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Schleswig-Holstein Marken, Stempel, Postgeschichte

  • DKKW
  • 3. Oktober 2010 um 20:56
  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.572
    • 6. Mai 2025 um 13:13
    • #41

    Hallo zusammen,

    hier hat sich seit Ewigkeiten nichts mehr getan, mangels fetter Brieftasche habe ich das Altdeutschland sammeln eigentlich aufgegeben und mich anderen Sammelgebieten zugewandt. Nachdem aber niemand diesen Brief auf der Auktion unserer Arbeitsgemeinschaft letztes Wochenende haben wollte, habe ich mich erbarmt.

    Es handelt sich um einen einfachen Brief aus Gross-Brebel an den Inspektor des Gutes Jersbeck (wird heute ohne c geschrieben) vom 24.2.67. Der Brief ist mit einer 1 1/4 Schilling Marke korrekt frankiert. Es handelt sich hierbei um die Ausgabe für das Hzgtm. Schleswig vom 1.11.1865, die Marke ist (durch Umwelteinflusse?) etwas blass geraten, die Nachfolgeausgabe mit den vielen katalogisierten Farbtönen kam erst ab Juni 1867 an die Postschalter. Ab dem 6.11.1866 waren die Marken des Hzgtm. Schleswig in Schleswig und Holstein frankaturgültig, nicht mehr im Hzgtm Lauenburg dass bereits von Preussen annektiert worden war (sozusagen die Krim Schleswig-Holsteins).

    Der Brief ist aus zwei Gründen hochinteressant, zum einen wurde die 1855 eingerichtete Briefsammelstelle Gross-Brebel erst am 1.4.1866 zur Postexpedition mit Landbriefträgerdienst erhoben. Der Kreisstempel Gross-Brebel ist auf markenfrankierten Briefen selten, die früheste Verwendung stammt laut ARGE Handbuch vom 26.5.1866.
    Zum zweiten war der Brief an das Gut Jersbeck addressiert und der Postler in Gross-Brebel war sich offenbar nicht sicher, welches Postamt für Jersbeck zuständig war. Aus diesem Grund wurden mit Blaustift der handschriftliche Vermerk Ahrensburg? angebracht. Schlussendlich wurde der Brief dann aber nach Bargteheide geschickt. Ich sehe keinen Vermerk für ein gezahltes Bestellgeld, ich vermute also dass die Gutsverwaltung in Jersbeck die Post von Bargteheide mit eigenem Boten abholen liess.

    Der Postweg ist auf der Rückseite wunderbar dokumentiert wobei mich wundert, dass der Brief über Cappeln und nicht über Schleswig lief. Cappeln hatte damals noch keinen Bahnanschluss. Die 1 1 /4 Schilling Marke wurde mit dem Kreisstempel "Gross-Brebel 24.2.67" entwertet. Taggleich erreichte er Cappeln wo als Transitstempel der Zweikreisstempel "Cappeln 24.2.67 abgeschlagen wurde. Dann sehen wir den Bahnpost-Kreisstempel "Holst.EB.P.Sp.B 25.2. 1 Zug", den Bahnpost-Ra3-Stempel "Post-Sped. Bur. / Hamburg-Lübeck / 25.2. Zug. No. II" und schließlich als Ankunftstempel den Kreisstempel "Bargteheide 25.2.67 1-2 N"

    Viele Grüße
    DKKW

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    • SH 14, Brief aus Gross-Brebel nach Jersbeck, 1867.jpg
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    rama
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    Geburtstag
    1. April
    • 6. Mai 2025 um 14:51
    • #42

    DKKW ,

    schade das da kein Vorname für den Herrn Inspector Heitmann genannt wird. Gib es da noch einen Text zu?

    viele Grüße

    rama

  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.572
    • 6. Mai 2025 um 18:15
    • #43

    Moin rama

    leider nein, es ist nur eine Faltbriefhülle ohne Inhalt. Ich hoffe, der Brief ist gestrippt worden um beispielsweise die Renovierung des Guthauses mit zu finanzieren, alte Gutshäuser oder Schlösser sind ja echte Geldschlucker. Nicht dass mal irgendein böser Bube das Archiv geplündert hat.

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.572
    • 9. April 2026 um 12:12
    • Neu
    • #44

    Hallo zusammen,

    ein Thema das mich gerade umtreibt sind die Grenzporto-Vereinbarungen zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark. Jørgen bzw. Baldersbrynd gab mir die Erlaubnis sein vor Jahren erschienenes Buch Grænse-Forsendelser / Grenz-Sendungen zu benutzen. Auf meinen Aufruf in der ARGE SH bekam ich vielen Reaktionen und Scans von Grenzportobriefen. Für die Herbstausgabe unserer Forschungsberichte plane ich den 1. Teil einer Artikelreihe zu diesem Thema: Die Grenzportovereinbarung zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein vom 30.6.1865.

    Ich selbst konnte kürzlich so einen Brief erwerben, der Anbieter hatte offenbar nicht erkannt, dass es sich um einen Grenzportobrief handelte. Der Zustand des Briefes ist nicht so doll, entsprechend günstig habe ich ihn bekommen.

    Auf der Schleswiger Seite waren die Postämter in Christiansfeld, Hadersleben Lügumkloster und Tondern in die Grenzportoregelung einbezogen, auf dänischer Seite die Postämter Kolding, Ribe und Skodborghus. Später kamen auf deutscher Seite weitere neueröffnete Postanstalten hinzu. Das Porto im Grenzrayon betrug 1 1/4 Sch. bzw. 4 Sk., entsprach also dem jeweiligen Inlandsbriefporto

    Hier das angesprochene Faltkuvert ohne Inhalt aus Christensfeld nach Kolding. Die 1 1/4 Sch. Marke Herzogth. Schleswig (Mi. Nr. 4) wurde mit dem dän. Kreisstempel (mit Posthorn) 28.12. entwertet. Dieser Stempel ist im ARGE-Handbuch vom 28.06.1860 bis zum 24.12.1865 nachgewiesen. Der Brief könnte also aus dem Jahr 1864 stammen.. es sei denn wir haben es mit einem neuen Letztdatum zu tun, dass ist aber ohne inwendige Datierung nicht nachweisbar,

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

    • SH4, Grenzportobrief nach Kolding, DK, 28.12.(1864).jpg
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