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Baden Briefe und Briefmarken

  • Baldersbrynd
  • 23. November 2007 um 20:15
  • bayern klassisch
    Gast
    • 1. April 2010 um 21:33
    • #161

    Hallo,

    Köhler verschickt prinzipiell immer zuerst die Rechnung, und dann die Ware.

    Es gibt aber auch Kunden des Hauses, die bekommen bei der Auktion die Lose gegen Unterschrift mit, ohne zahlen zu müssen bei der Übergabe ...

    Wie sagt die Werbung: Alles eine Frage der Technik! :D

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (1. April 2010 um 21:33)

  • balf_de
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    • 1. April 2010 um 22:15
    • #162

    Hallo mtcyrus !
    Gut zu wissen, dass ich einen Leidensgenossen habe - geteiltes Leid ist halbes Leid ..
    Und da gibt es ja noch das andere Sprichwort, dass die Vorfreude die schönste Freude ist. Und noch eines: "schau'n mer mal, dann seh'n mer schon" ...

    Lieber bayern klassisch !

    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Wie sagt die Werbung: Alles eine Frage der Technik! :D


    Aha: dann werde ich einmal üben, die Biettafel besonders vertrauenswürdig zu heben - oder doch besser besonders Ehrfurcht gebietend ?(

    Hallo zusammen !

    Bei der Suche in meiner Sammlung nach "weichen Übergängen" von der Nummer 17 zur 18 bin ich auf einen "Partner" meines schon gezeigten Nachnahmebriefs gestoßen, der eine ungewöhnliche Siegelseite zeigt:

    Frankatur, Nachnahme-Grund und die Zeit sind identisch - im Jahr 1867 sollte eine Zeitungsanzeige bezahlt werden. Diesmal ging die Post aus Heidelberg nach Tiefenbach (zwischen Sinsheim und Eppingen) und war etwas teuerer: 3 Gulden 27 Kr. + 5 Kreuzer.

    Zur Siegelseite: dass der Brief per Bahn nach Bruchsal gebracht wurde - ein deutlicher Umweg - zeigt, dass die Schnelligkeit der Beförderung Priorität vor der Entfernung hatte. Dass aber sowohl in Bruchsal als auch in einer Bruchsaler Postablage (!) Durchgangsstempel abgeschlagen wurden, dass habe ich bisher in dieser Form noch nicht gesehen. Im Landort Tiefenbach befand sich lediglich eine Postablage von Eppingen, deshalb ist von dort auch kein Ankunftstempel zu erwarten.
    Vielleicht ist hier unterwegs etwas schief gegangen ?

    Viele Grüße
    balf_de

  • balf_de
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    • 6. April 2010 um 16:26
    • #163

    Hallo zusammen !

    Eigentlich hätte ich ja nur meinen letzten Beitrag bei den "Postablagen (nicht nur Bayern)" lesen müssen, um die Frage nach dem "falschen" Ankunftstempel zu beantworten - aber diesen Beitrag habe ich erst später geschrieben ..

    Wie man sieht, hat man selbst den größten Nutzen, wenn man Fragen recherchiert, die von Sammlerfreunden ausgehen und dazu veranlassen, die Literatur wieder einmal genauer anzuschauen.
    Was ich hätte nachlesen können, ist die Passage, wo die Flexibilität bei der Bedienung einer Postablage von mehreren Ämtern - aus praktischen Gründen - beschrieben ist.

    Ähnlich verhielt es sich bestimmt auch im Fall des oben gezeigten Nachnahmebriefs: er kam von Bruchsal aus nach Odenheim - heute ein Stadtteil von Östringen. Von dort aus sind es weniger als 10 km nach Tiefenbach - das übrigens heute auch nach Östringen engemeindet ist. Es wäre völlig abwegig gewesen, den Brief ins über 20 km entfernte Eppingen zu transportieren, um es von dort aus wieder den halben Weg zurück zu schicken. Da fand man bestimmt pragmatisch eine andere Beförderungsmöglichkeit.

    Eigentlich gehört der Brief in den Postablagen-Thread.

    Aber auch hier soll es weitergehen. ich habe mtcyrus versprochen, mich bei der Nummer 18 noch etwas zu verweilen. Das ist kein allzu großes Problem, solange ihr nicht die 18 U zu sehen erwartet ...

    Als kleine Hommage an die Bayern, die uns auch hier so treu begleiten:
    ein Briefchen in die benachbarte Pfalz aus dem Jahr 1868, wo die Entfernung sogar größer hätte sein können, wie ich seit ein paar Tagen weiß:

  • balf_de
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    • 19. April 2010 um 18:29
    • #164

    Hallo zusammen !

    Eigentlich hatte ich mir als nächsten Beitrag in diesem Thread eine Buntfrankatur 18 – 19 als Übergang zur nächsten Michelnummer vorgenommen, aber das muss aus aktuellem Anlass warten.
    Wie auch @bayern klassisch habe ich beim Treffen der ArGe Baden am letzten Samstag etwas für meine Sammlung gefunden:

    Einen Brief vom Juli 1862 aus Heidelberg nach Berlin.

    Portorichtig frankiert mit einer Nummer 12 – einer der „schwierigsten“ badischen Briefmarken: sie ist extrem lichtempfindlich – ähnlich wie bei der 11a findet man sehr viele deutlich verfärbte Marken. Außerdem ist die Zähnung der eng gezähnten Nr. 9-12 und 16 in den seltensten Fällen perfekt. Dazu kommt häufig eine schlechte Zentrierung ....
    Und als ob das nicht problematisch genug wäre, ist sie nach der Nummer 4a mit einer Gesamtauflage von unter einer Million die seltenste 9-Kreuzer-Marke.
    Jedenfalls konnte ich dem Angebot nicht widerstehen (obwohl ich ja eigentlich eine Nummer 13 suche ...) ;)

    Interessant ist aber auch der Inhalt: zwar nicht mit Postgeschichte, aber mit der deutschen Geschichte und dem Parlamentarismus in der Zeit nach 1848 hat er zu tun: das Protokoll eines Treffens der liberalen Fraktionen der deutschen Parlamente, in der über das Ziel der deutschen Einheit – zu Klein- oder Großdeutschland – beraten wurde. Nebenbei wurden auch zwei liberale Zeitungen fusioniert, deren Namen wir heute noch gut kennen.

    Schön, zu lesen, dass sich in den letzten 150 Jahren in der Politik nicht allzu viel geändert hat: wenn man unterschiedlicher Meinung ist, gründet man zunächst einmal eine Kommission – die kann dann klären, an welchem schönen Ort man sich demnächst wieder trifft .....

    Vielleicht fällt zu diesem Text jemandem noch etwas ein, der mehr Ahnung von Geschichte hat als ich. Ein paar der aufgelisteten Teilnehmer kenne ich von Heidelberger und Mannheimer Straßennahmen.

    Viele Grüße
    balf_de

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. April 2010 um 19:52
    • #165

    Lieber balf_de,

    ein vorzüglicher Brief, zu dem man dir nur sehr herzlich gratulieren kann. :P :)

    Für diese schwierige, aber irgendwie doch sehr schöne Marke dürfte dieses Stück dem Optimum sehr nahe kommen. Ich hoffe, der Preis kam der Katalognotierung nicht so nahe ... ;)

    Der Inhalt scheint mir nur gedruckt zu sein, was theoretisch auch die günstigere Versendung als Drucksache (und hier hättest du deine Nr. 13) mit 1 Kr. zugelassen hätte.

    Wenn es so war, und es ist sehr wahrscheinlich, dann hat man das teuere Brieffranko gewählt, weil man nicht haben wollte, dass jeder Hinz und Kunz den Inhalt kennt und nur Briefe mit Siegeln verschossen werden durften.
    Dies kommt noch bis in die 70er Jahre vor, zumindestens bei Bayern.

    Danke fürs zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
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    • 20. April 2010 um 11:28
    • #166

    Hallo balf_de,

    das ist ein Zeitdokument 1. Ranges und wohl nur wegen der sehr schönen, seltenen Frankatur erhalten geblieben.
    So ein Briefchen ist ein Traum für historisch interessierte und gleichzeitig "für allerhöchste Ansprüche"-Sammler.
    Galt dann hier auch der Hinweis "LP-Preis" oder was versteht denn ein Baden-Sammler unter .... Sind wir im Bereich einer Schwarzen Eins auf Brief?

    Durch eine Online-Recherche bin ich bei fündig geworden.

    Die Zeit
    Erscheinungszeitraum : 1861 - 1862
    Signatur UB : 1861-1862 = Zsq 1943 [lückenhaft]
    Weitere Bestandsnachweise : 1861-1862: 9, 21
    Bemerkung : Aufgegangen in Süddeutsche Zeitung

    Süddeutsche Zeitung
    Erscheinungszeitraum : 1.10.1859 - 30.6.1864(?)
    Signatur UB : 1.7.1862-25.6.1864 = Ffm Q 6/4
    Weitere Bestandsnachweise : 1859; 1861-1862: 21
    Bemerkung : 1859-1861 in München erschienen.-Darin aufgegangen Die Zeit (1861-62)

    Leider haben die Zeitungen selbst nur ihre Geschichte nach dem Kriege aufgeführt. Über die historischen Wurzeln steht dort nichts.

    Übrigens soll die Universitätsbibliothek Heidelberg diese Zeitung im Bestand haben.

    Herzlichen Dank für das Einstellen der kompletten Druckseiten (die handschriftlche Notiz machte daraus eben einen Brief. Ob die "liberalen Gedanken" extra verschlossen wurden, darüber werden wir keine Aufklärung mehr bekommen).

    Beste Grüße
    Luitpold


    PS - macht richtig Spaß zu recherieren:

    Als Heidelberger kannst Du sicher klären, ob das der Präsident war!

    Einmal editiert, zuletzt von Luitpold (20. April 2010 um 11:36)

  • balf_de
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    • 20. April 2010 um 13:21
    • #167

    Lieber Luitpold !

    Zunächst möchte ich mich herzlich für Deine erfolgreichen Recherchen zu meinem Brief bedanken: toll, was Du in der Frankfurter Unibibliothek gefunden hast – mit solchen Recherchetools komme ich leider nicht klar ...

    Einige der Herren kenne ich – wie gesagt - aus Straßennamen. In Heidelberg gibt es eine Bluntschlistraße (ganz bestimmt war dieser frühe Schweizer Gastarbeiter der Präsident) und eine Häusserstraße (Ludwig Häusser), in Mannheim sogar ein Moll-Gymnasium (Eduard Moll) – ich denke, man findet die meisten Teilnehmer bei Wikipedia. Die Nachfahren des Herrn von Buhl aus Deidesheim kann ich übrigens besonders empfehlen: im Weingut „Reichsrat von Buhl“ wird z.B. ein hervorragender Rieslingsekt produziert – und eine Weinprobe mit Besichtigung der kilometerlangen Gewölbekeller ist ein tolles Erlebnis.

    Zitat

    Original von Luitpold
    Galt dann hier auch der Hinweis "LP-Preis" oder was versteht denn ein Baden-Sammler unter .... Sind wir im Bereich einer Schwarzen Eins auf Brief?

    Zu Deiner Frage:

    Erstens: bei uns Badenern ist alles eine Nummer kleiner als bei euch Bayern. Zweitens: so perfekt wie ihr denkt, ist die Nr. 12 bei weitem nicht: aber erst nach heftigem Wehklagen über die kurzen Zähne und die schlechte Zentrierung sah der Verkäufer ein, dass mehr als 25 % Michel ein Wucherpreis gewesen wäre ...

    Aber als Profi mit einem dicken Auswahlbuch hatte er auch sicher keine Zeit, sich den Brief genauer anzusehen.

    Anliegend abe ich die Marke etwas vergrößert gescannt – man sieht, dass sie bestenfalls unter „Normalzähnung“ einzuordnen ist.

    Viele Grüße
    balf_de

  • balf_de
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    • 23. April 2010 um 21:19
    • #168

    Hallo zusammen !

    Bevor ich durch die Neuerwerbung meines Briefs mit der Nummer 12 „unterbrochen“ wurde, hatte ich mir vorgenommen, als nächstes eine 9-Kreuzer-Frankatur mit einer Nummer 18 und 19 zu zeigen.

    Dafür habe ich heute mein Album in die Hand genommen und mir die in Frage kommenden Briefe angesehen. Bei einem Brief fiel mir die Adresse auf: Max Weber in Erfurt. Da war doch hier im Forum schon einmal etwas? Habe ich diesen Brief hier schon gezeigt?
    Zum Glück gibt es die Suchfunktion, wo man nicht nur Themen, sondern auch einzelne Beiträge selektieren kann (viel zu lange hat es gedauert, bis ich das endlich herausgefunden habe!).
    Und nur dadurch – es ist wirklich kaum zu glauben – habe ich herausgefunden, dass ich zwei Briefe aus der gleichen Korrespondenz besitze, obwohl ich beide Belege schon jahrelang in der Sammlung habe.

    Wieder einmal bestätigt es sich für mich, dass die Beschäftigung mit den Belegen im Philaforum in mehr als einer Hinsicht Früchte trägt.

    In einem anderen Forum, das wohl die meisten Mitleser hier gut kennen, hatte jemand eine wirklich gute Idee: er fordert uns dazu auf, unsere „schönsten Paare“ zu zeigen, womit er natürlich attraktive Albumseiten meint, die jeweils zwei irgendwie zusammengehörige Belege zeigen. Da hat sich – erwartungsgemäß – ein wunderschöner Thread mit hoch interessanten Auszügen aus Ausstellungssammlungen entwickelt; wenn ich nicht wüsste, dass die meisten Sammler, die so etwas zeigen können, in beiden Foren teilnehmen, würde ich das gerne im Philaforum kopieren. Jedenfalls habe ich – fast aus Versehen - seit heute wieder ein Paar, das ich dort zeigen kann!

    Den neu gefundenen Partner meines heute gezeigten „Übergangsbriefs“ von 18 zu 19 findet ihr übrigens hier in diesem Thread bei der Nummer 15 :

    Posthistorisch geht es heute um eine Dublette dieses Briefs: ebenfalls befördert aus Heidelberg nach Erfurt; mehr als 20 Meilen weit im Postverein – das Porto kostete 9 Kreuzer. Wobei es diesmal auch ohne bar bezahlte Einschreibegebühr ging. Die Frankatur ist etwas anders: Nummer 18 plus 19a. Der leider ebenfalls nicht näher datierbare Brief ist mit großer Wahrscheinlichkeit jünger als sein „Partner“ – die 6-Kreuzer-Marke von 1864 und der Ortstempel statt des Nummernstempels sprechen deutlich dafür.

    Viele Grüße
    balf_de

  • balf_de
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    • 25. April 2010 um 19:36
    • #169

    Hallo zusammen !

    Einzelfrankaturen mit der Nummer 19 aus Baden findet man hauptsächlich bei Postvereinsbriefen in die zweite Entfernungszone zwischen 10 und 20 Meilen. Von Heidelberg aus ist das am häufigsten ins hessische Turn-und-Taxis-Gebiet, nach Frankfurt und Umgebung.

    Heute möchte ich eine Nummer 19a auf einem Heidelberger Brief nach Frankfurt zeigen - ausnahmsweise einmal kein Bankbrief. Leider lässt sich auch anhand des undeutlichen Frankfurter Ankunftstempels auf der Siegelseite das Jahr nicht bestimmen - der Ortstempel Typ 13 deutet auf 1865-1867 hin.

    Viele Grüße
    balf_de

  • balf_de
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    • 28. April 2010 um 17:53
    • #170

    Hallo zusammen !

    Nach der ultramarin-blauen möchte ich auch eine preussisch-blaue Nummer 19 zeigen:

    Ein Brief aus Heidelberg nach Wiesbaden vom November 1865. Auch hier gibt das Porto keine Rätsel auf: 10-20 Meilen im Postverein.

    Zur Zentrierung der weit gezähnten Baden-Marken habe ich bei Lindenberg "Die Briefmarken von Baden unter Benutzung amtlicher Quellen" (Berlin, 1894) eine hübsche Beschreibung gefunden:

    "Zum Schluss sei noch erwähnt, dass die Durchlochung der Marken dieser Ausgabe oft sehr sorglos gefertigt ist. Es giebt Stücke, bei denen die Löcher die Markenbilder selbst, nicht die zwischen ihnen liegenden weissen Felder treffen ...."

    Zur Farbbestimmung der Nummer 19b schreibt Lindenberg:
    ".. die (6-Kreuzer-Marke) von 1865 (trägt) ein sehr dunkles Blau, welches man nicht mit Unrecht als Preussischblau bezeichnet, trotzdem es nicht ganz den Ton hat, den die mit Berlinerblau gedruckten übrigen Ausgaben tragen."

    19aa und 19ab kannte Lindenberg damals noch nicht, aber ich denke, da hat er nicht viel versäumt - es sind wohl eher die Sammler als die Druckauflagen, die immer neue "Farben" entstehen lassen .....

    Viele Grüße
    balf_de

  • immo38
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    • 1. Mai 2010 um 18:52
    • #171

    Hallo an die Baden-Sammler,

    hier mal einen wirklich schönen kompletten Beleg aus meiner Sammlung,welcher durch 2 Besonderheiten zur Rarität ersten Ranges wird,wer kennt sich aus und sagt mir welche Besonderheiten das sind ? ;)

    Dateien

    Scannen0001.jpg 346,45 kB – 386 Downloads Scannen0002.jpg 78,64 kB – 350 Downloads

    Einmal editiert, zuletzt von immo38 (1. Mai 2010 um 18:53)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 1. Mai 2010 um 18:59
    • #172

    Hallo immo38,

    1. Aufgabestempel vergessen und

    2. Grenzübergangsstempel vorne statt hinten.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • immo38
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    • 1. Mai 2010 um 19:01
    • #173

    das ist zwar richtig,aber nicht das entscheidende Merkmal :) wir reden hier von einer einmaligen Rarität !!!

  • bayern klassisch
    Gast
    • 1. Mai 2010 um 19:35
    • #174

    ... ach so, du meinst die Entwertung der Marke im Badischen Bahnhof, weil man das bei der Postaufgabe vergessen hatte. ;)

    Weil 9 Kr. verklebt wurden, war der Brief in über 10 Meilen Entfernung aufgegeben, aber nicht abgestempelt worden. Daher kostete diese Strecke bis zur CH - Grenze 6 Kr. Franko. Dazu kamen 3 Kr. Weiterfranko für die CH bis Aarau.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • balf_de
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    • 1. Mai 2010 um 20:06
    • #175

    Hallo immo38 !

    Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu diesem Traumbeleg! Oder in @bayernklassischs Terminologie: zu dieser Oberrosine!

    Höchst wahrscheinlich handelt es sich hier um den einzigen so frühen Auslandsbrief aus der Postablage Leopoldshöhe. Die Zeit lässt sich relativ gut eingrenzen: die Postexpedition im badischen Bahnhof von Basel gab es erst seit 1855; Leopoldshöhe bekam schon 1859 den ovalen Postablagestempel.

    Zweitens ist er überfrankiert, was sicher auch äußerst selten war: mehr als 3 Kreuzer Schweizer Porto fiel nicht an – wie auch @bayern klassisch schon festgestellt hat -, auch wenn Aarau nicht mehr zum Grenzrayon gehörte (was ich nicht genau weiß). Das bedeutet maximal 6 Kreuzer Gesamtporto. Aber offenbar war der Posthalter in Leopoldshöhe mit diesem Brief überfordert.
    Dabei gehe ich jetzt anders als @bayern klassisch davon aus, dass er in der zu Basel gehörigen Postablage Leopoldshöhe aufgeliefert wurde; dass der Uhrradstempel von einem anderen Ort stammt, halte ich für unwahrscheinlich.

    Ein drittes Kriterium ist mir noch aufgefallen, was ihn zu einer echten Rarität macht: ich habe noch nie den seltenen Stempel 170 so perfekt abgeschlagen gesehen, zumal zusammen mit dem ebenfalls schönen Abschlag des schwierigen Baseler Ortstempels. Eigentlich ist es nur logisch, dass auch die Nummer 4b vollrandig ist – auch wenn er nicht so selten wäre, so ist Dein Brief auf jeden Fall „one of a kind“.

    Ich denke doch, das war’s

    Viele Grüße
    balf_de

  • bayern klassisch
    Gast
    • 1. Mai 2010 um 20:17
    • #176

    Lieber balf_de,

    Aarau gehörte nicht zum Grenzrayon, weil sonst kein Weiterfranko notiert worden wäre. Bei Grenzrayonbriefen gab es ja kein Weiterfranko, weil der Aufgabepost das Franko bzw. Porto allein zustand und somit nichts zu vergüten war.

    Danke für deine Ausführungen - ich lerne bei Baden gerne dazu. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • immo38
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    • 2. Mai 2010 um 00:33
    • #177

    danke für die Ausführungen,natürlich ist das Hauptkriterium der Nummernstempel 170 (Feuser 5000Punkte) ansonsten hat die Marke auch noch den Plattenfehler 1/04 gebrochene Umrandungslinie und natürlich ist er Portogerecht,ich füge mal das aktuelle Attest bei :D

    Dateien

    Scannen0003.jpg 140,9 kB – 339 Downloads
  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. Mai 2010 um 07:27
    • #178

    Hallo immo38,

    wenn der Brief portogerecht war, musste er über 10 Meilen vom Baseler Badischen Bahnhof entfernt aufgegeben worden sein, weil wir sonst nicht auf 6 Kr. für Baden kommen. Da 9 Kr. auf dem Brief kleben, und 3 Kr. als Weiterfranko ausgewiesen sind, kann ein portogerechter Brief vom Baseler Bahnhof nur 3 Kr. in den Lokalbezirk (haben wir hier nicht) bis 5 Meilen, oder 6 Kr. in den 1. CH - Rayon wie hier, oder 9 Kr. in den 2. CH - Rayon (haben wir hier auch nicht) gekostet haben.

    Das Attest eine Markenkundlers ist bei postgeschichtlichen Rosinen wie dieser oft wenig aussagefähig.

    Glückwunsch zu diesem herrlichen Brief von bayern klassisch

  • sodrei
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    • 2. Mai 2010 um 08:56
    • #179

    Hallo
    @bayernKlassisch,
    schon interessant, was Herr Flemming da schreibt.
    Ehrlicherweise schreibt er ja nicht "portogerecht" aber auch nicht
    Überfrankiert mit 3 KR. Übersehen? Nicht so wichtig?

    immo38
    ja, ein wirklich schönes Stück mit sehr sauberer Entwertung.
    Sehr ungewöhnlich für BASEL Bad. Bahnhof - meine Einzelmarken (nr. Stempel und Ortsstempel sind deutlich schlechter.
    Eine Frage noch zur Wertangabe ;Zu
    Feuser 5000 Punkte kann ich zwar nichts sagen, scheint mir aber doch recht hoch gegriffen zu sein, auch wenn 1 Punkt natürlich nicht über den Wert-in Cent aussagt. Wie wird bei Feuser die 5000 Punkte ermittelt? Schreibt Feuser auch zum Wert des Punktes?
    Freue mich wieder auf Antworten.

    LG
    Sodrei/harald

  • immo38
    neues Mitglied
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    6. April 1971 (55)
    • 2. Mai 2010 um 09:07
    • #180

    das Punktesystem von Feuser sagt ja nur das dieser Stempel auf der geschnittenen Ausgabe ebend auf Brief sehr selten ist,wie man das in Euro umrechnen will weiß ich auch nicht,mein Feuserkatalog ist von 1992 und da stehen ebend 5000 Punkte ist auch egal den so ein Beleg ist ebend ein Liebhaberstück in dieser Erhaltung

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