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  4. Stempel

St. Petersburg Stempel-Typen

  • kartenhai
  • 5. Juli 2011 um 15:47
  • DKKW
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    • 23. Juli 2011 um 13:33
    • #21

    Hallo zusammen,

    zunächst vielen Dank an northstar für die gezeigte Postkarte und die ergänzenden interessanten Informationen auch über die Philatelie hinaus.
    Ich zeige heute einige Belege mit dem Nummernstempel 4. Zum einen eine Drucksache und einen Brief nach Riga (einmal lateinisch und einmal kyrillisch geschrieben) und zum anderen einen Kartenbrief (Ortsbrief?)
    entweder nach Nikolajewsk oder in die Nikolajewsker Strasse. Ich kann leider kein Russisch und buchstabiere mich immer so durch das kyrillische Alphabet).
    Nach meinem subjektiven Empfinden gehören die Stempel der Stadtpostabteilung Nr. 4 nach denen der Nr.1 zu den häufigsten Nummernstempeln

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

    • St. Petersburg Stadtpostabt. 4 auf 2 Kop. Inlandsdrucksache nach Riga.jpg
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    • St. Petersburg Stadtpostabt. 4 auf 7 Kop. Inlandsbrief nach Riga.jpg
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    • St. Petersburg Stadtpostabt. 4 auf 5 Kop. Kartenbrief (Ascher Nr.5).jpg
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  • Zackenzaehler
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    • 23. Juli 2011 um 14:48
    • #22

    Hier habe ich ein Zeitungsstreifband von 1892.
    Gelaufen ist die Sendung nach Magdeburg-Buckau.

    MVG Z.

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  • northstar
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    • 23. Juli 2011 um 21:00
    • #23

    Hallo DKKW, ZZ und Zuschauer,

    die 4. Stadtpostabteilung befand sich im Zagorodnyj Prospekt Nr. 12, bei der 2. Postabteilung, in der Nähe der sog. „Fünf Ecken“ (weil die Kreuzung, wo die Razjezzhaja, die Lomonosova und die Rubinshtejna Straße auf den Zagorodnyj Prospekt treffen, fünf Ecken hat). Die 2. Postabteilung existiert bis heute unter derselben Nummerierung „ein Stückchen weiter rauf“ auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

    Ratner (1993) verzeichnet 5 Varianten des Nummernstempels mit der 4. Dobin/Ratner (2004) führen einen Typ mit Varianten auf.

    Leider habe ich kein Zahlenmaterial greifbar, aber intuitiv würde ich die Vermutung von DKKW bestätigen, dass es sich beim Stempel mit der Nummer 4 um einen häufigen (oder gar den häufigsten nach dem Stempel mit der Nummer 1) handelt. Das Einzugsgebiet der 4. Stadtpostabteilung war bereits seinerzeit dicht bevölkert und mit allerlei Gewerbe durchsetzt.

    Bei dem von DKKW gezeigten Kartenbrief handelt es sich tatsächlich um einen Ortsbrief: in der obersten Zeile ist als Bestimmungsort „zdez`“ (dt. „hier“) vermerkt. Der Adressat wohnte in der Nikolaevskaja ul. (heute ul. Marata), ca. einen guten halben Kilometer von der 4. Postabteilung entfernt.

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • DKKW
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    • 24. Juli 2011 um 12:52
    • #24

    Hallo zusammen,

    weiter geht es mit der Stadtpostabt. Nr. 5. Dieser thread macht richtig Spaß, ich lerne zum Thema Stadtpostabteilungen mehr dazu als in den letzten Jahren. Deshalb nochmals mein Dank an kartenhai, der das Thema angestossen hat und an alle, die zu diesem thread beitragen.
    Inzwischen liegt auch der zweisprachige Dobin/Ratner vor mir, ein Quantensprung gegenüber dem schmalen Bändchen von Imhof.

    Zur Stadtpostabteilung Nr. 5 habe ich zwei Postkarten aus den Jahren 1890 und 1900 ausgewählt. Die 4 Kopeken-GA Postkarte aus dem Jahr 1890 lief nach Frankfurt am Main und trägt folgerichtig auch den Stempel der 5. Expedition.
    Die 3 Kopeken-GA Postkarte aus dem Jahr 1900 wurde lokal verwendet, siehe hs. Vermerk "Zdez`" in der 1. Zeile (habe ja bei den Ausführungen von northstar aufgepasst :D )

    Viele Grüße
    DKKW

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    • St. Petersburg Stadtpostabt. 5 auf 4 Kop. Ganzsachenpostkarte Ascher Nr. 11.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (24. Juli 2011 um 13:21)

  • Zackenzaehler
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    • 24. Juli 2011 um 14:10
    • #25

    Von dieser Stadtpostabteilung habe ich auch eine Ganzsache.
    Sie trägt einen Ankunftsstempel des Mariinski-Theaters.

    Z.

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  • DKKW
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    • 24. Juli 2011 um 15:16
    • #26

    Moin Zackenzähler,

    das sieht mir wie der Antwortteil einer Doppelkarte aus.

    Viele Grüße
    DKKW

  • Online
    kartenhai
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    • 24. Juli 2011 um 17:55
    • #27

    Hier noch eine alte Ansichtskarte von St. Petersburg mit einem Stempel der Stadtpost-Abteilung Nr. 1. Interessant auf dieser Karte ist der links oben unter dem Laibach-Empfänger-Stempel abgedruckte violette private Sammlerstempel mit dem folgenden Inhalt:

    Internationaler Sammlerverband „Ratisbona“ in Regensburgt H. 185 (Bayern), Protektor Graf W. Suboff St. Petersburg Isaaksplatz No. 5 (Russland)

    Der Begriff Protektor soll wohl Schirmherr bedeuten über den Regensburger Ansichtskarten-Verband Ratisbona, der weltweit Mitglieder hatte und deren Mitglieder damals einen regen Tauschverkehr miteinander führten. Zu dieser Zeit gab es noch viele Ansichtskarten-Sammler. Heute gibt es diesen Verein nicht mehr, auch im Internet ist nichts darüber zu finden.

    Die Bildseite zeigt die Znamensky-Kathedrale von St. Petersburg und den alten Stadtteil Nevsky um 1900.

    Gruß kartenhai

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  • northstar
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    • 26. Juli 2011 um 22:42
    • #28

    Moin @all

    DKKW, herzlichen Glückwunsch zum Werk von Dobin und Ratner! Quantensprung ist genau der richtige Ausdruck.


    Die 5. Stadtpostabteilung hatte ihre Räumlichkeiten am Nevskij Prospekt 140 bei der 6. Postabteilung, auf dem Abschnitt des Nevskij Prospekts zwischen Znamenskaja Ploshchad´und Aleksander-Nevskij-Kloster, im südlichen Teil der Stadt.

    Ratner (1993) verzeichnet 5 Varianten des Nummernstempels mit der 5 ab. Dobin/Ratner(2004) bildet meiner Erinnerung nach 3 Varianten einer Type ab (DKKW, bei Bedarf bitte korrigieren, mein Exemplar liegt auf der Datscha und ich bin gerade in der Stadt ).


    Zu Zackenzählers Beleg

    DKKW hat recht: es ist ein Antwortteil (s opla
    ennym otvetom - mit bezahlter Anwort). S.a. meinen noch folgenden Beleg mit der Reservierungsbestätigung vom Alexandrinskij-Theater.


    Nichtphilatelistische Information zu Kartenhais Beleg:

    Graf W. Suboff (transliteriert: Zubov, mit vollständigem Vor-, Vaters- und Familiennamen Valentin Platonovi
    Zubov) gründete 1912 das Institut für Geschichte der Künste, das in seinem eigenen Haus – einer überaus geräumigen Stadtvilla – Platz fand und sich bis heute an dieser Adresse befindet ().

    Zur Bildseite: anstelle der Kirche (1936 abgerissen) wurde 1955 die Metrostation „Ploshchad` Vosstanija“ eröffnet. Das Eckhaus dahinter wurde in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts durch einen mächtig aufgestockten Bau mit Kopie der historischen Fassade, hinter der sich ein Kaufhaus und eine Einkaufspassage verbergen, ersetzt.

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • Online
    kartenhai
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    • 27. Juli 2011 um 10:37
    • #29

    @ northstar:

    Danke für die weiterführenden Recherchen zum Grafen Suboff. :)

    Hier noch eine Karte dieses Grafen aus St. Petersburg mit dem Denkmal von Peter dem Großen. Der Graf hat wieder einen privaten Stempel darauf plaziert mit dem damals für Ansichtskarten-Sammler üblichen, aber heute etwas antiquiert wirkenden Gruß: "Gut Ferngruss".
    Einen "Nahgruss" gab es damals nicht. :D

    Gruß kartenhai

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  • northstar
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    • 27. Juli 2011 um 20:01
    • #30

    Hallo Kartenhai,

    gern geschehen. Noch eine Anmerkung zum zweiten Suboff-Beleg: die Karte wurde als Drucksache zu ermäßigtem Porto verschickt, so sparte der nicht gerade unbegüterte Graf immerhin 2 Kopeken!


    Liebe Petersburg-Fans,

    Nachfolgend möchte ich noch einige Belege mit Abstempelungen der 4. Und der 5. Stadtpostabteilung vorstellen:

    1. Postkarte von St. Petersburg nach Helsinki von 1879

    Die Entwertung erfolgte noch mit einem Zweikreisstempel 4-i OTDEL / * S-P-BURG * /1879 GODA, kurz vor Einführung der Nummernstempel

    Durch die etwas missverständliche Angabe von Empfänger und Absender auf der Vorderseite(oben Helsingfors, unten unterstrichen zdez´ hier) gab es anscheinend Probleme bei der Sortierung, evtl. auch einen Zustellversuch, wovon 2 rote TSt der Stadtpostexpedition vom 27. Und 28. November sowie ein TSt der Expedition für die Annahme einfacher inländischer Korrespondenz vom 28. November zeugt. Schlussendlich ist die Sendung dann aber doch in Helsinki eingetroffen (rechteckiger finnischer Ankunftstempel rechts unten).


    2. Antwortteil einer Doppelkarte („dlja otveta“), Ortssendung

    Entwertung per Nummernstempel der 4. Stadtpostabteilung, roter 2-Kreisstempel der Stadtpostexpedition

    Bestätigung der Reservierung von Eintrittskarten für das Alexandrinskij-Theater


    3. Postkarte von Petersbug nach Dresden von 1895

    Nummernstempel der 4. Stadtpostabteilung, Stempel der 5. Expedition des Poastamtes (Bearbeitung Auslandspost), Ankunftstempel Dresden-Altst. 16

    Ein auch sozial- und wirtschaftsgeschichtlich interessanter Beleg; Anfrage eines deutschstämmigen Petersburgers (eingeprägte Absenderangabe) an eine Dresdner Luxuspapierfabrik:
    St. Petersburg den 27. Mai / 8. Juni 1895
    Herrn G. Schröder
    Bezugnehmend auf Ihre Anzeige in der Deutschen Exportzeitung
    erlaube mir die Anfrage unter welchen Bedingungen Sie
    mir ein Musterbuch Ihrer Erzeugnisse senden würden.
    Dafür ist großer Bedarf in Chroma´s & Gratulationskarten.
    Inzwischen grüße Hochachtungsvoll
    Alex. Reinhard

    4. Ortspostkarte 1895

    Entwertung durch Nummernstempel der 5. Stadtpostabteilung, roter Zweikreisstegstempel der Stadtpostexpedition.

    Noch ein wirtschafts- sowie regionalgeschichtlich interessanter Beleg: eine vom Empfänger mit seinem Stempel versehene („Antwort“-)Karte: eine Bestellung über 120 Flaschen Essig aus dem Fischerdorf Rybatskoe an die Essigfabrik G.F. Sturm auf der Vasilij-Insel. Viele deutschstämmige Petersburger waren seinerzeit auf der Vasilij-Insel ansässig. Die Reste des Fischerdorfes Rybatskoe, im Süden von Petersburg gelegen, wurden bedauerlicherweise in den 1980er Jahren liquidiert und der Stadtteil in ein Plattenbauviertel verwandelt.

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  • northstar
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    • 27. Juli 2011 um 20:03
    • #31

    Nachtrag: Anhang Nummer 4

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    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • DKKW
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    • 27. Juli 2011 um 20:32
    • #32

    Hallo zusammen,

    @ all: Interessante Belege und Geschichten, die hier wieder geboten werden.

    Da will ich natürlich nicht zurückstehen und mache mit der Stadtpostabt. Nr. 6 weiter. Der Dobin/Ratner zeigt zwei Typen mit schlanker und fetter Ziffer, ich denke ich kann beide Typen belegen.
    Ich weiss nicht ob es Zufall ist, aber in meiner Sammlung finden sich viel mehr Ganzsachen als frankierte Sendungen. Auch bei der Stadtpostabt. 6 sind drei von vier Belegen meiner Sammlung Ganzsachenpostkarten, ich zeige alle drei:
    1.) 4 Kopeken Ganzsachenpostkarten (Ascher Nr. 11) nach Offenbach, natürlich mit dem Stempel der 5. Expedition des Postamts aus dem Jahr 1892.
    2.) 4 Kopeken Ganzsachenpostkarte (Ascher Nr. 14) nach Göttingen, ebenfalls mit dem Stempel der 5. Expedition aus dem Jahr 1901, der Nummernstempel 6 violett!
    3.) 3 Kopeken Ganzsachenpostkarte (Ascher Nr. 13) plus 1 Kopeke Zusatzfrankatur nach Leipzig, ebenfalls mit dem Stempel der 5. Expedition für Auslandspost aus dem Jahre 1904!

    Viele Grüße
    DKKW

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  • northstar
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    • 27. Juli 2011 um 22:44
    • #33

    Hallo DKKW,

    Dann will ich mal aus Kontrastgründen zwei frankierte Belege folgen lassen:


    1. Brief von St. Petersburg nach Orel aus dem Jahr 1900

    Entwertet mit Nummernstempel der 6. Stadtpostabteilung (Farbe: hellviolett), Bearbeitung durch die 1. Expedition (Zweikreisstempel v. 31. März 1900 auf der Anschriftenseite), Ankunft in Orel am 2.IV.1900 (Einkreisstempel Orel Post – und Telegr.-Kontor).


    2. Glückwunschkarte innerhalb St. Petersburgs ebenfalls aus dem Jahr 1900

    Entwertet mit Nummernstempel der 4. Stadtpostabteilung (Farbe: dunkelviolett), TSt (Zweikreis) der 4. Stadtpostabteilung vom 25. Dez. 1900, da die Zustellung innerhalb des Zuständigkeitsbereiches der 4. Stadtpostabteilung stattfand (der Empfänger wohnte in der Troizkaja ul. - heute ul. Rubinshtejna -, eine der Straßen, die zu den „5 Ecken“ führt).

    Ich habe jetzt Deine zuvor gezeigten Belege nicht analysiert, aber die Belege mit dem Nummernstempel der 6. Stadtpostabteilung lassen sich wohl unter dem Begriff „geschäftliche Korrespondenz“ einreihen; da liegt natürlich der Ökonomiegedanke nicht fern – der Gebrauch von Ganzsachen ist zeit- und kostensparend.

    Noch eine nichtphilatelistische Anmerkungen zu den Belegen: neben den von mir bereits mehrfach erwähnten Deutschen gab es in Petersburg natürlich auch reichlich Vertreter anderer Nationen, u.a. Franzosen (vgl. Absenderstempel vom Musikgeschäft Rosé, mittlerer Beleg).

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    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • northstar
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    • 27. Juli 2011 um 22:51
    • #34

    Ich stelle die Übersicht über die Nummernstempel aus dem Ratner-Artikel von 1993 mal ein.

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    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • northstar
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    • 27. Juli 2011 um 22:54
    • #35

    Zu guter letzt etwas Information zur 6. Stadtpostabteilung: die 6. Stadtpostabteilung befand sich in der Kirotshnaja ul. 28, bei der 1. Postabteilung, im Norden des Stadtzentrums. Ratner (1993) bildet 4 Varianten des Nummernstempels mit der 6 ab, von denen jeweils 2 als schlank bzw. fett charakterisiert werden können.

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • DKKW
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    • 31. Juli 2011 um 13:30
    • #36

    Hallo zusammen,

    @ northstar, vielen Dank für den Auszug aus dem Ratner. Ist eine gute Ergänzung zum neuen Handbuch.

    Ich setze unsere Reihe: Stadtpostabteilungen in St. Petersburg mit der Nr. 7 fort.
    Laut Dobin/Ratner lag die 7. Stadtpostabteilung in der B. Samson'evsky pr. 22. Ich denke das northstar mehr darüber zu berichten weiss. Ratner(1993) zeigt 4 Typen, das Handbuch von Dobin/Ratner zwei Haupttypen, eine mit einer schlanken Fahne der Zahl 7, die andere mit einer dicken Fahne. Ich kann nur die erste Haupttype sicher belegen. Bei einer Postkarte aus dem Jahr 1899 könnte es die zweite Type sein, aber leider ist der Abschlag zu schwach und undeutlich.

    1) 5 Kop. Ganzsachenumschlag (Ascher Nr. 28) plus zwei Kop. Zusatzfrankatur nach Warschau am 24.Oct. 1888. Rückseitig Ankunftstempel 26. Okt. 1888 (alle Daten jul. Kalender)
    2) 3 Kop. GA-Postkarte (Ascher Nr. 9) nach Strassburg vom 5. Okt. 1888, Ankunft Strassburg am 20.10.1888. Die scheinbar lange Laufzeit ist den unterschiedlichen Kalendern geschuldet (Russland: julianischer Kalender, Deutsches Reich: gregorianischer Kalender).

    Viele Grüße
    DKKW

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  • northstar
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    • 2. August 2011 um 21:41
    • #37

    Moin @all,

    mit der 7. Stadtpostabteilung betreten wir in diesem Thread stadtgeographisches und postgeschichtliches Neuland. Diese Stadtpostabteilung befand sich auf der Vyborger Seite, auf dem rechten Nevaufer (zur Adresse folgt später ein Nachtrag). Neben Industriebetrieben, Kasernen und dem bis auf den heutigen Tage berüchtigten Gefängnis Kresty befindet sich dort der Finnländische Bahnhof (im Piterskij Slang auch kurz „Finnbahn“ genannt), Start- und Zielpunkt u.a. für Züge nach und von Helsinki. Neben dem für die Weltgeschichte bedeutenden Fakt, dass W.I. Lenin hier 1917 seine Reise aus dem Exil nach Russland beendete, um die Oktober-Revolution vorzubereiten, ist für die Postgeschichte interessant, dass die 7. Stadtpostabteilung in der Nähe des Bahnhofes gelegen war und neben den üblichen Annahme- und Zustell-Funktionen auch für den Umschlag von Sendungen zuständig war, die von und nach Finnland befördert wurden.

    Während die Nummernstempel der Stadtpostabteilungen üblicherweise für die Stempelung von Wertzeichen verwendet wurden, wurde der Nummernstempel der 7. Stadtpostabteilung auch als Transitstempel benutzt.

    Der nachfolgende Beleg wurde am 11.09.1901 (nach dem gregorianischen Kalender) in Helsingfors mit aufgegeben (die letzte Zeile muss svw. „via Russland“ heißen), erhielt in der 7. Stadtpostabteilung rückseitig einen Abschlag des Nummernstempels und vorderseitig einen des Kastenstempels „Iz Finljandii“ (= aus Finnland). Von der 7. Stadtpostabteilung wurde er an die 5. Expedition des Postamtes weitergeleitet (Stempel vom 30. 08.1901, julianischer Kalender), von dort ging der Brief auf die Reise nach Deutschland und traf am 14.09.1901 (gregorianischer Kalender) in Barmen ein.

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    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

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    kartenhai
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    • 3. August 2011 um 22:06
    • #38

    Bei Ebay gerade angeboten: Ganzsache Russland mit Stempel Nr. 1. Warum das eine Rarität sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis. So wie der Verkäufer seine Ware anbietet, klingt das mehr nach Marktschreier, eine echte Rarität wird wohl anders beschrieben wie hier:

    „TOP-Stempel, absolute RARITÄT, ein absolutes MUSS für jeden Sammler“.

    Besonders die letzte Aussage mit dem absoluten MUSS halte ich für selten dämlich! X(:oneien:


    Gruß kartenhai

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    • 6. August 2011 um 19:29
    • #39

    Hallo Kartenhai,

    ich kann auf dem suboptimalen Photo nichts entdecken, was den Ausdruck Rarität rechtfertigen würde. Und die Erhaltung ist ja wohl auch nicht top. Marktwert in SPb ca. 250 Rbl. (= 6 EUR).

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  • northstar
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    • 10. August 2011 um 10:39
    • #40

    Auch ein Lev Ratner ist nicht perfekt. Im schon vielfach erwähnten gemeinschaftlichen Werk mit Manfred Dobin ist als Adresse der 7. Stadtpostabteilung Bolshoj Sampsonievskij Prospekt Nr. 22 angegeben. In seinem Beitrag im „Kollekcioner“ von 1993 führt Ratner Finljandskij pereulok [Gasse] 3-4 an. Die Finljandskij pereulok befindet sich jedoch auf der Vasilij-Insel. Auf der Vyborger Seite, in unmittelbarer Nähe zum Finnländischen Bahnhof, gibt es aber die Finskij pereulok. In dieser Straße befindet sich heute die 9. Postabteilung, bei der die 7. Stadtpostabteilung seinerzeit angesiedelt war. Die 9. Stadtpostabteilung befand sich nach Angaben bei Dobin/Ratner (2004) auf dem Bolshoj Sampsonievskij Prospekt Nr. 20. Die Adressfrage erfordert also noch eine Präzisierung durch entsprechendes Quellenstudium.

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