Liebe Sammlerfreunde,
die seltensten Fahrpostbriefe in Bayern sind Barzahlungsbriefe. Bereits
1851 führte Bayern diesen Vorläufer der Postanweisung ein, zwei Jahre
nachdem Preußen dies als erster deutscher Staat machte. Die Ein-
zahlungen waren nur auf leeren Briefen und Begleitadressen anzu-
nehmen. Es mußte der Hinweis "Hierauf eingezahlt ....." angegeben
werden. Dabei war die Summe der Gulden mit Worten, die der Kreuzer
mit Ziffern anzugeben. Der Vorteil war, daß Absender das Geld nicht
mehr in den Brief zu packen brauchten. Der größte Nachteil war, daß
der Absender dem Empfänger keine schriftlichen Mitteilungen in den
Brief schreiben oder legen konnte. Ansonsten waren die Taxen mit den
Wertbriefen ähnlich. Diese Möglichkeit wurde kaum genutzt, denn es
gibt fast keine Barzahlungsbriefe aus Bayern. Ich habe zumindest noch
keinen gesehen, auch in Büchern noch keine Abbildung. Herr Christian
Hörter hat in seinen Buch "Fahrpost in Deutschland 1808 - 1923 auch
keinen bayerischen Barzahlungsbrief dabei.
Beste Grüße,
VorphilaBayern