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wer kann helfen ?

  • Kalle
  • 2. Juni 2013 um 17:16
  • kartenhai
    Stamm Mitglied
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    29.182
    Geschlecht
    Männlich
    • 20. Juni 2013 um 15:33
    • #21

    @ uposta:

    Den einen Satz lese ich als:

    „und errst Sie für treu entrage 739,35 Courant erkennen.

    Errst soll wohl erst heißen oder wurde früher mit zwei „r“ geschrieben?

    Treu kommt wohl von „Treu und Glaube“ und war vielleicht früher in der Geschäftswelt von größerer Bedeutung?

    Entrage klingt französisch, es gibt aber dieses Wort nicht oder nicht mehr, vielleicht eine Verwechslung mit „étrange“, was soviel wie fremd oder ausländisch bedeutet (vielleicht die fremde Währung Courant wegen des Auslandsgeschäftes mit Steyr/Österreich?).
    Wurde eine Rechnung 1807 mit der Währung des Lieferanten bezahlt?

    Gruß kartenhai

  • uposta
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    924
    • 20. Juni 2013 um 17:02
    • #22

    @ Kartenhai,

    in dem Wort, dass Du als "errst" lesen möchtest, kann man kein "s" rekonstruieren. Er, Steger, bleibt nur wenigen Buchstaben bis zum Ende hin treu. Siehe auch das noch folgende "eisern". Das "saldiren", folgt später erst, ist für den Kaufmann Steger kein Deutsch, sondern Latein.

    In deinem "treu" ist kein "u" rekonstruierbar. Der erste Buchstabe ist ein "d". Siehe auch die späteren Worte "den damalig".

    Wie Du selbst schreibst, findet sich "die Entrage" nicht im Französischen. Da es wohl in Kaufverträgen u.ä. des 18./19. Jahrhunderts vorkommt, bzw. noch gebräuchlich ist, sollte es wohl eher aus dem Lateinischen seinen Ursprung oder griechische Wurzeln haben. Vielleicht findet sich da was in den Preußischen Rechtsquellen. Kann man zum Teil im Netz einsehen. "Preußische Rechtsquellen" sollte als Suchwort funktionieren.

    Courant ist keine kaufmännisch-fremde Währung. Es gab unterschiedliche "Sorten". pCt zum Beispiel löst man in "preußische Courant" auf. Das kleine Kringelchen, aus dem Steger dann sein C des Courant entwickelt, könnte zum Courant gehören und ein o/ö/a sein und somit auf österreichische Courant hinweisen. Vielleicht. Wenn es die denn gab. ... Vergleiche auch das Wort "Werthen" aus dem 2. Brief (Häcker-Brief). Das sollte sicherlich auf die Wertstellung eines Wechseln Bezug nehmen. ... Es gibt sicher bei books.google auch Bücher zur Geschichte der Wechsel.

    In den mir vorliegenden kaufmännischen Briefen lauten alle Wechsel auf Courant. Der Steger-Brief aus 1807 macht da keine Ausnahme. Ein "gedrucktes" Beispiel, wie ein Lieferant seine Ware bezahlt haben möchte, enthält hier ein anderer Thread. Da muss ich aber erst nachsehen, ob der noch da ist. ;)

    uposta

  • uposta
    erfahrenes Mitglied
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    924
    • 20. Juni 2013 um 17:56
    • #23

    Hallo,

    in einem alten enzycklopädischen Wörterbuch der französischen und deutschen Sprache (1905) findet sich doch tatsächlich das Wort "entrage" in der Bedeutung "Besitzergreifung f.". Allerdings ist es schon ein altes Wort aus dem Feudalrecht.

    Das Buch steht hier im Bücherschrank. ;)

    uposta

  • uposta
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    924
    • 23. Juni 2013 um 14:51
    • #24

    Hallo,

    Da im ersten Satz nichts von einer Maultrommelbestellung zu erfahren war, bleibt nichts weiter übrig, als weiter zu lesen. ;)

    Von "Um diese Sache ... " bis " ... anzuzeigen" folgt nur Briefinhalt zum Bezahlprocedere der von Steger erhaltenen Rechnung bezüglich Faß N 927.

    Wobei die Formulierung "übermache hierinliegend" nur durch Ansicht der Anschriftenseite abschließend beurteilt werden kann. Da zu vermuten ist, dass dort der Wechsel, ausgestellt in "M (M=Mark) Ct (Courant) 739. 35", als Briefinhalt angegeben ist. Anderenfalls hätte "hierinliegend" eine andere Bedeutung. Das von Kartenhai freundlciherweise angebotene "Empfangserlaß" kann nicht funktionieren.

    In "So mir auch den damalig äußersten Preiß der drei Sorten eisern Maultrommel zu melden." erfährt man zwar etwas über Maultrommeln, aber als Bestellung würde ich das nicht werten wollen.

    "In Erwartung ... " schließt Steger den Haupttext seines Briefes mit seinem Namen.

    Sein P.S. müßte nun die Bestellung enthalten. Das Wort "Maultrommeln" ist vorhanden. ;)

    uposta

  • Kalle
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    7.617
    • 15. März 2014 um 20:04
    • #25

    hallo ,
    bräuchte erneut Hilfe bei dieser Briefhülle von Lauf nach Nürnberg aus meiner Heimatsammlung ,

    vom königl. ?
    an das königl. ? Nürnberg
    mit 1 Beilage

    Ankunftstempel Nürnberg rückseitig
    warum wurde der angebracht ?

    Innenseite Briefhülle :
    Aktenvorlage nach ? vom 14. diesen Monats
    Nürnberg den 28.März 1848

    wieso so spät ? Brief ist vom 3.11.1847

    gruss kalle

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    Forschungsgemeinschaft DDR Plattenfehler

    suche AK und Briefe , Briefstücke mit Stempel Nürnberg bis 1950

    suche AK und Briefe , Briefstücke mit Stempel Bieswang

  • kartenhai
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    29.182
    Geschlecht
    Männlich
    • 15. März 2014 um 22:41
    • #26

    Hallo Kalle,

    Vom kgl. Landg.(ericht) Lauf
    An das kgl. Landgericht Nürnberg

    Der Vermerk an der Innenseite wurde wohl 4 Monate nach Erhalt des Briefes geschrieben, als die Sache entschieden war, bei Gericht dauert das immer etwas länger, wie heute auch noch. :)

    Ankunftsstempel auf der Rückseite ist eigentlich normal, manchmal ist er auch auf der Vorderseite abgeschlagen. Wie die Bestimmungen dazu früher waren, weiß ich auch nicht.

    Gruß kartenhai

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