Das April-Heft der "Gemeinschaft der Briefmarkenfreunde Neuguineas" erinnert wieder mit seinem Inhalt an die deutsche Kolonialzeit. "Von Tradern und Handelshäusern" führt uns die Handlung über das Wirtschaftsunternehmen J.C.Godeffroy und die 'Deutsche Handels- und Plantagen-Gesellschaft' zu Leuten, die mit den auf der Kulturstufe der Steinzeit stehenden Eingeborenen Handel trieben. So hatten zwei Norweger die Marau-Sound-Trading-Company gegründet und mit der in Sydney ansässigen deutschen Firma Justus Scharff einen Agenturvertrag abgeschlossen. Im Marau-Sund hatten sie dann von einem Häuptling gegen Zahlung einer halben Kiste Tabak und eines Schweins die Insel Crawford erworben... Wir müßten keine Briefmarken-Gemeinschaft sein, wenn wir zu diesen Themen nicht auch auf die noch verbliebenen Zeugen der Korrespondenz (sprich: 'Briefumschläge') zu sprechen kämen.
Das "steinreiche Primitivgeld" der Palau-Insulaner, das wie Mühlensteine aussieht, würde jeden Geldschrankknacker allein in die Flucht schlagen. Wir berichten darüber, auch über die Postagentur, den Postanweisungsdienst und die Telegrafenstation auf Nauru.
Buka ist eine etwa 500 km² große Insel im pazifischen Ozean. Sie gehört geographisch zum Archipel der Salomon-Inseln und liegt nördlich von Bougainville. Eigentlich sind es zwei Inseln, die durch einen schmalen Meeres-Durchgang, die sogenannte "Buka-Passage" getrennt sind. Deutschland nahm 1886 von Buka und einigen anderen Salomon-Inseln Besitz und eröffnete am 26. Juli 1913 in Buka eine Postagentur. Bei geringem Postaufkommen waren gestempelte Marken bald begehrte Sammelobjekte. Es dauerte auch nicht lange bis die ersten Falschstempel in Umlauf kamen. Wir bilden sie ab!