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Literatur Neufundland

  • DKKW
  • 10. Juli 2011 um 17:43
  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.067
    • 10. Juli 2011 um 17:43
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich tracktiere Euch ja schon eine ganze Weile mit dem Sammelgebiet Neufundland. Höchste Zeit einmal ein paar Worte zur Literatur zu verlieren.
    Ich bekomme immer wieder in diesem Forum mit, dass es vielen Sammlern an Literatur fehlt. Auch wenn es schon tausend Mal erklärt worden ist, hier wird am falschen Ende gespart.
    Doch zurück zum Thema, deutschsprachige Literatur gibt es praktisch nicht. Der Michel Nordamerika ist ein Einstieg, mehr nicht. (Dazu möchte ich noch bemerken, dass es sich beim Michel um einen "Alle Welt" Katalog handelt, ich kann hier nicht die Informationen eines Spezialkataloges erwarten!)
    Relativ leicht kann man in Europa an den Stanley Gibbons "British Commonwealth" kommen, ich habe meine Sammlung nach diesem Katalog aufgebaut. Viele kanadische Händler verwenden die Scott-Nummerierung, also sollte man auch einen canadischen Unitrade haben.
    Der Spezialkatalog ist der "Newfoundland Specializes Stamp Catalogue" von Walsh & Butt. Inzwischen gibt es die 7. Auflage aus dem Jahr 2010, ich selbst arbeite immer noch mit der 4. Auflage aus dem Jahr 1998.
    Ebenfalls antiquarisch oder im Literaturangebot guter Auktionen erhältlich und sehr empfehlenswert (auch in Bezug auf Fälschungserkennung):
    Robson Lowe: The Enceclopaedia of British Empire Postage Stamps, Volume V, North America
    Schwieriger in der Beschaffung sind Winthrop S. Boggs: "The Postage Stamps and Postal History of Newfoundland" (Aus diesem Buch zitiere ich regelmässig in meinen Beiträgen)
    Die wichtigsten aktuellen Handbücher über Neufundland stammen von der BNAPS (British Noth America Philatelic Society), hier die homepage:

    Robert H. Pratt: The Pences Issue of Newfoundland 1857 - 1866
    Sammy Whaley: Newfoundland 1865 - 1879 - A cover story
    Colin D. Lewis: Newfoundland Postal History 1857 - 1899
    John M. Walsh: Newfoundland 1897 Royal Family, Dead Letter Seal and Map Stamps
    Norris R. Dyer: Postal Shortages and Surcharges Issues of Newfounland
    Nicht alle diese Werke sind noch bei der BNAPS erhältlich. Heisser Tipp: Beim Kauf auf Luftpostversand verzichten und Seepost wählen. Dauert fast zwei Monate, kostet aber nur einen Bruchteil der Luftpost!!
    Ältere Werke die man ab und an antiquarisch erwerben kann:
    C.H.C. Harmer: Newfoundland Airmails
    John Ayshford: The Last Stamps of Newfoundland (1942 - 1948)

    Ach ja, die Münchner Philabibliothek ist recht gut sortiert was Literatur über Kanada im Allgemeinen und Neufundland im Besonderen angeht.

    Für diejenigen, die Lust auf Neufundland bekommen haben - Englischkenntnisse sind kein Nachteil ;)

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    9.067
    • 29. September 2013 um 21:16
    • #2

    Hallo zusammen,

    es wird Zeit, meine Literaturtipps zu Neufundland zu aktualisieren.

    Inzwischen habe ich mir den Newfoundland Specialized Stamp Catalogue 7th edition zugelegt. Spätere Neuauflagen erschienen nur noch als e-book. Ich habe mir auch diese zugelegt, leider hat das e-book den crash meiner Festplatte nicht überlebt und auf den neuen PC ließ sich das e-book nicht übertragen. Da sage einer mal etwas gegen die guten alten gedruckten Bücher im Regal!!!!

    Die Zeitschrift der BNAPS: BNA topics ist auf der Homepage der BNAPS bis 2008 offen für alle einsehbar.

    Auch etliche newsletters der verschiedenen study groups (darunter die Newfie group) sind online abrufbar. Allerdings nicht die top-aktuellen Beiträge.

    Zur Erinnerung, die homepage der BNAPS lautet:

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.067
    • 1. Januar 2014 um 15:39
    • #3

    Hallo zusammen,

    die BNAPS (British North America Philatelic Society) hat ihre homepage neu gestaltet:


    Unter: Publications & Online Library findet man beispielsweise unter dem Unterpunkt Horace W. Harrison Online Library bzw. BNA topics die eingescannten Hefte der Zeitschrift BNA topics bis einschließlich 2004 (Inhaltsübersichten bis 2010) öffentlich zugänglich. Unter dem Unterpunkt Online Resources & Exhibits sind u.a. einige interessante Sammlungen als Online-Exponat eingestellt.
    Unter: Study/Regional Groups findet man bei den Study Groups u.a. ältere Jahrgänge der jeweiligen Newsletter, darunter auch die Newsletter der Newfie Group bis einschließlich 2008.

    Viele Grüße
    DKKW

    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (1. Januar 2014 um 21:44)

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    9.067
    • 4. April 2014 um 17:45
    • #4

    Hallo zusammen,

    auch wenn es hier speziell um Neufundland geht, so hat mein heutiger Tipp doch allgemein Gültigkeit.

    Wenn man beginnt sich ein neues Sammelgebiet zuzulegen, sollte man versuchen, sich so viel Spezialliteratur wie möglich zu diesem Gebiet zuzulegen, um ein Gefühl für die Tücken und Besonderheitendes Gebietes zu bekommen.

    Sind die Objekte des Gebietes obendrein fälschungsgefährdet (z. B. Falschstempel) dann ist es wichtig Vergleichsmaterial in Händen zu haben. Das können auch Photos sein.

    Ich habe deshalb angefangen, mir Kataloge von sogenannten "Names Sales" zuzulegen. Also Auktionskataloge von wirklich großen Sammlungen von Neufundland bzw. Britisch Nord-Amerika.

    Man sieht was es so alles gibt, man bekommt ein Preisgefühl und sieht beispielsweise, welche Stempel bei bestimmten Ausgaben vorkommen.

    Heute erhielt ich den Katalog der 2006er Sotheby's Auktion "British North America" by Sir Gawaine Baillie. Insgesamt 417 Seiten, davon allein 114 Seiten Neufundland. Wenn man diese Materialfülle (und Qualität) sieht, dann schiebt man erst einmal Frust. Dagegen habe ich eine "Kindersammlung"
    Trotzdem, moderne "Names Sale" Kataloge haben praktisch Handbuch-Charakter, man sollte sie sich zulegen, es lohnt sich.

    Als Beispiele zeige ich drei dieser Kataloge (Umschlagseiten)

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

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  • Sleeran
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    143
    • 7. April 2014 um 10:17
    • #5

    Hallo DKKW,

    ich arbeite als Klassik Sammler auch mit Names Sales Katalogen. Dabei lege ich auf qualitätiv hochwertige Kataloge mit Farbabildungen Wert. Bisher habe ich AD und einige europäische Länder hauptsächlich mit Köhler und Corinphila Auktionen abgedeckt. Für das British Empire besitze ich noch keinen einzigen Katalog.

    Könntest du ein wenig schildern, welche Firmen hochwertige Kataloge herausgeben/-gaben? Kann man eine generelle Empfehlung aussprechen?

    Mit Dank im Voraus!

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    9.067
    • 7. April 2014 um 16:52
    • #6

    Hallo Sleeran,

    dass ist keine einfache Frage. Ich sammel Übersee ja nur sehr begrenzt, also Neufundland sowie Ostasien (wenn nach Dänemark gerichtet und overland, wenn möglich "Via Sibirien").

    Ich würde mal pauschal behaupten wollen (und lasse mich gerne korrigieren), dass alle Auktionshäuser, die nach 1990 "Names Sale" Auktionen veranstaltet haben, ihre (Sonder-) Kataloge aufwändig gestaltet haben. Häufig alle Lose abgebildet, in den letzten Jahren sogar komplett in Farbe.

    Wenn ich im Zweifel bin, hat in der Vergangenheit ein Mail an den Anbieter genügt. Viele professionelle Literaturanbieter kennen mich inzwischen als seriösen Käufer, also gibt man bereitwillig Auskunft.

    Die ganz großen Sammlungen wurden auch in früherer Zeit großzügig mit Phototafeln ausgestattet (z.B. Ferrari, Burrus, Dale oder Dale Lichtenstein). Tolle Kataloge hat Christie's rausgebracht, auch Stanley Gibbons oder Firby in den USA. Auch der kürzlich erworbene Katalog von Sotheby's "Sir Gawaine Baillie" ist eine Klasse für sich. Auch die Kataloge des canadischen Auktionshauses Eastern Auctions sind empfehlenswert, die habe ich bislang aber nicht behalten sondern der Münchner Philabibliothek geschenkt.

    Die Aufzählung ist bestimmt nicht vollständig, aber von den oben genannten Firmen habe ich Kataloge in empfehlenswerter Qualität.

    In Skandinavien hat das nicht mehr existierende Auktionshaus Thomas Høiland Massstäbe bei der Katalogqualität gesetzt.

    Viele Grüße
    DKKW

    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (7. April 2014 um 16:56)

  • Sleeran
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    • 8. April 2014 um 10:53
    • #7

    Hallo DKKW,

    vielen Dank für die Infos! Das mit der Mail an den Anbieter ist ein guter Tipp.

    Mir geht es gar nicht so sehr um die Spitzenstücke aus den jeweiligen Gebieten, daher habe ich mich bisher für Burrus & Co. eher wenig interessiert. Wichtiger für mich sind gute Farbabildung von normalen Stücken, damit ich ein Gefühl bekomme, wie sowas aussieht. Damit und mit ein paar billigen Mängelexemplaren kann man schon mal anfangen, zu vergleichen.

    Viele Grüße,
    Matthias

  • DKKW
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    • 9. April 2014 um 18:50
    • #8

    Hallo Sleeran,

    mit guten Farbabbildungen von "normalen" Marken ist das so eine Sache. Auch Auktionatoren sind Kaufleute und müssen demzufolge darauf achten, dass Aufwand und Ertrag in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen.
    Also Farbabbildungen von "Durchschnittsmaterial" bei Names Sales zu erwarten, ist etwas viel verlangt.
    Um auf das Beispiel Neufundland und die Sir Gawaine Baillie Sammlung zurückzukommen, ich habe eine einzige Marke, die nach Aussage des Verkäufers (ich halte ihn für absolut glaubwürdig) aus der Sir Gawaine Baillie Sammlung stammt. Es handelt sich um die 1c green, Scott no. 44, Einzelmarken aus dieser Sammlung wurden als Sammellots (z.B. Newfoundland cent issues) versteigert. Der Händler hat dieses Sammellos erworben, da es viel leichter detaillierbar und damit weiterveräußerbar war als komplette Bögen oder große Einheiten.

    Eine gute Quelle für "Einzelnachweise" sind gutsortierte Händler mit Internetangebot oder aber Auktionsinformanten wie Stamp Auction Network:

    Ich kopiere hier häufig interessante Marken/Belege für meine Registratur in word und drucke sie mir dann aus (Etwas altmodisch, gebe ich zu. Aber seit meinem Festplattencrash bin ich wieder ein absoluter Fan der ausgedruckten Unterlagen)

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
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    • 28. März 2015 um 15:01
    • #9

    Hallo zusammen,

    neulich konnte ich endlich einen lang gesuchten Names Sale - Auktionskatalog erwerben, nämlich den Harmers of London Katalog zur Versteigerung der Robert H. Pratt Sammlung Newfoundland Pence Issues vom 21.10.1986 (inkl. Ergebnisliste).

    Robert H. Pratt war wohl der bedeutendste Philatelist der die klassischen Marken Neufundlands nicht nur gesammelt sondern auch in vielen Aufsätzen und Büchern beschrieben hat.

    Solche Kataloge mit ihren Phototafeln sind für Sammler wie mich Gold wert, da man bei den klassisschen Marken immer mit dem Problem der Falschstempel zu kämpfen hat.

    Aufgrund der großen Restbestände ungebrauchter Marken nach Umstellung von pence auf cent Nominale kosten die ungebrauchten Marken speziell der letzten pence-Ausgabe nur einen Bruchteil des Preises für gestempelte Marken.

    Ich konnte mit diesem Katalog endlich einen mir bis dahin unbekannten und deshalb fraglichen "Fancy" -Stempel belegen. Er wird hier sowohl auf Briefstück als auch auf komplettem Brief aus dem Jahr 1865 gezeigt. (2d 1861-pence issue, Neufundland thread Seite 7 vom 12.1.2014)

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, Auction catalogue, Harmers 21.10.86, the Robert H. Pratt collection.jpg
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  • DKKW
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    • 13. September 2016 um 09:14
    • #10

    Hallo zusammen,

    kürzlich konnte ich antiquarisch ein kleines, im Jahr 1987 in Großbritannien erschienenes Heftchen zu den Bahn- und Schiffspoststempeln Neufundlands erwerben. Newfoundland - Travelling Post Offices Cancellations.

    Die Auflistung im NSSC ist sicherlich aktueller aber in diesem Heftchen sind die Stempel komplett abgebildet zudem ist auch ein reich bebilderter Artikel zur Geschichte der "Travelling Post Offices" enthalten.

    Auch wenn ich mich jetzt nicht zum Stempel-Sammler entwickeln werde, es ist immer gut über die verwendeten Stempel eines Sammelgebietes Bescheid zu wissen.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, Literatur, Travelling Post Office Cancellations, 1987.jpg
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  • DKKW
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    • 5. September 2017 um 20:21
    • #11

    Hallo zusammen,

    heute war ich beim Zollamt und habe gegen einen Obulus in Höhe von 28 Euro meinen neuen Newfoundland Specialized Stamp Catalogue, 10th Edition von Joe Walsh ausgelöst. Zwei Handbücher zu den Travelling Post Office Postmarks gabs ohne EUSt bzw. Zoll. Denn ein Katalog wird mit 19% EUSt versteuert, ein Handbuch nur mit 7%. Letzteres war auch weil weniger schwer und damit günstiger im Versand (Versandkosten werden bei der EUSt mit eingerechnet) von der EUSt befreit.

    Doch bevor ich zum Handbuch komme möchte ich zunächst die neue Ausgabe des NSSC 10th edition vorstellen.

    Bislang habe ich ja mit der 7th edition gearbeitet, die neue 10th edition umfasst jetzt zwei Bände. Sie ist in größerem Format gedruckt (in etwa DIN A4-Format) und ist inhaltlich erheblich erweitert worden. Eine Vielzahl "neuer" Proofs und Essays ist aufgenommen worden, der bekannte englische Neufundlandsammler Colin Lewis hat etliches zu den vorphilatelischen Briefen aus neufundland beigesteuert. Zudem sind u.a. Kapitel zu den Fälschungen sowie eine aktualisierte Briefkatalogisierung der ersten Cent-Issues von 1865 bis 1879 eingefügt worden. Zudem finden sich Abschnitt über die Revenues, Stempel, Ansichtskarten, Advertising Corner Cards (Firmenzudrucke) und selbst über die Münzen Neufundlands.

    Ich möchte aber auch einige wenige Kritikpunkte äußern: Obwohl uns bislang nur ein Beleg mit Marken der Sir Humphrey Gilbert Ausgabe mit Linienzähnung bekannt ist so werden alle Marken mit Linienzähnung auch mit Briefbewertungen versehen.

    Die Marken mit "lathework" werden nicht bzw. erst bei späten Ausgaben katalogisiert.

    Diese "kleinen" Kritikpunkte tun diesem Standardwwerk der Neufundland-Philatelie aber keinen Abbruch, das Werk ist unverzichtbar für den ambitionierten Neufundland-Sammler auch wenn das zweibändige Werk (inklusive Einfuhrumsatzsteuer) nicht ganz billig war.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 2016 Newfoundland Spezialized Stamp Catalogue, 10th edition.jpg
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  • Sleeran
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    • 6. September 2017 um 07:13
    • #12

    Hallo DKKW,

    vielen Dank für die Vorstellung!

    Laut Inhaltsverzeichnis, das man herunterladen kann, umfasst der Teil der Pence Ausgaben gerade mal vier Seiten. Ich nehme daher an, dass der Katalog für den Klassik-Sammler nur sehr begrenzt geeignet ist.

    Kennst oder besitzt du: Pratt, R.H., The Pence Issues of Newfoundland 1857-1866? Kannst du es empfehlen?

    Viele Grüße,
    Sleeran

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 15. September 2017 um 14:19
    • #13

    Hallo Sleeran und alle anderen Newfie-Interessierten,

    ja, stimmt. Die "echten" Marken der drei "pence" Ausgaben, also die Klassik-Ausgaben werden auf gerade mal vier Seiten :) abgehandelt. Der Unitrade schafft nur anderthalb Seiten.

    Auf den vier Seiten ist aber eine unglaubliche Fülle an Informationen enthalten. Z. B. die Zahl der bekannten "echten" Briefe. Die Zahl der bekannten Essays und Probedrucke wenn bekannt. Typunterschiede (3c Marken) und Plattenfehler sind abgebildet. Die Zahl der echten Halbierungen auf Brief etc.

    Zu den Fälschungen der klassischen Marken finden sich im Vol. II natürlich noch viele weitere Seiten.

    Nochmals Ja, ich habe "The Pence Issues of Newfoundland 1857-1866" von Robert H. Pratt. Ebenfalls ein unverzichtbares Standardwerk der Neufundlandphilatelie auch wenn es inzwischen etwas in die Jahre gekommen ist. Das Buch kam 1981 und ist immer wieder mal antiquarisch erhältlich.

    Wenn man das Buch erwirbt, sollte man darauf achten, dass die drei beigefügten Blätter (echte und falsche Stempel auf Klarsichtfolie) und zwei Farbtafeln mit den verschiedenen Farben und Nuancen der Pence-Ausgabe.

    Ansonsten taucht das Handbuch mit seinen über 190 Seiten inklusive der Briefregistratur noch viel tiefer in die Materie ein als ein Katalog. Man muss aber auch ganz klar sagen, dass die Klassikausgaben eine Spielwiese nur für die ganz reichen Sammler darstellt. Zwei bis drei Marken der Pence-Ausgaben in vernünftiger Qualität werde ich mir wohl noch leisten können und vielleicht einmal einen mit einer 3p Marke frankierten Inlandsbrief und vielleicht ein paar Probedrucke, das wars dann aber auch. Neufundland komplett kann man sich auch als etwas fortgeschrittener Sammler abschminken.

    Viele Grüße
    DKKW

    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (15. September 2017 um 14:20)

  • DKKW
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    • 20. September 2023 um 11:38
    • #14

    Hallo zusammen,

    aus Halifax habe ich ein echtes Schwergewicht der Neufundland-Literatur mitgebracht. Das 1985 erschienene Buch von Robert H. Pratt: The Nineteenth Century Postal History of Newfoundland. 771 Seiten, wiegt 3 Kg.

    Bei einem meiner vielen Email-Kontakte mit dem von mir hochgeschätzten walisischen Neufundland-Postgeschichtler Colin Lewis erhielt ich den Rat wenn ich mal über dieses längst ausverkaufte Buch stolpern sollte dann unbedingt kaufen, es ist kein nice to have sondern ein must have.

    Gesagt getan, ich stieß auf der homepage der US-Antiquariate auf besagtes Buch. Gab meine Daten ein, ging auf die Bezahlseite und .... No shipment to Germany.

    Also eine Email an das Antiquariat geschickt, geschrieben das ich das Buch sehr sehr gerne kaufen würde, Mitglied der BNAPS und der Newfoundland Study Group wäre und worum sie keinen Versand nach Deutschland anbieten.

    Prompte Antwort: Shipment to Europe is too complicated. Oh mein Gott. In meiner Verzweiflung meinen Sammlerfreund Malcolm Back in Canada angemailt ob er das Buch annehmen und dann nach Halifax mitbringen würde. Erste Reaktion: Das Buch ist auch auf seinem Wunschzettel, aber klar doch.

    Wieder das Antiquariat angemailt. Postversan nach Canada möglich. Unterschiedliche Rechnungs- und Versandadresse möglich? Beides Mal ja, also zugeschlagen , das Buch gekauft und dann in Halifax entgegengenommen.

    Ich traf in Halifax etliche Sammlerfreunde und Händler die mir sagten: Wie, Du hast das Buch. Das suche ich seit vielen Jahren vergeblich.

    Ich werde diese Woche anfangen darin zu lesen.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • NFLD, literature, Robert H. Pratt, The Nineteenth Century Postal History of Newfoundland, 1985.jpg
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    • 18. November 2023 um 21:43
    • #15

    Hallo zusammen,

    heute durfte ich gleich zwei Mal Lösegeld an den deutschen Zoll zahlen. Als ich nach München zurückgekehrt bin fand ich einen Abholzettel der DHL, also zur Tanke, dort ist der für uns zuständige DHL-Shop. Büchersendung ausgelöst und kaum zurück klingelte der Paketbote und brachte die Auktionslose aus Canada, natürlich wieder gegen Lösegeld.

    Doch zurück zur Neufundland Literatur. Kürzlich erhielten wir die erschreckende Mitteilung der Gattin von David Piercey, einem der großen Neufundland-Posthistoriker aus Canada, das bei ihrem Mann Krebs im letzten Stadium diagnostiziert worden ist und es ihm gar nicht gut geht. Keine zwei Wochen später die Todesnachricht. Der Krebs hatte mit ihm kurzen Prozess gemacht.

    In erster Linie natürlich für die Familie ein Schock aber auch für die "philatelistische Familie" ein schwerer Schlag. David war ein sehr sachkundiger Posthistoriker insbesondere was Schiffspost von und nach Neufundland anging. Er hat immer gerne sein Wissen geteilt.

    BNAPS bringt/brachte immer wieder Hefte mit besonderen Exponaten zur Philatelie und Postgeschichte Neufundlands heraus. Ich hatte noch das Heft zum Exponat "Steamship Mail in the early decimal period of Newfoundland 1865-1910" von David Piercey bei Bill Longley bestellt. Bill ist Händler, Sammler und Verwalter des BNAPS bookshops. Wochenlang mit Seapost unterwegs aber Buchversand aus Canada per Luftpost ist einfach nur unverschämt teuer.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • NFLD, literature, David Piercey, Steamship mail in the early decimal period of Newfoundland, 1865-1910.jpg
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  • DKKW
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    • 14. März 2024 um 14:02
    • #16

    Hallo zusammen,

    nachdem mir ein canadischer Händler einen Posten mit Zensurpostbelegen angeboten hat habe ich mir heute in der Münchner Philatelistischen Bibliothek des von Peter C. Burrows editierte Buch: British Empire Civil Censorship Devices World War II, Section 7, Canada & Newfoundland, ausgeliehen.

    Dieses Buch wurde 2010 von der britischen Civil Censorship Study Group herausgegeben und zeigt die bekannten Zensurstempel und Banderolen samt einer Tabelle zur Seltenheit der einzelnen Stempel und Banderolen.

    In meiner Sammlung habe ich vielleicht zehn Zensur-Belege, vorwiegend mit der Banderole "Opened by Examiner" Das ist dann auch die am häufigsten vorkommende. Ich werde, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, den Posten kaufen, habe aber um Ratenzahlung gebeten.

    Ich möchte bei der Gelegenheit nachdrücklich die Werbetrommel für die philatelistischen Bibliotheken in Deutschland rühren. Nach allem was ich so höre sind sowohl die Bibliothek in Hamburg als auch in Frankfurt finanziell angeschlagen und auch in München wird an allen Ecken und Enden gespart. Unterstützt die Bibliotheken durch Nutzung! Ich weiss, das etliche Forumsmitglieder in und um München wohnen.

    Für BDPH-Mitgleider ist die Nutzung kostenlos. der Ausleih-Ausweis wird sofort bei Vorlage des BDPH-Ausweises ausgestellt. Für alle anderen beträgt der Jahresbeitrag € 20,00, dafür kann man dann aber den Gesamtbestand der Stadtbibliothek nutzen. Wenn ich überlege das der Durchschnittsdeutsche über € 20 im Monat für Streamingabos ausgibt (lt. statista) dann sind, denke ich, € 20 im Jahr für einen Briefmarkensammler gut angelegtes Geld. Man findet eben nicht alle Informationen im Netz.

    Da München zur Zeit versucht mit der Renovierung des Gasteigs (die schon seit Jahren andauert und es werden noch viele Jahre bis zum Abschluß vergehen) den Berliner Rekord mit dem Flughafen BER zu brechen (man hat mit der zweiten S-Bahn-Stammstrecke noch ein zweites Eisen im Feuer) ist ein winzigkleiner Präsenzbestand, vorwiegend Kataloge, im HP8 an der Isar ausgelagert. Der Bestand ist im Magazin und kann per online-Katalog bestellt werden. Die Abholinformation per email ist kostenlos.

    Das HP8 in der Hans Preißinger Str. 4-8 in München direkt an der Isar ist mit dem Expressbus X30 sowohl vom Ostbahnhof als auch vom Harras gut zu erreichen, Von der U-Bahnstation Brudermühlstraße (U3) ist es entweder ein kurzer Fussweg oder eine Station mit dem Bus.

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
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    • 9. April 2024 um 12:36
    • #17

    Hallo zusammen,

    heute brachte mir der Briefträger die Neuauflage des im letzten beitrag beschriebenen Handbuches "British Empire Civil Censorship Devices WWII" aus Dem Jahr 2019, also auch schon wieder fünf Jahre alt. Beigelegt waren drei Seiten mit Korrekturen und "Cross References". Wie beim Speeckaert (Russland Postzensur) wurde die Nummerierung komplett neu angelegt. Scheint für Zensurpostsammler typisch zu sein. Dasss heißt die von mir in den bisherigen Beiträgen genannten Bezeichnungen kann man getrost in die Tonne treten.

    Ich bin natürlich noch nicht dazu gekommen, die beiden handbücher abzugleichen und in meinem Bestand nach neuen Stempeln, Banderolentypen bzw. FD und LD zu suchen, wird aber noch heute nachgeholt. Wenn ich Neues entdecke habe ich Peter C. Burrows versprochen Scans zu schicken.

    Ach ja, die Büchersendung habe ich ohne Lösegeld zu zahlen, erhalten. Entweder durchgerutscht oder als preiswertes Handbuch enfach zu billig um EUSt zu erheben.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • British Empire Censorship Devices WWII, ed. by Peter C. Burrows, 2019.jpg
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  • Matjoff
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    7. Januar 1983 (43)
    • 9. April 2024 um 13:17
    • #18

    Sehr interessant :thumbup:

    Danke an alle Forumnutzer die ihr unschätzbar kostbares Wissen untereinander und miteinander teilen.

    Weiterhin viel Freude und Erfolg bei all euren Unternehmungen!

  • DKKW
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    • 28. Mai 2024 um 12:46
    • #19

    Hallo zusammen,

    am vergangenen Sonnabend hatte wir Zoom-Meeting der Newfoundland Study Group. Ich habe ein wenig über das Telegraphenwesen in Neufundland erzählt. Ich habe dazu noch nie einen Artikel in den BNA Topics bzw. dem Newfoundland Newsletter gesehen.

    Bei der anschließenden Diskussion, es ging unter anderem um Online-Research, erzählte mir ein anderes Mitglied der Study Group dass er Post Office Circulars von 1936 bis 1948 hat. Er hat sie mir als pdf geschickt. Durch den nun passenden Suchbegriff habe ich diese Circular auch im Digital Archiv der Memorial University gefunden.

    Eine unglaubliche Fülle an postgeschichtlichen Informationen. Ich habe mal eine Seite der Inhaltsangabe eingescannt.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, Post Office Circular.jpg
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  • DKKW
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    • 8. November 2024 um 10:54
    • #20

    Hallo zusammen,

    nach sieben Jahren habe ich die Gelegenheit genutzt mir wieder ein gedrucktes Exemplar des Newfoundland Specialized Stamp catalogue zuzulegen, jetzt die 14th edition aus dem Jahr 2023. Zwei Bände die nochmals umfangreicher sind als der alte Katalog.

    Ob es sich hier um eine sinnvolle Investition handelt werde ich am Wochenende versuchen herauszubekommen. Hier gibt es ja keine Neuheitenschwemme wie bei anderen Sammelgebieten.

    Beim gezielten Durchblättern sind mir bekannte Schwachpunkte aufgefallen:
    - Die Jubilee Lines der John Guy Ausgabe sind nicht katalogisiert
    - Obwohl nur ein Brief der Sir Humphrey Gilbert issue bekannt ist finden sich bei allen bekannten Werten mit Linienzähnung Briefbewertungen (unfassbar günstig, würde ich zu dem Preis sofort kaufen)
    - Die 6c Princess Elizabeth der First Resources issue (war seinerzeit die foreign letter rate) Erstausgabe 2.1.1932, Portoerhöhung auf 7c am 2.5.1932. Trotzdem eine lächerlich niedrige Briefbewertung. Ich habe noch nie eine 6c porto- und zeitgerecht auf einem Brief gesehen.
    - UPU-Specimen werden nicht erwähnt bzw. katalogisiert.

    Mal sehen, was der Vergleich noch so alles ergibt. Ach ja, pssst, nicht weitererzählen, John Walsh reagiert immer so empfindlich auf Kritik ;)

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende. Bis Sonntag denn am Montag Morgen 7:00 Uhr muss mein Auto zur Inspektion.
    DKKW

    Bilder

    • Newfoundland Specialized Stamp Catalogue 2023, 14th edition.jpg
      • 908,69 kB
      • 2.146 × 3.047
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