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Japan Klassik - Fälschung ?

  • Zackenbarsch
  • 20. Januar 2013 um 13:17
  • Zackenbarsch
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    • 20. Januar 2013 um 13:17
    • #1

    Hallo zusammen,

    bräuchte bitte Eure Hilfe.

    Unten abgebildet eine klassische japanische Marke mit Bruch der linken Umrandungslinien im unteren Bereich.

    Dachte eigentlich ziemlich sicher an eine Fälschung...

    Hat jemand Infos zur dieser Marke für mich?

    Vielen Dank und schönen Sonntag !

    Zackenbarsch

    [Blockierte Grafik: http://s7.directupload.net/images/130120/y4by6par.jpg]

    [Blockierte Grafik: http://s7.directupload.net/images/130120/uyhmoyox.jpg]

    Evolution durch Kooperation

    2 Mal editiert, zuletzt von Zackenbarsch (20. Januar 2013 um 15:05)

  • thorn
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    12. November 1966 (59)
    • 20. Januar 2013 um 14:06
    • #2

    Hallo Zackenbarsch,

    ich halte die Marke für falsch da ich das Geheimzeichen (rechts in der Mitte des Rahmens) nicht sehen kann. Die Zähnung ist zudem außergewöhnlich schlecht für diese Ausgabe. Mit solchen überbreiten Rändern habe ich noch nie ein echtes Exemplar gesehen (ich habe selbst 3 davon und kann gut vergleichen). Übrigens gibt es Plattenfehler gibt es bei dieser Ausgabe eigentlich nicht, da ohnehin jedes Feld im Bogen individuell gestochen wurde. Dadurch gibt es sehr viele Platten die man anhand des Bildes aber jeweils sogar der Position im Bogen zuordnen kann.

    Viele Grüße

    thorn

  • Zackenbarsch
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    • 20. Januar 2013 um 14:36
    • #3

    Hallo thorn,

    vielen Dank für die interessante Info!
    Dann hatte ich evtl. doch eine richtige Einschätzung...

    Kannst Du oder ein anderer Sammler evtl. Abbildungen oder eine Quelle posten, um zu erfahren wo genau solche Geheimzeichen auf dieser und ggf. anderen klassischen japanischen Marken zu suchen sind und wie so etwas aussieht ?
    Oder eine Seite, auf der ich mich mal schlau machen kann ?

    Ich brenne darauf, wieder etwas neues dazuzulernen ;)

    Thanks & Viele Grüße,

    Zackenbarsch

    Evolution durch Kooperation

  • thorn
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    Geburtstag
    12. November 1966 (59)
    • 20. Januar 2013 um 21:13
    • #4

    Hallo Zackenbarsch,

    auf die schnelle habe ich diese parat : (ich bin selbst Mitglied der ISJP) Bei der Seite sind aber nur wenige Merkmale aufgeführt, aber man bekommt schon einmal ein "Gefühl" für echte Marken.

    Echte "Drachen" kannst Du mal zum Vergleich auf dieser Startseite sehen : , außerdem dann im Shop soweit vorrätig sind diese auch abgebildet. Der liebe Herr Stein aus Tokio ist ein langjähriger Bekannter von mir , er verkauft ausschließlich echte Marken.

    Ich schaue die Tage mal ob ich zum scannen komme und schicke Dir mal etwas wegen der Geheimzeichen.

    Verbal beschrieben sieht das Geheimzeichen bei dieser Marke normalerweise so aus :

    Bei der 500 sen setzt sich bei der echten Marke die Mäander in dem mittleren rechten Teil noch einmal fort so daß dann insges. 4 senkrechte Striche zu sehen sind und nicht nur deren drei.

    Beste Sammlergrüße
    thorn

  • Zackenbarsch
    neues Mitglied
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    • 21. Januar 2013 um 14:49
    • #5

    Hallo thorn,

    vielen Dank nochmals, auch für die Links...
    Freue mich schon auf Deine Scans mit den Geheimzeichen !

    Viele Grüße,

    Zackenbarsch

    Evolution durch Kooperation

  • ligneN
    aktives Mitglied
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    243
    • 20. Februar 2013 um 18:06
    • #6

    Bei dieser Marke handelt es sich um eine Ganzfälschung der Nr. 8.
    Kein Tiefdruck (Lupe verwenden).

    Literatur: Wilhelmsen, Japans klassiske Forfalskninger, dreisprachig norwegisch-deutsch-englisch. 1981. Alle Fälschungen abgebildet. Gibts immer wieder mal bei ebay.

    Ichida, dragon stamps 1959, 1971. Darstellung der echten 1-8. Mit Bogenphotos (bei zwei Platten "nur" Rekonstruktionen). Außerdem sind für jede Position einige besondere Merkmale zeichnerisch dargestellt. 1971 hat den Vorteil, daß einige Farbseiten typische Farben zeigen. Bei Auktionen um 100.- (1959) oder bis 150.- (1971).

    Sog. Geheimzeichen stehen für Nr. 1-8 in jedem MICHEL-Katalog.
    Bei besseren Fälschungen wurden diese getreulich nachgeahmt.

    Es gibt keinen "Königsweg" zur ;) "Ratze-mal-Fix-Instant-Fälschungserkennung".

    ***

    thorn

    1) Druckverfahren

    Bei Japan Mi 1-39 wurden nicht jede Position individuell geätzt.

    Vielmehr hat man mit einer Art Siebdruck vorgearbeitet:
    Markenmuster wurde durch ein Sieb (Marke in Negativform) grob aufgesprüht.

    Dann hat der Stecher die Feinheiten Position für Position nachgearbeitet.

    Bei Mi 29-39 wurden außerdem einige Platten möglicherweise galvanisch vervielfältigt.
    D.h. die wie oben beschrieben traditionell hergestellten Druckplatten wurden dann als ganzes vervielfältigt.
    Die Technik für dieses moderne Verfahren stand erst 1875/76 zu Verfügung und war für die Ausgabe Mi 40-68 (Buchdruck) importiert worden.

    Mi Nr. 37 zB sind zwei Urplatten durch Plattenrandnummern nachgewiesen.
    Durch Ganzbogen/Bogenrekonstruktionen kann man aber ungefähr 10 Druckplatten belegen.


    2) Von Plattenfehlern oder Abarten spricht man nur dann, wenn sich die Marke von den anderen Marken im Bogen an dieser Stelle signifikant unterscheidet.
    Z. B. Drache ohne Fuß / Bart, Kirschblütenast Zweig oder Blüte fehlt, Perle unvollständig oder fehlt.

    Man unterscheidet hauptsächlich:

    a) Fehler, der am Anfang vorhanden ist und später nicht korregiert wurde.
    Sogenannte konstante Abart (CV englisch). Nur sehr auffälige Abarten sind wesentlich teurer als normale Marke.

    b) wie vor, aber während des Druckens erkannt: je nachdem wie schnell er korregiert ("retuschiert") wurde, desto seltener und teurer.

    c) Fehler, der erst während der Herstellung an der Druckform entstand, idR durch Abnutzung, Verkantung usw.

    Bei Japan 1-39 besonders durch agressive Druckfarbe, die das Plattenmetall abnutzte, zB zinnober bei Mi Nr. 3 und Nr. 7. Hier gibt es großflächige Abnutzung und Teilretuschen. Beliebt und teuer.

    "Schlitzaugenbelege"

    Einmal editiert, zuletzt von ligneN (20. Februar 2013 um 18:10)

  • Zackenbarsch
    neues Mitglied
    Beiträge
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    Männlich
    • 21. Februar 2013 um 13:30
    • #7

    Hallo ligneN,

    herzlichen Dank für Deine Mühe und diese sehr interessanten Infos / Details samt Literaturnachweis !

    Freue mich immer sehr, wenn ich etwas dazulernen kann...
    :dankeschoen:

    Viele Grüße,

    Zackenbarsch

    Evolution durch Kooperation

    Einmal editiert, zuletzt von Zackenbarsch (21. Februar 2013 um 13:31)

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