Interessanter brandneuer Artikel über die Entwicklung des chinesischen Briefmarken-Marktes:
Gruß kartenhai
Interessanter brandneuer Artikel über die Entwicklung des chinesischen Briefmarken-Marktes:
Gruß kartenhai
Chinesische Ganzsachen sind immer heiß umkämpft bei den Bietern, diese hier ging 1909 von Kaomi nach Tsingtau mit Zusatzfrankatur, bereits bei 362,- EUR und 14 Geboten. Bei den letzten Ergebnissen darf man wieder einen hohen Preis erwarten.
Die zweite Ganzsache von Tschangtien nach Tsingtau mit interessantem Stempel, auf dem ich jedoch keinen Ort erkennen konnte, ebenfalls schon bei 317,- EUR und 15 Geboten angelangt. Obwohl keine Jahreszahl zu erkennen, wohl auch um 1909, da selbe Ganzsache:
Gruß kartenhai
Beide Ganzsachen wurden in der Provinz Shandong (dt. Transkription: Schantung) aufgegeben und sind in das Deutsche Pachtgebiet Kiautschou adessiert, was sie wirklich interessant macht, zumal die Provinz Shandong Bestandteil der Deutschen Interessenssphäre in China war (Stichwort Schantung-Bahn). Somit handelt es sich im weiteren Sinn auch für Kolonialsammler um interessante und ungewöhnliche Stücke.
Die erste Karte überzeugt durch den klaren Stempel von Kaomi / Gaomi Prov. Shandong.
Die zweite Karte ist leider etwas undeutlich entwertet. Im Obersegment des Stempels ist der Provinzname Shandong erkennbar.
Die Qualität ist, wenn die Abbldungen nicht täuschen, überdurchschnittlich gut (insbes. Exemplar Nr.1).
Bei alten Ganzsachen aus Asien fehlen die Zusatzfrankaturen sonst leider viel zu oft...
Z.
Die beiden Ganzsachen mit Zusatzfrankatur nach Tsingtau brachten wie erwartet wieder Rekordpreise: 894,- und 955,- EUR. ![]()
Bei solchen Raritäten fragt man sich immer, ist jetzt Ebay der ideale Marktplatz dafür oder hätten diese Ganzsachen bei einer herkömmlichen Auktion noch mehr erzielt? Es gibt immer noch eine Menge meist älterer, aber finanzkräftiger Sammler, die mit Ebay und dem Internet absolut nichts am Hut haben und lieber in den Auktions-Katalogen stöbern.
Gruß kartenhai
Die Karte mit Beifrankatur 1 C. ocker ist entwertet in "Tsingchow", auch wenn der Absender sie mit 'Changtien' datiert hat. Beide Orte waren Haltepunkte an der Teilstrecke Weihsien-Tsinan der Shantung Eisenbahn. Tsingchow eins weiter Richtung Osten (= Weihsien, Tsingtau). Abs. hat dort evtl. die Karte eingeworfen.
Gruß
ligneN
Huhu,
ein Artikel dazu wurde von aerotech hier eingestellt:
Hab ihn mal noch hier gepostet:
Passt doch ganz gut ins Thema ![]()
Grüße
@ Ron Alexander:
geh` mal 6 Postings zurück, alles schon mal da gewesen! ![]()
China-Sammler sind immer einen Schritt voraus. ![]()
Gruß kartenhai
uha sorry ![]()
Ein farbenfroher Beleg von Chefoo (Tschifu) über Hongkong nach Wilhelmshaven aus dem Jahre 1898 an einen Unteroffizier des II. Seebataillons, mit Zusatzfrankatur und einer Hongkong-Marke. Chefoo schreibt sich auch noch Cheefoo oder deutsch Tschifu (wie der Absender schreibt). Dieser Name wurde früher eigentlich fälschlicherweise verwendet und ist nur die Bezeichnung einer vorgelagerten Insel in dem gleichnamigen Stadtbezirk Zhifu der Stadt Yantai. Dort gab es früher auch ein deutsches Postamt.
Der Beleg ist zurzeit bei 236,- EUR und nach oben hin noch völlig offen. Für diese Art von Ganzsachen überschlagen sich die Bieter geradezu.
Trotz intensiver Suche findet man solche Belege leider weder auf Flohmärkten noch auf Tauschtagen, geschweige denn in „Krabbelkisten“, sondern nur auf teuren Auktionen. ![]()
Gruß kartenhai
Auch bei den chinesischen Briefmarken hat sich inzwischen das für mich selten dämliche Wort „Gigant“ durchgesetzt, ich kann es schon nicht mehr lesen oder hören! ![]()
In Kürze werden wohl die ersten „Monster“-Marken eingestellt, Monster-Lots und Monster-Sammlungen.
Und immer wieder fallen den Verkäufern neue Mode-Wörter ein, die dann sofort von tausenden Nachahmern übernommen werden und den ahnungslosen Käufern riesige Werte vorgaukeln sollen. ![]()
Hier sind es 95 gigantische Drachenmarken, die Hälfte mit Aufdrucken, ein Drache mag gigantisch sein, aber doch keine Briefmarken. ![]()
Gigantischer Gruß kartenhai
Hat zwar nichts mit Philatelie zu tun, ist aber auch interessant und vom Verkäufer auch bei Briefmarken eingestellt: 7 Holzschnitte aus der Kulturrevolution, leider hat der Anbieter nur einen abgebildet, bei dem Startpreis von 99,- EUR (bereits ein Bieter) hätte er auch alle zeigen können.
Könnte mir vorstellen, dass auch solche Kunstobjekte mit Mao-Abbildung und seinen Schriften aus dieser historisch interessanten Zeit zumindest bei den Chinesen sehr begehrt sind. Mal sehen, wie diese Auktion ausgeht:
Gruß kartenhai
Hallo kartenhai, ![]()
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Brille vergessen? oder Turbodurchsicht?
ich sehe 9 Bilder = Mappe + Text sowie 7 Holzschnitte!!
mfgs bernd
@ bernd:
Hast recht, Ich hab` nur untereinander gesucht, da war nichts zu sehen, die sind ja nebeneinander. ![]()
Gruß kartenhai
Nun ja, die Abbildungen in dem Angebot sind ja auch insofern etwas ungewöhnlich, daß die anderen Bilder nicht wie üblich in der Vergrösserung erscheinen - man muß herunterscrollen.
Die Mappe stammt nicht aus der Kulturrevolution!
Im Druckvermerk ist 1950 angegeben.
Der Stil der Abbildungen entspricht nicht dem der Kulturrevolution.
Die Abbildungen zeigen die typische Kollektivierungspropaganda der 1950er.
Neben der Mao-Vignette sind neben chinesischen Flaggen auch Flaggen der UdSSR zu sehen - undenkbar für die Zeit der Kulturrevolution.
Z.
Die bunte Ganzsache von Chefoo über Hongkong nach Wilhelmshaven erzielte 755,- EUR, zum Schluss der Auktion ging es noch mal heiß her:
Gruß kartenhai
Das chinesische „Gigantlot“ mit den vielen Drachenmarken erzielte gigantische 378,- EUR, was so ein Modewort nicht alles ausmacht!
Das wären also 3,98 EUR pro Marke im Durchschnitt:
Gruß kartenhai
In der neuesten DBZ sind zwei größere China-Kauf-Anzeigen drin, ein Händler zahlt da z. B. für den Block 8 9.700,- EUR und für den Block 19 1.100,- EUR. Wer auf eine solche Anzeige hereinfällt, ist selber schuld, bei Ebay gibt es wesentlich mehr Geld für die Ware. ![]()
Ob der Händler viele findet, die ihm das Zeug so billig nachwerfen ![]()
Der zweite Händler glänzt mit der Schlagzeile: Zahle bis 500 % vom aktuellen Katalog! ![]()
Er garantiert immer faire, marktgerechte Preise. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der neue Michel-China-Katalog, der Ende des Jahres erscheinen soll, die 5-fachen Preise oder mehr vom alten Katalog haben soll. Das Schlüsselwort ist wohl: bis 500 % und wird nur für ganz wenige und seltene Exemplare gelten. Im Endeffekt wird er auch nicht mehr bezahlen wie der erste Händler, man hat ja nichts zu verschenken und will beim schnellen Weiterverkauf an die Chinesen ja schließlich auch noch eine hübsche Summe verdienen. ![]()
Gruß kartenhai
Angeboten ist eine Abosammlung im Vordruckalbum, 10 komplette Jahrgänge mit allen Blocks, zurzeit 11 Gebote bei 4.444,- EUR und noch über 7 Tagen Laufzeit. Obwohl der Verkäufer 1985 keine Lust mehr hatte zur Fortsetzung des Abos, hat er einige gute Jahrgänge erwischt und natürlich viele gesuchte Blöcke dabei. Da hat sich das Abo als Geldanlage sicher sehr gut verzinst. ![]()
Gruß kartenhai
Eine Art Händler-Lagerbuch, mit vielen gleichen Marken auf 32 Seiten, eigentlich für den Laien keine besonderen Raritäten erkennbar. Früher war das Massenware, jeder hatte solche Marken in seiner Sammlung, heute sind sie gesucht. Innerhalb der letzten halben Stunde von 190,- auf 671,- gestiegen, insbesondere in den letzten Sekunden vor Auktionsende.
Gruß kartenhai
Grob geschätzt handelt es sich um knapp 1000 Marken - keine Lust zu zählen.
Ergibt also einen Stückpreis in der Größenordnung von etwa 70 cent.
Das war alles mal typische "Groschenware".
10 pf. = ca. 5 cent
5 cent x 14 ! = 70 cent
(nur mal so ungefähr kalkuliert, um sich mal die Dimension klarzumachen)
Z.