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England-Bayern

  • liball
  • 14. Januar 2010 um 18:35
  • liball
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    Männlich
    • 14. Januar 2010 um 18:35
    • #1

    Hallo,

    ich möchte hier einen sehr interessanten Brief aus Liverpool nach Augsburg vom 8.9.1814 zeigen. In England ist die Geschichte noch einigermaßen klar. Liverpool-London 11 d, London-Küste 18 d, ergibt 29 d = 2/5.
    Doch jetzt wird es kompliziert. Wie kam der Brief auf das Festland. Über Harwich-Brielle-Rotterdam?, über Hamburg? oder gar über Bremen?. Nur wenn das zu klären ist, können die weiteren Taxen zugeordnet werden. Sicher ist lediglich das Porto in Augsburg mit 56 Kreuzer.
    Für Vorschläge wäre ich dankbar.

    Grüsse
    liball

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  • doktorstamp
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    • 15. Januar 2010 um 07:48
    • #2

    Da zu jener Zeit die Kontinentalsperre verhängt war sind die möglichen Anlaufhafen für Britischer Schiffe in der Zahl begrenzt.

    1. Über Helgoland
    2. Tönning (Dänemark)
    3. Göteborg

    Aus England selbst bieten sich folgende Hafenstädte an.

    1. Woolwich
    2. Chatham
    3. Hull
    4. Harwich
    5. Yarmouth

    Von Vivian Sussex gibt es Literatur. "Post mit dem Festland während der Kontinentalsperre". Teils nach neuen Erkenntnissen überholt, allerdings ist sie schon einen guten Anfang. Das Buch habe ich irgendwo liegen ist aber garnicht Griffbereit.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. Januar 2010 um 09:49
    • #3

    Lieber Nigel,

    bitte korrigiere mich, aber ich glaube, dass im September 1814 die Kontinentalsperre nicht mehr aktuell war. Bist du dir da ganz sicher?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • doktorstamp
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    • 16. Januar 2010 um 17:34
    • #4

    Sämtliche Länder von der Kontinentalsperre betroffen haben die Tatsachen zu ihrem Gunsten ausgenutzt.

    Als Paris in März/April 1814 erobert wurde und mit der folgenden Abdankung Napoleons (Mai 1814) hat im Prinzip die Sperre ein Ende gefunden. Noch wurden Teile wie gesagt aufrechterhalten. Vor allem die Russen haben Geschäftsverbindungen zu ihrem Vorteil abgeschlossen.

    Noch blieben die Postleitwege einigermassen hiervonbetroffen. Denn die Niederlage Frankreichs 1814 war von der Koallition relativ glimpflich gehandelt. Dies hat Frankreich Tallyrand zu verdanken.

    Die Luft in Europa konnte erst nach Juni 1815 gereinigt werden nach der Schlacht von Waterloo und die damit gezwunge zweite Abdankung Napoleons.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
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    29. April 1962 (64)
    • 19. Januar 2010 um 14:31
    • #5

    Hallo Freunde

    Dieser Brief ist von Bristol nach Erlangen 6. Mai 1834 abgeschickt. Der Absender hat für den Transport in England 2 Shilling 5 Pence bezahlt und unten links ist es ein P.P. Vermerk die diese Verfahren bestätigen. Also Porto bezahlt bis nächste Vertragsgrenze. Vorderseitig sehen wir von England "Paid at Bristol" mit schwarze Stempelfarbe + E Paid 7. MY 1834 in roter Stempelfarbe.
    Man hat sich in Bristol sehr mit der Stempeln gefreut. Rückseitig gibt es auch 2 anderen Bristolstempeln. Man kann sich fragen wofür?

    Von England ist der Brief nach Frankreich geschickt wo der Brief die Stempeln A"A.T.F." für "Angleterre Transit Francais" und "ANGL. EST." für "Angleterre Estafette" bekommen hat. Hier auch die Frage, wofür 2 Stempeln? Der Transport durch Frankreich hat 34 Kreuzer gekostet, welche wir oben im Auslagestempel sehen.

    Der Brief ist durch Forbach Deutschland erreicht. Durch Preussen nach Pfalz ist Preussen mit 2 Kreuzer vergütet. Weiter durch Pfalz ist der Brief durch Baden und Württemberg gelaufen. Die Vergütung hier kenne ich nicht.
    Aber von französisch-preussische Grenze hat der Brief 20 Kreuzer gekostet. Somit ist den Beitrag von 54 Kreuzer von Empfänger zu bezahlen.

    Wie kommt man eigentlich zu den 20 Kreuzer Beitrag? Ist es hier ganz einfach die Strecke in gerade Linie von Forbach nach Erlangen, hier in 1. Gewichtsstufe?

    Viele Fragen hier, aber zum Schluss noch eine kleine Frage. Kennt jemand der kleinen blauen Stempel oben rechts "No2"?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. Januar 2010 um 17:15
    • #6

    Hallo Nils,

    Mensch, hast du hier dazu gelernt. :) Was soll ich da noch weiter beschreiben?

    Den Nr. 2 - Stempel kenne ich nicht. Vlt. kann ein GB - Sammler dazu etwas sagen (Nigel? Asmodeus?)?

    Von Forbach/Saarbrücken hat man über 54 - 60 Meilen nach Erlangen gerechnet = 20 Kr..

    Der Brief lief durch Taxis, nicht durch Baden und Württemberg. Ich glaube, Taxis wurde intern abgefunden, kann aber nicht genau sagen, was sie bekamen. Jedenfalls taucht keine Transitporto auf diesen Briefen auf, weil die Sendung im geschlossenen Transit über Frankfurt und Aschaffenburg bis Nürnberg (Auslage) lief.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    29. April 1962 (64)
    • 19. Januar 2010 um 17:31
    • #7

    Hallo bayern klassisch

    Nein, habe ich nicht jetzt gelernt. Du hast ein ähnlicher Brief in ein anderen Thread gezeigt. So ich habe viel hier ganz einfach gestohlen. :(
    Hoffentlich ist es OK? :)

    Danke für deine Antwort :)
    Hoffentlich kann the englischmen zu den Rest etwas sagen.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

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