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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Wie fand der Postbote in AD seine Empfänger ?

  • mars
  • 15. September 2010 um 09:20
  • mars
    aktives Mitglied
    Beiträge
    154
    • 15. September 2010 um 09:20
    • #1

    Hallo an alle Interessierten,


    ich möchte einen neuen Thread eröffnen, mit einer Frage die mich schon länger bewegt.

    Obwohl ich oben die Frage nach AD stelle, sollten die Antworten nicht eingeschränkt werden.

    Ich sehe immer wieder wunderschöne Belege aus der Zeit der Vorphilatelie und der "Alten Staaten", auf denen, ausser Namen und Ort nicht angegeben ist.

    Gelegentlich ist ja noch eine Gaststätte, Mühle o.ä. genannt, aber wie fand der Postbote (natürlich direkte Botenbriefe ausgenommen), ohne Strassennamen o.ä., den Empfänger ?

    Eure Gedanken zu diesem Thema würden mich sehr interessieren.

    Ging es evtl. nach Adressbuch (hatte jeder grössere Ort überhaupt eins)?

    Beste Sammler-Grüsse

    Reinhard

  • 22028
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    6. Januar 1958 (68)
    • 15. September 2010 um 10:11
    • #2

    Als nicht AD Sammler schätze ich mal dass es damals kaum große Mengen an Privat Korrespondenz von Otto-Normal-Verbraucher gab sondern hauptsächlich von Geschäftsleuten und höher gestellten Persönlichkeiten.
    Diese waren relativ bekannt und der Briefträger hatte keine Probleme die Adressaten zu lokalisieren.

    Tibet, Nepal-Klassische Ausgaben, Irak-Eisenbahnmarken 1928-1942, Irak-Zwangszuschlagsmarken Hochwasser 1967, Overland Mail Baghdad-Haifa, SCADTA-Provisorische Einschreibmarken der Ausgabe 1921 & 1923, Kolumbien- Halbamtliche Ausgaben

  • Magdeburger
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    • 15. September 2010 um 11:14
    • #3

    Hallo Rainer

    in Preussen stand es jedem Empfänger frei, seine Post beim Postamt abzuholen. Dies wurde in der mir vorliegenden Postverordnung vom 18.12.1824 schon so geregelt.
    Durch die "Selbstabholung" sparte sich der Empfänger auch das sogenannte Bestellgeld.
    Die Ausnahme waren nur zustellungspflichtige Sendungen, wie Paketbegleitbriefe usw.
    In der Aussage, dass in der Regel der "Otto-Normal-Bürger" zu jener Zeit keine Post bekam, kann zugestimmt werden, Ausnahmen waren amtliche Schreiben von Gerichten usw.

    Weiterhin war es in kleineren Orten auch nicht unbedingt schwer, Empfänger zu finden.
    In größeren Orten finden sich ab der 50iger Jahre jedoch häufig genauere Anschriften. Zu den Adress-Angaben wurde auch in Amtblättern hingewiesen, da durch die zunehmenden Bevölkerungszahlen in grossen Städten, die Zustellung von Postsendungen ohne Probleme stattfinden sollte.

    Als Beispiel möchte mal zwei Passagen aus dem Amtblatt von Magdeburg zeigen:
    Einerseits die Bestellzeiten und andererseits zu den genaueren Anschriften.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • mars
    aktives Mitglied
    Beiträge
    154
    • 28. September 2010 um 09:03
    • #4

    Vielen Dank an 22028 und Magdeburger für die Antworten.

    Viele Grüsse

    mars

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    878
    • 29. September 2010 um 09:54
    • #5

    Hallo mars,

    das von dir gewählte Thema ist sehr interessant für Sammler die über den philatelistischen Horizont schauen möchten. Leider bleibt vielen nicht die Zeit dafür (wie die Resonanz hier zeigt).

    Deshalb möchte ich DICH ermuntern, dank Internet selbst zu recherchieren (was ich ständig mache).

    So zitiere ich aus dem dort gefundenen Adressbuch von Würzburg (1846):
    Das Erscheinen eines neuen Adressbuches für die Stadt Würzburg und deren nächste Umgebung ist Bedürfnis geworden ...

    Also es gab sehr früh Adressbücher, worin unter anderem alle Straßen, Gassen usw. verzeichnet waren. Damals kannte man noch keine Stadtteil-Namen, sondern teilte in Distrikte ein. Ist es erwähnenswert, dass auch schon damals alles verzeichnet, registriert war (auch damals wieherte schon der Amtsschimmel)?

    Wie 22028 schon sagte, die Firmenadressen waren bekannt (auch von Advokaten und den Behörden). Da die "Kgl. Kreis-Hauptstadt" Würzburg eine Universitätsstadt war und ist waren auch damals schon viele Studenten in der Stadt. Auf Briefen an diese Studenten findet man oft gegenaue Adressen, wie hier ein Briefumschlag aus Preußen, wo wie magedeburger schon schrieb, das etwas exakter gehandhabt wurde.

    Wie du siehst, war die Adresse vorbildlich (tja die Preußen!):

    Ort = Würzburg / Land = Bayern

    Straße = Bonesmühlgasse / Distrikt I
    Haus-Nr. = 290

    Natürlich gab es auch dateilierte Stadtpläne. Dort kann man noch die Adresse lokalisieren.

    1852 nennt das Adressbuch 5 Briefträger (incl. dem Oberbriefträger). Da Würzburg 5 Distrikte hatte wäre rein rechnerisch jeder Briefträger für einen Distrikt vorhanden gewesen. Und da war die Kenntniss wer wo wohnte wohl nicht so schwer. Ob die Post selbst mit den Adressbüchern ausgestattet war, dafür habe ich noch keinen Nachweis gefunden.

    Noch vieles wäre zu den Adressen in Bezug auf die Stadtentwicklung, die dann seinen Niederschlag auch in den Poststempeln fand (Zusätze wie Bahnhof und Stadt oder sogar Stadtteilnamen) zu sagen. Aber das wäre ein anderes Thema - oder?

    Beste Grüße
    Luitpold

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