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NDP 1 Gr. Frankatur - kleines postgeschichtliches Rätsel

  • Gagrakacka
  • 14. Oktober 2006 um 15:19
  • Gagrakacka
    Gast
    • 14. Oktober 2006 um 15:19
    • #1

    Gestern hab ich folgenden Brief für 12 Euro erworben: Faltbrief von Eupen nach Verviers (Belgien), frankiert mit einer 1 Gr. rot (Mi. 16) des Norddeutschen Postbezirks, versandt 1869, entwertet mit dem alten preussischen Zweikreisstempel. Der rote PD-Stempel besagt, dass das Porto komplett vorausbezahlt ist (Payé à Destination).

    Wer jetzt den Michel-Deutschland-Spezial aufschlägt, der stellt fest, dass der Brief hoffnungslos überteuert war. Der Briefpreis liegt bei 5 Euro. Warum bin ich trotzdem der Meinung, dass ich ein echtes Schnäppchen gemacht habe?

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  • woermi
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    • 14. Oktober 2006 um 16:06
    • #2

    gratulation!

    davon gibts nicht viele!

  • Gagrakacka
    Gast
    • 14. Oktober 2006 um 16:10
    • #3

    woermi:

    Danke! Aber ich hätte gerne noch eine Erklärung, warum es nicht so wahnsinnig viele davon gibt.

  • woermi
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    • 14. Oktober 2006 um 17:32
    • #4

    soll ich´s schon lösen? :D

    "G........f"

  • Gagrakacka
    Gast
    • 14. Oktober 2006 um 17:50
    • #5

    woermi:

    Alles klar! Nein, dann warten wir noch, ob jemand anderes auf die Lösung kommt.

  • asmodeus
    Moderator
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    • 14. Oktober 2006 um 18:03
    • #6

    Könnte es Grenzkreisporto sein?

  • Gagrakacka
    Gast
    • 14. Oktober 2006 um 19:08
    • #7

    asmodeus:

    Ganz genau! Ab dem 01.09.1868 galt zwischen Belgien und dem NDP ein Franco von 2 Groschen bzw. 20 Centimes. Es gab aber eine Ausnahmeregelung:

    "Als Ausnahme von der vorhergehenden Bestimmung sollen die einfachen Briefe zwischen denjenigen beiderseitigen Postanstalten, welche innerhalb eines Rayons von 30 Kilometer (6 lieues) gelegen sind, nur der Hälfte der betreffenden oben festgesetzten Taxen unterliegen."

    Briefe aus dem Grenzrayon sehen häufig unspektakulär aus, da die Frankatur dem normalen Inlandsporto entspricht. Sie lockern aber auf jeden Fall eine Portostufensammlung auf. Wer weitergehende Literatur zu diesem Thema sucht, dem sei Rainer Lindens "Der Deutsche Grenzrayon" empfohlen (Verlag Arbeiter, Bamberg).

  • asmodeus
    Moderator
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    • 15. Oktober 2006 um 08:00
    • #8

    Siehe auch hier: 2 Belege von mir. Einer nicht gut erhalten. Aber diese weisen mit einem Stempel darauf hin.

    Einmal editiert, zuletzt von asmodeus (15. Oktober 2006 um 08:01)

  • Gagrakacka
    Gast
    • 15. Oktober 2006 um 10:37
    • #9

    asmodeus:

    Auf Briefen aus Deuschtland in den Grenzrayon findest Du solche Stempel nicht. Wobei man bei Deutschland-Österreich und Deutschland-Luxemburg auch ermässigte Briefe (Inlands- statt Auslandsfranko) findet, diese Länder aber einen separaten Vertrag hatten, der diese Portoermässigung für das ganze Postgebiet regelte.

  • asmodeus
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    • 15. Oktober 2006 um 11:09
    • #10

    Interessant. So kann man noch schöne Stücke finden. Meine Belege sollten auch nur als Beispiele dienen.
    Hier ist wieder fundiertes Wissen wichtig und d.h. Literatur, Literatur, Literatur....

    Diese Länder gehören nicht zu meinem Sammelgebiet, aber solche interessante Portostufen kauft man- sofern sie relativ günstig sind.

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