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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Briefmarken in Österreich prüfen lassen

  • Brigadier
  • 1. Dezember 2006 um 08:47
  • Brigadier
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    • 1. Dezember 2006 um 08:47
    • #1

    Ich hab ein paar Fragen:


    Wo kann man in Österreich (Linz) Briefmarken prüfen lassen?

    Was würde z. B. Berlin Postfrisch 1945 - 1980 in etwa kosten?

    Prüft der Prüfer die Marken während meiner Anwesenheit? Denn die Alben würde ich nicht gerne dort lassen.

    Ich frag das in erster Linie für mich und auch für eine Bekannte.

    Besten Dank für Eure Antworten.

    * Kommandant einer Brigade

  • woermi
    Stamm Mitglied
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    • 1. Dezember 2006 um 08:53
    • #2

    schau mal unter nach. da steht eine prüferliste.

    billige werte, sprich bei berlin alles was nicht anfang ist - lohnt es sich nicht zu prüfen.

    prüfungsordnung (+preise) kannst du entweder auf der seite oder im michel hinten nachlesen.

    in linz gibt es keinen prüfer für berlin!
    die meisten prüfer fuer dt. marken sind in deutschland zuhause.

    die alben müsstest du schon da lassen,...

  • Lacplesis
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    14. Oktober 1967 (58)
    • 1. Dezember 2006 um 09:41
    • #3

    Noch einmal etwas mehr Informationen:

    Es gibt nicht hunderte von Prüfern. Es gibt noch nicht einmal duzende von Prüfern.

    Zuständig hier wäre:
    Schlegel, Andreas, Kurfürstendamm 200, 10719 Berlin,
    Tel. 030 88550935, Fax 030 88550937, E-Mail info@briefmarken-schlegel.de

    oder

    Schlegel, Hans-Dieter, Messelstr. 21, 14195 Berlin,
    Tel. 030 8813418, Fax 030 88550975, E-Mail buero.schlegel@t-online.de

    Nur Marken ab einem bestimmten Wert werden geprüft. Und das sind in der besagten Sammlung nur wenige.

    Die Prüfer sind vertrauenswürdig. Wenn Du denkst, das Sie dich bestehlen, oder gute gegen schlechte Exemplare austauschen, warum sollte dann die Prüfung vertrauenwürdig sein? Da sich die Prüfgebühr auf den Katlogwert bezieht, kann er dir ja sonst was erzählen und tausende Euro Prüfgebühr kassieren.

    Da es nur so wenig Prüfer gibt, eher unwahrscheinlich, würde wohl sehr schnell auffallen, was?

    Bei so einer Sammlung war doch bestimmt ein Katalog dabei, oder nicht?
    Im Katalog sind die Fälschungsgefährdeten Marken mit einem kleinen "falsch" Symbol markiert. Die sollte man Prüfen lassen. Bei sehr teueren Marken (mehrere hundert Euro...) die nicht als Fälschungsgefährdet gelten (gibt's sowas?) ist die Prüfung u.U auch sinnvoll, um die Erhaltung zu dokumentieren.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
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    650
    • 1. Dezember 2006 um 22:13
    • #4

    Das Prüfbüro Hans-Dieter-Schlegel hat auch eine kleine, aber recht informative Homepage:

    Prüfbüro Schlegel

    Prüfungen kosten bis zu 4 %, im Normalfall 3 % des Katalogwertes, wobei dieser Preis für Signierungen (rückseitig angebrachter Prüferstempel) gilt, was bei postfrischen Marken mitunter nicht gern gesehen wird (weil die Marken dann in manchen Augen nicht mehr wie "am Postschalter ausgegeben", also vollkommen unverändert gelten).

    Daher wird für hochwertige postfrische Marken ein Farbfotobefund (kurze Beschreibung) oder ein Farbfotoattest (ausführliche Beschreibung) ausgestellt, ohne die Marke(n) zu signieren. Befunde und Atteste kosten aber nochmal extra (ca. € 10,- bzw. € 20,-). Auf den Rechnungsbetrag kommt dann noch die Mehrwertsteuer, so dass Prüfungen also nicht ganz billig sind und nur bei Bedarf (relativ hoher Katalogwert [mindestens Michel-Euro 50,-] und/oder [Ver-]Fälschungsgefahr) lohnen.

    Bei einem beabsichtigten Verkauf wird von Händlern meist verlangt, dass die Befunde bzw. Atteste nicht zu alt sind, so dass die Haftung des Prüfers noch besteht (auch wenn die Prüfer nur gegenüber dem ursprünglichen Auftraggeber, nicht aber gegenüber irgendeinem späteren Erwerber haften) bzw. eine Nachprüfung möglich ist (was beispielsweise bei von zwischenzeitlich verstorbenen Prüfern geprüften Marken unmöglich ist).

  • Brigadier
    aktives Mitglied
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    10. Oktober 1954 (71)
    • 4. Dezember 2006 um 09:00
    • #5

    Danke Philnum dass war sehr informativ, von meiner Bekannten der Vater fährt einmal im Jahr nach Berlin zu Verwandten, dann könnte er dass schon in Berlin machen lassen. Ich werde deine Antwort ausdrucken und weiterleiten. Dankeschön nochmals.

    * Kommandant einer Brigade

  • Lacplesis
    Stamm Mitglied
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    14. Oktober 1967 (58)
    • 4. Dezember 2006 um 11:00
    • #6

    Da muß er aber viel Zeit mitbringen...

    Manche Prüfer haben mehrere Monate bearbeitungsrückstau.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Gagrakacka
    Gast
    • 4. Dezember 2006 um 19:34
    • #7

    Brigadier:

    Schlegel ist nicht der einzige Berlinprüfer: - die anderen arbeiten mit Sicherheit schneller. Die Frage ist erst einmal, müssen die Marken geprüft werden? Manche Fälschung lässt sich leicht erkennen, gerade bei Berlin.

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
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    650
    • 4. Dezember 2006 um 19:45
    • #8
    Zitat

    Original von Lacplesis
    Da muß er aber viel Zeit mitbringen...

    Manche Prüfer haben mehrere Monate bearbeitungsrückstau.


    Nicht unbedingt, denn sowohl bei

    Andreas Schlegel


    als auch

    Hans-Dieter Schlegel


    kann man Prüfaufträge persönlich abgeben - und bei der Gelegenheit freundlich um eine kurzfristige Bearbeitung bitten - und danach natürlich auch wieder abholen. Gleich vor Ort auf die Erledigung warten zu wollen, geschweige denn beim Prüfen "zuzuschauen", kann man aber vergessen. Kein Prüfer wird sich dabei gern über die Schulter gucken lassen.

    Bei beiden Schlegels geht die Bearbeitung übrigens recht schnell, bei anderen (hauptberuflichen) Prüfern muss man schon mal ein paar Monate warten ... wohl getreu dem Motto "Gut Ding will Weile haben.".

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
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    • 4. Dezember 2006 um 19:51
    • #9
    Zitat

    Original von Gagrakacka
    Schlegel ist nicht der einzige Berlinprüfer: - die anderen arbeiten mit Sicherheit schneller.


    Berlin wird geprüft von Eliades, A. Schlegel und H.-D. Schlegel. "geprüft Schlegel" ist fast schon ein Markenname. Bearbeitungszeit meines letzten Auftrages bei H.-D. Schlegel (persönliche Abgabe): 2 Tage.

  • Gagrakacka
    Gast
    • 4. Dezember 2006 um 21:53
    • #10

    philnum:

    Ich sollte wohl nicht pauschalisieren bzw. mich auf dem laufenden halten. Vor einiger Zeit waren zwei Tage eine Traumzeit, da waren zwei Monate nicht unbedingt ungewöhnlich. Allerdings hängt das sicherlich auch von den Marken bzw. aktuellen Auktionsaufträgen ab.

  • doktorstamp
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    • 4. Dezember 2006 um 22:18
    • #11

    Brigadier

    Keine Ahnung ob du in einem Verein Mitglied bist, aber sicher bot sich die Chance an, mit anderen Sammlern des gleichen Gebietes die Möglichkeit die Sammlung mit anderen zu vergleichen.

    Wie das bei Michel ist kan ich nicht sagen, aber bei Stanley Gibbons werden die verschiedenen Aufdrucktypen z.B. mit kleinen Änderungen wiedergegeben. Nur in der tatsächlichen Fachliteratur werden diese naturgetreu dargestellt. Dies um den Fälschern keine Hilfe zu leisten.

    Also um selbst Marken zu bestimmen, muß man schon über genügend Vergleichsstücke verfugen, die wiederum ihrerseits geprüfte Stücke sein sollen.

    Um die Kosten bei einem Prüfer zu ermässigen, kann man mit dem Pr. eine Vereinbarung treffen. Es gibt auch Kostenermässigungen durch Mitgliedschaft in verschiedenen Vereinen, sowie BDPh.

    Eine andere Möglichkeit wäre die Sammlung mit nach München in März zu nehmen, und da die guten Herrn vorzeigen. Dies kostet nichts, und man wüßte dann welche Stücke dann zum Prüfen mußten.

    Nur einen Vorschlag.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • Nimrod
    Gast
    • 4. Dezember 2006 um 23:27
    • #12

    In dem Zusammenhang zeige ich Euch ´mal eine sehr gut gelungene rosa Merkur Fälschung. Daß sie falsch ist, darüber bin ich mir selber im Klaren. Fragt sich nur, aus welcher Wertstatt? Dies würde mich brennend interessieren! Wenn jemand Literatur zu Spiro, Sperati, Fournier, Friedl, Winter, usw. hat....bitte melden.

    [Blockierte Grafik: http://www.philaforum.com/briefmarken/forum/uploads/1165274889.jpg]

    Hier sind ´mal ein paar Details markiert, welche mir in der letzten Stunde aufgefallen sind. Schwerwiegend ist gleich ´mal der Querstrich im Ä von STÄMPEL (sollte ja nicht sein), die Falte der Tunika ist leider viel zu hoch gezogen (auch nicht sehr gelungen), aber was noch viel schimmer ist...na bitte, wenigstens die Maße hätte man einhalten können....der Mittelteil ist um fast einen Millimeter zu kurz ausgefallen.

    Anbei noch ein paar Details (schwarze Pfeile): Ein schiefes T muß eigentlich auch nicht sein und das Z bzw. ev. auch G von ZEITUNGS sollte man auch noch "nachbessern". Am Nacken verläuft die Linie eigentlich anders...einen "Buckel" muß der Merkur nun wirklich nicht haben! Vielleicht verpaßt man dem Kerl dann auch gleich eine adequate Kopfbedeckung und nimmt ein bisschen von der Rundung des Hutes weg...käme dem Original schon näher, denke ich. Auch unter dem Flügel sind ein bisschen viele klare Linien...das fällt irgendwie auf, finde ich.

    Zum Schluß: kann schon sein, daß eine Marke ´mal an einer Ecke ein bisschen abgerieben ist, aber beidseitig? Schätze ich muß das gute Stück´ mal ein bisschen wässern, um zu sehen, ob noch mehr Farbe abgeht...käme den meisten Originalen dann zumindest von der matteren Farbe näher.

    3 Mal editiert, zuletzt von Nimrod (4. Dezember 2006 um 23:37)

  • Gagrakacka
    Gast
    • 5. Dezember 2006 um 05:20
    • #13

    @Nimrod:

    Hier findest Du eventuell schon ein paar Hinweise: - Sperati war m.E. normalerweise besser. Seine Fälschungen sind z.T. extrem gefährlich. Nicht umsonst musste ER vor Gericht beweisen, dass seine Marken tatsächlich Reproduktionen waren.

  • Brigadier
    aktives Mitglied
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    10. Oktober 1954 (71)
    • 13. Dezember 2006 um 15:39
    • #14

    ....

    * Kommandant einer Brigade

    Einmal editiert, zuletzt von Brigadier (13. Dezember 2006 um 15:40)

  • zackenhirsch
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    • 15. Dezember 2006 um 14:31
    • #15
    Zitat

    Original von Lacplesis

    Nur Marken ab einem bestimmten Wert werden geprüft. Und das sind in der besagten Sammlung nur wenige.

    Ich wollte eigentlich auch mal wieder was wegschicken, und habe mir deshalb die Prüfordnung durchgelesen, eher überflogen.

    Ab welchem Michel-Wert wird denn geprüft ? ?

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  • Nicolaus
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    • 15. Dezember 2006 um 15:18
    • #16

    Beim Schlegel steht in den Prüfbedingungen:

    Geprüft werden alle höherwertigen Marken/Belege ab ca. EUR 50 Katalogwert.

    Ob andere Prüfer das anders sehen weis ich nicht.

    Viele Grüße von den Nicoläusen!


    Wir sammeln Bund, Berlin, Australien und Gebiete. Fehllisten gibts hier: http://www.philatausch.de

  • zackenhirsch
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    • 15. Dezember 2006 um 15:25
    • #17
    Zitat

    Original von Nicolaus
    Beim Schlegel steht in den Prüfbedingungen:

    Geprüft werden alle höherwertigen Marken/Belege ab ca. EUR 50 Katalogwert.

    Ob andere Prüfer das anders sehen weis ich nicht.

    Das kommt mir hoch vor!

    Ich bilde mir ein in einem etwas älteren Katalog mal was von 20 Michel Euro gelesen zu haben. Kann mich aber auch täuschen!!

    Sammelgebiet: Bund, Berlin, DDR, San Marino, Aland, GG, DR, B & M

  • asmodeus
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    • 15. Dezember 2006 um 15:44
    • #18

    Bei Großbritannien werden auch die "billigeren" Werte unter 20€ geprüft. So ist meine Erfahrung , da ich schwierige Platten durch Louis (BPP Prüfer) bestätigt habe.

  • Nicolaus
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    17. Januar 1974 (52)
    • 15. Dezember 2006 um 16:29
    • #19

    Jäschke-Lantelme schreibt in seine Prüfbedingungen:

    9. Prüfgebühren:
    Die Prüfung der jeweils billigsten Farbe/Type kostet 50 Cent, aufwändige Prüfungen billiger Marken kosten bis 2,- €. Für höherwertige Marken (Michel-Katalogwert bis 70 M€, Signierung mit BPP-Stempel) wird eine Prüfgebühr von 2,- €uro, für teurere Stücke (über 70,- M€) werden 3% vom Michel-Katalogwert (bei einwandfreier Erhaltung) bzw. 1,5% (für fehlerhafte Marken) berechnet. Für die Prüfung von Ganz- bzw. Briefstücken werden jeweils 3,- € berechnet. Die Mindestgebühr pro Sendung beträgt 20,- €.
    Atteste werden für einwandfreie, postfrische Werte ab ca. 400,- M€, für ungebrauchte und gestempelte ab ca. 500,- M€ erstellt. Attestgebühren mindestens 20,- €.
    Befunde werden für einwandfreie, postfrische Werte ab ca. 250,- M€, für ungebrauchte und gestempelte ab ca. 300,- M€ erstellt. Befundgebühren mindestens 10,- €.
    Kurzbefunde werden in der Regel nur auf Wunsch für kleinwertigere, einwandfreie bzw. bessere, jedoch fehlerhafte Stücke ausgestellt. Gebühren für einen Kurzbefund mindestens 3,- €.

    Viele Grüße von den Nicoläusen!


    Wir sammeln Bund, Berlin, Australien und Gebiete. Fehllisten gibts hier: http://www.philatausch.de

  • Gagrakacka
    Gast
    • 15. Dezember 2006 um 18:21
    • #20

    zackenhirsch:

    Auch an Dich den Rat: Telefon in die Hand nehmen, anrufen (zu einer Zeit, wo normale Leute wach sind) und nachfragen: Preise, Versendungsart, Prüfungsbedingungen, Zeitdauer etc. - die Marken waschen, Kopien anfertigen usw., usf.

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