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Russische Stempel

  • Michael D
  • 31. Dezember 2009 um 14:04
  • Michael D
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    • 31. Dezember 2009 um 14:04
    • #1

    Hallo,

    ich habe hier auf einem Brief von 1860, der über Preußen nach Reval lief, rückseitig den unten gezeigten Stempel, anscheinend von Riga.
    Leider ist er in meinem Dobin-Katalog (Vorphilatelie) nicht aufgeführt.

    Handelt es sich hierbei um einen Grenzeingangsstempel ?
    Falls ja, würden mich auch die Verwendungszeiten interessieren.

    Erstaunlich finde ich auch, dass der Brief von Riga bis nach Reval dann noch 4 Tage gebraucht hat.

    Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • doktorstamp
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    • 31. Dezember 2009 um 18:03
    • #2

    Die Dauer ist garnicht verwunderlich, im Internet sind andere Reisebeschriebungen zu lesen, auch dürfte dir die bekannte Bismarckgeschichte geläufig sein.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • Lacplesis
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    • 31. Dezember 2009 um 18:08
    • #3

    Ist halt kein Vorphilastempel, deshalb auch nicht im Dobin. Über die Verwendungszeiträume von Rigaer Stempeln der Briefmarkenzeit liegt bestimmt schon eine Arbeit irgendwo vor, ich habe sie aber leider nicht.

    Vier Tage ist wirklich recht lange, ich kann aber auch nicht sagen warum.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Lacplesis
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    • 31. Dezember 2009 um 18:10
    • #4
    Zitat

    Original von doktorstamp

    Die Dauer ist garnicht verwunderlich...

    Dafür, das es zwei Hafenstädte sind, die maximal einen Tag Schiffsreise auseinanderliegen schon.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Michael D
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    • 1. Januar 2010 um 10:33
    • #5

    Hallo,

    vielen Dank für eure Antworten.

    Weiß denn jemand, ob der Rigaer Stempel als ein russischer Grenzeingangsstempel benutzt wurde ? Erfüllte Riga die Funktion eines Grenzpostamtes ?
    Bisher hatte ich so etwas noch nicht gesehen - Stempel von Riga auf der Rückseite und Stempel von Reval (Zielort) auf der Vorderseite.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Lacplesis
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    • 1. Januar 2010 um 11:45
    • #6

    Riga war insofern Grenzeingangsort, als das dort die meisten Schifffahrtslinien aus Deutschland hingingen. Ansonsten würde auch Libau in der selben Funktion in Frage kommen, da der Libauer Haufen im Gegensatz zu Riga im winter meist Eisfrei bleibt.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Michael D
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    • 1. Januar 2010 um 12:10
    • #7

    Hallo Lacplesis,

    vielen Dank für die Auskunft.

    Der Brief kam am 18.September nach Riga, da sollte der Hafen noch eisfrei gewesen sein.
    Bisher hatte ich per Schiff nach Russland laufende Belege nur in Richtung Kronstadt / St. Petersburg.

    @Nigel
    Die schöne Bismarck-Geschichte kenne ich. Aber der September scheint mir etwas früh dafür zu sein.
    Vielen Dank für den Link mit den interessanten Informationen.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Michael D
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    • 8. Januar 2010 um 20:24
    • #8

    Hallo,

    ich habe hier noch einen Brief, über dessen Stempel ich gerne mehr wissen würde.
    Der Brief stammt aus dem Jahr 1847 und lief nach Pernau, der Kreisstempel ist von hier.
    Der Rechteckstempel wird im Dobin (Vorphilatelie) für Riga geführt - aber was steht in dem Stempel ?

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Lacplesis
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    • 8. Januar 2010 um 22:20
    • #9

    "Eingegangen"

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Michael D
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    • 9. Januar 2010 um 13:03
    • #10

    Danke !

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Michael D
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    • 29. Januar 2010 um 18:42
    • #11

    Hallo,

    hier habe ich einen Stempel aus Dorpat, Dobin Nr. 40.2.07 4.04, bei dem ich gerne wüßte, ob mein Übersetzungsversuch Dorpat Eingegangen / 25. März 1852 richtig ist.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (29. Januar 2010 um 18:42)

  • kartenhai
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    • 29. Januar 2010 um 21:37
    • #12

    Also unten steht 25. Februar 1852.
    Das obere sieht wie ein Wort aus. Wenn man die einzelnen kyrillischen Buchstaben in unsere Schrift zu übersetzen versucht, kommt folgendes heraus: ERZTZOTUTSCHENO.
    Das hat weder mit der Stadt Dorpat zu tun noch mit dem russischen Wort für "Eingegangen". Auch eine russische Stadt, die einen ähnlichen Namen wie diesen hat, gibt es nicht. Schade, daß manche Buchstaben nicht sehr deutlich sind, man kann sie nicht genau bestimmen.

    Gruß kartenhai

  • Lacplesis
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    • 29. Januar 2010 um 21:48
    • #13
    Zitat

    Original von kartenhai
    Also unten steht 25. Februar 1852.
    Das obere sieht wie ein Wort aus.

    Sind aber zwei...

    Zitat

    Wenn man die einzelnen kyrillischen Buchstaben in unsere Schrift zu übersetzen versucht, kommt folgendes heraus: ERZTZOTUTSCHENO.

    ... dabei sollte man tunlichst versuchen, auch alle Buchstaben zu erfassen. Du hast das D am Anfang des 1 Wortes ignoriert, weil zu schwach abgeschlagen.

    Das gibt dann Derpt (Dorpat) Polutsheno (Eingegangen - vergleiche einen Stempel weiter oben...)


    :goodjob: Michael - Alles richtig gemacht

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

    Einmal editiert, zuletzt von Lacplesis (29. Januar 2010 um 21:49)

  • kartenhai
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    • 29. Januar 2010 um 22:12
    • #14

    @ Lacplesis:

    Dieses Kyrillisch kommt gleich nach dem Chinesischen!!!

    :oneien:;)

    Gruß kartenhai

  • Michael D
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    • 30. Januar 2010 um 12:02
    • #15

    Danke.
    Es ist natürlich der 25.Februar (nicht März)

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • 43zarist
    Gast
    • 30. Januar 2010 um 14:34
    • #16

    Hallo miteinander.

    in dem Stempel steht Derpt Poluscheno - Derpt angekommen
    und darunter das Datum 25. Februar

    hans

  • 43zarist
    Gast
    • 30. Januar 2010 um 14:41
    • #17

    Zu dem grünen Riga-Stempel ist anzumerken, daß diese Stempel ab ca. 1859/60 die Vorphilastempel abgelöst haben. die grüne oder blaue Farbe soll wahrscheinlich anzeigen, daß der Brief aus dem Ausland gekommen ist - wurde aber nur selten eingesetzt die farbige Stempelung.
    Wenn jemand das Riga-Handbuch von Marcilger hat, da müßte was drin stehen, über den Verwendungszeitraum, eventuell auch über die Farbe und ob es eine Stadtpoststempelung ist oder eine Reichspostverwendung.

    hans

  • Michael D
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    • 30. Januar 2010 um 17:40
    • #18

    Hallo Hans,

    vielen Dank für die Hintergrundinformationen.
    Kannst Du noch ein paar Angaben zu dem Riga-Handbuch von Marcilger machen ? (Wo erschienen, Sprache, ...) Unter diesem Autorennamen habe ich nichts gefunden.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • HoomySimpson
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    24. Oktober 1970 (55)
    • 30. Januar 2010 um 17:52
    • #19
    Zitat

    Original von kartenhai
    @ Lacplesis:

    Dieses Kyrillisch kommt gleich nach dem Chinesischen!!!

    :oneien:;)

    Gruß kartenhai

    aber aber, ist doch ganz einfach... ein paar buchstaben sind gleich, ein paar haben eine andere bedeutung und ein paar sind ganz fremd. das zu lesen ist sehr schnell zu lernen. schau mal hier:

    sind (nur zum lesen versteht sich) eigentlich nur ein paar buchstaben zu lernen. musst ja nicht gleich die ganze sprache lernen.

    gruß
    henning

  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    • 28. Mai 2010 um 14:05
    • #20

    Hallo miteinander,

    mal wieder eine Frage zu russischen Stempeln:
    Der hier gezeigte befindet sich rückseitig auf einem Brief aus Preußen nach Abo (Finnland bzw. Russland).
    Meines Wissens ist es ein Eingangsstempel "Eingehend / Nachmittags".
    In meinem Vorphila-Dobin-Katalog wird dieser Stempel (01.04 - 4.04) nur für St. Petersburg aufgeführt.

    War dies in den 60iger Jahren immer noch so ? Kann man diesen Stempel klar St. Petersburg zuordnen ?
    Oder war es ein "üblicher" Eingangsstempel in verschiedenen / vielen Orten ?

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

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