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Wohnungsbauabgabemarken

  • Abarten-Hannes
  • 14. Oktober 2010 um 11:34
  • Abarten-Hannes
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    30. März 1939 (86)
    • 14. Oktober 2010 um 11:34
    • #1

    Hinter diesem Bandwurm-Wort steckt ein Politikum der unmittelbaren Nachkriegszeit.

    Württemberg war seinerzeit in einen nördlichen Teil unter amerikanischer Verwaltung sowie einen südlichen Teil unter französischer Hoheit geteilt.
    Im ersten Halbjahr 1949 wurden in der südlichen, französischen Zone zwar ebenfalls die Notopfermarken für Berlin eingeführt; aber ab Mitte '49 wollte man doch lieber die Wohnungsnot im eigenen Ländle lindern und verfügte deshalb zunächst einen roten Aufdruck "Wohnungsbauabgabe" in 2 Zeilen auf den noch vorhandenen Vorräten an Berlin-Ausgaben.

    Der rote Aufdruck war schlecht zu erkennen, was dazu führte, dass die DDR Sendungen mit irrtümlich verklebten blauen Wohnungsaufbaumarken genauso als "unzulässig" zurückschickte, wie mit reinen Notopfermarken Versehenes.

    Bilder

    • Wohnbau I.jpg
      • 106,36 kB
      • 1.010 × 1.572
      • 554

    Einmal editiert, zuletzt von Abarten-Hannes (14. Oktober 2010 um 11:42)

  • Abarten-Hannes
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    30. März 1939 (86)
    • 14. Oktober 2010 um 11:37
    • #2

    Im strengen Sinne waren auch diese Märklein keine Briefmarken, sondern Steuermarken.
    Andererseits wurden abgabepflichtige Postsendungen ohne diese kleine Marke nicht befördert, sondern dem Absender zurückgeschickt. Somit sind diese Ausgaben also doch zu den Postwertzeichen zu zählen.

    Eine Folgeausgabe mit neugestaltetem Schriftbild wurde ab Mitte September 1949 nachgeschoben. Die Druckerei Wegener bekam den Auftrag, wohl einfach nur mit der Maßgabe "Gelb". Das ist aber ein schwammiger Begriff, und so lieferte die Druckerei erst mal stattliche 85.000 Bogen in einem Hellgelb, bei dem wohl nur mithilfe eines kräftigen Blaufilters was zu erkennen gewesen wäre.

    Bei den nächsten beiden Durchgängen in einer schon vorsichtigeren Auflage von ca. 5.000 Bogen mischte man dann löffelweise mehr Rot zum Gelb, aber die Ergebnisse befriedigten die Auftraggeber noch immer nicht.

    Erst beim vierten Versuch kam dann das OK (wie die Franzosen sagen) - und die Drucker werden gesagt haben: "Ach, Oraaaaasch wolltet Ihr - sagt's halt gleich!!"

    Der Erhebungszeitraum für die blauen und gelben Wohnungsbauabgabemarken betrug lediglich ein Halbjahr.

    Bilder

    • Wohnbau II gelb.jpg
      • 90,69 kB
      • 559 × 1.578
      • 407

    Einmal editiert, zuletzt von Abarten-Hannes (14. Oktober 2010 um 11:42)

  • nobfritze
    neues Mitglied
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    30. Oktober 1945 (80)
    • 18. Oktober 2010 um 23:00
    • #3

    Hallo Hannes,
    die Drucker haben schon beim dritten Farbmischversuch vor lauter Freude "Ach, Oraaaasch..." geschrieen, denn: die d-Farbe gab es nicht. Sie ist nach neueren fotometrischen Messungen der ARGE nicht länger 'haltbar'. Peter Harlos sieht das auch so!
    Quelle: Die Plattenfehler und Retuschen der Notopfer- und Wohnungsbaumarken von Gerald Schröder, Seite 92
    Freundliche Sammlergrüße
    vom nobfritzen

  • Abarten-Hannes
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    30. März 1939 (86)
    • 19. Oktober 2010 um 16:36
    • #4

    Aha - öfter mal was Neues! Da hat also Peter Harlos inzwischen die Angaben in seinem Werk "Handbuch und Katalog 2.Auflg.1996" auf 3 Druckgänge eingeschränkt.
    Obwohl: Farbdifferenzen gibt es ja noch weit mehr als vier, da braucht man nicht mal ein Densitometer...

    Spannend ist es allemal, diese schwierige, improvisierende Zeit nachzuvollziehen!

    Schönen Gruß von
    Abarten-Hannes

  • dietbeck
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    • 19. Oktober 2010 um 20:10
    • #5
    Zitat

    Original von Abarten-Hannes
    Der rote Aufdruck war schlecht zu erkennen, was dazu führte, dass die DDR Sendungen mit irrtümlich verklebten blauen Wohnungsaufbaumarken genauso als "unzulässig" zurückschickte, wie mit reinen Notopfermarken Versehenes.


    Ich glaube nicht, dass das aufgrund des schlecht leserlichen roten Aufdrucks passiert ist. Ich denke vielmehr, dass war Absicht weil ja immer noch die Notopfer Berlin Grundlage war.

    auch von den gelben Wohnungsbaumarken gibt es "abgerissene" Exemplare auf Brief in die DDR. Da ist bis heute aber unklar warum dies passiert ist und von wem das gemacht wurde.

    Laut Harlos gibt es angeblich auch Briefe die aus der DDR wegen der gelben Wohnungsbaumarken zurückgesandt wurden. Das steht aber in meinen Augen bis heute auf "tönernen" Füßen

    Postkrieg, Zurückgezogene Marken, Territoriale Konflikte, Aland
    -----------------------------
    Es kommt nicht drauf an wie alt man wird, sondern wie man alt wird.

    Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung

    Einmal editiert, zuletzt von dietbeck (19. Oktober 2010 um 20:10)

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