ZitatOriginal von bayern klassisch
danke für deinen Lösungsvorschlag.Schon sonderbar, dass ein Badener den Mut als erster hat, einen Bayern - Brief zu knacken.
Lieber bayern klassisch!
"Lösungsvorschlag" ist doch wohl etwas schmeichelhaft - da hatte ich wirklich keine Chance...
Als meine Kinder noch in der Schule waren, hatten sie bei ähnlichen Erfolgen eine sehr treffende Beschreibung für ihre Ergebnisse: „ein Griff ins Klo“ ![]()
Schon bei der Suche nach Röthenbach habe ich versagt (oder Googel Earth), auf die Möglichkeit einer Drucksache bin ich überhaupt nicht gekommen, sonst hätte ich diesen Holzweg bestimmt nicht ausgelassen.
Auch dass die Bayern erst ein Jahr nach dem Reich die Währungsumstellung mitmachten, war mir bis heute nicht klar – woher sollte ein Badener das auch wissen -; deshalb konnte ich auf die Bedeutung der roten „8“ nicht kommen.
Und die Kenntnis, wo und in welcher Art die komplexen Beziehungen zwischen Bayern, dem Reich und Frankreich koordiniert wurden, dass eine „kartierende Behörde“ zwischengeschaltet war, dass der P.D.-Stempel erst von der Reichspost abgeschlagen wurde (oder dort nicht gestrichen wurde), diese Kenntnisse haben bestimmt die wenigsten Philatelisten.
Gut, dass wir Dich hier haben, lieber bayern klassisch – vielen Dank für diesen tollen Beleg (den Du vermutlich aus einer Kiste herausgefischt hast, in die ich nicht einmal hineingeschaut hätte - jedenfalls hoffe ich für Dich, dass es so oder so ähnlich war ...)
Zur Entspannung:
Einen badischen Brief aus Heidelberg nach Paris habe ich noch gefunden, dessen großer „Vorteil“ darin besteht, dass seine Beschreibung völlig problemlos ist: ![]()
Er ging im April 1860 (vor ein paar Tagen hatte er seinen 150. Geburtstag!) aus HD nach Paris. Nach dem Tarif von 1857 war er mit einer Nr. 4b – mit 9 Kreuzern - richtig frankiert: 3 Kr. erhielt Baden, 6 Kr. gingen nach Frankreich; der Brief wog weniger als 7,5 Gramm.
Viele Grüße
balf_de