kann mir einer den Inhalt des Briefes entziffern??
Es handelt sich um einzelne Blätter die zu einem Umschlag gefalten wurden.
gruß
gomo
kann mir einer den Inhalt des Briefes entziffern??
Es handelt sich um einzelne Blätter die zu einem Umschlag gefalten wurden.
gruß
gomo
.. und die Rückseite.
Puh.. haufen Holz. Ich fang mal an:
Neuburg 16. Januar 1867
son eod. A. II [?]
Beck/Leitner
3055
sict alim.
(links) W. 2406
Praes.
der k. Assessor Auer,
Rpr Staiger.
(rechts) Ladungsgemäß erschienen heute:
1. Therese Beck von Manching,
2. Gallus Appel, Söldner von
doet (?) als Vormund ihrer Kinder,
u. bringen an:
Nachdem der brauknecht Johann
Leitner von Hienheim (?) das am
11. Okt. 1865 geborene Kind "Franz
Seroph" zu sich genommen hat,
so verzichten wir hiermit
auf eine Klagestellung gegen ihn
bezügl. der Alimentation desselben
Zwei kleine Änderungen würde ich vornehmen:
doet = dort
Franz Seroph = Franz Seraph
Weiter dann:
Dagegen ist er mit den Alimenten ??? für das am 7. April 1862 geborene Kind "Magadalena", als für das am 16. Juli 1864 geborene "???" im Rückstande.
Hienheim müßte stimmen, liegt in der Nähe von Ingolstadt wie auch Manching
Das zweite Kind heißt "Krescenz".
Gruß kartenhai
Hallo!
Da er sich inhaltl.(inhaltlich) der dießgen Pflegschaftsakten verpflichtet hat, für ersteres Kind einen jährl. (jährlichen) Unterhaltsbeitrag von 20 (Währungsabkürzung für Gulden?), u (und) für letzteres einen solchen von 22 (Währung) zu leisten, bisher
... (weiter dann nächste Seite)
uposta
Danke für die Verbesserungen. Mit den Währungszeichen habe ich auch immer meine Probleme.
Ich fasse mal zusammen bzw mache weiter:
Neuburg 16. Januar 1867
son eod. A. II [?]
Beck/Leitner
3055
sict alim.
(links) W. 2406
Praes.
der k. Assessor Auer,
Rpr Staiger.
(rechts) Ladungsgemäß erschienen heute:
1. Therese Beck von Manching,
2. Gallus Appel, Söldner von
dort als Vormund ihrer Kinder,
u. bringen an:
Nachdem der brauknecht Johann
Leitner von Hienheim das am
11. Okt. 1865 geborene Kind "Franz
Seraph" zu sich genommen hat,
so verzichten wir hiermit
auf eine Klagestellung gegen ihn
bezügl. der Alimentation desselben
Dagegen ist er mit den alimenten
sowohl für das am 7. April 1862
geborene Kinde "Magdalena", als
für das am 16. Juli 1864 geborene
"Krescenz" im Rückstande.
Da er sich inhaltl. der dießger (?)
Pflegschaftsakten verpflichtet
hat, für ersteres Kind eine
jährl. unterhaltsbeitrag von 20 fl (?)
u für letzerer einen solchen
von 22 fl (?) zu leisten, bisher
aber im Ganzen bloß 22 fl (?) für
die beiden Kinder bezahlt hat,
so beträgt seine Gesammtschuld
an verfallenen Alimenten
noch 102 fl. (?)
Da ich in Güte Nüchts von ihm
bekommen kann, so stelle ich
die bitte, gesetzlichen Zahlungs-
auftrag an ihn zu erlassen, mir
wegen meiner Vermögens-
losigkeit einem Official-
anwalt beizugeben u Streits-
anhängigkeitszeugniß auszu=
stellen.
et A (?)
Gabus Appel
Theres Böck (?)
Einstweilen ad acta!
Kgl. Stadt= & Landgericht
Anis Koll (?)
Linke Spalte kommt noch
Hallo!
"et A" würde ich mit "lt A" (laut Akte...) ins Neudeutsche übertragen.
Heute würde man möglicherweise schreiben "Laut vorgelesen und genehmigt." Dann folgen die Unterschriften.
uposta
Letzte Seite:
I. Von gegenwärtigem Protokolle ist beglau
bigte Abschrift zu den Pfl.(ege) Akten 1865 ?
ex. off. zu fertigen.
II. ? mit dem beiliegenden Armuts
Zeugnisse an das St u Landgericht Kelheim zur
eintragungsfälligen Verfügung
Neuburg, den 28. Januar (?) 1867
Kl. Stadt u Landgericht
(Unterschrift)? at acta
Hallo!
Barbarossa: Mit dem Geschriebenem, wo Du in Deiner Version das Fragezeichen gesetzt hast ("II. ? mit dem beiliegenden Armuts") habe ich so mein Problem, obwohl der Sinn klar ist. ![]()
Aber Tacitus wird das und den Rest schon haben und da übe ich mich in Geduld. Gespannt bin auch auf seine linke Spalte. Die da noch kommt.
uposta
Den Rest hatte ich noch nicht. Ich hab mich aber jetzt mal schnell hingesetzt, leider habe ich nicht so viel Zeit mich intensiv damit zu beschäftigen, sonst würde es ggf. etwas besser werden. Ich habs einfach mal versucht zu lesen und abzutippen. Im Grunde müsste bei fast jedem Wort ein Fragezeichen dahinter, weil die Handschrift links schon ne andere Hausnummer ist.
Trotzdem hier mal der Versuch, ggf. als Gerüst um es dann weiter auszubauen. Den Sinn kann man schonmal weitestgehend raus lesen:
As. 2405
betr Helf am 9 II 67
I. An Baurknecht (?) Johann
Leitner in Hienheim
Ehies (?) derselb. stehesents (?)
Abschrift gegenwärig Protokolles
mit s (?) Auftrage da begründet
woth (?) binnen 4 Wochen bei Esretors (?)
rerweidj (?) zu bezahlen ob (?) binnen
10 (?) Tge Ausschlußfrist reichts er (?)
selbst (?) Einreid (?) rejebriogs (?)
2 Nachruß (?) herro (?) an Ihres Kind
Beck vor Menching sich oh
de sStadtpreiß Seeburg (?) wie
den witty (?) Eroffenz, ob ich sie
un rube (?) Sache ... (Flecken) des
beigebrachte Zeugnisse (?)
Armenrechts zugelassen ihr
der welche (?) Biater (?) dehi (?) alt (?)
Offiziellenoell (?) ist,
er den sie sich behefts Inormation (?)
z wieder (?) habe, zugleich wie
hier in Sachen Berk ./. Leitner
[Letzte Seite links]
unhenzig ist
An d b ad Breder (?)
demselb wird notitipet (?)
oß de Theres Beck ro
Minhing eibr. bote
zum Armenrechte gelassen
z.H. Addressat derselb
als Armenanwalt bizigele (?)
(unterschrift)
Und noch Kleinigkeiten, beim Absatz der letzten Seite:
I. Von gegenwärtigem Protokolle ist beglau
bigte Abschrift zu den Pfl.(ege) Akten 1865/66 z.H. is (?)
ex. off. zu fertigen.
II. Sodann br... (? ggf bring mit nicht nach unten gezogenen "g"?) mit dem beiliegenden Armuts
Zeugnisse an das St u Landgericht Kelheim zur
eintragungsfälligen Verfügung
Neuburg, den 28. Jäner (?) 1867
Kl. Stadt u Landgericht
(Unterschrift)? at acta
Hallo Tacitus,
eine Text-Übertragung steht hier ja zum Glück nicht unter Zeitdruck. ![]()
So eine Briefvorlage hast Du sicher desöfteren zu bearbeiten? ()
uposta
Ja und manchmal sitze ich lange lange dran, bis ich alles richtig entziffert habe. Aber zum Glück haben die Leute früher oftmals viel Wert auf eien saubere Handschrift gelegt, sodass man es oftmals recht einfach lesen kann.
Da hier noch weitere eifrige entziffrer sind wollte ich schonmal ein (hoffentlich hilfreiches) Gerüst bieten, auf das man aufbauen kann ![]()
Hallo Tacitus,
dann können wir ja @alle gemeinsam noch ein wenig an den Versionen arbeiten?
Vielleicht ist es einfacher erst die Seite 3 fertig zu stellen? Die hat Barbarossa auch schon übertragen.
Eine Frage die ich gern stellen würde ist, wie Du das Wort "eintragungsfälligen" vor Verfügung entzifferst. Da brauche ich Deine Hilfe. Denn da lese ich was ganz anderes. ![]()
uposta
Das habe ich von Barbarossa einfach übernommen. Da ich nichts besseres auf Anhieb gelesen habe, habe ich es nicht beanstandet.
Aber Du scheinst recht zu haben, dass es so nicht korrekt ist.
Was es heißt, weiss ich nicht.... der Knick ist ein wenig störend.
Zu Beginn glaube ich "Wert" zu lesen. Das "w" kann man gut mit dem "w" in "gegenwärtigen" vergleichen.
Also wert....gefälligen (?)
das könnt ihr alles entziffern, respekt.
![]()
Ich kann da fast nichts von lesen, hat sonst die Oma immer übersetzt, die ist aber vor 5 Monaten gestorben. ![]()
ich könnte dir den Brief auch zuschicken, dann hättest du ihn vor dir liegen und du könntest vielleicht besser entziffern(Knicke,Flecke usw.) aber da der Brief aus mehreren zusammengeklebten Seiten besteht und dann noch als ganzes als Umschlag gefalten wurde bleiben Knicke leider beim scannen nicht aus.
Sonst freu ich mich auf die weitere Übersetzung.
gruß
gomo
Hallo gomo,
vielleicht könntest Du für Tacitus einen besseren Scan einstellen? Dazu bräuchtest Du sicher nur beim Scannen ein größeres Buch auf die Knickstellen legen. Das dürfte reichen um das Papier so zu glätten, dass der Text der dritten Seite für Tacitus besser lesbar wird. Das Papier an sich scheint robust zu sein.
Und wenn es Dir nichts ausmacht auch einen Scan von den zusammen geklebten Rändern (der linke Rand)? Da würde mich interessieren, ob ersichtlich ist/wird, ob die Briefteile mal zu einer Akte gehörten. Oder ob das Blatt später nur geklebt wurde.
uposta
Meine Versuche, den Fragezeichen für die linke Spalte einen Sinn zu geben (in Kursivschrift)
I An Brauknecht Johann
...
mit s (?) Auftrage da begründet
102 fl binnen 4 Wochen bei ?
? zu bezahlen oder binnen
10 Tgen Ausschlußfrist rechtbaren (?)
selbst (?) Einwand vorzubringen