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Barzahlungsbrief Bayern 1863

  • VorphilaBayern
  • 26. Juli 2010 um 12:06
  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 26. Juli 2010 um 12:06
    • #1

    Liebe Sammlerfreunde,

    die seltensten Fahrpostbriefe in Bayern sind Barzahlungsbriefe. Bereits
    1851 führte Bayern diesen Vorläufer der Postanweisung ein, zwei Jahre
    nachdem Preußen dies als erster deutscher Staat machte. Die Ein-
    zahlungen waren nur auf leeren Briefen und Begleitadressen anzu-
    nehmen. Es mußte der Hinweis "Hierauf eingezahlt ....." angegeben
    werden. Dabei war die Summe der Gulden mit Worten, die der Kreuzer
    mit Ziffern anzugeben. Der Vorteil war, daß Absender das Geld nicht
    mehr in den Brief zu packen brauchten. Der größte Nachteil war, daß
    der Absender dem Empfänger keine schriftlichen Mitteilungen in den
    Brief schreiben oder legen konnte. Ansonsten waren die Taxen mit den
    Wertbriefen ähnlich. Diese Möglichkeit wurde kaum genutzt, denn es
    gibt fast keine Barzahlungsbriefe aus Bayern. Ich habe zumindest noch
    keinen gesehen, auch in Büchern noch keine Abbildung. Herr Christian
    Hörter hat in seinen Buch "Fahrpost in Deutschland 1808 - 1923 auch
    keinen bayerischen Barzahlungsbrief dabei.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

    • barzahlungsbrief.jpg
      • 250,64 kB
      • 1.279 × 879
      • 547

    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (26. Juli 2010 um 12:08)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. Juli 2010 um 12:11
    • #2

    Lieber VorphilaBayern,

    Fahrpost ist ja nun nicht mein Gebiet, aber einen schöneren Brief dieser wahrlich seltenen Gattung dürfte es schon damals kaum gegeben haben. Glückwunsch zu diesem Traumstück, der alles in sich vereint.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Erdinger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    345
    • 26. Juli 2010 um 12:26
    • #3

    Da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen - schön, dass man so etwas einmal zu sehen bekommt!

    Vielen Dank dafür sagt der
    Erdinger

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    7. August 1955 (70)
    • 26. Juli 2010 um 14:04
    • #4

    Hallo bayern klassisch und Erdinger,

    vielen Dank für die Glückwünsche.
    Immer wieder kann man bei ebay
    ein sehr schönes und sehr seltenes
    Stück finden, noch dazu im einstelligen
    Eurobereich.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. Juli 2010 um 14:25
    • #5

    Lieber VorphilaBayern,

    wem würde man einen solchen Clou lieber gönnen, als dir? :)

    Einstellig - ich darf gar nicht daran denken ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Postgeschichte-Kemser
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    7. Oktober 1963 (62)
    • 27. Juli 2010 um 20:20
    • #6

    hermann....

    ...dass'n Hammer und dann zu dem Tarif ! :D Herzlichen Glückwunsch !

    beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    Postgeschichte-Kemser
    http://www.postgeschichte-kemser.de

  • Magdeburger
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    • 18. September 2010 um 17:26
    • #7

    Lieber VorphilaBayern

    ich habe die Orte Unterrosslau und auch St.Gilgenberg gesucht, jedoch nur letzteren mit dem Zusatz "am Weilhart" gefunden.

    Können Sie mir zu den Orten schreiben wo diese liegen und wie weit beide Orte voneinander entfernt waren.
    Wie wurde die Auszahlung beim Empfänger gelöst und welche Kosten entstanden?
    Was sagt die Bayrische Taxverordnung über die Höhe der Taxe dazu aus?

    Unabhängig davon, war ich über die Höhe des eingezahlten Betrages erstaunt.
    Da ich jedoch annehme, dass ähnliche Gebühren in Bayern wie zu dieser Zeit innerhalb des DÖPV galten, kann ich mir eine Taxe weder von 9 Kreuzer oder gar 9 Gulden vorstellen.
    (Nach den Bestimmungen DÖPV ab 01.01.1861 galt je 5 Gulden 2 Kreuzer und danach ergäbe sich bei 80 Gulden 26 Kreuzer + Fahrposttarif)

    Hallo Zusammen

    ich hatte peterhz einen "unbekannten" Brief versprochen.

    Zeigen möchte ich nun diesen Brief. Am 31.01.1863 von Wallhalben nach Klingenmünster, knapp 7 Meilen voreinander entfernt, gelaufen und dort am 04.02 presentiert.
    Adressiert ist er "An Eine königliche Irrenanstalt zu Klingenmünster" und unten links wurde notiert "Eingezahlt Florin 15 franco 13 Kreuzer".

    Ich denke, dass dieser Brief als Bareinzahlungsbeleg durchging, obwohl der "Wert" nicht in Worten angegeben wurde Lesen kann ich leider den Inhalt nicht, würde vielleicht einen Aufschluß geben.
    Auch kann ich keine Taxbestimmung liefern, da ich die Verordnungen dazu leider nicht habe.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    P.S. Ich entschuldige mich bei allen Bayern-Sammlern, dass ich diesen Brief "unbedingt" haben wollte.

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • kartenhai
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    • 18. September 2010 um 18:07
    • #8

    Hallo Magdeburger,

    St. Gilgenberg war ein Sanatorium (Heilanstalt für Gemütskranke) bei Donndorf in der Nähe von Bayreuth, also kein Ort.

    Unterrosslau hat mit Rosslau bei Dessau an der Elbe, heute Dessau-Rosslau bei Halle, nichts zu tun (lt. Deiner PN!).

    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (18. September 2010 um 18:50)

  • VorphilaBayern
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    • 19. September 2010 um 09:33
    • #9

    Lieber Magdeburger,

    gratuliere recht herzlich zu den schönen und sehr seltenen
    Barzahlungsbrief. Ich denke, es ist einer obwohl er nicht
    ganz den Vorschriften entsprach. Eingezahlt wurden 15 Gulden
    und das Franko betrug 13 Kreuzer.
    Bei einer Entfernung zwischen 4 und 8 Meilen bis 15 Gulden
    betrug der Tarif in Bayern lt. dem Fahrposthandbuch von
    Herrn Chr. Hörter vom 1.7.1858 bis 31.10.1866 - 13 Kreuzer.

    Zu Unterröslau und St. Gilgenberg folgendes:
    aus dem Ortslexikon des Königreichs Bayern
    von 1880 kann ich folgendes zitieren:


    Einöde Sct. Gilgenberg
    40 Einwohner
    zur Gemeinde Donndorf
    Amtsgericht Bayreuth
    Bezirksamt Bayreuth
    Postbestellbezirk Bayreuth
    nächste Eisenbahnstation Bayreuth

    Dorf Unterröslau
    233 Einwohner
    zur Gemeinde Grün
    Amtsgericht Kirchenlamitz
    Bezirksamt Wunsiedel
    Postbestellbezirk Röslau
    Unterröslau bekam im April 1858
    eine kgl. bayer. Postexpedition.
    Lt. Handbuch der bayrischen
    Ortsstempel 1876-1920 von
    Herrn Dr. Helbig wurde die
    Postexpedition Unterröslau
    am 15.8.1877 geschlossen,
    daher im Ortslexikon von 1880
    Postbestellbezirk Röslau.
    In Röslau wurde am 15.8.1877
    eine kgl. bayer. Postexpedition
    eröffnet. Diese befand sich am
    Bahnhof. Im Ort Röslau wurde
    am 14.8.1918 eine Agentur eröffnet.
    In Unterröslau wurde am 1.8.1892
    eine Postexpedition, die später in
    eine Postagentur abgestuft wurde
    eröffnet. Sie bestand bis zum 13.8.1918.
    Nächste Eisenbahnstation Röslau.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • Magdeburger
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    • 19. September 2010 um 17:51
    • #10

    Lieber VorphilaBayern

    ich danke für die umfassende Darstellung.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • Magdeburger
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    • 2. Oktober 2010 um 16:18
    • #11

    Hallo liebe Sammelfreunde

    nun ein zweiter Bareinzahlungsbeleg, diesmal von Pirmasens nach Klingenmünster. Diesmal ist dies nur eine Hülle, so wie es von VorphilaBayern beschrieben wurde.
    Links unten wurde notiert "Mit 30 Florin 11 Kreuzer Einzahlung". Zeitlich würde ich ihn Anfag der 1860er Jahre zuordnen.

    Als franco lese ich 19 Kreuzer / 5 Kreuzer.
    Wenn ich Tabelle bei Hörter lese, denke ich, dass von über 30 bis 35 Gulden 19 Kreuzer reichen. Die Entfernung sollte maximal 4 Meilen sein. (Sind es jedoch über 4 bis 8 Meilen, sollten es 21 Kreuzer sein.)

    In Preussen war es möglich, dass das Geld beim "Empfänger" direkt ausgezahlt wird. Dafür war dass doppelte an Bestellgeld zu zahlen.

    Ob die "5" Kreuzer der Botenlohn war, entzieht sich meiner Kenntnis...

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    P.S. siegelseitig ist nichts vorhanden

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • VorphilaBayern
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    • 2. Oktober 2010 um 21:54
    • #12

    Hallo Magdeburger,

    gratuliere recht herzlich zu diesen wunderschönen
    und sehr seltenen Beleg. Zur Taxierung muß ich erst
    die Verordnungen genau lesen, komme derzeit nicht
    darauf, für was die 5 Kreuzer sind.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • VorphilaBayern
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    • 8. Oktober 2010 um 17:37
    • #13

    Liebe Samnmlerfreunde,

    dankenswerterweise durch die Zurückhaltung
    von "Magdeburger", habe ich den folgenden
    Barzahlungsbrief günstig bei ebay erwerben
    können. Lieber Ulf, herzlichen Dank.
    Nun möchte ich den sehr schönen Brief zeigen:
    Er lief von Wallhalben nach Klingenmünster
    (beide Orte lagen in der Pfalz) am 4.3.1864.
    Die Einzahlung war: 15 Gulden.
    Barfrankiert mit 13 Kreuzer durch den Absender.
    Tarif: 4 bis 8 Meilen bis 15 Gulden = 13 Kr Gebühr.
    Der Innenteil des Briefes wurde als Quittung benützt
    und ging wahrscheinlich mit dem nächsten Brief an
    den Absender zurück.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (8. Oktober 2010 um 17:37)

  • Magdeburger
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    • 8. Oktober 2010 um 21:06
    • #14

    Lieber VorphilaBayern

    ein wunderschöner Brief und durch den Inhalt auch datierbar. Was will man mehr.:)

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

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