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Postscheine der dänischen Monarchie

  • DKKW
  • 25. Februar 2014 um 20:19
  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    9.160
    • 26. März 2014 um 18:50
    • #61

    Hallo zusammen,

    hier nun mein ältester Postschein aus einer dänischen Provinzstadt.

    Es handelt sich um einen Schein im 1/6 Folio-Format.

    Der Text auf dänisch:
    Til Bortsendelse med første afgaaende Pakke-Post haver
    Hr. ??? (Häufig Berufsbezeichnung, hier evtl. Vorname: Gerhard?) Petersen
    indleveret en Kasse med 208 Rth ? S
    # 208 Rth ?S til Hr. Friedrich v. Reacken(?)
    à Lübeck
    Horsens Pakke Post-Contoir, den 14.April 1842
    = 29 s Unterschrift

    Freie Übersetzung:
    Zur Versendung mit der ersten abgehenden Paket-Post hat
    Hr. ? (evtl. Gerhard) Petersen eine Kiste mit 208 RTh 0(?) S an Herrn Reacken (?)
    in Lübeck eingeliefert.
    Horsens Paket Post Amt, den 14. April 1842
    = 29 S Unterschrift (evtl Jens Michael Malling, Postmeister zu Horsens 1812-1842)

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Postschein Horsens 1842.jpg
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  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.160
    • 29. März 2014 um 12:02
    • #62

    Hallo zusammen,

    hier noch ein weiterer Postschein aus der dänischen Provinz aus der Zeit vor dem Postgesetz von 1851. Diesmal aus der zweitgrößten dänischen Stadt, nämlich Aarhus.

    Der Postschein lautet:
    Til Forsendelse med förste afgaaende Pakkepost er modtaget fra
    Hr. Bogtrykker Falkenberg
    50 RBTh + 6 RBS (??)
    til H. P. Harder i Randers
    Arhus Postcontoir, den 24. Aug. 1847
    Betalt 7 SUnterschrift

    In freier deutscher Übersetzung:

    Zum Versand mit der ersten abgehenden Paketpost ist von Herrn Buchdrucker Falkenberg 50 Reichsbankthaler + 6 Reichsbankschilling (??, der zweite Teil der Summe ist recht undeutlich geschrieben) an Herrn H. P. Harder in Randers eingeliefert worden.

    Aarhus Postcontoir, den 24. August 1847
    Bezahlt 7 Skilling Unterschrift

    Postmeister von Aarhus war von 1842 bis 1854 Carl-Frederik Düring-Rosenkrantz. Um ihm die Unterschrift zuzuordnen bedarf es aber schon etwas Phantasie (oder einer gehörigen "Sauklaue")

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Postschein Aarhus, 1847.jpg
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  • DKKW
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    Beiträge
    9.160
    • 5. April 2014 um 08:07
    • #63

    Hallo zusammen,

    hier nun ein Beispiel für den meiner Meinung nach prächtigsten Postscheintyp der dänischen Monarchie.

    Es handelt sich um einen im Zweifarbendruck von der Berlingske Bogtrykkeri für das Kjøbenhavns Pakkepostkontor hergestellten Postscheintyp. Bislang habe ich Kenntnis von vier Scheinen diesen Typs (zwei Untertypen). Der dadurch bekannte Verwendungszeitraum erstreckt sich vom 18. Juli 1845 bis zum 16. Januar 1851.
    Die beiden Untertypen unterscheiden sich durch die vorgedruckte Jahreszahl, die ersten drei Scheine haben als Jahreszahl eine 184 vorgedruckt, der letzte eine 185, das eigentliche Jahr wurde von Hand eingesetzt.

    Der dänische Text lautet:

    Til Forsendelse med förste herfra afgaaende Kongelige Pakkepost er
    idag af Hr. Jensen
    indleveret 1 Brev med BS
    , Vægt .... Pd. .....Lod
    Værdi 299 Rbdlr. 79 Rbsk, til Frue
    Loüenskjold ved Lyngbye
    hvorfor er betalt Porto .... RbSk.; Gebyr 9 Rbsk.; Lak ... Rbsk.
    Kjöbenhavns Pakkepostcontoir, den 3. Juli 1847

    Not. Unterschriften

    Seitlich querstehend in einem roten Feld:
    Dette beviis er kun gyldig ved Underskrifter af Contoirets Chef eller vedkommende Expedient og af den noterende Postskriver.

    Also frei übersetzt ins Deutsche:
    Dieser Schein ist nur mit Unterschriften des Postamtsleiters oder aber des zuständigen Expedienten und des ausführenden Postschreibers gültig.

    Die Barone von Løvenskjold spielten in der dänischen Geschichte immer wieder eine bedeutende Rolle. Ein Zweig der Familie war in Nygaard bei Lyngbye ansässig. Ich denke, dass trotz der seltsamen Schreibweise eine Vertreterin dieser Familie als Adressat gemeint ist.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DK Postschein Kopenhagen 1847.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (5. April 2014 um 08:09)

  • DKKW
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    • 7. April 2014 um 19:42
    • #64

    Hallo zusammen,

    unmittelbar vor Einführung des Postgesetzes vom März 1851 (in Kraft getreten am 1.4.1851) und damit der Einführung der ersten dänischen Briefmarke (= Ende der Vorphilatelie in Dänemark) wurde der Postschein ausgestellt, den ich heute vorstellen möchte.

    Dieser Postschein stammt aus Korsör und wurde am 18. März 1851 ausgestellt.

    Der dänische Text lautet:
    Af Hr. Forvalter Jensen paa Espe er indleveret
    til Afsendelse med förste Pakkepost ?? 17 Rbdlr 48 s
    til Cancelliraad Videbeck a Sorö
    Korsör Postcontoir den 18. Marts 1851
    # 17 rbdlr 48 s Unterschrift

    Damit endet die dänische Vorphilatelie, leider sind meines Wissens aus dieser Zeit nur sehr wenige Postscheine aus dem eigentlichen Königreich erhalten geblieben. Wenn Interesse besteht, werde ich weitere dänische Postscheine aus späterer Zeit (unter Europa - Dänemark) zeigen.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DK Postschein Korsör, 1851.jpg
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  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 25. Juni 2014 um 21:15
    • #65

    Hallo zusammen,

    der heute bei mir eingetroffene Postschein stammt vermutlich aus dem Jahr 1858. Er gehört also eigentlich nicht mehr in den Bereich der Vorphilatelie.

    Laut ARGE Handbuch wurde diese Type von 1857 bis 1859 verwendet, zum Krakel hinter der vorgedruckten Jahreszahl 185 kann ich aber nur Vermutungen anstellen und habe mich entschlossen, mich der Interpretation des Verkäufers anzuschliessen.

    Der Schein weist zwei Besonderheiten auf:
    Zum Einen ist der Einlieferer und Absender der Pfennigmeister Griebel aus Heide. Griebel war Pfennigmeister (Kämmerer) der Stadt Heide und lebte von 1788 bis 1861. Ein von ihm hinterlassener Schrein mit Portrait steht heute im Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf.

    Philatelistisch bedeutsamer ist die Tatsache, dass dieser Postschein für einen NB (nota bene = eingeschrieben) Brief nach Eddelak (zwischen St. Michaelisdonn und Brunsbüttel gelegen) verwendet wurde. Postscheine für eingeschriebene Briefe sind im Gegensatz zu Postscheinen für Wertbriefe bzw. Geldsendungen nicht so häufig.

    Das vorgedruckte Fracht(post) wurde gestrichen und handschriftlich mit Brief(post) überschrieben. Aussteller des Postscheins war wohl der Postmeister August Johansen (1812-1862).

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Postschein Heide ARGE Nr. 33, 1858.jpg
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  • DKKW
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    • 22. Februar 2015 um 20:46
    • #66

    Hallo zusammen,

    neulich konnte ich einen mir bislang unbekannten Postschein aus Nyborg (Insel Fünen) erwerben. Es handelt sich um den ersten Postschein von Nyborg aus der Zeit vor dem 1.4.1851 in meiner Sammlung.

    No. 3
    Af ?? ???? Herr General ? Juel ? Juelsberg er leveret
    til Afsendelse med første Pakkepost 1680 rbs S?? til Herr Kloster-
    skriver Lassen i Kiøbenhavn som tilstaaes af

    Nyborg Postkontoir, den 17. Decbr 1841
    W. Møller

    Wilhelm Møller war vom 1.4.1829 bis zu seinem Tod am 22.10.1842 Postmeister in Nyborg.

    Absender war vermutlich Knud Frederik Juel af Taasinge. Er war nicht nur General sondern auch Herr auf Juelsberg und lebte von 1766 bis 1847.

    Einige Wörter kann ich leider nicht entziffern.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • Wolffi
    Moderator
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    • 22. Februar 2015 um 22:32
    • #67

    Hallo DKKW,

    kann das Kürzel hinter dem General einfach nur 'v.' = von bedeuten?

    '1680 rbs' sagt mir gar nichts, vor allem das rbs. Ist das ein Stückzahl, Jahreszahl, .... ?
    Wenn ich dein S?? nehme, hätte ich spontan 'Sartar' gelesen. wenn 1680 eine Jahreszahl wäre, lebte zu der Zeit wohl der Buchdrucker Salomon Sartor.

    Bis denne sagt Wolfgang
    Meine Literaturliste - September 2023
    Linkliste im Philaforum - Stand 27.01.2026

    Einmal editiert, zuletzt von Wolffi (23. Februar 2015 um 05:36)

  • DKKW
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    • 23. Februar 2015 um 18:11
    • #68

    Hallo Wolffi,

    manchmal hilft es, über einen Neuzugang eine Nacht zu schlafen.

    Ich denke, ich kann den Text jetzt doch interpretiern

    Hans Excellenz Herr General ? Juel ? Juelsberg .....

    Auch ich neige dazu, hier zwei Mal ein v. für von hineinzudeuten, aber das wäre kein Dänisch. Siehe auch den Titel des vermutlichen Einlieferers: Knud Frederik Juel af Taasinge. "Von" ist auf dänisch entweder af oder fra.

    1.680 rbs (oder rbt) ist eine Währungsangabe. Es handelt sich um einen Wert- (Geld-) brief. Die Währungsbezeichnung ist aber so undeutlich, dass ich nicht hundertprozentig sicher bin, ob es rbs (rigsbankskilling) oder rbt (rigsbankthaler) heisst. Ich habe mich zunächst für rbs entschieden, denn 1.680 rbt wären ein kleines Vermögen gewesen.

    Frei übersetzt lautet der Text:
    Von seiner Excellenz Herrn General Juel von Juelsminde sind zur Versendung mit der ersten Paketpost 1.680 Reichsbankskilling Sedler an Herrn Klosterschreiber Lassen in Kopenhagen eingeliefert worden.
    Was bestätigt wird
    Nyborg Postkontor, 17. Dezember 1841
    W. Möller

    Das zunächst unbekannte Wort hinter der Summe 1.680 (Währungsangabe) sollte Sedler (also Scheine) heissen, dann passen aber rbt (Reichsbankthaler) besser als rbs (Reichsbankskilling).

    Viele Grüße
    DKKW

    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (23. Februar 2015 um 18:12)

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