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Preussische Postscheine und Co.

  • Michael D
  • 11. Mai 2010 um 20:05
  • Michael D
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    • 11. Mai 2010 um 20:05
    • #1

    Hallo miteinander,

    nicht nur die Bayern hatten Postscheine ... ;)

    Da es von preußischer Seite auch eine ganze Reihe dieser Scheine gab und sich hier mittlerweile doch ein paar Preußen-Sammler eingefunden haben, möchte ich mal diesen neuen Thread eröffnen.

    Zum Einstieg ein Post-Einlieferungsschein für Beträge über dreitausend Thaler.
    Verwendet 1864 in Buckow wurde hierauf die Einlieferung eines Wertbriefes mit einem declarierten Werth von Zweitausend Thaler bestätigt.
    Dafür hätte eigentlich ein gelber Schein (siehe die kleine Beschreibung im oberen Teil) genommen werden müssen ...

    Das Franko für diesen Wertbrief betrug 17 Sgr.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Magdeburger
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    • 11. Mai 2010 um 20:38
    • #2

    Hallo Michael

    eine schöne Idee. Leider kann ich hier nicht so viel beisteuern.
    Einen Schein vom 01.Oktober 1841 über eine portofreie Geldsendung von Aken nach Magdeburg kann ich beisteuern. Leider ist die Häfte nicht lesbar für mich.
    Das Gewicht von 4 1/2 Loth kann ich lesen, jedoch ob der Inhalt 20 Thaler Courant waren, da bin ich mir schon nicht mehr sicher.:ups: :ups: :ups:

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • Michael D
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    • 13. Mai 2010 um 12:50
    • #3

    Hallo Ulf,

    mit deinen 20 Talern hats Du wohl recht.
    Insbesondere auf den älteren Scheinen ist die Schrift oftmals so schlecht leserlich, dass man sich nur wundern kann.

    @alle,

    Ich mach mal mit einem besser lesbaren Exemplar weiter.
    Nach dem grünen kommt jetzt der rote Schein für recommandirte Briefe und für Beträge unter und bis fünfhundert Thlr. einschl.
    Sicherlich eines der am häufigsten zu findenden preußischen Formulare.
    Es gibt sie mit handschriftlicher, gedruckter und gestempelter Ortsangabe. Hier ein Beispiel für das letztgenannte. Ein aptierter Stempel aus dem westfälischen Borken. Von der ehemaligen Datumszeile ist nur der Stern übriggeblieben.
    Der Einlieferungsschein wurde für ein Einschreiben nach Münster am 20. November 1866 ausgefüllt.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Erdinger
    aktives Mitglied
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    345
    • 13. Mai 2010 um 16:57
    • #4

    Magdeburger:
    Dein Schein wurde für eine Sendung an das Oberlandesgericht Magdeburg ausgestellt, der Rest ist wirklich schwer zu entziffern.
    Und vielen Dank an Michael D. für die Eröffnung des Threads!

    Mit den besten Sammlergrüßen vom
    Erdinger

  • Magdeburger
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    • 13. Mai 2010 um 18:03
    • #5

    Erdinger

    danke für die Bestimmungsentzifferung.

    Hallo Zusammen

    hier ein Schein vom 05.06.1849 von Magdeburg nach ?????
    Selbst bei größster Mühe kann ich hier nichts richtiges entziffern. Ich weiß weder was versendet wurde noch wohin.

    Ich danke für die Hilfe.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. Mai 2010 um 18:26
    • #6

    Lieber Magdeburger,

    der Brief ging nach Aachen (hier mit nur einem "a" geschrieben).

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • peterhz
    aktives Mitglied
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    • 14. Mai 2010 um 08:02
    • #7

    Hallo Zusammen,

    Ein schöner Thread. :)

    Vielen Dank an Michael für die Idee. Deinen ersten Postschein finde ich sehr schön. :P

    von mir einen einfachen Einlieferungsschein vom 20,04.1852 von Odenkirchen nach ???? (bin mir unsicher und kann es nicht eindeutig lesen)

    viele Grüsse

    Peter

  • Postgeschichte
    neues Mitglied
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    • 14. Mai 2010 um 08:09
    • #8

    Hallo Peter,

    der Bestimmungsort war "Wevelinghoven".

    Gruß
    Manfred

  • Michael D
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    • 14. Mai 2010 um 20:00
    • #9

    Hallo miteinander,

    schön, dass das Thema lebt. :)

    anbei ein Einlieferungsschein aus den 20iger Jahren.

    Es handelt sich um einen Einlieferungsbeleg aus Strasburg (Westpreußen) für einen Brief mit Pfand- und Schuldbriefen nach Prenzlau (Brandenburg) vom 1. August 1828.

    Das ovale Wappen oben zeigt die Höhe des sogenannten Schein-Geldes an: 2 Sgr.
    Aus der Preußischen Porto-Taxe von 1824:
    Die Post-Anstalten sind verpflichtet Einlieferungs-Scheine zu ertheilen:
    a) über Geld, Papier-Geld, courshabende Papiere, wenn der Betrag einen Rthlr. übersteigt, Werthstücke und recommandirte Briefe
    b) über gewöhnliche Packete. Über diese jedoch nur auf Verlangen des Absenders, welches auf der Adresse durch die Bemerkung: "gegen Schein" ausgedrückt seyn muß.
    Für jeden Einlieferungs-Schein, welcher über die ad a) genannten Sendungen ertheilt wird, muß der Absender 2 Sgr. und für die ad b) 1 Sgr. entrichten.

    Eine kleinen Fehler seitens der Post weist auch dieser Schein auf: Auf dem Formular ist als ausgebende Stelle ein Königl. Preuß. Post-Amt angegeben. Strasburg hatte zu dieser Zeit aber nur eine Post-Expedition.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Michael D
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    • 18. Mai 2010 um 19:20
    • #10

    Liebe Sammlerfreunde,

    hier der Nachfolger zu dem vorigen Formular.
    Wieder mit dem 2 Sgr.-Oval für das Scheingeld, diesmal in rot gedruckt und mit Ortseindruck von Elberfeld. Verwendet 1834 für einen Brief nach Limburg.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Magdeburger
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    • 18. Mai 2010 um 19:52
    • #11

    Lieber Michael

    einen PS habe ich noch:

    Ein Paket von 1 (oder 2) Pfund 2 Loth Gewicht, worin 17 Reichtsthaler? Courant waren, wurde am 13. September 1816 in Calbe aufgegeben. Die Reise der Sendung ging nach Magdeburg an ......

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • Michael D
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    • 19. Mai 2010 um 19:17
    • #12

    Lieber Ulf,

    den Namen kann ich leider auch nicht entziffern.

    @alle

    hier ein Einlieferungsschein mit der Gebührenmarke für 1 Sgr.
    Entsprechend der weiter oben zitierten Verordnung waren diese Scheine für Pakete vorgesehen.
    Verwendet wurde dieser hier am 6. Januar 1842 in Loewenberg für einen 5/8 Loth schweren Wertbrief nach Liegnitz.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Kontrollratjunkie
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    • 19. Mai 2010 um 22:10
    • #13

    Ist zwar nicht so ganz mein Sammelgebiet, aber es findet sich schon so einiges an, wenn man einmal ein bischen in den eigenen Alben auf die Suche geht.....

    Hier also mein Postschein für eine Sendung mit Wertangabe vom 09. August 1872 oder 1877 ?

    Die Sendung lief wohl von Osterholz nach Tostedt in Holstein.

    Ich hoffe, den Schein richtig beschrieben zu haben.

    Gruß
    KJ

    Bilder

    • Postschein Osterholz-Tostedt.jpg
      • 473,61 kB
      • 1.300 × 2.029
      • 301

    Einmal editiert, zuletzt von Kontrollratjunkie (19. Mai 2010 um 22:12)

  • Michael D
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    • 22. Mai 2010 um 15:27
    • #14

    Hallo KJ,

    ich würde das Jahr als 1877 entziffern. Schön abgeschlagen ist auch der preussische Dienststempel oben.
    Ansonsten ist alles richtig beschrieben.

    @alle

    neben den Einlieferungsbelegen für Wertbriefe etc. gab es auch die Quittungen für die Bareinzahlungen auf Briefe.

    Anbei 2 Belege dazu:
    Der erste stammt aus Landsberg vom 17. August 1840 und quittiert die Einzahlung von 9 Thlr. 25 Sgr.
    Der zweite stammt aus Deutsch-Eylau vom 3. November 1853 und quittiert neben den eingezahlten 25 Sgr. auch die bar bezahlten 2 Sgr. Frankogebühr (siehe 1. Zeile rechts) für den Brief nach Rosenburg.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (22. Mai 2010 um 15:30)

  • Michael D
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    • 27. Mai 2010 um 18:06
    • #15

    Liebe Sammlerfreunde,

    anbei ein Einlieferungsschein der pommerschen Post-Expedition Stargard mit eingedruckter Ortsangabe und als Besonderheit unten neben dem Postwappen der Hinweis auf Verfall des Entschädigungsanspruchs mit Ablauf Evon sechs Monaten nach einlieferung.

    Ausgestellt wurde der Schein für einen Brief mit 2 Thalern Inhalt am 25. Okt. 1858.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Michael D
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    • 31. Mai 2010 um 18:05
    • #16

    Liebe Sammlerfreunde,

    heute mal ein nicht ganz so häufiger Schein über eine portofreie Geldsendung an die Jüdische Gemeinde in Rawicz, Posen. Ausgestellt am 14. April 1848 in Neustadt.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. Mai 2010 um 18:30
    • #17

    Lieber Michael,

    interessant, kenne ich so nicht. War hier der Absender etwa portobefreit, oder gab es auch Empfänger in Preußen, die passiv portobefreit waren?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
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    • 31. Mai 2010 um 19:06
    • #18

    Lieber bayern klassisch,

    da ich die zugehörige Briefsendung leider nicht habe, kann ich deine Fragen nur teilweise beantworten.

    Es gab in Preußen Empfänger, die portobefreit waren. Ich weiß aber nicht, ob jüdische Gemeinden zeitweilig an sich (eher nein) oder speziell diese in Rawicz darunter fielen.
    Im Zweifelsfall würde ich auf einen portobefreiten Absender tippen.

    Die Portobefreiung von Geldsendungen war von der normalen Portobefreiung zu unterscheiden.
    In Preußen kannte man die Portobefreiung
    - für Briefe
    - für Pakete
    - für Geldsendungen
    Alle diese Portbefreiungen konnten unbefristet oder auf Zeit gewährt werden.

    Viele Grüße
    Michael

    Tippfehler, was sonst ...

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (31. Mai 2010 um 20:15)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. Mai 2010 um 19:19
    • #19

    Lieber Michael,

    danke für die kompetente Antwort - bei Bayern war das mal wieder anders geregelt, aber das ist ja keine Neuigkeit.

    Ergab sich aus der Portobefreitung auch eine Befreiung von den Scheingebühren?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    5. August
    • 31. Mai 2010 um 19:40
    • #20
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Ergab sich aus der Portobefreitung auch eine Befreiung von den Scheingebühren?

    Lieber bayern klassisch,

    ja:
    Einlieferungsscheine über portofreie Gelder werden gratis erteilt.
    §54 der Preuß. Porto-Taxe von 1824.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

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