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Bayern Mühlradstempel

  • Tommy_H
  • 21. Juni 2006 um 14:21
  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. Februar 2008 um 19:46
    • #81

    Na, dann will ich auch mal etwas zeigen, auch wenn es nicht von Regensburg ist.
    Schweinfurt mit dem großen offenen 479 hat leider nicht immer so gut gestempelt, aber für einem Dienst - Expressbrief kann man wirklich nicht meckern!

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. Februar 2008 um 19:48
    • #82

    Die Sondertype von Bamberg ist - was Wunder - auch nicht selten. Aber der Brief, obwohl eigentlich schlicht, zeigt mehrere Besonderheiten, die nicht jeder Brief hat und die man erst einmal erkennen muss ...

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. Februar 2008 um 19:50
    • #83

    ... ach ja, dann hab ich da noch die sehr seltene Sondertype von 109 Pforzheim - ganz gut abgeschlagen für einen Badener, oder?

    Grüsse von bayern klassisch

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  • rabege
    erfahrenes Mitglied
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    679
    • 28. Februar 2008 um 20:28
    • #84

    Den Pforzheimer Stempel bräuchte ich in der Form gleich zweimal - sonst wüßte ich ja nicht, ob ich ihn bei Bayern oder Baden einsortieren soll.....
    Zum Bamberger Brief eine Frage, der Charge- Stempel ist wohl seltener, aber wie verhält es sich mit der Frankatur? Ich habe es so verstanden, dass ab 1868 der Zuschlag für Reco 7Kr betrug und frankiert werden durfte, wo ist die normale, entfernungsabhängige Frankatur? Übersehe ich etwas, oder hat der Postler etwas übersehen, Taxvermerke sehe ich auch keine...
    Gruß rabege

  • bayern klassisch
    Gast
    • 29. Februar 2008 um 07:59
    • #85

    Hallo rabege,

    ob es den 109 Pforzheim noch ein zweites mal auf einer Bayernmarke (so) gibt, weiss ich nicht. Könnte aber eng werden.

    Die Besonderheiten des Briefes aus Bamberg sind folgende:

    Stempelsondertype Bamberg

    Gewichtsangabe oben links mit 1 3/10 Loth - bei Bayern sehr unüblich im inneren Verkehr

    Der vorgeschriebene Vermerk "7 Kreuzer recommandirt" war zwar ab dem 1.1.1868 auf allen Chargébriefen unten links zu notieren, damit man bei Briefen ausserhalb Bayerns erkennen konnte, dass die Chargégebühr bar bezahlt wurde und nicht in Marken klebte (das beantwortet deine Frage, denn in Bayern wurde erst zum 1.3.1874 die Chargégebühr von 7 Kr. in Marken verklebt, zuvor immer bar, weil es Teil des Gehalts der Expeditoren war und nicht der Post zustand; weil aber alle umliegende Länder längst die Chargégebühr frankiert hatten, wusste man nicht bei einem einfachen chargierten Brief aus Bayern nach dem Reich, Baden, Österreich oder Württemberg, oder der Brief nicht vielleicht unterfrankiert war, weil ja eben nur eine 3 Kr. Marke drauf klebte!

    Sondertype des Chargéstempels als sog. Chargéraute, in die die Scheinnummer eingetragen werden sollte, hier auch geschehen

    Kosten den Briefes: Franko 2. Gewicht 7 Kr. plus 7 Kr. Chargé = 14 Kr., für einen bayerischen Inlandsbrief das Maximum damals.

    Daher fand ich den Brief trotz 120% Semkatalogwert kaufens- und hier zeigenswert.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • Nordlicht
    aktives Mitglied
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    • 29. Februar 2008 um 15:30
    • #86

    Hallo, hier noch zwei Sondertypen aus Hof ...

  • Xeno
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    • 15. März 2008 um 00:40
    • #87

    Habe hier einen Dreierstreifen 1 Kreuzer gelb mit gMR 581 Weyhers.
    II Verteilung
    Die 8 ist unten mit der Farbe des Stempels ausgfüllt.

    Nach meinen Informationen wurde der Ort Weyhers 1868 von Bayern an Preußen abgetreten und gehört heute zum Regierungsbezirk Kassel.

    Gruß Xeno

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    It´s a 106 miles to Chicago. We´ve got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it´s dark and we´re wearing sunglasses.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. März 2008 um 08:28
    • #88

    Hallo Xeno,

    schönes Stück und ein seltener Stempel. Kleine Korrektur:

    nach dem verlorenen Krieg vom Sommer 1866 musste Bayern an Preußen Ende 1866 kleinere Gebiete abtreten, weil Preußen in Vorbereitung eines Krieges gegen Frankreich den ungehinderten Durchzug seiner Truppen in Richtung Westen wollte.
    Auch Weyhers, Wüstensachsen, Orb, Caulsdorf u. a. Orte fielen dieser territorialen Entwicklung zum Opfer, so dass es dort keine Mühlradstempel mehr ab Ende 1866 ff. geben konnte.
    Das macht dein Stück aber nur noch seltener, denn Ende 1866 war dort Schluß mit Mühlradstempeln, so dass der Verwendungszeitraum der 2. Verteilung 2 1/3 Jahre kürzer war, als bei anderen Orten.

    Die Sem - Bewertung von 50 Euro wird dann entsprechend auch auf Auktionen eher übertroffen, als unterschritten.

    Danke fürs zeigen, auch wenn es keine Sondertype ist, sondern nur zeigt, dass ein schludriger Expeditor nicht jeden Tag seinen Stempel gereinigt hat.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • CCCCCC
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    • 15. März 2008 um 10:03
    • #89

    Xeno

    Tolle Stempel.

  • mikrokern
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    • 6. Februar 2009 um 18:19
    • #90

    Hallo,

    möchte hier mal einen thread eröffnen (wenn's den nicht schon gibt), der sich mit "besonderen" Mühlradstempeln befasst. Also farbigen, ungewöhnlich angebrachten, sehr seltenen etc.
    Zeige hier einen Ausschnitt eines Dienstbriefes von Tölz nach München vom 15. Mai 1859, der den Tölzer gMR 525 auf dem rückseitig aufgebrachten Verschluss trägt.
    Sollte wohl die Authentizität und Originalität dieses aufgeklebten Verschlusses dokumentieren.
    Wer weitere interessante MRstempel zeigen kann - just go ahead!

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    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. Februar 2009 um 18:29
    • #91

    Hallo mikrokern,

    könntest du mal den Brief von vorn und hinten ganz zeigen?

    Sieht ja spannend aus!

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mikrokern
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    • 6. Februar 2009 um 18:50
    • #92

    Hallo bayern klassisch,

    tja, genau da liegt leider der Hase im Pfeffer (oder der Hund begraben?)...
    Es handelt sich eben nur um einen Ausschnitt eines Briefes. Der profunde Philatelist, der das so ausgeschnitten hat, wie ich es in seiner Gänze gezeigt habe, hat uns damit nicht wirklich einen Dienst erwiesen.
    Mehr is leider nicht :(

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. Februar 2009 um 19:25
    • #93

    Hallo mikrokern,

    das hatte ich fast befürchtet. Der Absender war wohl der Poststallhalter von Tölz. Der Brief könnte als Dienstbrief an die Königlich Bayerischen Verkehrsanstalten in München gerichtet gewesen sein.

    Üblicherweise hat man mit Siegeloblaten (privat beschafft) seine Dienstbriefe verschlossen. Auch Dienstsiegel kamen vor, waren aber umständlich in der Handhabung.

    Hier hat er den Mühlradstempel draufgesetzt, weil er wohl kein Dienstsiegel zur Hand hatte, und über die Nummernliste wusste jeder bayer. Postbeamte, dass 525 zu Tölz gehörte.

    Trotz des wenig geschichtsbewußten Ausschneidens ein interessantes Stück.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mikrokern
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    • 15. Februar 2009 um 18:16
    • #94

    Hallo,

    ... und auch hier - auf dass dieser thread nicht aussterbe - eine weitere MR-Besonderheit: oMR 617 Scheinfeld auf einem Einlieferungsschein der Fahrpost.
    Ist vielleicht nicht soooo selten (hab ich zumindest irgendwo mal gelesen), war als Mühlradstempel dazu aber sicherlich nicht vorgesehen. Wer kann dazu mehr sagen?

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    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. Februar 2009 um 18:39
    • #95

    Hallo mikrokern,

    in Scheinfeld lebte und arbeitete ein ganz Schlauer. Nicht nur, dass er praktisch alle seine 3 Kr. Marken vorausentwertete, sondern auch die Tatsache, dass er seine Fahrpostscheine mit seinem Mühlradstempel versah, verleiht ihm etwas besonderes.

    Von diesen Scheinen habe ich schon das ein oder andere Dutzend gesehen - so selten sind sie also nicht, aber mitnehmen kann man solch eine Besonderheit immer (ich hatte auch mal einen Schein mit 617, diesen aber mit allen meinen Fahrpostbelegen vor vielen Jahren abgegeben ...).

    In der linken oberen Ecke hätte übrigens überhaupt kein Stempel abgeschlagen werden sollen.

    Kleine Besonderheit: Es gibt auch Postscheine von Scheinfeld, die den Mühlradstempel tragen und später als der 9. März 1869 datiert sind.
    Dann schreiben unsere Spitzenauktionskatalogbeschreiber von einer seltenen Nachverwendung des Mühlradstempels. So schreibt man natürlich nur, wenn man vom Prinzip her nichts verstanden hat.

    Der gute Scheinfelder stempelte ja seinen Hunderterblock nicht mit dem Mühlrad, wenn ein Kunde ein Fahrpoststück anschleppte, sondern er tat dies lange zuvor. Erst bei Bedarf hat er seinen Halbkreiser aufgesetzt und den Schein ausgefüllt.

    Wenn er also am 1.3.1869 den letzten Hunderterblock komplett abgestempelt hat, und am 24.3.1869 der letzte Schein ausgegeben wurde, dann hat das Stempeldatum des Scheins nichts mit dem Verwendungsdatum des Mühlrades zu tun.

    Dann könnte man aber auch einen solchen Schein nicht für 200 oder mehr Euro als seltene Mühlradstempelspätverwendung ausgeben ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mikrokern
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    • 15. Februar 2009 um 18:50
    • #96

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort!
    Hätte wohl selber auch einen > 9.3.69 Scheinfelder als seltene Nachverwendung angesehen. Danke für die Erklärung.
    Hast Du nicht mal was von einem Brief mit blauen MR geschrieben, der in Deinem Besitz sei?
    Bitte zeigen!! :P

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. Februar 2009 um 18:55
    • #97

    Hallo mikrokern,

    ich habe nur ein kleines Briefstück mit einer Nr. 11 und blauem oM 148 von Ganghofen, also nicht der Rede wert.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mikrokern
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    13. Juli 1962 (63)
    • 15. Februar 2009 um 20:17
    • #98
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Hallo mikrokern,

    ich habe nur ein kleines Briefstück mit einer Nr. 11 und blauem oM 148 von Ganghofen, also nicht der Rede wert.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    ...- nicht nur drüber reden, zeigen!!!

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. Februar 2009 um 20:41
    • #99

    Hallo mikrokern,

    dann darf auch mal ein kleiner Sammler 2 noch kleinere Schätzchen zeigen:

    Ein kleines Briefstück mit blau auf braun und ein kleines Scheinchen mit Mühlrad ... ich hoffe, es macht Spaß!

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • mikrokern
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    13. Juli 1962 (63)
    • 16. Februar 2009 um 17:43
    • #100

    oh, Du kleiner Sammler... ;)
    - Na klar macht das Spass, so'n deutlicher blauer MR-Stempel aus Gangkofen auf MiNr 11! :P
    Kann da leider nicht wirklich mithalten, meinen blaugrünen auf der MiNr 15 hat Frau Brettl bei der Prüfung kommentiert mit "blaugrün sind bisher nur bekannt 263 und 267".
    Und einen gMR auf einem Aufgabeschein für eine Postanweisung hab ich auch nocht nicht gesehen.

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    Gruss

    µkern

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