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  4. Inhaltsdeutung von Briefen

Brief NewYork - Aachen

  • rafa
  • 6. April 2010 um 12:48
  • rafa
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    589
    Geschlecht
    Männlich
    • 6. April 2010 um 12:48
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich habe durch Zufall diesen Brief erhalten.
    Soweit ich bereits erkennen konnte, lief er von New York nach Aachen, im Jahre 1855.
    Bis auf den Empfänger "Hr. Schulter" kann ich nicht viel lesen.

    Ich weis, dass es viel mühselige Arbeit ist, sich durch den Text zu kämpfen, aber vielleicht hat jemand Spaß daran und tut sich beim Lesen der Schrift "leicht" :)

    Ich hätte gerne mehr über den Inhalt des Briefes erfahren und evtl. Besonderheiten.
    Er ist zusammengefaltet, was man auch an den Scans erkennt. Leider ist das Papier sehr dünn und somit sieht man auf den Scans die Rückseite durchscheinen, was das Lesen zusätzlich erschwert.

    Was mich noch interessieren würde ist, warum der "Stempel" auf Scan 3 auf den 17.Oktober 1846 datiert ist, der Brief selbst, aber auf 16.Oktober 1955.
    Auf dem Ersten Scan steht ganz oben "Pacific". Was bedeutet das? Ist damit das Schiff gemeint, oder der Ozean?

    Ich hab den Brief in der Auflösung 4250x5846 eingescannt, aber musste die Qualität aufgrund der 1MB-Fotogröße dementsprechend minimieren.
    Falls jemand die Originalgröße braucht, schicke ich die Scans gern per E-Mail.

    Ich sag schonmal ein sehr großes :dankeschoen:
    Gruß Rafa ;)

    Bilder

    • Brief_unbekannt1.jpg
      • 944,34 kB
      • 1.183 × 1.627
      • 267
    • Brief_unbekannt2.jpg
      • 940,5 kB
      • 1.183 × 1.627
      • 262
    • Brief_unbekannt3.jpg
      • 1 MB
      • 1.459 × 2.007
      • 281
    • Brief_unbekannt4.jpg
      • 936,59 kB
      • 1.459 × 2.007
      • 283

    Delphine/Wale postfrisch
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  • Online
    kartenhai
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    29.050
    Geschlecht
    Männlich
    • 6. April 2010 um 14:07
    • #2

    Hallo rafa,

    auf der Anschriftenseite steht:

    Prussian closed mail
    Aix-la-Chapelle = französisch für Aachen
    Rhine Prussia
    Die vermutliche Abkürzung Esq. hinter dem Emfpänger ist ein englischer Höflichkeitstitel

    Bei der Pacific wird es sich wohl um den Dampfer Pacific handeln, der unter mysteriösen Umständen 1 Jahr später verschwand und gesunken ist (s. Wikipedia!). Die Zahl 46 oben auf dem Stempel ist nicht das Jahr, sondern ist vielleicht die Nummer der Schifffahrtslinie Collins Line oder des Schiffes oder eine Art Schiffspost-Stempel?

    (1849)

    Hier erscheint eine Übersicht mit 2 Dampfern (1849 und 1851), auf die man klicken kann. Es kann sich auch um den zweiten Dampfer mit demselben Namen handeln, der auch 1875 gesunken ist!)

    Der Brief ist ein Geschäftsbrief, einmal kann man "ordinäre Qualität" entziffern.

    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (6. April 2010 um 14:09)

  • rafa
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    589
    Geschlecht
    Männlich
    • 6. April 2010 um 14:42
    • #3

    Hallo kartenhai,

    vielen Dank für deine schnelle und informative Antwort.
    Ich find es schon faszinierend, wenn ich mir vorstelle, dass der Brief 150 Jahre alt ist und auf nem Dampfer transportiert worden ist, der wenige Zeit danach sank.
    Und nun liegt der Brief auf meinem Schreibtisch, was der schon alles erlebt hat. :)

    Gruß Rafa ;)

    Delphine/Wale postfrisch
    Eisbären postfrisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. April 2010 um 15:37
    • #4

    Hallo rafa,

    Zitat

    Und nun liegt der Brief auf meinem Schreibtisch, was der schon alles erlebt hat. smile

    ich hoffe, er hat es gut bei dir und muss nicht noch mehr erleben. ;)

    Der Brief wurde am 16. Oktober 1855 geschrieben und war über 1 bis 2 Loth schwer (16 - 31g). Wenn er heute weniger wiegen sollte, wurden ihm Teile entnommen.

    Die Pacific war ein Schiff, welches der Absender zum Überqueren des Atlantiks vorsah. Ob er damit auch transportiert wurde, steht auf einem anderen Blatt.

    Er kostete den Empfänger in Aachen (links oben eine blaue 2 für Doppel - Brief) 26 Silbergroschen, etwa weniger als der Tagesverdienst eines Lehrers damals, damit du die Kosten etwas besser verstehen kannst.

    Aus Zeitmangel muss sich ein anderer um die Transkription des Inhalts kümmern, aber er wurde sauber geschrieben und ist recht leicht zu lesen. Da gibt es ganz andere ... :(

    Das mit 1955 kann ich nicht nachvollziehen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • rafa
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    589
    Geschlecht
    Männlich
    • 6. April 2010 um 16:05
    • #5

    Hallo bayern klassisch,

    danke dir für die speziellen Infos.
    Der Brief muss nichts mehr erleben, bleibt jetzt bei mir :jaok:

    Hab ihn gerade gewogen, wiegt nur 4 Gramm. Du schreibst ja, dass er 16-31 Gramm schwer war. Also muss ziemlich viel fehlen.

    Vielleicht ne blöde Frage, aber ich kenn mich ja damit nicht aus: Hat der eigentlich auch einen Briefumschlag gehabt, oder wurde der so wie er jetzt ist, verschickt; nur mit dem "Siegel"? zusammengehalten?

    Danke,
    Gruß Rafa ;)

    Delphine/Wale postfrisch
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  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. April 2010 um 16:19
    • #6

    Hallo rafa,

    ist keine blöde Frage ...

    Die Briefe wurden, ein- oder mehrseitig, geschrieben, umgefaltet und mit einem Siegel oder einer Oblate verschlossen.

    Wenn dein Brief heute nur 4g wiegt, dann lagen noch weitere Briefe oder Unterlagen in ihm. Das war bei Briefen von und nach Amerika fast üblich.

    Da oft Familien und Freunde zusammen auswanderten, schrieb man z. b. 6 Briefe à 5g. Das waren dann 30g und ergab einen Doppelbrief wie den deinen. Er kostete somit 26 Groschen.

    Hätte man jeden einzeln zur Post gegeben, so hätte man 6 mal 13 Groschen = 78 Groschen bezahlen müssen. Sparsame Naturen konnten für 78 Groschen einen Monat leben ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • sys1849
    aktives Mitglied
    Beiträge
    98
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    9. Januar 1962 (64)
    • 6. April 2010 um 19:12
    • #7

    Hallo rafa,

    die 46 in dem schwarzen Stempel ist keine Jahreszahl
    sondern bezieht sich auf 46 US cents Beförderungskosten,
    die Preußen (und damit später der Empfänger)
    an die amerikanische Post zu zahlen hatte.
    War der Stempel schwarz, so mußte der Empfänger diese Gebühren zahlen;
    wäre der Stempel rot gewesen, so hätte der Absender bereits die Gebühr im Voraus bezahlt.

    Viele Grüße,
    Wilfried/SYS1849

  • rafa
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    589
    Geschlecht
    Männlich
    • 6. April 2010 um 20:56
    • #8

    Danke euch für die weiteren nützlichen Informationen.
    Leider habe ich nicht mehr Briefe aus der Sendung.
    Die Leute waren damals auch schon "Schnäppchenjäger" und haben Porto gespart. Mussten sie ja auch, wenn ich erfahre, wie viel dass eigentlich im Vergleich zum Einkommen war.

    Die Sache mit dem roten und schwarzen Stempel ist ja auch interessant. Was es nicht alles gibt. :D

    Gruß Rafa ;)

    Delphine/Wale postfrisch
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