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Block 1 mit Falzen (gestempelt)

  • Hajo
  • 26. Januar 2011 um 21:00
  • Ron Alexander
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    • 27. Januar 2011 um 12:23
    • #21

    Hi Hans-Joachim,

    was ich nicht so ganz verstehe, wer so einen Block kauft, der hat normalerweise einiges an Erfahrung im Bereich Philatelie und stellt sich dann die Frage des Falzes nicht. Gehört für mich daher, eigentlich zum Philatelie 1x1.

    Daher verstehe ich die Diskussion nicht ganz so. Wenn Du es als wertmindernd betrachtest, dann musst den Block zurückschicken. Wenn Du Dir nicht sicher bist wie ein Falz einzuschätzen ist, dann hast Du hier mehrfach Antworten bekommen, wenn Du einfach enttäuscht bist, weil Du mit etwas anderem gerechnet hast, dann schick ihn doch einfach zurück. Wie gesagt, ich versuche irgendwie immer noch hinter Deine intention zu kommen.

    Grüße
    Ron

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

  • Hajo
    aktives Mitglied
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    • 27. Januar 2011 um 13:53
    • #22

    So, der Block ist bei Schlegel.

    Ron, jeder sammelt anders. Die einen mögen Viererblöcke (mit zentralem Stempel), Ganzsachen, nur echtgelaufene Marken, Ersttagsstempel - und manche eben aus Prinzip keinen Falz. Ob ein Falz bei einem gestempelten Block wertmindernd ist, war mehr oder weniger meine Frage an euch. Mich beinahe zu verurteilen, weil ich mich an den Falzen störe, ist doch doof. Viele von euch haben sicher auch die eine oder andere Sammelmacke. Wo soll das hinführen, wenn da jeder nur schreibt "habe ich kein Verständnis für" und "da brauchen wir gar nicht drüber reden" etc.

    Die meisten von euch würden keine Marken mit Gefälligkeitsstempel ins Album legen. Aber der Hepburn-Zehnerblock, der zwar gelaufen ist aber eigentlich gar nicht existieren dürfte, bringt eine halbe Million Euro. Aber das ist halt so. Der Markt regelt den Wert. Ich jage Marken mit Ersttagsstempel (40er bis 60er Jahre). Ich zahle dafür ein Vermögen, weil es eben auch andere gibt, die bereit sind, dafür soviel Geld zu bezahlen - obwohl die meisten von euch "Bauchschmerzen dabei bekommen". Dennoch, wiederholt: der Markt regelt den Wert. Viele von euch sind am Markt. Deshalb wollte ich wissen, wie ihr die Falze auf der Rückseite unter dem Aspekt des Marktes "bewertet". Allgemeine Informationen kann ich mir auch über Google holen. Ich wollte auf eure individuelle Erfahrung zurückgreifen.

    Ich bin ziemlich stur - aber auch offen, meine Ansichten zu ändern. Wenn die Mehrheit von euch sagt "die Falze sind kein Problem und nicht wertmindernd", dann muss ich wohl bei meiner Sturheit "Sammlung ohne Falz" in diesem Fall eine Ausnahme machen und sagen, dass es dem Markt wurscht ist, ob da ein Falz drauf ist oder nicht - und es mir daher auch egal sein sollte.

    Manchmal sucht man im Leben nach Orientierung. Das ist eigentlich sehr positiv, wenn man bereit ist, sich Meinungen anderer anzuhören und daran seine eigene Meinung zu prüfen. Stattdessen ist das Echo irgendwie eher "was stellst Du für blöde Fragen?".

    Einmal editiert, zuletzt von Hajo (27. Januar 2011 um 13:53)

  • uli
    Stamm Mitglied
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    • 27. Januar 2011 um 14:15
    • #23
    Zitat

    Ob ein Falz bei einem gestempelten Block wertmindernd ist, war mehr oder weniger meine Frage an euch. Mich beinahe zu verurteilen, weil ich mich an den Falzen störe, ist doch doof. Viele von euch haben sicher auch die eine oder andere Sammelmacke. Wo soll das hinführen, wenn da jeder nur schreibt "habe ich kein Verständnis für" und "da brauchen wir gar nicht drüber reden" etc.


    Im Prinzip gebe ich dir Recht, im konkreten Fall liegst du aber falsch. Zur Definiton für gestempelte Marken gehört nun mal, dass der Zustand der Rückseite egal ist (vereinfacht gesagt) und deshalb ein Falz wertmäßig nichts ausmacht. Diese - Pardon! - Anfänger-Frage zu stellen, nachdem man ein sehr teures Stück gekauft hat, erzeugt dann schnell entsprechende Reaktionen, das solltest du verstehen.
    Gruß
    Uli

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    Meine Tausch- und Verkaufsangebote im Philaforum --->  Ulis Flohmarkt

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
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    7.145
    • 27. Januar 2011 um 14:29
    • #24
    Zitat

    Original von Hajo

    Die meisten von euch würden keine Marken mit Gefälligkeitsstempel ins Album legen. Aber der Hepburn-Zehnerblock, der zwar gelaufen ist aber eigentlich gar nicht existieren dürfte, bringt eine halbe Million Euro. Aber das ist halt so. Der Markt regelt den Wert. Ich jage Marken mit Ersttagsstempel (40er bis 60er Jahre). Ich zahle dafür ein Vermögen, weil es eben auch andere gibt, die bereit sind, dafür soviel Geld zu bezahlen - obwohl die meisten von euch "Bauchschmerzen dabei bekommen". Dennoch, wiederholt: der Markt regelt den Wert. Viele von euch sind am Markt. Deshalb wollte ich wissen, wie ihr die Falze auf der Rückseite unter dem Aspekt des Marktes "bewertet". Allgemeine Informationen kann ich mir auch über Google holen. Ich wollte auf eure individuelle Erfahrung zurückgreifen.

    Manchmal sucht man im Leben nach Orientierung. Das ist eigentlich sehr positiv, wenn man bereit ist, sich Meinungen anderer anzuhören und daran seine eigene Meinung zu prüfen. Stattdessen ist das Echo irgendwie eher "was stellst Du für blöde Fragen?".

    Zunächst einmal bist Du hier in einem hochfrequenten öffentlichen Diskussionsforum, wo die Messer schon einmal tiefer fliegen. Das muss man wissen und in der Lage sein, darüber hinwegzusehen / -lesen.
    Es geht nicht um blöde Fragen oder noch dümmere Antworten. Sieh es einfach als Kaleidoskop verschiedener Meinungen von Sammlern ganz unterschiedlicher Gebiete. Vermutlich schreiben in diesem Thread auch Mitglieder, die den Block noch nie in Händen gehalten haben, geschweige denn ein Exemplar ihr Eigen nennen können.

    Jedenfalls ist mir erst mit Deinem letzten Beitrag klar geworden, was Du eigentlich wissen wolltest.
    Du suchst also Berliner ESST - Ware aus den Anfängen, als die massenhafte Verbreitung durch die Versandstellen Frankfurt/Main, Berlin und später Weiden noch Fiktion war. Das ist ein interessantes Gebiet und mit einem nicht geringen Erfordernis an finanziellem Stehvermögen verbunden. Und Du wirst lachen, solche Marken nehme ich auch gerne in die Sammlung mit auf, wenn sie mir über den Weg laufen.
    Die besseren Ausgaben Bund und Berlins in dieser Erhaltung, am besten mit Abschlag der Versandstelle in Berlin - Charlottenburg können auch richtig Geld kosten, das ist mir bekannt.
    Deshalb achtest Du also auch auf eine makellose Rückseite mit Originalgummierung bei gestempelter Ware.
    Jatzt kann ich auch verstehen, weshalb Du Dich über die Sachlage beklagst.

    Nicht verstehen kann ich allerdings, warum Du beim Anbieter vorher nicht nach dem Zustand des Blocks nachgefragt hast. Wenn ich einen geprüfte Marke kaufe, muss ich auch die Höhe der Signatur sehen, weil sie mir auch die Qualität des Stückes anzeigt. Also erst Scan anfordern, dann bieten.
    Das nur als übertragendes Beispiel.

    Hättest Du gleich geschrieben, was Dir wirklich wichtig ist, wären so manche Beiträge hier sicher nicht oder zumindest anders geschrieben worden.

    Gruß
    KJ, ebenfalls Freund tadelloser Stücke

  • Ron Alexander
    Stamm Mitglied
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    4. Mai 1984 (42)
    • 27. Januar 2011 um 15:16
    • #25

    Nabend,

    so langsam verstehe ich die Intension des Threaderstellers. Das Du EST Sammelst, dazu alles Falzfrei, ändert auch einfach die Sachlage. Wenn Du den Falz nicht selber entfernen möchtest, dann ab zurück zum Verkäufer. Ist ja alles kein Problem. Aus Deiner nun geschilderter Sicht, verstehe ich auch jetzt Deinen Unmut. Also da würde ich es dann zurückschicken.

    Grüße

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

  • DrMoeller_Neuss
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    805
    • 27. Januar 2011 um 15:44
    • #26
    Zitat

    Original von uli
    Im Prinzip gebe ich dir Recht, im konkreten Fall liegst du aber falsch. Zur Definiton für gestempelte Marken gehört nun mal, dass der Zustand der Rückseite egal ist (vereinfacht gesagt) und deshalb ein Falz wertmäßig nichts ausmacht. . . .

    In der Philatelie gibt es nicht richtig oder falsch (mal abgesehen vom Erwerb von gefälschten Marken). Richtig heisst lediglich, dass man seinen Einsatz wieder bekommen kann. Aber wir betreiben das Sammlen als Hobby, und für mich ist jeder Cent, den ich in Briefmarken anlege, verloren, genauso, wenn ich gut essen gehe und mir dabei das ein oder andere Bierchen gönnen.

    Übrigens: Vor 50 Jahren war ein Falz wertmässig auch bei postfrischen Marken kein Makel . . .

    . . . aber die Zeiten haben sich geändert. Ich mache den Postfrischwahn auch nicht mit, von modernen Ausgaben mal abgesehen.

    Was mich auch erstaunt, sind die hohen Preise, oft mehrere 100% über Michel-Katalog, die für am Ersttag gefälligkeitsgestempelte Bund gezahlt werden. Für mich haben solche Marken den gleichen Stelllenwert wie gefälligkeitsgestempelte Marken aus Nord-Korea, aber das ist meine Meinung - die Preisbildung zeigt, dass es genügend Sammler mit anderer Meinung gibt.

    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie
    . . .

    Nicht verstehen kann ich allerdings, warum Du beim Anbieter vorher nicht nach dem Zustand des Blocks nachgefragt hast. Wenn ich einen geprüfte Marke kaufe, muss ich auch die Höhe der Signatur sehen, weil sie mir auch die Qualität des Stückes anzeigt. Also erst Scan anfordern, dann bieten.

    . . .

    Gruß
    KJ, ebenfalls Freund tadelloser Stücke

    Die Höhe der Signatur sagt bei gestempelten Marken nichts darüber aus, ob und wieviel Gummi sich auf der Marke befindet.
    Wenn der Stempel zeitgerecht innerhalb der Gültigkeitsdauer von einem echten Stempelgerät stammt und die Marke bzw. der Block ansonsten in Ordnung sind, wird tiefst geprüft, egal ob da ein Super-Vollstempel oder ein Wellenstempel oder rückseitiger Gummi darauf sind.

    Hajo: Bleibt nur noch zu hoffen, dass Herr Schlegel meine Befürchtungen bezüglich der Echtheit des Stempels nicht bestätigt.

  • Kontrollratjunkie
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    • 27. Januar 2011 um 16:09
    • #27
    Zitat

    Original von DrMoeller_Neuss
    Die Höhe der Signatur sagt bei gestempelten Marken nichts darüber aus, ob und wieviel Gummi sich auf der Marke befindet.
    Wenn der Stempel zeitgerecht innerhalb der Gültigkeitsdauer von einem echten Stempelgerät stammt und die Marke bzw. der Block ansonsten in Ordnung sind, wird tiefst geprüft, egal ob da ein Super-Vollstempel oder ein Wellenstempel oder rückseitiger Gummi darauf sind.

    Natürlich sagt die Höhe der Prüfzeichenstellung nichts über die Gummierung bei gestempelten Marken aus.
    Das habe ich auch nicht behauptet. Ich sprach von der Qualität der Marke an sich und die ist bei gestempelten Marken objektiv nicht vom Vorhandensein von Gummierung abhängig.

    Gruß
    KJ

  • Hajo
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    • 27. Januar 2011 um 16:54
    • #28
    Zitat

    Weil Du den Falz jederzeit von der Marke entfernen kannst, ohne die Eigenschaft der Marke zu verändern.

    Habe ich auch schon oft genug gemacht - aber noch nicht bei einem Katalogwert von 2.200 €. Und einen Block ins Wasser zu schmeissen ist auch nicht ohne. Ich hätte kein Problem mit einer stumpfen Rückseite (wäre mir wohl lieber als Originalgummi mit Falz). Aber das Risiko ist mir zu hoch :(

  • Max und Moritz
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    • 27. Januar 2011 um 19:00
    • #29

    Wenn du eh die Tage zu Schlegel gehst, frage dort, ob sie das Falzentfernen und Wässern für dich mit erledigen. Dort sind Profis am Werke, deren Fehlerquote dabei minimal sein dürfte. Die Prüfer für meine Leib- und Magengebiete machen das als Service gratis.

  • Hajo
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    • 31. Januar 2011 um 17:53
    • #30

    Ich könnte das frühestens machen, wenn es ein "einwandfrei" gibt und ich den Block damit behalte. Ansonsten geht er sowieso zurück und darf natürlich dann nicht verändert werden.

    Aber ansonsten meinst Du, das Schlegel das macht? Ich würde eher damit rechnen, dass die mir einen Vogel zeigen, vor allem, wenn ich vorher gerade ein Fotoattest habe anfertigen lassen...

  • Max und Moritz
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    • 1. Februar 2011 um 20:11
    • #31

    Hallo Hajo,
    ich bin ziemlich sicher, daß Schlegel das macht. Er versteht sich ja auch als Dienstleister. Andere Prüfer machen es ja auch. Warum auch nicht???

    Das Vorgehen ist easy going. Geh persönlich hin und gib den Block unter folgender Maßgabe ab: Wenn echt und ansonsten einwandfrei, bitte wässern mit Falz- und Gummientfernung und anschließend bitte ein Attest drumrumpappen.
    Falls die Stempel falsch sind, werden sie es dir dort entweder sofort sagen oder/und "Stempel falsch" draufklatschen.
    Dann kannst du den Kauf erst recht rückgängig machen.
    Du kannst also nur gewinnen.

  • Hajo
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    • 14. Februar 2011 um 16:57
    • #32

    Als ich bei Schlegel wegen dem Falzentfernen gefragt habe, hätten sie gelacht, wenn sie nicht so ernst wären. Genauso meinte der Verkäufer des Blocks, dass Schlegel einen Tagesschalter hätte, wo man seine zu prüfenden Stücke nach einem Tag schon zurückbekommt.

    Beides scheint blosse Fantasie zu sein - jedenfalls ist es keine gängige Praxis im Ku'damm 200.

    So, nun aber zum spannenden Ergebnis der Prüfung vom Block 1

    "Block und Stempel sind echt. Die Originalgröße ist vorhanden. Die Qualität ist einwandfrei. Keine Signatur."

    Damit werde ich den Block nun auch mit Falzen ins Album legen. Sollte mir günstig mal ein zweiter Block mit Gummierung ohne Falze über den Weg laufen, kann ich den jetzigen ja immer noch gewinnbringend wieder verkaufen.

    Für den Block hatte ich 800 € auf eBay gezahlt, dazu kamen 105,30 € Prüfgebühr für das Fotoattest.

    Einmal editiert, zuletzt von Hajo (14. Februar 2011 um 17:00)

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