
    • #15

    Frohes Neues Jahr,

    Danke , für Eure ausführlichen Antworten,das ist alles sehr ,sehr
    Interessant ,für mich .

    Ich versuche nochmal ein besseres Bild einzustellen,
    auf einen Druckerfehler ,bin ich garnicht gekommen.

    Ich freue mich schon auf weiter Antworten.

    Winnir

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