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Österreich-Basel

  • Bayern-Nils
  • 30. Juli 2010 um 19:53
  • Bayern-Nils
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    • 30. Juli 2010 um 19:53
    • #1

    Hallo Freunde

    Ich möchte Heute ein Brief zeigen wo ich absolut keine Ahnung habe.

    Der Brief lief in März 1806 von Wien nach Basel. Obwohl es nirgends geschrieben ist, lief der Brief irgendwo über Bayern. Welche Laufweg der Brief hatte kenne ich nicht.
    Es gibt zwei Möglichkeiten durch Königreich Bayern, entweder über Tirol oder über Alt-Bayern. Diese Unterschied kann wichtig sein wenn es um die Taxierung geht. Aber wie verstehe ich die Taxierung?
    Der Brief ist fanko Grenze an die Österreichischen Grenze geschickt. Rückseitig gibt es eine rote 6 oder 9.
    Dann ist der Brief weiter mit 12 + 4 + 2 Kreuzer gelaufen so dass der Empfänger Total 18 Kreuzer bezahlen mussten. War es rheinische Kreuzer oder CM?
    Ich brauche hier etwas Hilfe. Hat jemand eine Ahnung?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 30. Juli 2010 um 20:06
    • #2

    Hallo Nils,

    schönes Stück aus schwieriger Zeit. Alles nur aus der Hüfte:

    Der Frankobetrag in Wien wurde vorn notiert - 16 Kr. CM bis zur bayer. Staatsgrenze.

    12 Kr. Transit durch Bayern und Württemberg bis ?? (Konstanz, Schaffhausen).

    Ab da 6 Kr. bis Basel = 18 Kr. vom Empfänger. Außerhalb Österreichs gab es keine Kreuzer CM.

    Genaueres müsste ich mühsam eruieren, weil aus dieser Zeit nicht viel Literatur vorhanden ist (Reichspost + Bayern).

    Eigentlich ein simpler Brief - eigentlich ... :(

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 30. Juli 2010 um 20:36
    • #3

    Hallo bayern klassisch

    Danke für deine Lösungsvorschlag. Ich denke dass es so passt. Die 16 vorne sieht ja auch aus wie ein Österreicher.

    Du kannst vielleicht dieser Brief beschreiben?

    Pilsen-Basel von März 1808, franko Nürnberg. 19,5 Kreuzer für den Empfänger zu bezahlen. 26 Kreuzer von Pilsen nach Basel, wenn die vorderseitige Taxen nach deine Muster auch hier benutzt war. Hier ist es aber 11 Rückseitig geschrieben. Kann es was anderes sein?

    Die Österreichern haben ja ab und zu die Frankogebühren vorderseitig geschrieben. Wenn man die Taxen nicht kennt wird es schwierig.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 30. Juli 2010 um 21:27
    • #4

    Hallo Nils,

    wieder so ein Zauberbrief. :P :) ;)

    Ich vergaß zu erwähnen, dass bei deinem 1. Brief das österreichische Gebührenpatent vom 15.11.1803 (bis zum 31.10.1806) galt, in dem die Gebühr für einfache, bis 1/2 löthige Auslandsbriefe, mit 16 Kr. CM anzusetzen war.

    Bei deinem Brief aus Pilsen habe ich Probleme - eigentlich hätte Österreich ab dem 1.11.1806 - 30.6.1810 24 Kr. CM für den einfachen und 48 Kr. CM für den Doppelbrief bis zur Grenze bekommen müssen - diese sehe ich jedoch nirgendwo.

    Unten links - kopfstehend - steht "Eingeschrieben" - aber das NB - Zeichen oder einen Chargéstempel finde ich auch keinen. Wenn ich den Rötelkrüppel auf der linken Briefrückseite richtig interpretiere, dann wären das 6 Kr. CM, soviel, wie die Einschreibung in Österreich damals kostete. Manualnummern weist der Brief aber keine auf, was ungewöhnlich wäre für diese Zeit.

    Die siegelseitigen 11 Kr. CM, wenn es das ist, sollte für Österreich sein.

    Auch wenn es nicht passt, müssten die vorn notierten 18 Kr. CM die Transitgebühr für Bayern/Taxis sein, die ab Nürnberg reichten.

    8 Kr. kamen bis Basel dazu (ab Augsburg?), so dass der Empfänger total 26 Kr. zahlen musste.

    Mit den 19 1/2 Kr. kann ich nichts anfangen, da es in Bayern und bei Taxis keine halben Kreuzer bei der Briefpost gab. Bei der CH bzw. ihren Kantonen war alles möglich, aber auch dort kenne ich keine halben Kreuzer.

    Leider nur sehr mäßige Informationen, aber in dieser Zeit konnte (fast) jeder Postexpeditor machen, was er wollte. Der Wilde Westen Amerikas hatte hier seinen Anfang. :D

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    2 Mal editiert, zuletzt von bayern klassisch (30. Juli 2010 um 21:30)

  • Bayern-Nils
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    • 30. Juli 2010 um 21:59
    • #5

    Hallo bayern klassisch

    Nochmals besten Dank für die Antwort :)
    Gebührenpatent ist Notiert geworden.

    Jetzt sehe ich dass es 24 (Kreuzer) schwach über die liegende 11 tatsächlich geschrieben ist. Jetzt ist auf jeden Fall das geklärt. Also 24 Kreuzer bis bayerisch-österreichischer Grenze.
    Wie wird es dann von Grenze bis Nürnberg? Und von Nürnberg bis Basel?
    26 hat eine andere Farbe als 18 und 19 1/2.
    Ein Transitvertrag zwischen Österreich und Bayern kam es später in 1808. Also sind wohl die alte taxische Gewohnheiten hier zu sehen.

    Kann es sein dass 1 1/2 Kreuzer ein Botenlohn war?

    Eingeschrieben war wohl der Brief nicht. Ich denke lieber dass es Pres.Vermerk ist.

    Wilde Westen hier? Ja wo sonst :D :D :D

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. Juli 2010 um 06:37
    • #6

    Hallo Nils,

    ich weiß nicht, ob man Franko Nürnberg versenden konnte. Nürnberg war zwar ein klassischer Halbfrankopunkt in der Topographie der Reichspost, aber ob das hier noch galt (Österreich und Bayern waren erbitterte Kriegsgegner), kann ich nicht sicher sagen.

    Wenn du eine 24 hinten lesen kannst, bedeutet das, dass man den Brief nicht bis Nürnberg frankierte, denn die 24 waren der österreichische Anteil. Somit müssten die 18 Kr. von der öst.-bayer. Grenze bis ?? der Taxansatz für halblöthige Briefe gewesen sein.

    Wenn man 20 Briefe aus dieser Zeit mit 3, 4 oder 5 Ländertangierung sieht, sieht man mindestens 18, die anders frankiert oder taxiert wurden, als sie es hätten sein sollen. Wilder Westen eben.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
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    • 31. Juli 2010 um 08:41
    • #7

    Hallo Bayern-Nils und bayern klassisch,

    vielleicht kann dieser Portobrief mit weiterhelfen.
    Er ist von Augsburg nach Basel vom 30. 1. 1808.
    Hier sind 12 Kreuzer bis zur Bayr. Österr. Grenze
    und von da bis Basel weitere 6 Kreuzer.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

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  • Bayern-Nils
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    • 31. Juli 2010 um 12:00
    • #8

    Hallo VorphilaBayern

    Danke fürs Zeigen :)
    Eine für mich wichtige Frage bei diesen Brief ist, ob der Brief über eine bayerisch-österreichische Grenze lief? Wie waren eigentlich die Laufwege?

    Dein Brief liegt in der Zeit der taxisschen Lehenspost, und mein in der Zeit der bayerischen Staatspost. Hat sich deswegen die Laufwege sich geändert?

    Mit deinem Brief haben wir auf jeden Fall mehr Vergleichsbelege :)


    Hallo bayern klassisch

    Es ist wahrscheinlich dass man nicht franko Nürnberg schicken könnte, jetzt wenn es kein Taxispost in Bayern war (ab 1.3.1808). Wenn der Brief von VorphilaBayern ein Gebühr von 18 Kreuzer zeigt ist die bei meinem Brief gezeigte 26 Kreuzer eine nicht unwahrscheinliche Portogebühr weil die Strecke schon etwas grösser ist. Was ist dann 19 1/2?

    Ich denke wir brauchen noch einige Belege :)
    Gern 100 neue :D

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • VorphilaBayern
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    • 1. August 2010 um 12:32
    • #9

    Hallo Bayern-Nils,

    Dein - und mein Brief liegen in der Zeit
    der Thurn und Taxisschen Lehenspost
    in Bayern. Die bayerische Staatspost
    begann ab 1. Juli 1808, nicht ab 1. März 1808.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (1. August 2010 um 12:32)

  • Bayern-Nils
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    • 10. August 2010 um 11:38
    • #10

    Hallo VorphilaBayern

    Danke für die Antwort. :)

    Du hast natürlich recht. Der Praxis ist ja erst von 1. Juli 1808 in die Hände von Bayern gelandet.

    Geholt vom Wikipedia:

    "Am 1. März 1808 wurde der Fürst von Thurn und Taxis abgefunden, die Post zu einer Staatsanstalt erklärt und in eigene Verwaltung genommen. Der Fürsten von Thurn und Taxis erhielt die Würde eines bayerischen Erbland-Postmeister und eine entsprechende Entschädigung. Am 1. Juli 1808 wurde der General-Postdirektion, als Abteilung des auswärtigen Ministeriums die Leitung der kgl. Posten übertragen."

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

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