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Die chemische Untersuchung des Auslandbriefverkehrs während des II. Weltkrieges

  • mx5schmidt
  • 1. Dezember 2010 um 22:20
  • mx5schmidt
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    • 6. Februar 2011 um 07:16
    • #41

    In der Auslandsbriefprüfstelle Berlin wurden auch Sendungen von deutschen Kriegsgefangenen in die Heimat untersucht, was dieser Beleg dokumentiert.

    Am "26.5.44" in "Texas" schrieb "Wachtmeister Werner Haupt" als Absender diese Karte auf einem entsprechenden Vordruck mit Druckvermerk "November 1, 1942".

    Die Karte trägt einen blauschwarzen Kastenstempel "DISPCH´D", was für dispatched steht. Unten darin ein violetter Einzeiler "MAY 27 1944". Die Karte wurde vom amerikanischen Zensor "10627 / U.S. CENSOR" geprüft, was ein vorderseitiger Stempel dokumentiert.

    Nach dieser erfolgten amerikanischen Zensur wurde die Karte nach Ablauf der üblichen Lagerzeit von 10 Tagen der amerikanischen Post zur Beförderung übergeben und am 09.06.1944 in New York per Maschinenstempel mit Welleneinsatz versehen.

    In Deutschland angekommen wurde die Karte in der Auslandsbriefprüfstelle Berlin untersucht, was ein handschriftlicher Vermerk des Prüfers "3607" sowie ein Handprüfstempel Riemer B-6 dokumentieren. Dieser Stempel mit weit herumgezogenen Schwingen des Adlers, die links auf "0", rechts auf "rm" der Umschrift zeigen ist relativ selten, denn er wurde lediglich von Juli bis September 1944 verwendet und kam in dieser Zeit meistens, wie auch in diesem Falle, auf Kriegsgefangenenpost zum Einsatz.

    Auf der Rückseite erfolgte eine chemische Untersuchung per Pinselstrich diagonal von links unten nach rechts oben.

    Es bleibt zu klären, ob diese chemische Zensur in den USA oder in Berlin vorgenommen wurde.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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  • mx5schmidt
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    • 8. Februar 2011 um 21:19
    • #42

    Brief aus Belgien aus dem Jahre 1942, gelaufen über die für die Untersuchung des Briefverkehrs mit Belgien zuständige Auslandsbriefprüfstelle Köln, dort linksseitig geöffnet und per Verschlußzettel wieder verschlossen, was rückseitig mittels zwei Abschlägen des Handprüfstempels "C 62" dokumentiert wurde.

    Handschriftliche Prüfervermerke vorderseitig in Bleistift und Rotstift, blauschwarzer Kastenstempel "14" vorderseitig sowie blauvioletter ovaler Stempel "71" rückseitig.

    Die für unser Thema relevante chemische Untersuchung erfolgte vorderseitig sowie rückseitig diagonal von links oben nach rechts unten mit verdünnter blauer Tinte.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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  • mx5schmidt
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    • 16. Februar 2011 um 22:12
    • #43

    Die Auslandsbriefprüfstelle Wien war unter anderem für die Untersuchung des Briefverkehrs von Kroatien nach Deutschland zuständig.

    Dieser am 14.03.1944 in Zagreb 4 aufgegebene Brief per Einschreiben, adressiert nach Mitterdorf im Mürzthale in der Steiermark wurde linksseitig geöffnet und per neutralem Verschlußstreifen mit senkrechter Riffelung mit der üblichen Verschlußvorrichtung geschlossen, was per Normstempel 2 "Kreise von 8 mm Durchmesser in der Kennzeichnung "Ag", verbunden durch vier parallele Linien", Riemer G-28a, nachgewiesen für 2.44 bis 8.44, dokumentiert wurde.

    Vorderseitig wurde ein sechsstelliger schwarzer Numeratorstempel, wie in der Auslandsbriefprüfstelle Wien für Einschreiben typisch, abgeschlagen, mit dem die Eingänge bei der Auslandsbriefprüfstelle Wien fortlaufend nummeriert wurden. Dieser wurde mit Blaustift durchgestrichen.

    Vorderseitig grüner Prüferstempel "6674", rückseitig violette Prüferstempel "1300" sowie "1004".

    Vorderseitig sowie rückseitig erfolgte eine chemische Untersuchung per Pinselstrich von links oben nach rechts unten.

    Die Laufzeit von insgesamt 11 Tagen dokumentiert rückseitig ein Ankunftstempel vom 25.03.1944.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (16. Februar 2011 um 22:15)

  • mx5schmidt
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    • 20. Februar 2011 um 21:16
    • #44

    Dieser Brief aus der Schweiz in die USA per Luftpost wurde am 19.09.1944 in MOLLIS aufgegeben und der Auslandsbriefprüfstelle Berlin zugeführt.

    Dort wurde der Beleg linksseitig geöffnet und per Banderole, 30 mm breit mit Kennbuchstabe "b", Druck violett, Papier sämisch, Riemer B-55, Landsmann BV3.2, verschlossen, was ein Handprüfstempel "geprüft" mit flacher Tilde (linker Bogen nach unten), Adler zeigt links auf "o", rechts auf "r", Riemer B-11a, Landsmann BP4.4, dokumentiert.

    Neben einigen handschriftlichen Prüfvermerken vorderseitig wurde auch ein Nummernstempel "28" abgeschlagen.

    In den USA wurde der Beleg rechtsseitig geöffnet und per Banderole "EXAMINED BY / 20016" verschlossen.

    Die chemische Untersuchung erfolgte rückseitig per zwei senkrechten Pinselstrichen, einer mit einer farblosen, einer mit einer hellroten Chemikalie.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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  • mx5schmidt
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    • 23. Februar 2011 um 22:23
    • #45

    Die Auslandsbriefprüfstelle Wien war unter anderem zuständig für die Untersuchung des Briefverkehrs von Rumanien nach Deutschland.

    Diese am 17.04.1943 von zwei verschiedenen Absendern beschriebene rumänische Bildpostkarte, adressiert nach "Graz - Germania", wurde per Einschreiben am 18.04.1943 in ARAD 2 in Rumanien aufgegeben und lief durch die rumänische Zensur, wo ein schwarzer Stempel "CENZURAT / 9" sowie ein schwarzer Kreisstempel "92" abgeschlagen wurden. Dem Absender "C.f.R. No. 213183 / Colonel" nach handelt es sich um Post aus einem rumänischen Gefangenenlager.

    Anschließend lief der Beleg durch die Auslandsbriefprüfstelle Wien, was per rotem Handprüfstempel Riemer G-3a, Landsmann GP1.4, 43 mm hoch, Kreis 35 mm Durchmesser, Schwingen des Adlers zeigen links auf zweites "m", rechts auf "W", unten Kreuz, Abstand "O" bis "t" 9 mm, dokumentiert wurde.

    In der Auslandsbriefprüfstelle Wien wurden ausserdem vorderseitig drei Prüferstempel angebracht, "8967" in grün, "6246" in violett sowie "974" in violett.

    Wie bei Einschreiben üblich wurde ein sechsstelliger 5 mm hoher schwarzer Nummeratorstempel abgeschlagen, hier "277266", und per blauem Farbstrich durchgestrichen, Daneben wurde dann ein fünfstelliger 5 mm hoher schwarzer Nummeratorstempel abgeschlagen, hier "11638".

    Auf die durchgeführte chemische Untersuchung weisen vorderseitig sowie rückseitige bogenförmige Pinselstriche mit einer blaugrauen Chemikalie hin.

    Am 05.05.1943 erhielt der Beleg vorderseitig einen Ankunftstempel "GRAZ 1 / STADT DER VOLKSERHEBUNG".

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (23. Februar 2011 um 22:25)

  • mx5schmidt
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    • 27. Februar 2011 um 09:51
    • #46

    Eigentlich müßte man beim heutigen Beleg gleich sagen: Thema verfehlt, denn er hat nichts mit den Deutschen Auslandsbriefprüfstellen während des Zweiten Weltkrieges zu tun!???

    Aber, irgendwo müssen die in den Auslandsbriefprüfstellen eingesetzten chemischen Untersuchungsmethoden ja her gekommen sein.

    Was liegt also näher, als auf älteren Belegen nach entsprechenden Merkmalen für chemische Untersuchungen zu forschen.

    Fündig geworden bin ich bei dieser Postkarte aus Russland, aufgegeben am 05.03.1918.

    Leider kann ich weder die Adresse noch den Text der Postkarte lesen!

    Für unser Thema relevant ist, dass der Beleg auf der Vorderseite einen braunen diagonalen Pinselstrich von links oben nach rechts unten zeigt. Auf der Rückseite wurde ein diagonaler Pinselstrich von links oben nach rechts unten mit einer fast unsichtbar gebliebenen Chemikalie angebracht.

    Vorderseitig ein violetter dreizeiliger Zensurstempel "Postprüfungsstelle der / Kdtr. des Gef.-Lagers Arys / Geprüft Nr. 17.", also von dem Prüfer mit der Nummer "17" in der Kommandantur des Gefangenenlagers Arys bearbeitet, sowie ein handschriftlicher Vermerk in roter Tinte "entwichen"!

    Somit wurde die Post eines aus dem Kriegsgefangenenlager Arys geflohenen russischen Kriegsgefangenen in diesem Falle genauer untersucht genommen als sonst üblich.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (27. Februar 2011 um 09:53)

  • mx5schmidt
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    • 27. Februar 2011 um 22:47
    • #47

    Brief per Einschreiben, aufgegeben am 03.01.1944 in BUCURESTI I, adressiert nach Paris.

    Der Brief wurde in Rumänien geöffnet, was ein rückseitig abgeschlagener Maschinenstempel "CENZURA EXTERIA / ROMANIA" dokumentiert, und per neutraler brauner Banderole wieder verschlossen.

    Der Brief lief dann durch die Auslandsbriefprüfstelle Wien, wo vorderseitig ein violetter Durchlaufstempel "Ag" abgeschlagen wurde.

    Vorderseitig rechts unten grüner Prüferstempel "7466".

    Vorderseitig violetter Einkreisstempel "4".

    Vorderseitig zwei schwarze Nummeratorstempel "129296" sowie "10259".

    Auf eine chemische Untersuchung weist ein vorderseitiger diagonaler Pinselstrich mit einer fast unsichtbaren Chemikalie hin.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 5. März 2011 um 07:36
    • #48

    Recht seltene Sendungsart "Bulletin de commande de Librairie", deutsch Bücher-Zettel, im Februar 1943 aus den Niederlanden nach Wien gelaufen.

    Die Sendung wurde in der ABP Köln geprüft, worauf ein roter Handprüfstempel Riemer C-5d, Landsmann CP3.2.1, 28mm Durchmesser, Kennbuchstabe "c", große 2 mm hohe Zahl "72" hinweist.

    An Prüfvermerken finden sich vorderseitig oben mittig handschriftliche Prüfervermerke in Bleistift, Landsmann CKH1.1 sowie in Rotstift, Landsmann CKH1.3. Vorderseitig wurden zwei violette Prüferstempel "2 sowie "5", Landsmann CK1.4 abgeschlagen.

    Die chemische Untersuchung erfolgte vorderseitig durch einen, rückseitig durch drei diagonale Pinselstriche mit verschiedenen Chemikalien.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (5. März 2011 um 07:38)

  • Zackenzaehler
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    • 5. März 2011 um 08:42
    • #49

    Ein hochinteressantes Thema!
    Fallls ich mit meinen Sammlungen nicht ausgelastet wäre, könnte ich mich auch noch für dieses Gebiet begeistern!
    Mittlerweile sind ja schon einige Belege vorgestellt worden, aus denen man schon eine prima Ausstellungssammlung machen könnte.
    Einfach zu finden ist das Material ja sicher nicht und es erfordert bestimmt eine Menge Sucharbeit und Literaturstudium.
    Respekt!

    Z.

  • mx5schmidt
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    • 8. März 2011 um 21:01
    • #50

    Hallo Zackenzaehler,

    vielen Dank für das Feedback, denn allzu viel positiver wie Deins kann ein Lob ja nun wirklich nicht ausfallen!

    Schade, dass ich Dich nicht auch für dieses Thema begeistern konnte, aber vielleicht ziehst Du dann zukünftig immerhin den einen oder anderen Beleg für dieses Thema für mich an Land!???

    Einfach ist das gewählte Thema wahrlich nicht und daher freue ich mich über durchschnittlich einen Beleg pro Woche, der sich dann doch immerhin zu mir hin verirrt, hier gezeigt wird und diese Sammlung bereichert!

    Ohne dieses Forum und seine interessanten Beiträge, Eure Feedbacks und Anregungen, vor allem auch per PN, hätte ich mich wohl kaum an diese Thematik herangetraut und wäre in der kurzen Zeit wohl auch noch nicht so weit gekommen!

    Vielen Dank also an dieser Stelle einmal an alle Sammlerkollegen = Philaforumfreunde "vor und hinter den Kulissen" und, macht einfach weiter so!!!

    Und auch alle Mitleser werden zum Nachahmen dieser Sammlungsidee und zum Herzeigen der erbeuteten Schätze hier ausdrücklich ermuntert!

    Liebe Grüße
    mx5schmidt

  • mx5schmidt
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    • 8. März 2011 um 21:15
    • #51

    Machen wir nach diesem Ansporn gleich weiter mit einem zweiten Beleg der Sendungsart Bücher-Zettel vom 03.02.1943, ebenfalls aus den Niederlanden nach Wien gelaufen.

    Auch diese Sendung wurde in der ABP Köln geprüft, worauf ein roter Handprüfstempel Riemer C-5c, Landsmann CP3.4.1, 28mm Durchmesser, Kennbuchstabe "c", große 2 mm hohe Zahl "73" hinweist.

    Im Gegensatz zu den üblichen Handprüfstempeln dieser ABP, bei denen die Schwingen des Adlers links auf "mm", rechts auf "e" zeigt zeigen die Adlerschwingen bei diesem weniger häufigen Stempel links auf das 2. "m", rechts auf "eh".

    An Prüfvermerken finden sich vorderseitig oben mittig handschriftliche Prüfervermerke in Bleistift, Landsmann CKH1.1 sowie in Rotstift, Landsmann CKH1.3. Vorderseitig wurden zwei violette Prüferstempel "35" sowie "6", Landsmann CK1.4 abgeschlagen.

    Die chemische Untersuchung erfolgte vorderseitig durch einen diagonalen Pinselstrich mit stark verdünnter blauer Tinte von links oben nach rechts unten sowie zwei diagonal kreuzförmigen Pinselstrichen mit einer hellen Chemikalien, rückseitig durch zwei diagonale Pinselstriche mit diesen zwei Chemikalien, von links oben nach rechts unten mit verdünnter Tinte sowie von links unten nach rechts oben mit der hellen Chemikalie.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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  • m.w.myname
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    • 9. März 2011 um 08:50
    • #52

    Hallo Sammlerfreunde,
    ich will mit diesem kleinen Beitrag nur darauf hinweisen, daß das Thema "Die
    chemische Untersuchung" natürlich ein Teil der Zensurpost (i. w. aus dem 2.
    Weltkrieg) ist In Verbindung mit dem Thema "Achtung ! Fundgrube Zensur-
    post", hat man da eine geballte Sammlung von Informationen über das Zen-
    surverhalten von deutschen Militärdienststellen zusammen. Viele Belege, Lite-
    raturhinweise, Fragen und Antworten - alles unter einem Dach. Natürlich fin-
    det man auch den einen oder anderen Beitrag in anderen Kategorien wieder.
    Man muß halt auch mal ein bißchen suchen. Auch die Zensuren ehemaliger
    Feindmächte kommen dabei nicht zu kurz (siehe Beiträge).
    Hier ist der entsprechende link "Achtung ! Fundgrube Zensurpost"


    Weiterhin viel Spaß beim Sammeln von Zensurpost

    m.w.myname

    Besonderes Interesse ? Ja......alles Besondere von DR 1933-45
    Mitglied in der ArGe "Zensurpost" im BdPh
    Überblick: http://www.phila-wietz.de (mit Beispielsammlungen)

  • mx5schmidt
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    • 9. März 2011 um 21:56
    • #53

    Hallo Michael,

    vielen Dank für den Hinweis auf Deinen Thread zum Thema Zensurpost, den ich einmal auf die Schnelle hinsichtlich chemischer Zensur durchgesehen habe mit dem Ergebnis, diesen sehr interessanten Beleg von portocard sowie Deine Beschreibung dazu entdeckt zu haben.

    Ich möchte diesen Beleg unseren interessierten Lesern hier nicht vorenthalten.

    Zitat

    Original von m.w.myname
    Hallo portocard,
    Dein zweiter Brief aus Jessoila (Ostkarelien) vom 18. 2. 1945 ist sehr schön.

    Nicht ganz verständlich ist der vom Postamt Berlin SW61 unter Zeugen angebrachte Zusatzstempel "Ohne Freimarken....eingegangen", da die Frankatur doch deutlich zu sehen ist. Das Wort "Inhalt" wurde ja im Stempel durchgestrichen.

    Nun zur Zensur: Der Brief durchlief zunächst eine finnische Dienststelle und wurde dort geprüft. Die Prüfmerkmale (Verschlußstreifen und Prüfstempel) sind auf der linken Seite zu erkennen.

    Im Zielland geriet der Brief "in die Fänge" der ABP Berlin und wurde dort geprüft. Verschlußstreifen und zwei rote Prüfstempel sind auf der Rückseite
    zu erkennen. Der schwach erkennbare Farbstreifen quer über den Briefum-
    schlag ist ein Indiz für eine Prüfung auf Geheimschrift. Man konnte solche
    Schriften ("Wasserschrift") mit speziellen Tinkturen sichtbar machen. Bei den goßen ABP's (Berlin, Frankfurt usw.) wurde etwa alle 100000 Poststücke eine Geheimschrift gefunden. Dein Brief bringt bestimmt 20 - 30 €

    m.w.myname

    Widersprechen möchte ich Dir bezüglich der Deutung des Hinweisstempels des Postamts Berlin SW61, denn an der Stelle, wo dieser Stempel abgeschlagen wurde muss tatsächlich einmal ein weiteres Postwertzeichen verklebt gewesen sein. Unglücklich ist in diesem Hinweisstempel zugegebenermassen der Plural "Ohne Freimarken...". Eine variante "Ohne Freimarke..." hätte hier den Sachverhalt deutlich besser dokumentiert.

    Ansonsten ein wirklich schöner Beleg, den auch ich sofort für 20 - 30 € gekauft hätte, um ihn in meiner Sammlung zur chemischen Untersuchung durch deutsche ABP´s im Zweiten Weltkrieg zu verewigen!

    Liebe Grüße
    mx5schmidt

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  • mx5schmidt
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    25. September 1958 (67)
    • 9. März 2011 um 22:07
    • #54

    Hallo Michael,

    auch der zweite Beleg mit chemischer Zensur, den ich in Deinem Thread Zensurpost entdeckt habe, "hat es thematisch voll in sich" und soll unseren interessierten Lesern nicht vorenthalten werden.

    Dieser Beleg von Dir soll daher hier mit Deiner Beschrebung gezeigt werden, denn: "Ehre, wem Ehre gebührt!"

    Zitat

    Original von m.w.myname
    Hallo,
    ...
    4. Inlandszensur
    Die Postzensur im II. Weltkrieg betraf nur den Auslandsbriefverkehr (siehe Riemer). Doch was liegt hier vor ? Eine Feldpostkarte aus Soltau nach Lörrach, die die ABP München durchlief, erkennbar an dem roten Prüferstempel 5395 und dem etwas schwachen Prüfstempel auf dem Briefstempel der militärischen Dienststelle. Der blaue Strich ist ein Zeichen für eine vorgenommene Prüfung auf Geheimschrift. Durch die aufgepinselte Substanz wurde eine Geheimschrift, wenn vorhanden, sichtbar.
    Dies ist eindeutig eine Inlandskarte (die auch keine Feldpost-Prüfstelle durchlaufen hat). Man
    findet in seltenen Fällen mal Poststücke nach Lörrach, die die gleichen Merkmale aufweisen. Möglicherweise ist die unmittelbare Nähe zur Schweizer Grenze die Ursache. Also – wer
    so etwas findet, schön aufheben, die Sache lohnt sich – auch bei nur 50 Riemerpunkten.

    m.w.myname

    Alles anzeigen

    Weitere Belege mit chemischer Zensur habe ich in Deinem Thread zumindest bei meiner schnellen Durchsicht nicht entdeckt!???
    Sollte ich einen übersehen haben, dann bitte ich Dich hier gerne um Ergänzung!

    Danke nochmals für die Bereicherung dieses Themas und ich werde im Gegenzug gerne bald mal den einen oder anderen interessanten Beleg zum Thema Zensurpost in Deinem Thread zeigen!

    Liebe Grüße
    mx5schmidt

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  • m.w.myname
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    • 10. März 2011 um 16:19
    • #55

    Hallo Sammlerfreunde,
    auch ich bin, wie mx5schmidt, fündig geworden nach der Suche älterer
    Spuren einer "chemischen Prüfung" von Post. So fand ich den abgebildeten
    Brief in meiner Sammlung "Zensurpost I.Weltkrieg" (durch deutsche Dienst-
    stellen). Der Absender ist eine Dame aus Mülhausen-Dornach (Els.). Abge-
    schickt wurde der Brief am 21. 4. 1915 und traf am 25. 4. 1915 an seinem
    Zielort Genf ein. Die chemische Prüfung hinterließ, wie bei mx5schmidt's
    Beleg aus Rußland, deutliche Spuren. Die braune Farbe läßt die Vermutung
    zu, daß es sich bei beiden Belegen um die gleiche Substanz gehandelt hat.
    Allerdings sind beide Belege auch schon fast 100 Jahre alt, so daß Alters-
    farbänderungen möglich sind. Die Rückseite des gezeigten Beleges läßt
    den Schluß zu, daß die Prüfsubstanz bei geöffneter Brieflasche aufgetragen
    wurde. Das heißt, der Brief wurde in Mülhausen offen aufgegeben und dann
    der Zensurstelle zugeführt (siehe Zensurstempel). Danach wurde er
    geschlossen und auf seine Reise geschickt.
    Auch mein Beleg paßt zeitlich nicht ganz zum Thema. Dafür bitte ich um
    Entschuldigung.

    Bis demnächst

    m.w.myname

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    Besonderes Interesse ? Ja......alles Besondere von DR 1933-45
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  • m.w.myname
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    • 16. März 2011 um 16:19
    • #56

    Hallo Sammlerfreunde,
    der gezeigte R- Brief vom 22. 3. 44, passend zum Thema, zeigt die chemische
    Prüfung auf der Rückseite. Der prüfende Beamte führte hier den Pinselstrich
    recht "schwungvoll". Man sieht dies so nicht allzu häufig.
    Der Brief wurde in Bursinel (Schweiz) aufgegeben. Zielort ist Nijmegen (Nieder-
    derlande) (Ankunftsstempel).
    Korrekterweise wurde er von der ABP München geprüft. Dazu wurde er links-
    seitig geöffnet und danach mit einem Vordruckstreifen (mit Kennbuchstaben
    d) wieder verschlossen. Je ein Prüfstempel befindet sich auf der Vorderseite
    und Rückseite (blau). Die Stempel 5113, 6034 und Ö sind Prüferstempel. Der
    "Olympiasatz 1944" verschönt den Brief noch etwas

    m.w.myname

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  • m.w.myname
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    • 18. März 2011 um 11:33
    • #57

    Hallo,
    der gezeigte Feldpostbrief eines dänischen Soldaten in deutschen Dien-
    sten durchlief auf seinem Weg von Rendsburg nach Ringe (Insel Fünen)
    die ABP Hamburg. Dazu wurde er dreiseitig geöffnet, geprüft und danach mit
    Vordruckstreifen (mit Kennbuchstaben f) wieder verschlossen. Auf dem
    Verschlußstreifen wurden Prüfstempel (rot) abgeschlagen.
    Die Prüfung auf Geheimschrift (chemische Prüfung) zeigt sich bei diesem Brief
    innen und außen durch die farbigen Streifen (siehe Bilder).
    Bei den großen ABP's wurden im Mittel alle 10000 Poststücke mal eine Latent-
    schrift festgestellt. Leider sind solche Belege für den Sammler meist verloren
    (sie wurden vernichtet oder archiviert).

    m.w.myname

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  • mx5schmidt
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    • 18. März 2011 um 22:00
    • #58

    Hallo m.w.myname,

    einfach tolle Belege zum Thema, die Du hier zeigst, mach gerne weiter so!!!

    Die heute von mir gezeigte Postkarte der Wertstufe 15 Pf wurde am 2.10.1940 geschrieben und am 03.10.1940 aufgegeben und per TSt in BERGEN-ENKHEIM 1 (KR. HANAU) entwertet.

    Die Postkarte lief durch die ABP Berlin, wo neben handschriftlichen Vermerken ein Handprüfstempel Landsmann BP2.2 in rot mit der Inschrift "Briefstempel" mit Tilde, aber ohne Kennbuchstabe, wie er von 7.40 bis 11.41 in dieser ABP durchaus gängig war, abgeschlagen wurde.

    Die chemische Untersuchung erfolgte vorderseitig diagonal von links oben nach rechts unten sowie rückseitig diagonal zur Schreibrichtung von links unten nach rechts oben durch einen breiten diagonalen Pinselstrich mit einer das Papier aufhellenden Chemikalie.

    Somit eine recht frühe chemische Zensur einer ABP aus dem Jahre 1940!

    Liebe Grüße
    mx5schmidt

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  • mx5schmidt
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    • 26. März 2011 um 06:40
    • #59

    Ganzsache mit Eindruck 5 Pf AH mit Zusatzfrankatur 20 Pf AH, Portostufe 25 Pf, als Postkarte per Luftpost am 13.08.1943 in Wien aufgegeben.

    Der Beleg lief durch die ABP Berlin, wo ein blauer Durchgangsstempel 20 mm Durchmesser, "Ab" zentrisch, Rand rechts oben zweimal eingekerbt abgeschlagen wurde.

    Diese Variante des Stempels Landsmann BD1.5. ist im Landsmann nicht beschrieben.

    Ebenfalls aus dem August 1943 ist dort als BD1.5.1 eine Variante mit einer breiten Einkerbung oben rechts dokumentiert.

    Die chemische Untersuchung erfolgte vorderseitig per senkrechtem, rückseitig per diagonal von links unten nach rechts oben verlaufendem Pinselstrich.

    Liebe Grüße
    mx5schmidt

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    • 3. April 2011 um 10:46
    • #60

    Diese Postkarte der Wertstufe 15 Pf wurde am "29.4.40" geschrieben und am 29.3.40 aufgegeben und per Maschinenstempel in STUTTGART entwertet.

    Die Postkarte lief durch die ABP Köln, wo als einziges Prüfmerkmal ein Handprüfstempel Landsmann CP1.2 in rot abgeschlagen wurde.

    Die chemische Untersuchung erfolgte in diesem Falle ausschließlich rückseitig diagonal zur Schreibrichtung von links unten nach rechts oben durch einen breiten diagonalen Pinselstrich mit einer das Papier aufhellenden Chemikalie.

    Somit eine sehr frühe chemische Zensur einer ABP aus dem Jahre 1940!

    Liebe Grüße
    mx5schmidt

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