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Ausgaben 2010 - Österreich

  • briefmarken-forum.com
  • 15. August 2010 um 00:20
  • briefmarken-forum.com
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    • 26. August 2010 um 23:57
    • #41

    Rose

    Die vorliegende Sondermarke, das Treuebonusgeschenk 2010, zeigt in ihrem Motiv eine schlichte Rose – gemalt von der bekannten Markenkünstlerin Mag. Brigitte Heiden. Das zarte Bild voll „duftender Schönheit“ reduziert das Thema „Blumen“ vortrefflich auf gleichermaßen virtuose wie ästhetische Weise.

    Die Rose gilt seit jeher als Symbol der Liebe, der Freude und der Jugendfrische; so war sie im Altertum den Göttern Aphrodite, Eros, Dionysos, Isis und Flora geweiht, bei den Germanen war sie die Blume der Freya. Antike Sagen beschreiben die Entstehung der Rose in unterschiedlicher Form: Als Überbleibsel der Morgenröte auf Erden, als jene Pflanze, die gemeinsam mit Aphrodite dem Meeresschaum entstiegen sei, oder aber, dass sie aus dem Blut von Adonis stamme. Mit der Rose war auch die Vorstellung des Schmerzes verbunden („Keine Rose ohne Dornen“) bzw. wegen ihrer hinfälligen Kronblätter mit Vergänglichkeit und Tod. Andere überlieferte Schriften belegen, dass die rote Farbe einst auf das Blut der Nachtigall zurückgeführt wurde, welche die ursprünglich weiße Rose zu stürmisch umarmte, oder auf das Blut der Aphrodite, die sich an den Dornen der Rose verletzte.

    Die Römer feierten im Frühling den „dies rosae“, das Totenfest – diese Rosalia waren eine Art Allerseelenfest. Später gingen sie im christlichen Pfingstfest auf, bei einigen slawischen Völkern wurden sie zum Naturfest „Rusalija“ und zu den weiblichen Dämonen „Russalki“. Bei den Germanen wurden die Rosen indes mit dem Tod in Verbindung gebracht; sie wurden auf Opferplätzen und Gräbern gepflanzt. In der Ostschweiz und im Allgäu werden abgelegene Friedhöfe auch heute noch oftmals als Rosengärten bezeichnet. Interessant: Die weiße Rose galt in vielen Kulturen auch als Zeichen der Verschwiegenheit – so wurden bei antiken Gelagen weiße Rosen aufgehängt, und alles „sub rosa“ Gesprochene durfte nicht nach außen dringen. Im Mittelalter freilich wurde die Rose im Zuge der Marienverehrung zu einem wichtigen christlichen Symbol. Die Heilige Jungfrau erhielt Beinamen wie „die Rose ohne Dornen“ oder „die schönste Rose unter den Frauen“. Auch im Islam gilt die Rose als heiliges Symbol; so ließ Saladin nach der Eroberung Jerusalems im Jahre 1187 den Felsendom mit Rosenwasser vom christlichen Glauben "säubern". Dass die Rose in ungezählten Sagen, Legenden, Märchen, Gedichten und Liedern eine wichtige Rolle spielt, beweist darüber hinaus auch ihre literarische Bedeutung. Dornröschen, Schneeweißchen und Rosenrot und Goethes berühmtes „Heidenröslein“ stehen stellvertretend für tausende andere poetische Werke.

    [Blockierte Grafik: http://i39.servimg.com/u/f39/11/89/60/18/rose10.jpg]

    Erscheinungsdatum: 03.09.2010
    Auflagenhöhe: 200.000
    Druckart: Offset
    Entwurf: Brigitte Heiden
    Druck: Österreichische Staatsdruckerei
    Art: Sonderpostmarke

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    • 27. August 2010 um 23:56
    • #42

    Orient Express

    Der vorliegende Markenblock stellt eine philatelistische Premiere dar, ist er doch die erste Gemeinschaftsausgabe von Österreich und Rumänien. Das gewählte Thema lautet „Orient Express“, jene legendäre Bahnverbindung also, welche die beiden Länder einst auf äußerst luxuriöse Weise miteinander verband. Das attraktive Blockmotiv zeigt im Hintergrund eine Landkarte, auf der die entsprechende Strecke verzeichnet ist, den Pariser Ostbahnhof, das Wiener Riesenrad und die berühmte Moschee „Hagia Sofia“ von Istanbul, weiters den Schriftzug „Orient Express“ und das imposante Bahnschild. Die beiden Markenbilder selbst zeigen jeweils historische Lokomotiven des Orient Express sowie die beiden Durchfahrts-Städte Salzburg und die frühere königliche Sommerresidenz Sinaia in Rumänien.
    Zur Geschichte: In der Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg war der Orient Express ein Luxuszug der „Compagnie Internationale des Wagons-Lits“, der Paris und Konstantinopel (dem heutigen Istanbul) verband. Man schrieb den 5. Juni 1883, als dieser zum ersten Mal vom Bahnhof Paris Ost in Richtung Osten fuhr – ein feudaler Hotelzug der Ersten Klasse mit Salon-, Schlaf- und Speisewaggons. In den ersten Jahren endete die Fahrt in der rumänischen Stadt Giurgiu, Reisende nach Konstantinopel mussten per Fähre die Donau überqueren, mit einem normalen Zug nach Warna weiterreisen und von dort aus das Schiff nehmen. Erst ab 1888 verkehrte der Orient Express durchgehend über Budapest, Belgrad und Sofia bis nach Konstantinopel. Die Reisezeit auf der 3.186 Kilometer langen Strecke betrug fast 70 Stunden, es gab lokale Speisen und verschiedene Folklore-Darbietungen zur Unterhaltung der betuchten Passagiere. Bekannt wurde der Orient-Express nicht nur durch seinen Luxus und das Publikum aus dem europäischen Hoch- und Finanzadel, sondern auch durch manch spektakulären Vorfall. So brachte 1891 ein griechischer Räuber den Zug westlich von Konstantinopel zum Entgleisen, entführte vier Männer und ließ diese erst frei, nachdem ein beträchtliches Lösegeld bezahlt worden war. Wenige Jahre später wurde ein Gesandter der französischen Regierung in seinem Abteil ermordet, und selbst 1950, die Bahn war zu dieser Zeit längst ein normaler D-Zug, wurde ein US-Militärattaché von Ostblock-Agenten überfallen und beraubt.
    Nach einer wechselvollen Geschichte in den vergangenen Jahrzehnten verkehrte zuletzt nur noch ein kleiner Rest dieser legendären Verbindung auf der Strecke Straßburg – Wien; im Dezember 2009 wurde jedoch auch diese Route gestrichen, was das endgültige Aus für den Orient Express bedeutete. Verschiedene Romane und berühmt gewordene Filme trugen freilich nicht unwesentlich zum Ruhm dieses Zuges bei. Stellvertretend für viele andere seien hier Agatha Christies „Mord im Orient Express“ und der James Bond-Film „Liebesgrüße aus Moskau“ erwähnt.

    [Blockierte Grafik: http://i39.servimg.com/u/f39/11/89/60/18/ank6610.jpg]

    Erscheinungsdatum: 06.09.2010
    Auflagenhöhe: 170.000
    Druckart: Offset
    Entwurf: Razvan Popescu
    Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V.
    Art: Blockausgabe

    Beste Grüsse

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    • 28. August 2010 um 20:03
    • #43

    Sakrale Kunst in Österreich - Kruzifix / Erzabtei St. Peter in Salzburg

    Von jenen Stimmen, die das Kruzifix von Jakob Adlhart in seiner Bedeutung für die im Expressionismus erneuerte christliche Kunst in Österreich richtig erkannten, sei der Schriftsteller Josef August Lux (1871–1947) zitiert: „Die schlichte monumentale Halle des Benediktinums ist erfüllt von den heiligen Schauern, die das berühmte überlebensgroße Kruzifix, ein Werk des jungen Meisters Adlhart in Hallein, auf die zur Andacht bewegten Betrachter ausströmt. Tausende von Kunstpilgern aus aller Herren Länder sind durch diese Halle gezogen, erschüttert von der ergreifenden Predigt dieses Schmerzensmannes und seines leidvoll milden Antlitzes, das sich tief zu dem Betrachter herabneigt. Angesichts dieses neuen Werkes haben gewiegte Kenner bekannt, dass sie nun an eine religiöse Wiedergeburt der Kunst glauben können.“

    Das Kollegkreuz, das inzwischen nach seinem Schöpfer auch „Adlhart-Kreuz“ genannt wird, hängt seit 1926 – nur kurz unterbrochen zwischen 1941 und 1945 – an jenem Platz im Foyer des Kollegs St. Benedikt, dem dritten Klosterhof der Erzabtei St. Peter in Salzburg, für den es Jakob Adlhart geschaffen hat.

    Zur Geschichte seines Entstehens: Dem Stift St. Peter in Salzburg stand seit Dezember 1922 P. Petrus Klotz als Abt vor; dieser beauftragte den deutschen Architekten Peter Behrens, den dritten Hof des St. Peter-Stiftes als Kolleg St. Benedikt zu errichten. Es sollte als Studienhaus für Theologiestudenten des deutschen Sprachraumes dienen – eine bauliche Voraussetzung, um die Salzburger Universität wieder errichten zu können. Behrens plante für das Foyer eine kubistische Kreuzplastik des deutschen Bildhauers Ludwig Gies, die jedoch missfiel. Nun lenkte der Archivar Dr. Franz Martin die Aufmerksamkeit auf die Halleiner Werkstätten für kirchliche Kunst des Vaters Jakob Adlhart, die eben von Abt Dr. Klotz beauftragt worden waren, drei monumentale Altarfiguren von Andreas Lackner aus dem ehemaligen Abtenauer Altar zu restaurieren. Der junge Jakob Adlhart, geboren am 1. April 1898 in München, war 1923 von seiner Ausbildung bei Prof. Anton Hanak zurückgekehrt und voll schöpferischen Tatendrangs. Sein Kreuzmodell gefiel – und der Auftrag wurde erteilt. Jakob Adlhart schuf es in der Halleiner Werkstatt, Burgfried 5, wobei ihm die beiden „Hanaken“ Roland von Bohr und Arthur Rauch assistierten. Als dritter Künstler wurde Anton Faistauer (1887–1930) beauftragt; er malte die Fresken an der Ost- und Südfassade des Kolleghofes.

    [Blockierte Grafik: http://i39.servimg.com/u/f39/11/89/60/18/at291910.jpg]

    Erscheinungsdatum: 14.09.2010
    Auflagenhöhe: 160.000
    Druckart: Kombinationsdruck
    Entwurf: Mag. Robert Trsek
    Stich: Mag. Robert Trsek
    Druck: Österreichische Staatsdruckerei
    Art: Sonderpostmarkenserie

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    • 29. August 2010 um 15:37
    • #44

    50 Jahre OPEC

    Die Organisation Erdöl exportierender Länder, kurz OPEC (Organization of Petroleum Exporting Countries), ist eine internationale Organisation, die im September 1960, also vor genau 50 Jahren, in Bagdad gegründet wurde. Seit 1965 hat das Kartell seinen Sitz in Wien. Die ursprünglichen Mitglieder waren Iran, Irak, Saudi-Arabien, Kuwait und Venezuela; später schlossen sich weitere sieben Staaten (Libyen, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Angola, Algerien und Nigeria) an. Des Weiteren waren Ecuador von 1973 bis 1992 und Gabun von 1975 bis 1992 Mitgliedstaaten der OPEC. Im November 2007 kehrte Ecuador nach 15-jähriger Pause in die Organisation zurück, Indonesien trat indes im Jänner 2009 aus.

    Die OPEC-Mitgliedsländer fördern in Summe etwa 40 Prozent der internationalen Erdölproduktion und verfügen über rund drei Viertel der weltweiten Erdölreserven. Nachdem jedoch alle Nicht-OPEC-Staaten ihr Fördermaximum überschritten haben, ist zu erwarten, dass der Einfluss der OPEC künftig noch weiter steigen wird. Das Ziel der OPEC ist klar: Ein monopolisierter Ölmarkt, der sich gegen die Preisbildung auf dem Weltmarkt durch die Festlegung von Förderquoten für die einzelnen OPEC-Mitglieder und die Regelung der Erdölproduktion absichern kann. Durch die künstliche Verknappung oder Steigerung der Ölförderung soll der Preis weltweit nach Absprache aller OPEC-Mitgliedsländer in der Form angepasst werden, dass er innerhalb eines fix definierten, für einen längeren Zeitraum gültigen Zielpreiskorridors liegt.

    Die offiziellen Organe der OPEC sind die Ministerkonferenz, der Rat der Gouverneure, das Sekretariat sowie der Generalsekretär. Darüber hinaus sind ein Rechtsbeirat (General Legal Council) und ein Interner Auditor (Rechnungsprüfer) eingerichtet. Zweimal jährlich treffen sich die für Energie und Erdöl zuständigen Minister der OPEC-Mitgliedsländer zur Ministerkonferenz, um den Stand des Erdölmarktes zu beurteilen und entsprechende Maßnahmen vorzubereiten – diese sollen dazu dienen, einen stabilen Ölmarkt zu gewährleisten sowie die eigenen Rohöl-Gewinne zu sichern. Wesentlich ist dabei die Festlegung der entsprechenden Förderquoten, die seit 1985 an die vorhandenen Reserven gebunden sind. Bei Überschreitung der festgelegten Quoten kann die Ministerkonferenz freilich Sanktionen einleiten – dass dies bislang noch nicht geschehen ist, liegt vor allem an der Tatsache, dass die einzelnen Staaten ihre Ölvorkommen in der Vergangenheit stets nach oben korrigierten.

    Am 17. März 2010 wurde das neue Hauptgebäude der OPEC in Wien (Ecke Wipplingerstraße – Helferstorferstraße im 1. Bezirk) bei der 156. Tagung offiziell eröffnet. Die entsprechenden Mietkosten werden von der Republik Österreich und der Stadt Wien zu gleichen Teilen getragen.

    [Blockierte Grafik: http://i39.servimg.com/u/f39/11/89/60/18/opec10.jpg]

    Erscheinungsdatum: 14.09.2010
    Auflagenhöhe: 160.000
    Druckart: Offset
    Entwurf: Michael Rosenfeld
    Druck: Österreichische Staatsdruckerei
    Art: Sonderpostmarke

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    • 30. August 2010 um 20:04
    • #45

    Petit Point

    Kleiner Punkt und große Stickkunst

    Kaiserin Maria Theresia stickte für ihr Leben gern. Die Hofdamen stickten um die Gunst der Kaiserin. Wer am Wiener Hof Rang und Namen behalten wollte, bewunderte ihre Stickkunst.
    Das gesamte Kaiserreich stickte Petit Point. Von 1720 bis 1775 war Petit Point die exklusive Stickkunst der Aristokratie. Nach handbemalten Vorlagen setzten Königinnen wie Prinzessinnen mit der Lupe 19 x 19 Stiche pro Quadratzentimeter auf den Grundstoff. Von rechts nach links. Sie führten den Stickfaden auf der Rückseite über zwei Fäden, die das Stickmotiv auf der Vorderseite plastisch nach oben drückten. Petit Point genoss im Wiener Rokoko Kultstatus. Diesen okkupierte Marie Antoinette für die französische Modewelt von Versailles. Im Jahre 1804 erstmals editierte Vorlagen für Petit Point Stickereien beschleunigten ihren demokratischen Durchbruch. Die großbürgerlichen Damen, die sich stets am höfischen Chic orientierten, widmeten ihre Mußestunden dem mondänen Zeitvertreib. Im Biedermeier avancierte die Rose zum Lieblingsmotiv der stickenden Gesellschaft. Sie zierte ihre persönlichen Accessoires mit Petit Point Stickerei und fügte spezifische Attribute hinzu: Ton in Ton abgestufte Pastellfarben entsprachen dem Ideal häuslicher Harmonie. Mit der Schattierung der Garnfarben bekam die kleinen Punkt Stickerei Tiefe.

    Petit Point ist ein Wiener Kulturgut mit kaiserlichem Brief und großbürgerlichem Siegel. Es ist ein international bekanntes und weltweit geschätztes Kennzeichen hochwertiger Souvenirs aus Wien. Die Anwendung von Petit Point Sticktechnik auf einer Briefmarke ist ein Novum. Das Vorarlberger Stickereiunternehmen Hämmerle & Vogel offeriert den Sammlungen der Philatelisten ein neues Kunstwerk: Die Petit Point Briefmarke. Nach der erfolgreichen Ausgabe der gestickten Premierenmarke „Edelweiß“ und ihrem Nachfolgestück „Enzian“ ist die „Rose“ dazu auserkoren, die Serie an gestickten Kunstwerken in der Größe einer Briefmarke um eine pointierte Sticktechnik zu erweitern. Aus Liebe zur Philatelie hat die Rose auf der Meistermarke die Farbe Rot.

    [Blockierte Grafik: http://i39.servimg.com/u/f39/11/89/60/18/petit10.jpg]

    Erscheinungsdatum: 17.09.2010
    Auflagenhöhe: 180.000
    Druckart: Offset
    Entwurf: Michael Rosenfeld
    Druck: Österreichische Staatsdruckerei
    Art: Blockausgabe

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  • briefmarken-forum.com
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    • 31. August 2010 um 14:14
    • #46

    Serie Eisenbahnen - 100 Jahre Wechselbahn

    Mit der neuen Sondermarke „100 Jahre Wechselbahn“ findet eine der beliebtesten österreichischen Markenserien („Eisenbahnen“) ihre attraktive Fortsetzung; die Gestaltung des Motivs – es zeigt eine historische Lokomotive aus der k. k. StB Reihe 199 – stammt vom bewährten Künstlerduo Peter Sinawehl (Entwurf) und Prof. Gerhart Schmirl (Stich).

    Die Wechselbahn, am 12. Oktober 1910 feierlich eröffnet, verbindet die beiden Orte Aspang-Markt in Niederösterreich und Friedberg in der Steiermark; ihren Namen erhielt sie freilich, weil sie auf ihrer Strecke den mächtigen Gebirgszug des Wechsels mit einem fast 2,5 Kilometer langen Wasserscheidetunnel, welcher den großen Hartberg durchbricht, unterfährt. Zwischen den Wasserläufen des Taucher- und des Pinkabachs wird der Hochfeldrücken mit einem weiteren, knapp über 1.200 Meter langen Tunnel durchstoßen. Die Summe der erstiegenen Höhen von Aspang bis Hartberg beläuft sich auf etwa 200 Meter, in umgekehrter Richtung auf 346 Meter. Die Wechselbahn verbindet die Aspangbahn sowohl mit der Thermenbahn (von Friedberg nach Fehring) als auch mit der Pinkatalbahn (von Friedberg nach Oberwart).

    Wie aufwändig und überaus gefährlich sich die Errichtung dieser Eisenbahnlinie gestaltete, belegen traurige Zahlen: 16 Arbeiter kamen während der mühsamen Bauarbeiten in den Jahren von 1907 bis 1910 ums Leben, und mehr als 1.600 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Ein weiteres Beispiel aus der im wahrsten Sinne des Wortes „dunklen Vergangenheit“ der Wechselbahn ist freilich die Tatsache, dass die Tunnel bei Mönichkirchen dem beweglichen Führerhauptquartier „Frühlingssturm“ vom 12. bis 25. April 1941 als Ort zur Leitung des Balkanfeldzuges dienten.

    Seit Anfang 2005 werden auf der Wechselbahn-Strecke im Personenverkehr die Triebwagen ÖBB 5022 („Desiro“) von Siemens und VT 5047 eingesetzt, bei mit Lokomotiven bespannten Zügen – zum Großteil handelt es sich dabei um die so genannten „City-Shuttle-Garnituren“ – indes die Baureihe 2016 („Herkules“). Güterzüge sind meist ebenfalls mit diesem Typ bespannt. Davor, also bis 2005, fuhren auf der Strecke die VT 5047 und die VT 5147 sowie Lokomotiven der Reihen 2043 und 2143.

    [Blockierte Grafik: http://i39.servimg.com/u/f39/11/89/60/18/wechse10.jpg]

    Erscheinungsdatum: 19.09.2010
    Auflagenhöhe: 160.000
    Druckart: Kombinationsdruck
    Entwurf: Peter Sinawehl
    Stich: Prof. Gerhart Schmirl
    Druck: Österreichische Staatsdruckerei
    Art: Sonderpostmarkenserie

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  • briefmarken-forum.com
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    • 2. September 2010 um 09:37
    • #47

    Tag des Sports 2010 - Brüder Linger

    Nicht nur auf der Rodel, sondern auch außerhalb des Eiskanals sind Andreas und Wolfgang Linger ein in hohem Maße eingespieltes Team. Die „Brüder Linger“ aus Absam in Tirol sind, spätestens seit ihrem Olympiasieg vor vier Jahren in Turin, ein allseits bekannter Begriff in der Welt des Sports; ihre erfolgreiche Titelverteidigung bei den heurigen Olympischen Spielen in Vancouver, ihr zweites Olympia-Gold also, machte sie freilich zu echten Superstars. Beim traditionellen Tag des Sports auf dem Wiener Heldenplatz werden die sympathischen Rodler nun mit einer eigenen Briefmarke ausgezeichnet.

    Andreas Linger, Jahrgang 1981, und Wolfgang Linger, Jahrgang 1982, maturierten beide am Sportgymnasium in Innsbruck; danach wechselten sie zum Bundesheer, wo sie als Spitzensportler die nötige Unterstützung für ihren harten Trainingsalltag erhalten. Mit der Qualifikation für die Olympiade in Salt Lake City (2002) begann die beispiellose Karriere der jungen Tiroler. Bereits ein Jahr später, im Februar 2003, wurden sie in Sigulda (Lettland) Weltmeister im Doppelsitzer-Bewerb. Darüber hinaus gehen mehrere Weltcupsiege auf ihr Konto, jeweils zwei Silber- und Bronzemedaillen bei Europameisterschaften und last, but not least der Titel „Europameister“ im vergangenen Winter. Die Krönung ihrer sportlichen Erfolge und die Basis ihrer großen Popularität ist jedoch ohne Zweifel ihr zweifacher Triumph bei den Olympischen Spielen 2006 und 2010.

    „Der Sport war schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens und mich dafür zu motivieren, fiel mir nie schwer“, meint Andreas Linger. „Es macht mir Spaß, mich zu bewegen und ich liebe den sportlichen Wettkampf.“ Das Motto des ehrgeizigen Athleten ist klar: „Ich versuche einfach, jeden Tag ein weiteres Stückchen meines Weges zurückzulegen.“ Sein jüngerer Bruder Wolfgang indes schöpft seine Kraft aus der Natur: „Sie ist für mich besonders wichtig, um Abstand von der gestressten Gesellschaft zu finden.“ Das, was er tut, möchte er nicht als lästige Verpflichtung sehen, sondern mit vollem Einsatz bewerkstelligen. „Selbstverständlich gibt es sowohl privat als auch im Sport Zielsetzungen für mein weiteres Leben, ich glaube aber, dass es wichtig ist, seine Gedanken auf den Augenblick zu lenken“, ist Wolfgang Linger überzeugt. Dass ihnen dies auf bravouröse Weise gelingt, bewiesen die beliebten Sportler bei vielen Tausendstelsekunden-Krimis in den diversen Eiskanälen.

    [Blockierte Grafik: http://i39.servimg.com/u/f39/11/89/60/18/linger10.jpg]

    Erscheinungsdatum: 25.09.2010
    Auflagenhöhe: 160.000
    Druckart: Offset
    Entwurf: Renate Gruber
    Druck: Österreichische Staatsdruckerei
    Art: Sonderpostmarkenserie

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  • Tatjana Westermayr
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    • 13. September 2010 um 06:32
    • #48

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    • 23. September 2010 um 23:32
    • #49

    Design aus Österreich - Peter Zuchi

    Der große deutsche Industriedesigner Dieter Rams hat einmal gesagt: "Das Design sollte das Produkt sozusagen zum Sprechen bringen." Diesem Zitat gemäß sind die kreativen Entwürfe von Peter Zuchi zu sehen – ungewöhnliche Möbelstücke, die formschöne Ästhetik und moderne Funktionalität auf überzeugende Weise miteinander verbinden. Das auf der vorliegenden Sondermarke abgebildete Schreibtisch-Objekt ist nur eines von zahlreichen überzeugenden Beispielen des künstlerisch-handwerklichen Schaffens von Peter Zuchi.

    Die Spezialität des Hauses Zuchi sind fantasievoll gestaltete Möbelkreationen mit so genannten „Holzinkrustationen“. Die nach alter Handwerkstechnik angefertigten Einlegearbeiten geben dem Möbelstück dabei eine eigentümlich gemusterte Oberfläche. Hierin ist der Kunsthandwerker Peter Zuchi freilich ein absoluter Perfektionist, und zwar sowohl im Entwurf als auch in der Fertigung; so werden beispielsweise auch die Beschläge der Möbel höchst individuell entworfen und produziert. Die eigenen vier Wände ganz persönlich und unvergleichlich zu gestalten ist das erklärte Ziel des Design-Handwerkers Peter Zuchi. Herausforderung dabei ist die richtige Kombination der eingesetzten Materialien sowie die erfolgreiche Umsetzung vom Entwurf zum fertigen Projekt.
    Zur Realisierung seiner außergewöhnlichen Möbel und Innenraumkonzepte gründete Peter Zuchi vor mehreren Jahren das gleichnamige Tischlereiunternehmen in Wien-Strebersdorf. In diesem Handwerksbetrieb modernster Prägung wird die Tradition der Holzverarbeitung mit den Trends von Heute erfolgreich verbunden. In Zusammenarbeit mit verschiedenen namhaften Architekten und
    Designern wird eine umfassende Raumgestaltung nicht nur im privaten, sondern auch im gewerblichen Bereich angeboten. Ein hervorragend ausgebildeter Mitarbeiterstab – in Kooperation mit ausgesuchten Partnern aus Industrie und Gewerbe – trägt zur erfolgreichen Realisierung der Einrichtungsprojekte bei.
    Dass österreichisches Design in einem hart umkämpften Markt auch international reüssiert, beweisen viel beachtete Auftritte auf Messen in aller Welt. Peter Zuchis Möbelunikate sprechen – siehe oben – eine schöne Sprache, beseelt und akzentuiert gleichermaßen.

    [Blockierte Grafik: http://i29.servimg.com/u/f29/11/89/60/18/zuchi10.jpg]

    Erscheinungsdatum: 01.10.2010
    Auflagenhöhe: 185.000
    Druckart: Offset
    Entwurf: Silvia Moucka
    Druck: Österreichische Staatsdruckerei
    Art: Sonderpostmarkenserie

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    • 24. September 2010 um 22:17
    • #50

    Maria Theresia

    Maria Theresia von Österreich (1717–1780), Fürstin aus dem Hause Habsburg, regierende Erzherzogin von Österreich und Königin von Ungarn und Böhmen, zählt ohne Zweifel zu den prägenden Monarchen der Ära des aufgeklärten Absolutismus. Sie war die Ehefrau des römisch-deutschen Kaisers Franz I. Stephan und Mutter der späteren römisch-deutschen Kaiser Josef II., den sie 1765 zum Mitregenten erhob, und dessen Nachfolger Leopold II.
    Erzherzogin Maria Theresia Walburga Amalia Christina von Österreich, so ihr vollständiger Name, kam am 13. Mai 1717 als zweites Kind von Kaiser Karl VI. und dessen Gemahlin Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel in Wien zur Welt. Während einer unbekümmerten Kindheit im Kreise ihrer Familie entwickelte sich Maria Theresia bald zu einer selbstbewussten jungen Frau. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahre 1740 war ihre Nachfolge trotz der Pragmatischen Sanktion nicht gesichert, zu Beginn ihrer Regierung stützte sie sich daher zunächst auf den Beraterstab ihres Vaters. Maria Theresias unsichere Lage als Thronerbin ausnutzend, begann Friedrich der Große von Preußen noch im Jahre des Todes Karls VI. mit dem Einmarsch in Schlesien („Österreichischer Erbfolgekrieg“) und eroberte ein wohlhabendes Land der böhmischen Krone für Preußen. Obwohl auch die Bayern und die Franzosen in die westlichen Gebiete Österreichs eindrangen, wurde Friedrich der Hauptfeind von Maria Theresia. Sowohl ihre Innen- als auch ihre Außenpolitik war darauf ausgerichtet, die Preußen im Felde zu schlagen und wieder in den Besitz der annektierten Gebiete zu gelangen. Sie verdoppelte daher die Stärke ihrer Armee und beschloss zusätzliche Steuern für Regierung und Militär. In der Folge legte sie die Hofkanzleien von Österreich und Böhmen zusammen und zentralisierte so die Regierung. Nachhaltige Maßnahmen während ihrer Regentschaft waren unter anderem auch die Schaffung eines einheitlichen Strafrechts sowie die Einführung der allgemeinen Schulpflicht für alle Normal-, Haupt und Trivialschulen in sämtlichen K.K. Erbländern.

    Stichwort Heiratspolitik: Maria Theresia, die sich vornehmlich als Herrscherin des Vielvölkerstaates Österreich sah, versuchte ihre 14 Kinder möglichst vorteilhaft zu verheiraten und erhoffte sich von den Eheschließungen einen Machtzuwachs für das Hause Österreich. Für ihre Söhne und Töchter galt es, den eigenen Willen dem Staatswohl unterzuordnen und Personen zu heiraten, die ihre Mutter für sie ausgesucht hatte. Im Rahmen dieser Eheplanungen konzentrierte sie sich vor allem auf die Erweiterung der familiären Verbindungen zu den in Frankreich und Spanien regierenden Bourbonen.

    Das imposante Markenbild zeigt eines der berühmtesten Porträts von Maria Theresia, geschaffen vom Wiener Hofmaler Martin van Meytens um 1750.

    [Blockierte Grafik: http://i29.servimg.com/u/f29/11/89/60/18/21048010.jpg]

    Erscheinungsdatum: 08.10.2010
    Auflagenhöhe: 200.000
    Druckart: Offset
    Entwurf: Ralf Schweighofer
    Druck: Österreichische Staatsdruckerei
    Art: Sonderpostmarke

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    • 25. September 2010 um 11:56
    • #51

    Gemeinschaftsausgabe mit Argentinien

    Der vorliegende Sondermarkenblock stellt eine weitere philatelistische Premiere innerhalb des Ausgabeprogramms 2010 dar, ist er doch die erste Gemeinschaftsausgabe von Österreich und Argentinien. Das Motiv des Markenblocks zeigt einen Teil der Weltkarte, auf der die beiden Staaten vergrößert und graphisch hervorgehoben dargestellt sind; die Marken selbst bilden einerseits die meteorologische Station der Österreichisch-Ungarischen Gemeinschaft im Botanischen Garten von Buenos Aires, andererseits die historische Wetterstation im Wiener Stadtpark, ab.

    In der Festschrift „Österreich-Ungarn und das Zentenarium Argentiniens – Die Teilnahme Österreich-Ungarns an der Hundertjahrfeier der Mai-Revolution Argentiniens“ (erschienen 2009) kann man über die meteorologische Station von Buenos Aires, das „Denkmal der Österreichisch-Ungarischen Kolonie“ folgendes nachlesen: „Die hier ansässigen Österreicher versammelten sich am Montag, dem 7. November 1910, in einem Festakt zu Ehren Argentiniens und setzten den von ihnen vorgesehenen Beitrag zu den Feiern der hundertjährigen Unabhängigkeit, nämlich die Errichtung einer Gedenksäule auf dem kleinen Platz an der Kreuzung der Straßen Peru und Alsina, in die Tat um. Es wurde der Grundstein gelegt und bei dieser Gelegenheit ergriff der diplomatische Vertreter, Baron von Schmucker, das Wort. Die Hoch- und Deutschmeister-Kapelle spielte beide Hymnen, die argentinische und die österreichische, und danach sprach der Innenminister, Dr. Indalecio Gomez. Die Paten dieses festlichen Aktes waren der Innenminister und Frau Baronin Maria Schmucker. Der erste graue Granitstein stammt aus dem Steinbruch in Nebresina. Die ganze Säule wird eine Höhe von mehr als sieben Metern erreichen und aus Granit, Bronze und anderen Bauelementen errichtet werden. Die eingebaute Wetterstation wird mit den modernsten Instrumenten ausgestattet sein. Nach Beendigung der Zeremonie marschierte die Musikkapelle zur Mai-Allee und spielte, unter dem Applaus der Menschenmenge, fröhliche Märsche.“

    Die Wetterstation im Wiener Stadtpark indes stammt aus dem Jahre 1913 und galt seinerzeit als Ersatz für das alte Wetterhäuschen, welches von 1880 bis 1882 errichtet wurde und an jenem Platz stand, an dem sich nun das berühmte Johann Strauß-Denkmal befindet. Vor nunmehr elf Jahren, 1999, wurde die Wetterstation, die das Markenmotiv darstellt, komplett renoviert.

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    Erscheinungsdatum: 13.10.2010
    Auflagenhöhe: 150.000
    Druckart: Offset
    Entwurf: Michael Rosenfeld
    Druck: Österreichische Staatsdruckerei
    Art: Blockausgabe

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    • 26. September 2010 um 21:44
    • #52

    250. Geburtstag des Flugpioniers Jakob Degen

    Jakob Degen, am 27. Februar 1760 in Liedertswil in der Schweiz geboren, ging als überaus kreativer Erfinder und Pionier der Luftfahrt in die Geschichte ein. Die neue Sondermarke ist ein Tribut an diesen großen Geist des 18. und 19. Jahrhunderts.
    Zur Person: Ursprünglich war Degen, der seit seiner Kindheit in Wien lebte, Bandweber, ab 1778 erlernte er jedoch das Handwerk des Uhrmachers, in dem er 1792 die Meisterprüfung ablegte. 1807 konstruierte er sein erstes Fluggerät, das mit beweglichen Schwingen, die durch Muskelkraft angetrieben wurden, ausgestattet war. Ein Jahr später versah er dieses Schlagflügelflugzeug mit einem Wasserstoffballon, welcher den zum Fliegen nötigen Auftrieb erzeugte. Mit diesem so genannten „Ornithopter“ gelang Jakob Degen im November 1808 der erste gesteuerte Freiflug – das Motiv auf der Sondermarke erinnert auf charmante Weise an dieses frühe Abenteuer. 1810 bis 1813 führte er das Flugzeug in Wien, genauer gesagt auf der Strecke von Laxenburg nach Vösendorf, und in Paris mehrmals der Öffentlichkeit vor; ein Flugversuch auf dem Marsfeld in Paris misslang jedoch und sorgte für große Enttäuschung unter den aufgeregt beobachtenden Zuschauern. Seine Kenntnisse als Uhrmacher kamen ihm schließlich zugute, als er im Jahre 1816 eine Luftschraube mit Uhrwerkantrieb konstruierte. Dieses weltweit erste unbemannte Hubschraubermodell erreichte bei einer Vorführung im Wiener Prater eine Höhe von immerhin 160 Metern.

    Jakob Degen befasste sich jedoch auch mit Themen ganz anderer Art. So erfand er zum Beispiel eine Maschine zum Schneiden von Uhrrädern, weiters eine Languette für die Bandweberei (Webtechnik) sowie einen für die damalige Zeit völlig neuartigen Windmesser. In den Jahren 1816 bis 1820 kreierte er schließlich ein fälschungssicheres Verfahren zum beidseitigen und mehrfachen Drucken von Banknoten, ein so genanntes „Guillochen-Gravier-“ oder „Guillochiergerät“, welches den Druck von komplizierten wellenförmigen Linienmustern (Guillochen) möglich machte. Diese Erfindung stellt auch heute noch die Grundlage des Banknoten- und Wertpapierdrucks in zahlreichen Ländern dar. Von 1825 bis 1841 war er Leiter der mechanischen Werkstätten der Österreichischen Nationalbank, am 28. August 1848 verstarb Jakob Degen in Wien. Ebenda kann man auch heute noch auf Degens erfinderischen Spuren wandeln: So sind im Technischen Museum einige seiner sehenswerten Originalmodelle ausgestellt und im Uhrenmuseum findet man eine interessante Stockuhr mit einem Pendel, das die Gestalt des „Fliegenden Uhrmachers Jakob Degen“ zeigt.

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    Erscheinungsdatum: 15.10.2010
    Auflagenhöhe: 160.000
    Druckart: Offset
    Entwurf: Peter Konkolits
    Druck: Österreichische Staatsdruckerei
    Art: Sonderpostmarke

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    • 28. September 2010 um 01:56
    • #53

    Österreichisches Bundesheer - 50 Jahre Auslandseinsätze

    Das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS) feiert 2010 ein ganz besonderes Jubiläum: 50 Jahre Auslandseinsätze des Österreichischen Bundesheeres. Das Feldspital im Kongo (im Rahmen der „Opérations des Nations Unies au Congo“; ONUC) von November 1960 bis September 1963 legte den Grundstein für alle folgenden Auslandseinsätze. Seit dieser ersten Mission wurden mehr als 90.000 Auslandsverwendungen österreichischer Soldatinnen und Soldaten an den verschiedensten Brennpunkten der Erde registriert – einsatzbereit, wenn es darum ging, im Rahmen der Vereinten Nationen (UN), der Europäischen Union (EU), der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bzw. im Rahmen der Partnerschaft für Frieden (NATO / PfP), entsprechende Maßnahmen zur Friedenssicherung zu ergreifen bzw. humanitäre Hilfe bei Katastrophen für die in Not geratene Bevölkerung zu leisten. Sie alle haben im Auslandseinsatz in mehr als 100 verschiedenen Missionen Österreich hervorragend vertreten und wurden immer wieder für die professionelle Tätigkeit im Dienste des Friedens gelobt. Der letzte große Einsatz wurde im Tschad Ende 2009 beendet; in manchen Gebieten stehen österreichische Soldaten freilich seit Jahrzehnten immer noch im Einsatz: Auf den Golanhöhen bei UNDOF seit 35 Jahren (aktuell 375 Mann bei UNDOF-AUSBATT), von 1964 bis 2001 im geteilten Zypern (Feldspital, UNFICYP – aktuell nur mehr vier Offiziere im Hauptquartier), im Nahen Osten seit 1967 (heute noch acht Beobachter bei UNTSO), im Kosovo seit 1999 (derzeit ist das KFOR-Kontingent 450 Mann stark) und in Bosnien seit 1995 (IFOR, SFOR-EUFOR OP ALTHEA, zuletzt mit 150 Mann).

    Die Unterstützung von Friedensoperationen durch die Soldaten des Österreichischen Bundesheeres ist nach Beschlussfassung im Ministerrat und im Hauptausschuss des Nationalrates nach verschiedenen Grundsätzen definiert. So bedarf es zum Beispiel eines internationalen Mandats (im Auftrag des UN-Sicherheitsrats), weiters der Zustimmung jenes Landes, in welchem der Einsatz stattfinden soll, der multinationalen Zusammensetzung der eingesetzten Truppen sowie der Bewahrung des bestehenden Zustandes mit dem geringst möglichen und angemessenem Einsatz von Gewalt. Humanitäre Einsätze (z.B. nach Erdbeben, Flut- und Brandkatastrophen) beginnen entweder mit der Bitte um Hilfeleistung durch jenes Land, in dem die Katastrophe stattfand, oder auch durch das Angebot Österreichs, Hilfe mit seinen Spezialisten zu leisten. Der Bogen dieser Einsätze spannte sich von Kroatien über den Iran, Indonesien und Thailand bis nach Afrika und Südamerika.

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    Erscheinungsdatum: 26.10.2010
    Auflagenhöhe: 700.000
    Druckart: Offset
    Entwurf: Irmgard Paul
    Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V.
    Art: Sonderpostmarke

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    • 31. Oktober 2010 um 22:21
    • #54

    Weltkulturerbe UNESCO - Historisches Zentrum von Wien

    Mit der vorliegenden Sondermarke „Historische Altstadt von Wien“ findet die beliebte Markenserie „Weltkulturerbe UNESCO“ nun ihren attraktiven Abschluss. Das Markenmotiv zeigt die weltbekannte „Skyline“ des Wiener Stadtzentrums mit dem Stephansdom und der Karlskirche im Vordergrund.

    Mit der vorliegenden Sondermarke „Historische Altstadt von Wien“ findet die beliebte Markenserie „Weltkulturerbe UNESCO“ nun ihren attraktiven Abschluss. Das Markenmotiv zeigt die weltbekannte „Skyline“ des Wiener Stadtzentrums mit dem Stephansdom und der Karlskirche im Vordergrund.

    Die Innere Stadt ist zugleich der 1. Wiener Gemeindebezirk; bis zu den allmählich einsetzenden Eingemeindungen ab dem Jahre 1850 war sie auch weitestgehend deckungsgleich mit dem seinerzeitigen Stadtgebiet. Ursprünglich war die Innenstadt in vier Viertel, die nach wichtigen Stadttoren benannt waren, unterteilt: das Stubenviertel im Nordosten, das Kärntner Viertel im Südosten, das Widmerviertel im Südwesten und das Schottenviertel im Nordwesten. Begrenzt wird die Altstadt von der Ringstraße, an der zahlreiche berühmte Prachtbauten (Staatsoper, Burgtheater, Parlament, Rathaus, Naturhistorisches und Kunsthistorisches Museum, Universität usw.) stehen.

    Die Geschichte Wiens, der Hauptstadt Österreichs, beginnt bereits vor etwa 4000 Jahren. Wegen ihrer Lage an der Donau, zwischen den Ausläufern der Voralpen, dem so genannten „Wienerwald“, und der pannonischen Tiefebene, zählt die heutige Metropole zu den frühen Siedlungsgebieten der Menschen und gewann als Handelsplatz und strategisch wichtiger Punkt im Herzen Europas stets an Bedeutung. Die Ursprünge der Inneren Stadt reichen zurück bis zu einer keltischen Siedlung und dem später errichteten römischen Legionslager Vindobona. Bis heute ist die Innenstadt nicht nur das politische, wirtschaftliche und geistliche Zentrum Wiens, sondern darüber hinaus auch jenes der gesamten Republik Österreich.

    Ohne Frage gehört das geschlossene Ensemble des historischen Zentrums von Wien zu den schönsten Stadtdenkmälern Europas. Drei Epochen prägen das Gesicht der ehemaligen Residenzstadt der Habsburgerkaiser: das Mittelalter mit dem himmelwärts strebenden, gotischen Stephansdom, die Barockzeit, deren bedeutendstes Erbe die Hofburg mit ihren üppigen Kuppeln darstellt, und die Ringstraßenära des späten 19. Jahrhunderts. Zum unvergleichlichen Flair der Altstadt von Wien tragen freilich auch die vielen beeindruckenden Kirchen, Palais und Parks bei. Ebenso untrennbar mit der Altstadt verbunden sind jedoch auch der Genuss der Wiener Küche, das charmante Ambiente in den traditionsreichen Kaffeehäusern und die sprichwörtliche Gemütlichkeit, die bei den alten Stadtheurigen herrscht.

    [Blockierte Grafik: http://i29.servimg.com/u/f29/11/89/60/18/21049010.jpg]

    Erscheinungsdatum: 05.11.2010
    Auflagenhöhe: 160.000
    Druckart: Kombinationsdruck
    Entwurf: Peter Sinawehl
    Stich: Thomas Schmidt
    Druck: Österreichische Staatsdruckerei
    Art: Sonderpostmarkenserie

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    • 5. November 2010 um 15:48
    • #55

    Advent 2010

    Beinah’ ist’s schon eine gute Tradition, dass der Altbischof von Innsbruck, Dr. Reinhold Stecher, eine Briefmarke mit einem weihnachtlichen Motiv für die Österreichische Post entwirft. Bereits zum vierten Mal griff der engagierte Hobbymaler dafür zu Pinsel und Palette und schuf jenes Bild, das die diesjährige Advent-Marke schmückt. Es zeigt das berühmteste Wahrzeichen von Dr. Stechers Heimatstadt Innsbruck, das Goldene Dachl, und daneben einen festlich beleuchteten Christbaum, eingetaucht in ein ruhiges Strahlen, das die warme Stimmung der Vorweihnachtszeit auf virtuose Weise interpretiert.

    Zur Person: Nach der Matura in Innsbruck und Ableistung des Reichsarbeitsdienstes trat Reinhold Stecher im Jahr 1939 in das Priesterseminar in St. Michael in Matrei ein. Da das Seminar jedoch bald darauf durch die Gestapo geschlossen wurde, studierte er am Stift St. Georgen in Kärnten weiter. Nach einer Wallfahrt nach Maria Waldrast wurde Stecher 1941 zu einer zweimonatigen Inhaftierung in ein Gestapo-Gefängnis gebracht. Anschließend erfolgte der Einzug zur Wehrmacht – mit Fronteinsätzen in Karelien, in Lappland und in Norwegen. Reinhold Stecher wurde verwundet und trat nach seiner Rückkehr in das Priesterseminar Canisianum ein. 1947 wurde er schließlich zum Priester geweiht. Es folgten verschiedene Tätigkeiten als Präfekt, Lehrer und Seelsorger, ehe er 1951 zum Doktor der Theologie promovierte. In den Jahren von 1956 bis 1981 war Dr. Stecher Religionsprofessor an der Lehrerbildungsanstalt Innsbruck und parallel ab 1968 Professor für Religionspädagogik an der Pädagogischen Akademie des Bundes. Darüber hinaus war er von 1965 bis 1970 Spiritual im Priesterseminar der beiden Diözesen Innsbruck und Feldkirch. Die feierliche Ernennung zum Bischof erfolgte im Dezember 1980 durch Papst Johannes Paul II. In der Österreichischen Bischofskonferenz war Dr. Reinhold Stecher viele Jahre zuständig für die Referate Caritas und Frauen, zugleich war er aber auch der Vertreter in der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz. In seine Amtszeit fiel der umjubelte Besuch von Papst Johannes Paul II. in Innsbruck sowie die Seligsprechung der beiden Märtyrerpriester Otto Neururer und Jakob Gapp.

    Zu seinen Briefmarkenentwürfen meint Dr. Stecher bescheiden: „Ich steuere ja zum Geheimnis der Weihnacht nur ein wenig Stimmung bei. Aber da kein christliches Fest in unsere Gesellschaft emotional tiefer eingebettet ist als Weihnachten, kann die kleine Erinnerung auf der Briefecke doch dazu beitragen, dass da nicht nur der Brief, sondern auch das Herz auf die Reise geht in Richtung des großen Friedens.“

    [Blockierte Grafik: http://i29.servimg.com/u/f29/11/89/60/18/21050010.jpg]

    Erscheinungsdatum: 11.11.2010
    Auflagenhöhe: 1.500.000
    Druckart: Offset
    Entwurf: Dr. Reinhold Stecher
    Druck: österreichische Staatsdruckerei
    Art: Sonderpostmarke

    Beste Grüsse

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