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Diebstahl bei der Post?

  • ja2911
  • 11. August 2011 um 21:25
  • ja2911
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    • 11. August 2011 um 21:25
    • #1

    Hallo zusammen,
    hier ein interessanter Link:


    In einem Test, in dem Bargeld per Brief oder Paket verschickt wurde, kamen ganze 30 % nicht an! Briefmarken sind da doch sicherlich auch nicht ungefährdet, oder? Wie sind denn eure Erfahrungen in der letzten Zeit? Mich erstaunt die hohe Zahl doch ein wenig, bei mir ging genau 1 Brief verloren in den letzten Monaten, und dieser fiel höchstwahrscheinlich einem Brand im Zustellfahrzeug zum Opfer. Würde mich mal interessieren wie das bei euch aussieht, ob Sendungen mit Marken öfter wegkommen oder offensichtlich geöffnet und durchsucht wurden. Bin gespannt auf eure Erfahrungen...
    Gruß j.

  • kartenhai
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    • 11. August 2011 um 22:01
    • #2

    Habe mal Geld per Einschreiben nach England geschickt. Der Brief kam dort nie an. Nach ca. 6 Wochen kam die Sendung als unzustellbar zurück, das Geld jedoch war verschwunden. Der Brief war an der Seite aufgeschlitzt, das Geld wohl mit einer Pinzette entnommen und die Seite wieder zugeklebt worden. Nachforschungen blieben erfolglos.

    Geld sollte man im Brief noch einmal gut verpacken, um solche Entnahmen zu verhindern. Oder besser erst garnicht verschicken, von der Post aus ist es ja nicht zulässig und es wird auch nichts ersetzt.

    Von einem Bekannten, der über Ebay gewerblich handelt, hörte ich, daß von 1000 Normalbriefen nur einer spurlos verschwindet. Einschreiben seien bisher immer angekommen.

    Ein Brief mit einer Ansichtskarte erreichte den Empfänger nie. Nach Reklamation bei der Post wurde der Inhalt des Briefes wieder gefunden, obwohl nicht per Einschreiben verschickt. Der Brief war im Sortierzentrum der Post auf einer Sortieranlage zerfetzt worden, die Karte herausgefallen und nicht beschädigt. Durch die genaue Beschreibung konnte sie identifiziert werden und ich erhielt sie zurück.
    Durch die Automation bei der Post kann es schon mal vorkommen, daß eine ganze Anzahl von Briefen zerfetzt und zerstückelt werden, wenn die Technik auf einem Fließband mal versagt.

    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (11. August 2011 um 22:02)

  • Ron Alexander
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    • 12. August 2011 um 06:21
    • #3

    Guten Morgen,

    die letzten Jahre habe ich durch nicht angekommene Sendungen bei eBay ca. 120€ verloren. Da ich schon mehrfachst mit den verkäufern bei eBay zu tun hatte, schließe ich es aus das Briefe stellenweise nicht verschickt wurden. Ich selber habe die Erfahrung gemacht, Briefe immer zu verstärken durch z.B. eine kleine Pappe, dann gab es nie Probleme. Dagegen sind schon einige Briefe verschwunden wo z.B. die Steckkarte kleiner war als der Brief und es so wohl eine "Knickstelle" gegeben hat. Wie von Kartenhai schon beschrieben neigen solche Sendungen dazu von der sortiermaschine der Post "zerfetzt" zu werden.

    Das Geld in Postsendungen verschwindet unterschreibe ich so! Meine Mutter hat früher immer mal Geldgeschenke verschickt bis dann auf einmal Briefe gar nicht oder nur der Brief ohne Inhalt angekommen ist. Seitdem erfolgt kein Versand mehr per Post.

    Grüße

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

  • Saguarojo
    Gast
    • 12. August 2011 um 06:28
    • #4

    In den letzten 35 Jahren, in denen ich international einen sehr regen Briefkontakt pflege, sind vielleicht 4 das 5 Briefe nicht angekommen. Soweit ich mich erinnere, war das einmal in die DDR, China, Mexiko und USA. Das ist ein sehr guter Durchschitt wo man nicht meckern kann.

  • ja2911
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    • 12. August 2011 um 07:16
    • #5

    Ich finde vor allem einiges in den Kommentaren (im Link oben) sehr interessant, wonach mancher Postler gezielt Umschläge öffnen würde, bei denen Geld als Inhalt wahrscheinlich ist, z.B. bei Einschreiben von Privatpersonen an Privatpersonen, speziell wenn scheinbar Karten mit drin sind. Da kann man ja eigentlich kaum unterscheiden ob es eine Glückwunschkarte oder eine Steckkarte mit Marken ist...Und dass bei Sendungen mit Briefmarken per Einschreiben verschickt wird ist ja nicht unüblich...da stellt sich schon die Frage, wie man am besten verschickt...Meine ebay-Verkäufe sind bislang alle bei den Käufern angekommen, egal ob Standard oder Einschreiben...Könnte es da vielleicht auch regionale Unterschiede geben? Bei mir in Karlsruhe gibt es zum Beispiel noch richtige Post - "ämter", sogar 2 davon ;)
    Kann es sein, dass Diebstähle da schlicht unwahrscheinlicher sind, als bei der dörflichen Poststation im Bäcker nebenan???
    Gruß j.

    Einmal editiert, zuletzt von ja2911 (12. August 2011 um 07:18)

  • Ron Alexander
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    • 12. August 2011 um 07:55
    • #6

    Also wir haben eine Post beim Zimmermann :D. Aber das dort was entnommen wird schließe ich aus. Das wäre ja selbstmord im Dorf. Sonst keine Ahnung, kann mir gut vorstellen das Sendungen auch einfach mal verloren gehen aus genannten gründen. Bis jetzt ist bei mir noch kein wieder verschlossener Brief angekommen. Was nicht ist kann ja nich werden.

    Grüße

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
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  • kartenhai
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    • 12. August 2011 um 08:40
    • #7

    Ich glaube, daß bei der Post immer wieder mal geklaut wird, vielleicht auch durch die vielen Aushilfen, die nur zeitweise mal eingestellt werden.
    Wird so jemand mal ertappt, wird er fristlos gefeuert, vielleicht auch nicht mal angezeigt, weil diese Negativ-Werbung nicht in die Zeitungen kommen soll und so den Ruf der Post verschlechtert.

    Nur die spektakulären Fälle kommen in die Zeitung, wenn ein Briefträger z. B. aus lauter Faulheit wochenlang tausende von Briefen wegwirft oder irgendwo einlagert.

    Gibt es eigentlich auch eine Statistik von den Privat-Postanstalten, wieviel da wegkommt?

    Bei den Einschreiben kann man ja inzwischen lückenlos den Weg der Sendung vom Postamt bis zur Ausgabe an den Empfänger über das Internet mit der Sendungs-Nummer verfolgen, das finde ich ganz praktisch. Da kann die Post auch sehen, wo ein Brief verloren ging.
    Leider funktioniert das bei Post ins Ausland nur bis zur Übergabestelle der deutschen an die ausländische Post.

    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (12. August 2011 um 08:42)

  • JoshSGD
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    • 17. August 2011 um 09:43
    • #8

    Hallo,

    nachdem ich das so gelesen hab, äußer ich mich ebenfalls mal.

    Da ich ganz gut bei Ebay aktiv bin, bekomme und versende ich auch viel Post. Bis auf ein Päckchen dieses Jahr ist bisher nichts weggekommen. Und mit dem Päckchen, nun ja, ich zweifle immer noch, ob es auch wirklich "weggekommen" ist. Der Käufer hatte doch teils bedenkliche Bewertungen...

    Was aber auffällig ist: die Verwandtschaft auf Rügen hatte immer mal Geld geschickt im Brief, tja, und einige Briefe sind nicht angekommen. Da ich gut mit dem Konzern vernetzt bin, konnte man dann feststellen, dass tatsächlich mehr Briefe verschwunden oder leer angekommen sind. ist auch kein Wunder, wenn man Pakete und Briefe in der Ecke von ner Kaufhalle aufgibt. Leider ist es auch so, dass gewisse Bereiche nicht geschützt sind und man einfach nur durch ne Tür spazieren braucht. Oft steht das Fahrrad des Zustellers minutenlang alleine auf der Straße... ein Griff und ein Stapel Briefe ist weg.

    Bisherige Hinweise haben nichts gebracht.

    Ich denke aber, das die Zusteller die geringste Schuld trifft.

    Ursachen könnten sein:

    - verstärkte Automation
    - Aufgabe von Postämtern und nur noch Dienstleister in Kaufhallen, Schreibwarenläden etc.
    - zuviele private Dienstleister zwischen Postannahme und Zustellung.

    Gruß

  • kartenhai
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    • 17. August 2011 um 17:30
    • #9
    Zitat

    Original von JoshSGD
    Oft steht das Fahrrad des Zustellers minutenlang alleine auf der Straße... ein Griff und ein Stapel Briefe ist weg.

    Das kenne ich auch. Wenn ich auf dem Weg zur Post bin, sehe ich oft vor einem Haus ein mit Hunderten von Briefen vollgepacktes Postfahrrad stehen, die Einschreiben liegen separat, sind aber nicht versperrt, und der Zusteller ist weit und breit nicht zu sehen.
    Er ist im Haus und verteilt die Post, bei großen Mietshäusern braucht er dazu auch mal etwas länger.

    Es wäre ein leichtes für mich, beim Vorbeigehen ein Päckchen mit Briefen, auch Einschreiben, mitzunehmen, wenn es denn nicht von jemandem in der Nähe beobachtet wird.

    Das ist auch eine große Schwachstelle bei der Post. Da müßte ein zweiter Zusteller dabei sein, der aufpasst, oder die Taschen müßten verschließbar sein.

    Ersteres kommt der Post zu teuer und geht nicht, zweiteres ist wohl zu umständlich, und der Zusteller müßte hundertmal am Tage auf- und zuschließen.

    Gruß kartenhai

  • JoshSGD
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    • 18. August 2011 um 09:09
    • #10

    Moin Kartenhai,

    es gäbe Möglichkeiten mit Boxen, aber man sollte bedenken, dass der Zusteller das Gewicht ja mit reiner Muskelkraft bewegen muss.

    Ich werde Ende September mal im persönlichen Gespräch mit Dr.Appel dazu diskutieren.

    Es geht ja nicht bloß um Sendungen von uns mit etwaigen Marken oder Prüfgegenständen, sondern vielleicht auch mal um wichtige Dokumente oder sehr persönliche Schreiben.

    Gruß

  • Pete
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    • 18. August 2011 um 20:04
    • #11
    Zitat

    Original von kartenhai
    ...
    Gibt es eigentlich auch eine Statistik von den Privat-Postanstalten, wieviel da wegkommt?
    ...

    Eine alle Mitbewerber der DPAG umfassende Statistik dürfte es nicht geben. Ich gehe allerdings davon aus, dass jeder Briefdienstleister mit einem einigermaßen passablen Qualitätsmanagement über eine Auswertung von Kundenreklamationen (von Absendern bzw. Empfängern) verfügt, wobei der Verlust von Sendungen nur einen Punkt beträfe, der sich quantitativ auswerten ließe. Weitere Punkte wären beispielhaft: Laufzeit von Sendungen, Zustellung beim falschen Empfänger, Beschwerden über den Zusteller, Rechnungsreklamationen (des Absenders), ... Ob die jeweilige Beschwerde berechtigt ist oder nicht, würde im Einzelfall entschieden. Die DPAG dürfte derartige Reklamationen ebenfalls zur Genüge kennen *g*
    Ich vermute auch, dass die nach der DPAG größten Logistikdienstleister bzw. Unternehmensverbünde P2 - die zweite Post und die Mail Alliance über Statistiken verfügen, die zumindest Reklamationen von durch das eigene Netz beförderte Sendungen umfasst.

    Gruß
    Pete

  • JoshSGD
    aktives Mitglied
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    • 22. August 2011 um 14:43
    • #12

    Dazu heute ein Beitrag im Weltnetz:


    Gruß

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