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Wer erklärt mir diesen Beleg ? Gebühr bezahlt

    • identifizieren
  • mars
  • 30. September 2010 um 08:42
  • Erledigt
  • mars
    aktives Mitglied
    Beiträge
    154
    • 30. September 2010 um 08:42
    • #1

    Hallo Wissende,

    wer kann mir diesen Beleg erklären ?

    Warum ist auf einem "Gebühr bezahlt" - Beleg, ein Stempel " Freimarken beschädigt"?

    Wie errechnet sich die Gebühr für die durchkreuzten Marken ?


    Danke für die Hilfe,

    mars

    2 Mal editiert, zuletzt von mars (30. September 2010 um 08:44)

  • kartenhai
    Stamm Mitglied
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    • 30. September 2010 um 10:35
    • #2

    Hallo mars,

    Es handelt sich dabei wohl um eine Teilbarfrankatur.
    Da wurde 1985 wohl eine Preisliste oder ein Prospekt (Bitte nicht knicken) versandt, die aufgeklebten 45 Pfennig waren wohl zuwenig für das Gewicht des Briefes, die fehlende Gebühr wurde bar einbezahlt und durch den Stempel „Gebühr bezahlt“ dokumentiert,
    die Marken aber vergaß der Postbeamte zusätzlich zu stempeln.
    Das Empfänger-Postamt holte das brutal mit einem Kugelschreiber nach mit erläuterndem Stempel und Unterschrift. „Beschädigte Freimarken eingegangen“ gilt wohl auch für „nicht entwertete Freimarken“.

    Gruß kartenhai

  • mars
    aktives Mitglied
    Beiträge
    154
    • 1. Oktober 2010 um 09:11
    • #3

    Hallo Kartenhai,


    man muss also davon ausgehen, dass die Marken zuertst aufgeklebt wurden und danach dann die Teilbarfrankatur erfolgte.

    Wenn ich mich mit diesen Erkenntnissen, den Beleg ansehe ( Anordnung der marken zu den Stempeln usw.) und ich auch kaum glauben kann, dass ein Briefmarken-Händler die aktuellen Tarife nicht kannte, muss ich also von einem
    "philatelistischem Bedarfsbeleg" ausgehen.
    Mir liegt ein ähnliches Stück, nur mit anderen Marken, vor.


    Danke und viele Grüsse

    mars

  • kartenhai
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    • 1. Oktober 2010 um 09:56
    • #4

    Hallo mars,

    so erkläre ich mir das auch, der Brief muß knapp über einer wichtigen Gewichtsgrenze gelegen haben, die der Händler versehentlich nicht erkannt hat, deshalb die unbeabsichtigte Unterfrankatur.

    Bin aber kein Spezialist in diesen Sachen, vielleicht meldet sich noch einer dazu. :)

    Gruß kartenhai

  • mx5schmidt
    Stamm Mitglied
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    25. September 1958 (67)
    • 1. Oktober 2010 um 12:02
    • #5

    Hallo Ihr beiden,

    Ich habe eine etwas andere Deutung für diesen Beleg!

    Das ist eine Massendrucksache, wie es sie zu dieser Zeit wie die Bezeichnung ausdrückt wirklich "in Massen" gab.

    Massendrucksachen wurden vom Absender mit Postwertzeichen ausreichend frankiert und dann, ebenfalls vom Absender, mit dem gezeigten Stempel mit Einsatz "Gebühr bezahlt", später "Entgelt bezahlt" auch gleich maschinell entwertet.

    Dieses Vorgehen hatte überhaupt nichts mit einer Teilbarfrankatur zu tun!

    In diesem Falle wurden die beiden Postwertzeichen dabei vom Absender schlicht und einfach ein Stückchen zu tief auf den Umschlag geklebt und daher von der Absender-Stempelmaschine nicht getroffen.

    Es folgte bei der Post die in solchen Fällen übliche handschriftliche Entwertung, in diesem Falle vermutlich bereits beim Aufgabepostamt.

    Im Zustellpostamt Berlin 31 fiel diese gerade für Massendrucksachen nicht alltägliche Art der Entwertung auf und man brachte den netten Nebenstempel an, wohl, um darauf hinzuweisen, dass in diesem Falle nicht der Zusteller für das Verhunzen des Beleges verantwortlich zeichnete.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

  • mars
    aktives Mitglied
    Beiträge
    154
    • 1. Oktober 2010 um 19:35
    • #6

    Hallo mx5schmidt,


    die Erklärung ist ziemlich logisch.
    Ich habe mir nochmal die Marken angesehen.
    An einer kleiner geprägten Rille, welche vor den Marken beginnt, über beide Marken läuft (auch auf dem 2. Beleg so vorhanden) und erst in Höhe des Tagestempels endet, ist ersichtlich, dass die Marken vor den Abstemplung schon auf dem Beleg waren. Die Rille rührt von einer Führungsschiene oder Einspannvorrichtung an der Stempelmaschine her.

    Aber weshalb das Porto nur 0,45 DM ( auch auf beiden Belegen), Michel sagt Mindestporto 0,50 DM. Kann es für Massendrucksachen / Selbstauflieferer o.ä., abweichende Porti gegeben haben ?

    Danke

    mars

  • mx5schmidt
    Stamm Mitglied
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    25. September 1958 (67)
    • 1. Oktober 2010 um 21:56
    • #7

    Hallo mars,

    da der Absender im Falle vom Massendrucksachen der Post einen gewissen Teil der Arbeit abnahm galten für diese Sendungsart günstigere Gebühren als für Drucksachen.

    Die Gebühren hingen von der eingelieferten Stückzahl, der Vorsortierung nach Postleitzahlen usw. ab. Das war ein ganz ureigener Tarifdschungel für sich!

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

  • mars
    aktives Mitglied
    Beiträge
    154
    • 2. Oktober 2010 um 20:22
    • #8

    Danke für eure Antworten.


    viele Grüsse

    mars

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