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Ostasien Postgeschichte und Belege

  • DKKW
  • 1. November 2010 um 16:13
  • DKKW
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    • 1. Mai 2013 um 19:53
    • #41

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich eine Postkarte aus Dairen (ehem. Port Arthur) nach Odense in Dänemark aus dem Jahr 1923.

    Dairen war das ehemalige russische Port Arthur, das seit dem Russisch-japanischen Krieg von Japan beherrscht wurde.

    Die Karte ist portorichtig mit 8 sen frankiert (Postkartenporto vom 1.1.1922 bis 9.1.1925). Der Postweg via Sibirien war bis zum Beitritt der UdSSR zum Weltpostverein im Jahr 1924 versperrt, also lief der Brief via Singapur, Suez nach Europa. Leider ist die Laufzeit mangels Ankunftstempel nicht dokumentiert.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Japan Postkarte nach DK 1923.jpg
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  • DKKW
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    9.489
    • 25. Oktober 2013 um 21:56
    • #42

    Hallo zusammen,

    es ist mir gelungen aus einer neu aufgetauchten Postkarten-Korrespondenz etliche wichtige Belege für meine Sammlung zu erwerben. Ich werden diese Karten in nächster Zeit hier in diesem thread präsentieren.

    Die früheste Karte ist eine eingeschriebene Postkarte aus Shanghai nach Odense in Dänemark. Es handelt sich um einen Weihnachts- und Neujahrsgruss der am 14.11.1901 in Shanghai geschrieben wurde. Die Karte wurde am 16.11.1901 der Deutschen Post in Shanghai übergeben und kam am 22.12.1901 (also 36 Tage später) in Odense an.

    Die typische Postroute verlief seinerzeit von Shanghai via Hongkong, Singapur und Suez nach Italien (vermutlich Brindisi) und von dort per Bahn nach Dänemark. Vermutlich war der Absender neu in China und traute den Postverbindungen nicht so recht und verschickte die Karte deshalb eingeschrieben, alle späteren Karten liefen als normale Postkarten nach Dänemark.

    Die Karte wurde mit je einer 10 Pfg und 20 Pfg Krone-Adler Marke der China-Überdruckausgabe 1898 (steiler Überdruck) portogerecht frankiert.


    Viele Grüße
    DKKW

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (25. Oktober 2013 um 21:57)

  • Zackenzaehler
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    • 26. Oktober 2013 um 07:37
    • #43

    Hallo,

    daß ist ein sehr attraktives Stück. Abgesehen von kleineren Randmängeln befindet sich die Karte auch in einer nahezu perfekten Erhaltung.
    Verwendet wurde eine Postkarte aus Japan. Das ist für die damalige Zeit nicht ungewöhnlich.
    Japanische Ansichtskartenhersteller haben ihre Karten auch in China abgesetzt.

    MVG Z

  • DKKW
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    • 29. Oktober 2013 um 18:38
    • #44

    Hallo zusammen,

    heute folgt die zweite Karte aus der bereits erwähnten Postkartenkorrespondenz aus China nach Dänemark.

    Diese Karte ist an Carl Hagen gerichtet, alle anderen Karten an Wilhelm Hagen. Die Adresse in Odense ist aber identisch. Leider bleibt der Absender im Verborgenen, er schreibt immer nur Oscar.

    Diese Karte wurde in Peking der chinesischen Post übergeben und ist portorichtig mit 4 cent frankiert. Wie so häufig übergab die chinesische Post die Karte in Shanghai der französischen Post, die den Weitertransport nach Europa übernahm. Peking 7.9.1902, Shanghai 22.9.1902 und Odense 26.10.1902. Demzufolge 49 Tage Laufzeit!

    Vorderseitig ein Teil der Stadtmauer Pekings. Oscar kündigt in dem Kartentext u.a. an, im Laufe des kommenden Monats zu fotografieren.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 1. November 2013 um 17:01
    • #45

    Hallo zusammen,

    hier kommt Postkarte Nummer 3 aus der Hagen Korrespondenz. Sie ist wieder an Wilh. Hagen adressiert und ich muss zu meiner Schande gestehen, es handelt sich nicht, wie im vorherigen Beitrag geschrieben, um einen Wilhelm Hagen, denn die Anrede lautet Frk. also Frøken, vermutlich eine junge Dame namens Wilhelmine oder so ähnlich.

    Die mit einer 2c und zwei 1c Marken portogerecht frankierte Karte wurde am 22.6. geschrieben und am darauffolgenden 23. der chinesischen Post in Peking übergeben. Bei der Datumsangabe (23. Jul. 1903) des Stempels handelt es sich ganz offenbar um eine Fehleinstellung.
    Am 29. Jun. 03 ging die Sendung beim chinesischen Postamt in Shanghai ein von wo sie am gleichen Tag dem französischen Postamt übergeben wurde. In Odense wurde der Ankunftstempel am 3.8.03 abgeschlagen. Die Laufzeit der Karte betrug somit 41 Tage.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 1. Dezember 2013 um 08:38
    • #46

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich eine weitere Postkarte aus der Hagen-Korrepondenz nach Dänemark. Es handelt sich um eine in Deutschland hergestellte Ansichtskarte vom kaiserlichen Sommerpalast in Peking. Dieser Palast wurde während des Boxeraufstands von den Briten zerstört, anschließend wieder aufgebaut und gehört heute zum Weltkulturerbe.
    Die Karte wurde der französischen Post in Peking am 19. 2. 1903 übergeben und mit zwei 5c Überdruckmarken der französischen Post in China portogerecht frankiert. Die Karte trägt den Ankunftstempel aus Odense vom 3.4.1903, die Laufzeit betrug demzufolge 43 Tage (via Shanghai, Suez).

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 6. Dezember 2013 um 18:02
    • #47

    Hallo zusammen,

    heute möchte ich einen Neuzugang in die Präsentation der Hagen-Postkartenkorrespondenz einschieben.

    Es handelt sich m. E. um einen Brief der 2. Gewichtsstufe, den eine in chinesischen Diensten (i. M. Customs) stehende Dänin nach Svendborg in Dänemark geschickt hat.

    Der Brief trägt rückseitig ein chinesische 20c Frankatur (20c, Karpfen, Ausgabe 1897), die mit dem chin. Stempel Shanghai 8. 12.99 entwertet wurde. Der Brief wurde dem französischen Postamt in Shanghai übergeben und von dort aus nach Dänemark weitergeleitet. Leider kein Ankunftstempel von Svendborg der Aufschluss über die Laufzeit geben würde.
    Diese Doppelfrankaturen waren seinerzeit üblich und wurden von den Chinesen propagiert. Das Auslandsporto der chinesischen Post betrug seinerzeit 10c pro halbe Unze (1/2 oz), ich vermute, dass das französische UPU-Porto für den einfachen Auslandsbrief seinerzeit 25c betrug.

    Solche Briefe gibt es inzwischen auch in Dänemark nicht mehr für einen Appel und ein Ei. Ich möchte aber nicht wissen, was ein deutsches Auktionshaus in Bietigheim-Bissingen dafür verlangt hätte.

    Viele Grüße
    DKKW

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    2 Mal editiert, zuletzt von DKKW (26. März 2014 um 19:21)

  • DKKW
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    • 21. Dezember 2013 um 14:42
    • #48

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich meine vorletzte Karte aus der Hagen-Korrespondenz. Die Ansichtskarte mit dem Bild einer chinesischen Schubkarre (Verlag Max Nössler, Shanghai) wurde in Peking bei der chinesischen Post aufgegeben, Die Stempelabschläge sind leider zu unklar um das Datum entziffern zu können. In Tientsin wurde die Karte am 28.10.03 vom chinesischen Postamt übernommen und tags darauf dem französischen Postamt übergeben.
    Die Karte trägt den handschriftlichen Leitvermerk "via Siberia" die Laufzeit von 35 Tagen (Tientsin-Odense) deutet aber darauf hin, dass das französische Postamt den Leitvermerk missachtete und die Karte mit französischem Postdampfer via Suez nach Europa schickte. Seit dem 1.10.1903 gestattete die russische Post den internationalen Posttransit mit der transsibirischen Eisenbahn.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • Zackenzaehler
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    • 21. Dezember 2013 um 14:47
    • #49

    Trotz des undeutlilchen "Oval chops": WOW !!!

    MVG Z

    2 Mal editiert, zuletzt von Zackenzaehler (21. Dezember 2013 um 14:53)

  • DKKW
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    • 29. Dezember 2013 um 11:51
    • #50

    Hallo zusammen,

    heute folgt die letzte Postkarte aus der Hagen-Korrespondenz, die ich vor einiger Zeit erwerben konnte.
    Es handelt sich um eine Ansichtskarte aus Peking, die den Neujahrsmarkt am Su Peihlo zeigt. Der Text ist dreisprachig, die Karte wurde von der Graphischen Gesellschaft in Berlin S.W. hergestellt.

    Der Text besteht nur aus wenigen einzelnen Worten: Hilsen (= Grüße), Tak for Brev (= Danke für den Brief) und Brev fölger (tatsächlich mit ö und nicht mit ø geschrieben = Brief folgt).

    Leider scheinen diese Briefe im Gegensatz zu den Postkarten die Zeitläufte nicht überstanden zu haben.

    Die Postkarte wurde jedenfalls am 27. Juli 1905 dem japanischen Postamt zur Beförderung übergeben. Sie ist mit einer 4sen Marke der japanischen Post in China (kenntlich am Aufdruck rechts von der Wertziffer) portorichtig frankiert.
    Als Transitstempel ist der internationale Kreisstempel von Moji/Japan vom 11.August 1905 abgeschlagen. Ich vermute, dass die zwei Wochen Laufzeit von Peking nach Moji noch dem russisch-japanischen Krieg geschuldet sind. Dieser war zwar im Prinzip entschieden, der Friedensvertrag von Portsmouth/USA wurde aber erst am 5. September unterschrieben.

    Als Eingangsstempel ist der Brotypestempel von Odense vom 18.9.1905 abgeschlagen, also nochmals 38 Tage Laufzeit von Moji nach Dänemark. Da die Post von und nach Japan in der Regel über Nordamerika geleitet wurde, vermute ich auch hier den Laufweg via San Francisco. Beweisen lässt sich dies ohne weitere Transitstempel natürlich nicht.

    53 Tage Laufzeit von Peking nach Odense ist schon extrem. Hätte der Absender die Karte bei einem europäischen Postamt abgegeben, dann wäre es sicherlich schneller gegangen. So ist die Karte aber viel interessanter.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 26. März 2014 um 19:17
    • #51

    Hallo zusammen,

    fast ein Vierteljahr habe ich gelauert, dass ich wieder einmal ein interessantes Objekt für meine Transsibirien Sammlung (Dänemark-Ostasien und umgekehrt) finden und präsentieren kann.

    Nun ist es mir gelungen wieder einmal zwei Belege zu ergattern und den ersten möchte ich heute zeigen.

    Es handelt sich um eine Drucksache der Briefmarkenhandlung Atlas Stamp Co. aus Shanghai nach Rødby auf der Insel Lolland in Dänemark. Eine ähnliche Drucksache (Datum nicht identifizierbar) habe ich auf Seite 1 ganz unten gezeigt.
    Meine Neuerwerbung ist mit Inhalt: Dieser beweist, dass die Atlas Stamp Co. in Dänemark Tauschinserate geschaltet hatte (handschriftl. Notiz auf dem Zeitungsausschnitt 7.2.41: 200 St. diverse dänische Marken)
    Auch ist das englisch verfasste Begleitschreiben der Atlas Stamp Co. vom 7. März erhalten.

    Die Drucksache ist portogerecht mit 0,10 CNC$ frankiert (1.9.39 bis 31.10.41). Die Drucksache wurde von den Deutschen zensiert. Kein Ankunftstempel.

    Viele Grüße
    DKKW

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (26. März 2014 um 19:18)

  • DKKW
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    • 30. März 2014 um 11:00
    • #52

    Hallo zusammen,

    heute folgt ein m. E. sehr ungewöhnlicher Brief, den ich vor kurzem erwerben konnte.

    Es handelt sich um einen Brief aus Bangkok in Siam (Thailand) nach Charlottenlund in Dänemark. Der Brief wurde mit Luftpost nach Japan geschickt und von dort per transibirischer Eisenbahn nach Europa (siehe eingerahmter handschriftlicher Leitvermerk: via Japan by Airmail & via Sibirien by Rail)
    Absender war ein C. Friis Jespersen der offenbar bei der Firma "The Siam Cement Co Ltd." angestellt war.
    Da die Empfängerin eine Fru Klosterforvalter Jespersen war, vermute ich, dass es sich um eine Verwandte des Absenders handelte.
    Rückseitig sieht man die Zensurbanderole "Geprüft - Oberkommando der Wehrmacht" und einen roten Zensurstempel des Oberkommandos.
    Leider kein Ankunftstempel der Rückschlüsse auf die Laufzeit ermöglichen würde.
    Ob der Brief portogerecht frankiert war, kann ich leider nicht sagen, da fehlen mir (derzeit) die notwendigen Unterlagen.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Via Sibirien, Luftpostbrief aus Thailand via Japan und Sibirien 1941.jpg
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    • Via Sibirien, Luftpostbrief aus Thailand via Japan und Sibirien 1941, Rückseite.jpg
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  • DKKW
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    • 30. März 2014 um 12:54
    • #53

    Hallo zusammen,

    noch ein Zusatz zu meinem letzten Beitrag. Inzwischen ist es mir wohl gelungen, den Absender zu identifizieren.
    Es handelte sich um den dänischen Ingenieur Carsten Friis Jespersen (1902 - 1988). Er wurde 1935 Direktor der Siam Cement Company und kehrte erst 1959 nach Dänemark zurück.

    Über ihn und andere Dänen in Thailand/Siam findet sich einiges im Internet.

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
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    • 12. April 2014 um 21:23
    • #54

    Hallo zusammen,

    ich habe noch einen weiteren Brief aus Thailand nach Dänemark aus dem Jahr 1941. Dieser Brief wurde von einem Hr. Anders Olsen aus Bangkok nach Roskilde in Dänemark aufgegeben.

    Der beabsichtigte Leitweg entspricht dem zuletzt gezeigten Brief: Via Japan und Sibirien. Auch das verklebte Porto: 55 ST. entspricht, wenn auch in anderer Zusammensetzung dem zuletzt gezeigten Brief.

    Aber: Dieser Brief wurde am 23.6.41 in Bangkok abgestempelt, also am Tag nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion. Dieser Brief lief wohl über Japan (eventuell overground, da sich ein roter "Krakel" über dem Eindruck By Air Mail / Par Avion befindet.

    Eventuell lief dieser Brief statt über Sibirien über die damals noch neutralen USA und Portugal. Auf dem Brief finden sich neben einer neutralen Zensurbanderole nur der deutsche Zensurstempel des Oberkommandos der Wehrmacht e, "e" wäre Frankfurt, das u. a. für die Post aus Nordamerika zuständig war.

    Ich zeige den Beleg auf einer alten Ausstellungsseite, die Vorderseite ist Kopie, die frankierte Rückseite das Original. Das Exponat gehört gründlich überarbeitet.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Siam- Dänemark 1941, Umleitung nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion.jpg
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  • DKKW
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    • 4. Juni 2014 um 21:05
    • #55

    Hallo zusammen,

    auch meine Transsibirien-Sammlung freut sich über Zuwachs. Erstmals konnte ich einen eingeschriebenen Brief aus Japan nach Dänemark aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg erwerben.

    Der Brief gewinnt leider keinen Schönheitswettbewerb (zwei senkrechte Briefbüge, Flecken und etwas unklare Stempel) aber soo häufig sind eingeschriebene Briefe der 3. Gewichtsstufe (10 sen + 6 sen + 6 sen + 10 sen Einschreibegebühr) aus dieser Zeit nach Dänemark auch nicht.

    Die Marken (Porto insgesamt 32 sen) sind mit dem internationalen Stempel von Kobe vom 26(?).10.11 entwertet. Bei den internationalen Stempeln benutzte man den europäischen und nicht den japanischen Kalender. Zudem wurde ein internationaler R-Zettel von Kobe verwendet. Der Brief trägt den handschriftlichenLeitvermerk "Via Siberia". Rückseitig der leider ebenfalls unklar abgeschlagene Ankunftstempel von Kjøbenhavn K 1OMB 10.11.. Die Laufzeit betrug somit gerade mal 15 Tage. Das war für die damalige Zeit extrem schnell.
    Ebenfalls rückseitig das Briefsiegel des Absenders The Srinkiu-Gumi * Kobe, Japan *

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Japan, Einschreiben nach DK .jpg
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  • klassikmarke
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    • 9. Juni 2014 um 21:34
    • #56

    DKKW:
    Eine tolle Sammlung hast Du da, meine Hochachtung, ich freue mich auf mehr.
    Das ist Postgeschichte, wie ich sie bevorzuge.

    Klassikmarke


    Die homepage für Klassikfreunde

    http://www.klassische-briefmarken.de

  • DKKW
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    • 10. Juni 2014 um 20:59
    • #57

    Hallo klassikmarke,

    es freut mich sehr, dass Dir meine Sammlung gefällt.

    Vielleicht ein paar Worte zur Entstehungsgeschichte dieser Sammlung. Ich hatte im Müncher Briefmarken Club einen Vortrag zur Postverbindung Deutsches Reich von und nach Ostasien via Sibirien bis zum 1. Weltkrieg gehört und fand das Thema hochinteressant.
    Kurze Zeit später konnte ich zwei Ansichtskarten aus China nach Dänemark aus der Sophus Black (leitender Mitarbeiter der dänischen Great Northern Telegraph bzw. Store Nord in China) Korrespondenz erwerben. Die eine Karte aus dem Jahr 1903 lief über Sibirien, die zweite aus dem Jahr 1905 (russisch-japanischer Krieg) via Suez.
    Ich stellte beide Karte auf einem KPK-Vereinsabend in Kopenhagen vor und berichtete von den spannenden Fragestellungen zum Postverkehr zwischen Dänemark und Ostasien (wann funktionierte der Transsibirien-Transit und wann musste die Post auf die Seepostrouten via Suez bzw. via USA/Canada ausweichen.
    Einer der bekanntesten dänischen Philatelisten sagte mir, dass dieses Thema in Dänemark völlig unerforscht wäre und ich solle etwas daraus machen. Das ist jetzt gut zehn Jahre her und seitdem bemühe ich mich, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Vieles habe ich seither in Erfahrung bringen können, vieles liegt nach wie vor im Dunkeln, aber ich habe jede Menge Spass dabei.

    Für mich war es beispielsweise hochinteressant und auch lehrreich, wie vielfältig die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Dänemark und Ostasien früher waren, aus deutscher Sicht (vermutlich typisch deutsche Überheblichkeit) hatte ich mir das überhaupt nicht vorstellen können.


    Viele Grüße
    DKKW

    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (10. Juni 2014 um 21:00)

  • klassikmarke
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    • 10. Juni 2014 um 22:12
    • #58

    DKKW:

    Der Hintergrund zur Enstehung der Sammlung hat ebenfalls Hand und Fuß. Da hast Du genau das Richtige gemacht.

    Das Schöne an diesen geschichtlichen Themen ist, das eine Antwort oft die nächsten Fragen aufwirft, soll heißen: eigentlich hat man immer etwas zu forschen. Aus eigener Erfahrung weiss ich aber, dass ich es nicht übertreiben darf dann blockiert es eher.
    Wie gesagt ich freue mich auf die nächsten Beiträge.

    Klassikmarke


    Die homepage für Klassikfreunde

    http://www.klassische-briefmarken.de

  • DKKW
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    • 29. August 2014 um 22:03
    • #59

    Hallo zusammen,

    nach mehreren Monaten Pause kann ich wieder einmal einen Ostasien/Dänemark Beleg zeigen. Er hätte auch gut in den Russland Zensurpost thread gepasst.

    Der eingeschriebene Brief stammt, wie so oft, von einem Mitarbeiter der dänischen Firma "Great Northern Telegraph Co." bzw. Store Nord.

    Der Brief wurde am 29.10.17 beim russischen Postamt Shanghai aufgegeben. Interessant der Einschreibezettel. Er wurde aus einem russisch/kyrillischen Zettel und einem internationalen R-Zettel des russischen Postamts zusammengebastelt.

    Rückseitig sieht man den Ra2-Stempel Nr. 1593 (Type 29, Speeckaert 1. Auflage) der Petrograder Postzensur (sehr häufig). Die Zensurbanderole wurde wohl bei der Ankunft in Skjern am 17.12.17 beim Öffnen entfernt. Spuren der Banderole kann man jedenfalls sowohl vorderseitig (rechts) als auch rückseitig (links) erkennen.

    Eingeschriebene Briefe aus Russland sind häufig rückseitig frankiert, dieser Brief erregte meine Aufmerksamkeit aufgrund der vorderseitig angebrachten Frankatur.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 16. August 2015 um 10:32
    • #60

    Hallo zusammen,

    verdammt lang her (fast ein Jahr) dass ich hier etwas einstellen konnte. Es ist kaum noch interessantes Material zu erhalten. Neulich wurde eine 1c Postkarte grün mit 3 x 1c Zusatzfrankatur aus Maicheng via Moukden und Sibirien nach Dänemark aus dem Jahr 1908 angeboten. Zuschlag € 1.750 plus Nebengeräusche, Wahnsinn :O_O:
    Ich habe eine ähnliche Kombination aus 1c Postkarte grün mit 3c Zusatzfrankatur via Sibirien aus dem Jahr 1908. Sollte jemand so eine Summe für das Teil bieten, sehr gerne :D

    Hier ein deutlich billigerer eingeschriebener Brief aus Chefoo nach Slagelse aus dem Jahr 1920. Der Brief wurde mit 20c frankiert. Vorderseitig 5 x 3c (inkl. Viererstreifen), rückseitig eine weitere 3c und 2 x 1c Marken. Leider ist die Briefklappe nur teilweise erhalten, deshalb ist ein japanischer Transitstempel ist nur rudimentär erhalten.

    Im Jahr 1920 war der Transit via Sibirien noch gesperrt, deshalb lief der Brief via Suez oder via Japan und Nordamerika. Abgestempelt wurde er am 13. 2.20 in Chefoo. Auf der Rückseite erkennt man den Transitstempel von London vom 31.3.20 sowie den Ankunftstempel von Slagelse vom 5.4.1920. Laufzeit demzufolge 52 Tage!

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (17. August 2015 um 14:49)

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