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Alte Marken Ausland

    • Wertermittlung
  • Bodo35
  • 28. April 2012 um 11:52
  • Erledigt
  • Bodo35
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    • 28. April 2012 um 11:52
    • #1

    Habe heute diese Briefmarken mit anderen Dingen die für mich interessant waren erworben. Wollte nun fragen, ob hier etwas dabei ist, was einen Wert darstellt?

    Viele Dank schon einmal im Vorraus für die Mühe.

    Gruß
    Bodo35

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  • kartenhai
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    • 28. April 2012 um 17:19
    • #2

    Zu Brasilien, Marken in Ziffern-Zeichnung, so genannte Katzenaugen-Marken: Michel-Nr. 19 (3 x) 10 R. blau von 1854 geschnitten, Mi.-Nr. 14 (2x) 60 R. schwarz von 1850 geschnitten, Mi.-Nr. 13 30 R. schwarz von 1850 geschnitten. Die gezähnten Katzenaugen sind: Mi.-Nr. 20A (30 R. blau), 14A (60 R. schwarz) und 17A (300 R. schwarz), alle von 1866.

    Es gibt auch Fälschungen und Neudrucke auf Kartonpapier. Die Federstrich-Entwertung war damals auch üblich. Bei einer Marke wurde der Rand einfach ganz abgeschnitten, die übrigen sind mehr oder weniger beschädigt. Aktuelle Preise habe ich leider nicht, für den Zustand wird wohl auch mehr oder weniger davon abgezogen werden bzw. manche sind wohl nur noch als Knochen zu bezeichnen.

    Gruß kartenhai

  • Bodo35
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    • 28. April 2012 um 17:51
    • #3

    @ Kartenhai

    danke für deine Einschätzung zu den Marken, kannst du mir auch was zu den Marken mit dem Schiff sagen?

    Gruß
    Bodo35

    PS: Wenn jemand interesse an den Marken hat einfach PM ich brauche diese nicht. Am liebsten alle zusammen.

  • Stamps
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    • 28. April 2012 um 18:28
    • #4

    :post: :post: :post:

  • kartenhai
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    • 29. April 2012 um 18:59
    • #5

    @ Bodo35:

    Die beiden Schiffsmarken sind Peru Michel-Nr. 1 und 2 von 1857. Die 4 Buchstaben in den Ecken der Marken P.S.N.C. bedeuten: Pacific Steam Navigation Company. Normalerweise ist das eine private Schifffahrts-Gesellschaft, doch diese übergab einen Teil dieser Marken der peruanischen Regierung, die sie als Provisorium bis zur Ausgabe staatlicher Marken 1858 3 Monate lang verwendete.

    Von diesen Marken, die im Original sehr teuer sind, besonders die gestempelten, gibt es natürlich wie immer bei den ersten Ausgaben vieler Länder Neudrucke, Probedrucke und Fälschungen, die nur ein Spezialist auseinanderhalten kann. Die erste Marke ist in keiner guten Verfassung mehr, die zweite sieht schon besser aus. Bei diesen uralten Marken ist der Zustand auch ein wichtiges Kriterium bei der Preisgestaltung, wenn sie denn auch echt sind.

    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (29. April 2012 um 19:03)

  • kartenhai
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    • 29. April 2012 um 19:07
    • #6

    Die beiden ersten gezeigten Marken sind Dänemark Michel-Nr. 7 von 1858, bei den inneren Ecken ist der Grund wellenförmig liniiert. Es gibt 2 Farben, orangebraun oder dunkelbraun (a) oder braun (b). Erhaltung nicht so gut.

    Gruß kartenhai

  • kartenhai
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    • 29. April 2012 um 19:10
    • #7

    Die beiden Sizilien-Marken (vor Italien katalogisiert) sind die Michel-Nrn. 1 und 5. Von der 1 gibt es 3 Farben, von der 5 2 Farben. Die Preise für echte Stücke sind sehr teuer, besonders die gestempelten, die Marken werden deshalb gerne gefälscht und man müßte sie prüfen lassen, wenn man von einer Echtheit überzeugt wäre.

    Gruß kartenhai

  • Bodo35
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    • 30. April 2012 um 06:17
    • #8

    Hallo Kartenhai,

    besten dank für deine Antworten zu den einzelnen Marken.
    Die erste Dänemarkmarke hat aber als Hintergrund Punkte die zweite wie du schon sagtenst hat Wellenlinien. Ist dann wohl eine andere Katalognummer oder?

    Gruß
    Bodo35

  • kartenhai
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    • 30. April 2012 um 08:59
    • #9

    Wenn die erste Dänemark-Marke Punkte in den Ecken hat, handelt es sich um die Michel-Nr. 4 von 1854. Davon gibt es 3 verschiedene Typen, die aber vom Michel nur beschrieben, aber nicht eigens bewertet sind.

    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (30. April 2012 um 09:20)

  • Bodo35
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    • 30. April 2012 um 09:29
    • #10

    Super und besten Dank für die Info`s.
    Dann bleiben ja nur noch ein paar Marken zur Bestimmung. Großbritanien Nr.4 kenne ich interessieren würde mich noch die Marke mit der Aufschrift "Gegenseitig Franco" wo kommt die her und wozu wurde diese verwendet als Portomarke etwa?

    Gruß
    Bodo35

  • kartenhai
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    • 30. April 2012 um 10:01
    • #11

    Ein interessanter Aufkleber, allerdings nur eine vom Brief abgelöste Vignette. Auf einem altdeutschen Brief mit aufgeklebt wohl sehr selten, diese Hinweise machte man wohl sonst nur handschriftlich.
    Habe hier ein anderes Exemplar auf Brief gefunden, dieser nicht so schöne Aufkleber wird als sehr selten und dekorativ beschrieben und erhöht wohl den Wert des Briefes um einiges:


    Auch in einer Anzeige kommt diese Wortverbindung vor.

    Entweder ein Hinweis, dass das Porto komplett bis zum Empfänger hin bezahlt wurde, oder ein Hinweis für den Empfänger, den Antwortbrief ebenso völlig portofrei wieder zurückzuschicken?

    Da müsste wohl ein Altdeutschland-Briefe-Spezialist Genaueres darüber wissen.

    Gruß kartenhai

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    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (30. April 2012 um 10:03)

  • kartenhai
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    • 30. April 2012 um 10:40
    • #12

    Neukaledonien (mit Vogel Kagu) 1 Cent = Michel-Nr. 85 von 1905
    Russland Mi.-Nr. 36 von 1883, 70 Kopeken. Die Michel-Nr. muss nicht stimmen, da bei Russland eine größere Katalog-Nummern-Umstellung mal stattgefunden hat.
    Saudi-Arabien 1/8 Guerche (Währung) mit Inschrift Secours ist eine Fiskalmarke oder Gebührenmarke (postal tax stamp).
    Belgien Mi.-Nr. 378 von 1934, zur Weltausstellung in Brüssel.

    Keine besonders wertvollen Marken dabei.

    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (30. April 2012 um 10:41)

  • kartenhai
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    • 30. April 2012 um 10:50
    • #13

    Königin Victoria ist wohl die Michel-Nr. 4 von 1841 mit zwei weissen Strichen unter POSTAGE und über dem Wert und nur 2 Buchstaben unten. Davon gibt es 3 Farben. Den Wert mit Berücksichtigung des unregelmäßigen Randes müßte ein GB-Spezialist liefern, da kenne ich mich nicht so aus.

    Gruß kartenhai

  • kartenhai
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    • 30. April 2012 um 11:04
    • #14

    Von der Königin Victoria in geschnitten gibt es 5 verschiedene Hauptnummern (Mi-Nr. 2, 5, 8, 14 oder 25B), die sich in Wasserzeichen, Papierart und Papierfarbe (weißes oder geblautes Papier) unterscheiden, manche Farben sind im Laufe der Zeit ausgebleicht. Nur vom Spezialisten zu unterscheiden, teilweise ziemlich teuer. Die abgeschnittene Ecke ist wohl stark wertmindernd, wenn sie nicht gar zur Wertlosigkeit führt? Die Marken gab es von 1855-1864.

    Gruß kartenhai

  • kartenhai
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    • 30. April 2012 um 11:15
    • #15

    Wenn die Farbe karmin ist, ist das die Michel-Nr. 58 von 1882. Es gibt diese Marke noch in blassrosa (59a) und anilinrot (59b). Keine seltenen Marken, auch Erhaltung nicht besonders.

    Gruß kartenhai

  • Bodo35
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    • 30. April 2012 um 14:38
    • #16

    Hallo Kartenhai,

    somit sind alle Marken bestimmt. Besten Dank für deine Mühe.

    Hier noch die Rückseiten der Marken.

    Gruß
    Bodo35

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