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Vicariat Breslau 1829

  • Gernesammler
  • 28. Februar 2010 um 18:29
  • Gernesammler
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    5. Dezember 1963 (62)
    • 28. Februar 2010 um 18:29
    • #1

    hallo Samlerfreunde

    hier ist der nächste Brief mit einer Korrespondenz einer königlichen General Kommission und dem General Vicariat der Brief kam aus Breslau 1829.
    Da wäre natürlich interessant was der Inhalt diesen Briefes ist.

    Gruß GS

    Bilder

    • Vicariat Breslau 1829.jpg
      • 166,59 kB
      • 807 × 1.168
      • 299

    suche immer Marken und Belege mit Berliner und Leipziger Stempeln

  • Markenhamster
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    • 5. März 2010 um 10:58
    • #2

    So, da isset:
    ---
    Abschrift.

    In der strittigen Gemeinheits-Theilungs-Sache zu Nimkau Neumarkischen Kreises haben wir die unterm 19ten November pr. auf den Erzpriester Herrn Fuhrmann ausgeschriebenen Kosten per 23 rh. 3 syl. 8 pfg. niedergeschlagen, welches wir Einem Hochwürdigen F.B. GeneralVikariatAmte auf das geehrte Schreiben vom 23ten v. Monats mit dem Bemerken bekannt machen, daß die unterm 29ten August 1827 ausgeschriebenen Kosten per 8 rh. 19 syl. 8 pfg. bereits eingezahlt sind.
    Breslau den 3ten Maerz 1829.
    Königl. GeneralCommission von Schlesien.
    v. Kottwitz. v. Mauschwitz. Wolf.

    An
    Ein Hochwürdiges General
    VicariatAmt
    Hier
    Febr. 29.

    Abschrift davon dem Erzpriester und Pfarrer Herrn Fuhrmann auf dessen Bericht vom 2./4. Febr. an.cur. zur Nachricht, indem demselben zugleich die Uns unterm 26ten Januar eingereichten Actenstücke sub lit. A remittirt werden.
    Breslau den 14ten April 1829
    FürstBischöfl. GeneralVicariatAmt.

    (3 Unterschriften)

    (Zeichnung Kopist)
    ---

    Fragen zum Inhalt? Dann schieß los - und erzähl auch, wo Du die Akten des Generalvikariats von Breslau her hast... ;-°

    Cheerio

    der Markenhamster :D

  • Gernesammler
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    • 5. März 2010 um 18:31
    • #3

    hallo Markenhamster

    Erst einmal ein großes Danke!
    da Du ja Fragen erwähntest hier die erste:
    was ist eine Gemeinheits-Theilung ist damit die Teilung einer kirchlichen Gemeinde gemeint
    und die 2te Frage die mir auch wichtig ist wären die Abkürzungen der Kosten ich kann mit 23 rh.23syl nichts anfangen es sei denn es bezieht sich auf Reichthaler und Silbergroschen.
    Ich bin da für jede Erklärung offen man lernt ja schließlich nie aus. :D
    Die Akten des Generalvicariats von Breslau habe ich bei uns in Berlin auf einem Trödelmarkt erstanden genau wie die anderen 3 Schriftstücke die ich auch in diesem Thread eingestellt habe.
    Ich muß gestehen ich hatte mich vorher noch nie so großartig damit befasst aber durch die Sammelei von hauptsächlich Belegen bin ich neugierig geworden und als dort am Stand Briefe und Akten von Preussen angeboten wurden zu einem sehr günstigen Preis konnte ich nicht widerstehen. ;)

    Gruß der Gernesammler

    suche immer Marken und Belege mit Berliner und Leipziger Stempeln

  • Markenhamster
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    • 6. März 2010 um 08:54
    • #4

    Hallo,

    fangen wir mal kurz an:

    Die Akten stammen aus dem Amt des Generalvikars, des leitenden Beamten einer Diözese, hier der Erzdiözese Breslau.
    "Gemeinheiten" waren die einer Gemeinschaft - meist Dorfgemeinschaft - als Gesamthand zustehenden Liegenschaften. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden die meisten davon in Deutschland unter den Berechtigten (meist real) aufgeteilt. Der Vorgang hieß zeitgenössisch Gemeinheitstheilung.
    Die Währungen sind meines Erachtens rheinische Gulden (gewähnliche Abkürzung fl.rh.) und Schillinge.
    Da ich nicht weiß, wie im Generalvikariat die Zeichnungsregeln waren, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. ob das Aktenstück aus den Akten des Generalvikariats (dann Konzept) oder den des Empfängers (dann Mundum) stammt. Aus der äußeren Form würde ich es als Konzept einordnen, nur die Unterschriftsform verwirrt.

    Schöne Quelle, würde ich auch gerne etwas mitnehmen von Deinem Trödelmarkt... :D

    Wenn ich wieder mehr Zeit habe, kümmere ich mich um die anderen Schriftstücke.
    Soweit cheerio

    der Markenhamster.

  • Magdeburger
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    • 6. März 2010 um 09:04
    • #5

    Hallo Markenhamster

    ich gebe Gernesammler recht, was die Währung angeht.
    Ich würde auch von Reichsthaler (Rth meist abgekürzt) ausgehen, da es in Preussen in dieser Zeit die Währung war.

    Zur Guldenwährung passen auch nur Kreuzer.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

    Einmal editiert, zuletzt von Magdeburger (6. März 2010 um 09:15)

  • Gernesammler
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    • 6. März 2010 um 09:38
    • #6

    hallo Markenhamster

    Danke noch mal , ich werde öfter auf Dich zurückkommen :D
    das würde ja heissen das in der Gemeinheitstheilung jeder der im Dorf eine etwas gehobene Person abgab in der Gemeinschaft an der realen Aufteilung beteiligt war.Weil ich kann mir nicht vorstellen das am Anfang des 19.Jhd die Gesellschaft sozialer gewesen sein soll, es wird immer Bauern und Untergebene gegeben haben die in diese Gemeinschaft nicht einbezogen wurden.

    Was die Währung betrifft auch ein hallo an Magdeburger der sich mit den Preussen recht gut auskennt, war Reichsthaler,Silbergroschen und Pfennige.
    Ansonsten müsste die Diözese ja von einem Bistum in der rheinischen Gegend geleitet worden sein und eine Enklave gebildet haben um in dieser Währung die Du angibst rheinische Gulden und Schillinge bezahlen oder einziehen zu können.Die Möglichkeit besteht natürlich.

    Gruß der Gernesammler

    suche immer Marken und Belege mit Berliner und Leipziger Stempeln

  • Markenhamster
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    • 6. März 2010 um 17:58
    • #7

    Hallo allesamt,

    wie gesagt, Währungen ist nicht meins. Nur zur Region: der fl.rh. war im ausgehenden 18. Jahrhundert eine der beiden Leitwährungen im gesamten Reich, nicht nur im Rheinland...

    Zur Gemeinheitsteilung: da siehst Du völlig richtig. Beteiligt an der Aufteilung war nur der Einwohner mit vollem Nachbarrecht (so hieß das - auch dort gebührenpflichtige - Bürgerrecht in der Landgemeinde), alle anderen gingen leer aus, auch wenn sie zuvor das Gemeineigentum hatten entgeltfrei mitbenutzen dürfen. Der "Bauer" mit eigenem Gehöft war zumeist ein Bessergestellter, der Pfarrer war mit den Kirchenpfründen ohnehin. Landarbeiter, Tropfhäusler, abhängig Beschäftigte und andere Einwohner ohne Nachbarrecht gingen leer aus.

    Cheerio

    der Markenhamster

  • Gernesammler
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    • 6. März 2010 um 19:38
    • #8

    hallo Markenhamster

    danke nochmals für die Entschlüsselung des Briefes und auch das mit der Währung des Rheinischen Gulden ist für mich neu, da man ja bis jetzt davon ausgegangen ist das es in Preussen nur den Reichsthaler gab.

    Gruß der Gernesammler

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