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Geheime Botschaft!

  • kartenhai
  • 11. Juli 2013 um 15:42
  • kartenhai
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    • 18. Juli 2013 um 08:46
    • #21

    Auch auf dieser Ansichtskarte von Münsingen von (geschätzt) 1910-1920 wurde die Marke abgerissen, dahinter prangt ein winziger violetter wappenartiger Stempel mit der Inschrift: K. W. St.

    Dabei wird es sich wohl nicht um eine Geheime Botschaft des Absenders handeln (Soldat auf dem Truppenübungsplatz an seine Familie), sondern vermutlich um einen Namensstempel, der früher auch mal auf Briefmarken-Rückseiten von stolzen Besitzern angebracht wurde und heute öfters mit Prüfer-Signaturen verwechselt wird.

    K. W. St. könnte also z. B. Karl Weimann Stuttgart oder sonstwie heissen. Oder die Kantine, in der die Karten verkauft wurden, hat sie vor dem Verkauf abgestempelt, aber warum?

    Gruß kartenhai

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  • Tacitus
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    • 18. Juli 2013 um 19:59
    • #22

    Könnte der Stempel nicht auch vom Ansichtskartenverkäufer sein? Oder von der Herstellerfirma?

    Also K. W. M. - z.B. Karl Wimmer in Müsingen [Druckerei] oder so :)

  • kartenhai
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    • 18. Juli 2013 um 20:09
    • #23

    @ Tacitus:

    Wäre auch eine Möglichkeit. Ich wundere mich nur über die frische violette Farbe dieses Mini-Stempels, die nach dem Abriß der Marke noch verblieben ist. Was eigentlich auf ein nachträgliches Anbringen des Stempels nach Abriß schließen läßt.

    Gruß kartenhai

  • Zackenzaehler
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    • 21. Juli 2013 um 09:14
    • #24

    Hallo,

    die Methode Botschaften in unsichtbaren Bereichen zu verbergen gab es schon in der Antike.
    In einem Jugendbuch hatte ich seinerzeit diese Anekdote gelesen und im Hinterkopf behalten.
    Folgendes habe ich gefunden:
    Noch eine nette Anekdote hat uns Herodot überliefert. Der verbannte milesische Tyrann Histiaios schickte dem Stadthalter von Milet eine geheime Botschaft, in der er ihn aufforderte gegen die Perser zu revoltieren. Dies bewerkstelligte er dadurch, dass er einem Sklaven den Schädel rasieren ließ und die Nachricht direkt auf dessen Kopfhaut tätowierte. Als seine Haare wieder nachgewachsen waren konnte er ohne Probleme die auf seinem Körper verborgene Botschaft überbringen.
    Quelle
    Herodots Berichte sind bekanntlich nicht immer zuverlässig!
    Herodot

    MVG Z

  • Grieche
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    • 22. Juli 2013 um 09:00
    • #25

    Ein weiteres Beispiel liefert Herodot im 7. Buch seiner Geschichten. Da wird vom Demaratus, einem verbannten Spartaner, erzählt, der geheim die Nachricht des persischen Angriffs den Spartanern schickte, indem er eine abgeriebene und neu bedeckte Wachsplatte benutzte. Als die Wachsplatte Sparta erreichte, konnte nur die Gorgo, die Frau von Leonidas, ahnen, wie die Nachricht zu lesen war. Die ganze Geschichte ist da auf Englisch zu lesen (durch die Pfeile weiterlesen):

    http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?do…9%3Asection%3D1

    Einmal editiert, zuletzt von Grieche (22. Juli 2013 um 09:04)

  • kartenhai
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    • 22. Juli 2013 um 22:03
    • #26

    Auf dem nachfolgenen Link (Tipps und Tricks für Spürnasen) findet man unter anderem eine Anleitung zu geheimen Botschaften unter einer Briefmarke:

    Untergrund-Briefmarke
    Geheime Nachricht auf den Briefumschlag schreiben: auf die Stelle, wo später die Marke aufgeklebt wird. Nimm einen wasserfesten Stift, damit die Schrift nicht verwischt, wenn du die Marke aufklebst oder der Empfänger die Marke ablöst.


    Gruß kartenhai

  • kartenhai
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    • 22. Juli 2013 um 22:08
    • #27

    Auch hier wird ein Beispiel gezeigt, was sich unter einer Briefmarke so alles verstecken kann:

    Ganz Mutige beschränkten die eigentliche Botschaft ihrer Karte auf wenige Worte, die sie passgenau unter der Klebemarke platzierten


    Gruß kartenhai

  • Zackenzaehler
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    • 22. Juli 2013 um 22:35
    • #28

    Hallo,

    bei den "Romantischen Liebesschwüren" wird auch auf die Briefmarkensprache verwiesen.

    Hier im Philaforum gibt es bereits ein entsprechendes Thema:

    PHILAFORUM Briefmarkensprache

    MVG Z

  • Zackenzaehler
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    • 22. Juli 2013 um 23:15
    • #29

    In meiner Jugend hatte ich in einem Philatelie-Buch aus der Stadtbücherei auch folgende Geschichte gelesen:

    Nach Beendigung des Krieges wurde der Entwerfer der ersten beiden Briefmarken für die vormals von Deutschland besetzte Kanalinsel Guernsey wegen Kollaboration angeklagt.In seiner Verteidigung führte der Angeklagte aus, er hätte in den vier Ecken des Designs jeweils den Buchstaben "A" angebracht. "AAAA" wäre die Abkürzung von AD AVERNUM ADOLPHE ATROX (Scheußlicher Adolf fahr zur Hölle!).

    Hier habe ich dann auch noch etwas dazu gefunden:
    Jersey
    Offensichtlich gibt es auch noch die Abkürzung BB für BLOODY BENITO.

    MVG Z

  • kartenhai
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    • 23. Juli 2013 um 09:31
    • #30

    @ Zackenzaehler:

    Das mit den 4 Buchstaben in den Ecken war mir auch neu. Ist das eigentlich im Michel-Spezial aufgeführt, in meinem alten steht noch nichts drin.

    Gibt es jetzt von allen 2 Werten, auch von den Untertypen, jeweils entweder 4 x A und 4 x B in den Ecken, oder gibt es auch gemischte Buchstaben auf einer Marke?

    Im unteren Beispiel bei der ½-Penny-Marke sieht es so aus, als ob oben 2 x A (umgekehrt) und zumindest unten links ein „B“ stehen würde. Unten rechts sieht wieder anders aus.

    Wer kann mehr dazu sagen?

    Gruß kartenhai

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  • Zackenzaehler
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    • 23. Juli 2013 um 18:41
    • #31

    Leider kenne ich mich mit Jersey nicht aus, um da Genaueres zu sagen.

    Dieser Geheimcode ist allerdings schon etwas spleenig. Auch wenn man die Buchstaben erkannt hat, muß man erst einmal auf die Lösung des Rätsels kommen...
    Lateinkenntnisse sind auch erforderlich.

    Glaubwürdig ist die Geschichte trotzdem, weil der Designer ja zunächst nicht so recht wollte.
    Dann hat er es sich anders überlegt und den Code ins Markenbild platziert.

    MVG Z

  • Zackenzaehler
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    • 23. Juli 2013 um 21:11
    • #32

    Hallo,

    habe in der Englischen Wikipedia einen Artikel über die Deutsche Besetzung Jerseys gefunden:
    Hier

    Jetzt kommt der Hammer: Auch beim 3 pence-Wert der Landschaftsserie wurde eine Geheimbotschaft eingearbeitet: Die Zierornamente links und rechts der Wertbezeichnung kann man bei genauer Betrachtung auch als GR (Georgus Rex / Georg VI.) definieren.
    Das war Absicht: Der Entwerfer hatte bereits zuvor bei einer Banknote für Jersey das Victory-Zeichen versteckt.

    Wenn ich das richtig sehe, dann hat wohl die Nummer 1 den Code AABB und Nummer 2 den Code AAAA.

    MVG Z

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  • Tacitus
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    • 19. September 2013 um 12:31
    • #33

    In einem Briefnachlass habe ich einige solcher Botschaften entdeckt, jedoch waren es keine brisanten Texte, sondern einfach nur romantische Liebesbotschaften.

    Hier zwei Beispiele, 1x auf einem Brief und 1x auf einer Ansichtskarte, jeweils hinter den Briefmarken versteckt.


    Text oben:

    Ist das nicht 12 Pf. wert?
    Sind Dir 100 Küsse genug
    unte... bei... Briefmarken?
    Also! 100 süße Mein Ernst.

    Text unten:

    Ich hab Dich
    so lieb
    du ileber, lieber
    Junge. - Du.


    Oben sind die Briefmarken nicht vollständig abgelöst.

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  • kartenhai
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    • 14. März 2016 um 21:39
    • #34

    Im folgenden Link steht unter anderem etwas über den Geheimdienst in Berlin, der auch mit Briefmarken arbeitete:


    Etwa zur gleichen Zeit arbeitete der Deutsche Karl Hans Lody in England als deutscher Geheimagent. Dazu tarnte er sich als amerikanischer Briefmarkensammler, der mit anderen Sammlern in mehreren europäischen Ländern korrespondierte und dabei Marken tauschte. Durch die Beobachtung von Häfen gelang es ihm, eine Reihe wichtiger Informationen für den Geheimdienst in Berlin zu beschaffen. Lodys Tauschpartner waren Agenten des deutschen Geheimdienstes, und jede verschickte Marke stellte eine bestimmte Frage oder Antwort dar – nach einem Geheimcode, der vorher in Berlin ausgearbeitet worden war.

    Gruß kartenhai

  • kartenhai
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    • 14. März 2016 um 21:47
    • #35

    Unter einer aufgeklappten Österreich-Marke steht in Stenographen-Schrift diese geheime Botschaft: "In kürzester Zeit erhalten Sie das Versprochene! Ich halte mein Wort!!!


    (Ins untere Drittel scrollen bei Juli 2013!)

    Und unter dem März 2013 findet man unter einer abgerissenen Marke die folgende Liebesbotschaft in Steno:

    "Bitte, bitte, komm am Samstag zu Deinem Kindi, ich sehne mich schon so sehr nach dem ersten Bussi! Bitte komm!! Ich küsse Dich innig und umarme Dich! Deine M....."

    Wenn ich mir da jetzt heute eine What`s app-Nachricht mit diesem Text vorstelle..... :rolleyes:

    Gruß kartenhai

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    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (14. März 2016 um 21:53)

  • kartenhai
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    • 14. März 2016 um 22:10
    • #36

    Und noch eine Ansichtskarte mit versteckter Liebesbotschaft unter der Marke, der Schreiber war recht fleissig:

    O Schatz, i mag Di gar narrisch! Glaubsts? Trotzdem umarme u. derküsse ich Dich viele 1000 mal herzlichst! Dein Lieb.


    (ins untere Drittel scrollen!)

    Gruß kartenhai

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  • kartenhai
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    • 27. Juni 2016 um 08:25
    • #37

    Auch Gefängnis-Insassen senden bisweilen geheime Botschaften oder Anweisungen, versteckt unter einer Briefmarke, aus der Zelle heraus, die manchmal auch entdeckt werden, wie der folgende Link zeigt:


    Auszüge daraus:

    So hatte er am 5. Oktober unter der Briefmarke des Briefumschlags eine Nachricht verschickt, in der er ganz bestimmte Anweisungen bezüglich der Tat beschrieb. In dem Kassiber findet sich auch der Satz: „…Anstaltsleitung und Richter – alles Mafia!“ In einer Art Geheimschrift fragt er Freunde, ob sie bestimmte Aufträge erfüllt hätten.

    Die Briefe mit den Briefmarken-Verstecken wurden allerdings von der Haft-Briefzensur entdeckt und sichergestellt. Die Nachrichten, die laut einem Gerichtsbeschluss als Beweismaterial gelten, liegen jetzt auf dem Stuttgarter Richtertisch.

    Gruß kartenhai

  • kartenhai
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    • 27. Juni 2016 um 08:38
    • #38

    Kann jemand diese geheime Botschaft entziffern, die sich hinter einer Briefmarke versteckte? Den Anfang lese ich als: "In Ihrer Nähe, weil ich gern`Sie sehe" ?


    Gruß kartenhai

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  • Filli
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    • 27. Juni 2016 um 19:38
    • #39

    Ich denke, es heißt so :

    "In Ihrer Nähe weil ich gern Sie sanftes Licht Sie holder Stenz"

    Suche alle Ausgaben der "USA-Freimarken mit Plattennummern" (nur 4er-Stücken und größer)  nach Absprache. Dito.  diverse "USA- Fiskalausgaben" - oder auch USA-MH jeglicher Art bis zu MI 140 - zum Kauf. Basis: MI-Katalog (bzw. Scott-Katalog)

  • kartenhai
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    • 27. Juni 2016 um 21:01
    • #40

    @ Filli:

    Nachdem es sich wahrscheinlich um ein Gedicht handelt, heißt es wohl: "Sie holder Stern", und schon gibt der Zweizeiler einen Sinn. :)

    Gruß kartenhai

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