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Briefvermerke im 18.Jahrhundert

  • Michael D
  • 29. August 2010 um 13:50
  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    Geburtstag
    5. August
    • 29. August 2010 um 13:50
    • #1

    Liebe Sammlerfreunde,

    Vermerke auf Briefen des 18.Jahrhunderts sind nicht immer klar interpretierbar, u.a. mangels Vergleichsmaterial oder auch wegen fehlender Instruktionsunterlagen.
    Vielleicht kann mir aber jemande bei dem folgenden Brief helfen.

    Es handelt sich um einen teilfrankierten Brief aus St. Petersburg nach Hodimont aus dem Jahre 1778.
    Er lief franco Wesel mit der preußischen Post und wurde dort an die niederländische Post übergeben.

    Mir geht es um die doppelten diagonalen Rötelstriche. Einer der Vorbesitzer interpretierte sie als Kontrollstriche der Taxis-Post.

    Kontrollstriche ist möglich, allerdings von Taxis ? Meiner Interpretation nach wurde der Brief nur von der russischen/preußischen/niederländischen Post befördert.
    Evtl. könnten die Striche auch mit der Differenz zwischen "5" und "7" Stüber (oben rechts) zu tun haben ?

    Kennt jemand solche Diagonalstriche aus dieser Zeit ?

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.456
    • 29. August 2010 um 14:43
    • #2

    Hallo Michael D,

    mit den beiden Strichen kann ich Dir leider nicht weiterhelfen. Aber zur Postroute kann ich etwas helfen.
    Thurn & Taxis versah durchaus im linksrheinischen Gebiet den Postdienst bis Holland und Belgien hinein. Wesel war Übernahmepostamt für Post aus Preußen (und Russland). Die Route ging über Geldern, Tegelen und Horn nach Maaseik (Oberpostamt) und von dort über Maastricht nach Lüttich. Irgendwo an dieser Strecke wird die Post dann nach Verviers abgeleitet worden sein.
    Quelle: Münzberg, Thurn&Taxis 1490-1867, Teil III (S.58ff)

    Viele Grüße
    DKKW

  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    5. August
    • 29. August 2010 um 15:36
    • #3

    Hallo DKKW,

    gibt Münzberg auch den Zeitraum an, bis wann T&T diese Routen bediente ?
    Und warum dies weiterhin, trotz neuem Postvertrag zwischen Preußen und den Niederlanden, so gehandhabt wurde ?

    Stephan führt dies in seiner Postgeschichte leider nicht aus. Dort wird nur aufgeführt, dass in dem PV von 1775 direkte Kartenschlüsse zwischen Dordrecht, Leyden, Amsterdam, Rotterdam, Haag, Arnheim, Nymwegen und Cleve, Wesel, Emmerich und Duisburg eingerichtet wurden.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • solid611
    aktives Mitglied
    Beiträge
    129
    • 29. August 2010 um 20:26
    • #4

    Hallo Michael,

    Hodimont bzw. Vervier(s) lagen in der Zeit in den Österreichischen (vorher Spanischen) Niederlanden, die nicht zu den Vereinigten Niederlanden gehörten, mit denen Preußen Verträge hatte.

    Hier hatte Taxis wie im Kaiserreich die Post als Erblehen. Und alle Post dorthin ging ab Wesel über Taxis. Die niederländische Post hatte damit nichts zu tun.

    Die Rötelstriche kann ich nicht erklären aber die Taxe ab Wesel dürfte 7 Sol betragen haben. Nach der Taxe von Vervier aus 1782 betrug das Franko bis Wesel jedenfalls diese 7 Sol und Hodimont und Vervier liegen ganz dicht zusammen.

    Viele Grüße
    solid611

  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.456
    • 29. August 2010 um 21:02
    • #5

    Hallo Michael,

    habe den Münzberg erst gestern aus der Philabibliothek München ausgeliehen und stöber noch im Inhalt rum. Glaube aber nicht, dass dazu etwas drin steht. Ich vermute, dass die Th. & T. Post in diesem Gebiet in dem Moment aufhörte zu existieren, als die Franzosen im Zuge der Revolutionskriege das linksrheinische Gebiet "einsackten" Wann das im einzelnen geschah weiss ich nicht, da müsste ich erst einmal bei wikipedia nachsehen.

    Viele Grüße
    DKKW

  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    Geburtstag
    5. August
    • 29. August 2010 um 21:43
    • #6

    Hallo DKKW,

    die linksrheinische Franzosenzeit bedeutete sicherlich das Ende der Taxis-Post in diesem Gebiet (bis auf die später folgende, kurze Überrheinzeit).
    Von daher hat sich meine Frage eigentlich erübrigt.
    Danke jedenfalls.


    Hallo solid611,

    die Österreichischen Niederlande sind ein gutes Stichwort. Das erklärt die Zuständigkeit der Taxis-Post natürlich.

    Auf dem Brief ist etwas oberhalb der 7 noch eine gestrichene 5 zu sehen. Kann es sein, dass der Postkurs bis Lüttich 5 Sols und die restliche Strecke bis Hodimont dann noch 2 Sols gekostet hat ?
    Oder ist eine Leitung über Lüttich nicht wahrscheinlich ?

    Vielen Dank !

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • solid611
    aktives Mitglied
    Beiträge
    129
    • 31. August 2010 um 14:27
    • #7

    Hallo Michael,

    die Leitung über Lüttich ist nicht nur wahrscheinlich, sondern fast sicher. Der Postkurs lief wie von DKKW bereits beschrieben ab Wesel über Maaseik nach Lüttich und weiter bis Sedan. Von Lüttich führte ein Nebenkurs nach Verviers.

    Also ist die Taxierung bis Lüttich und dann weiter durchaus wahrscheinlich.

    Viele Grüße
    solid611

  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    5. August
    • 31. August 2010 um 16:09
    • #8

    Hallo solid611,

    Danke für die Bestätigung.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Wolffi 14. September 2021 um 09:03

    Hat das Thema aus dem Forum Altdeutschland nach Europa verschoben.

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